DE8852C - Neuerungen an den unter Nr. 4904 patentirten Einrichtungen an Nähmaschinen für Strohgeflechte u. s. w - Google Patents

Neuerungen an den unter Nr. 4904 patentirten Einrichtungen an Nähmaschinen für Strohgeflechte u. s. w

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DE8852C
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G. W. HOOPER in New-York (V. St. A.)
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B23/00Sewing apparatus or machines not otherwise provided for
    • D05B23/001Straw hat sewing machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

1879.
1 _ Klasse 52.
GEORGE WATSON HOOPER in NEW-YORK (V. S. A.).
Neuerungen an den unter No. 4904 patentirten Einrichtungen an Nähmaschinen für
Strohgeflechte u. s. w.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Juli 1879 ab.
Die seither construirten Strohgeflecht - Nähmaschinen gestatten die je nach der Beschaffenheit und der besonderen Art der Geflechte erforderlichen Einstellungen (Justirungen) der Maschine noch nicht mit wünschenswerther Schnelligkeit und Einfachheit. In dieser Hinsicht verbessernd eingreifen sollen die nachfolgenden Constructionen, welche sich auf das Patent No. 4904 beziehen.
In den beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι der Grundrifs einer mit den in Rede stehenden Verbesserungen versehenen Maschine, Fig. 2 eine Ansicht der Maschine von unten, Fig. 3 eine Vorderansicht derselben,
Fig. 4 eine Seitenansicht bei theilweise weggelassener Gestellwand,
Fig. 5 eine Vorderansicht einzelner Theile,
Fig. 6 und 7 Seitenansichten einzelner Theile, Fig. 8, 9 und 10 ein System von Haken und Nadeln in verschiedenen Formen und Gröfsen. Kurz sei vorausbemerkt, dafs mit α der Hauptrahmen der Maschine, mit b deren Hauptwelle, mit c ihre Antriebscheibe bezeichnet ist; während a' ein in die Maschine von oben übergreifender, bei a2 durch einen Drehbolzen mit dem Hauptgestell α verbundener Träger ist. Derselbe tritt an der Vorderseite der Maschine nach abwärts und trägt hier den Arbeitstisch d, über welchen sich das zu nähende Geflecht in der Richtung des Pfeiles, Fig. 3, hinwegbewegt. Unterhalb des Arbeitstisches liegt die Spindel e' der gekrümmten Nadel e, Fig. 3 und 4. Sie empfängt ihre Bewegung in bekannter Weise von der Hubscheibe b', welche auf der Hauptwelle b sitzt; / ist in allen Figuren der sogenannte Haken, und g der schwingende Stoffrücker.
In einem ersten Theile bezieht sich die Erfindung auf eine Vorrichtung, um für jede anzuwendende Gröfse der Nadel ein und dieselben Hubscheiben oder Daumenscheiben zu verwenden.
Zu dem Zweck ist der Haken /, welcher im Zusammenhange mit der Nadel e die eigentliche Näharbeit verrichtet, mit seiner Spindel/1, Fig. 3 und 4, so in seinem Halter /2 angebracht (s. auch Fig. 7), dafs eine sehr leichte Herausnahme des ersteren und bezw. Ersetzung durch einen anderen Haken von gerade verlangter Gröfse, derjenigen der Nadel e entsprechend, bewirkt werden kann.
Um sodann die richtige Bewegung des oscillirenden Stoffrückers g in Beziehung zu jeder Nadelgröfse zu sichern, findet sich mit dem Stoffrücker ein Hebel vereinigt, auf welchen eine Hubscheibe in der noch zu bezeichnenden Art einwirkt.
Wie aus den Fig. 8, 9 und 10 hervorgeht, sind die oberen Spitzen /* der Haken / von verschiedener Länge, und zwar bezieht sich Fig. 8 (Seitenansicht und Grundrifs) auf einen Haken f nebst zugehöriger Nadel e, wie er zum Nähen schmaler Geflechte Verwendung findet; Fig. 9 stellt Haken nebst Nadel für Geflechte mittelgrofser Breite dar, Fig. 10 dieselben für die breitesten Geflechte.
Die Länge der oberen umgebogenen Spitze/* des Hakens / entspricht der von der Beschaffenheit und Art des Arbeitsstückes geforderten Nadelgröfse.
Ein Haken mit längerer Spitze /* wird während seiner schwingenden Bewegung ein grofses Gebiet, wie es eine Nadel von gröfserem Durchmesser erfordert, durchlaufen, ohne dafs es nöthig wäre, Aenderungen in seinen Bewegungsmechanismen zu treffen.
Die oben beschriebene, auf den Haken bezügliche Anordnung ermöglicht es, die drehende oder wendende Bewegung des Hakens in seiner Büchse, welche seither nöthig war, um den Faden nach erfolgtem Rückgange der Nadel aus dem Geflecht zurechtzulegen, vollkommen zu beseitigen. Infolge dessen wird auch die dabei verwendete Hubscheibe entbehrlich.
Wie aus den Fig. 3, 4 und 7 ersichtlich, wird die Spindel f1 am Ende einer horizontalen Stange /2 durch eine Klemmschraube /3 festgehalten. Durch Vermittelung der Daumenscheiben bl b3 auf der Hauptwelle b empfängt die Stange/2 eine abwechselnde Längsbewegung. Die Aufsenseite der Hubscheiben b1 und b3, Fig. 2 und 4, sind so gestaltet, dafs sie vermittelst kleiner Rollen h' und h 2 auf der Schiene h, Fig. 7, die letztere in hin- und hergehende Bewegung versetzen. Die Schiene h gleitet in einer Führung des Gestelles und ist
mit der horizontalen Stange /2 durch eine vorspringende Gabel h% verbunden. Letztere umgreift das Ende der Stange /2 und wird durch deri Hals _/4 in seiner richtigen Lage gehalten. Nach Lösung der Stellschraube /5 der Stellringe y4 ist eine Verstellung der Stange f2 in der Richtung ihrer Länge je nach Erfordernifs bei der Näharbeit möglich.
Um dem Haken / die oscillirende Bewegung zu ertheilen, befindet sich auf der Stange /2 ein mittelst Stellschraube f befestigter Arm fs, Fig. 2, 3 und 7. Derselbe trägt vorn ein Frictionsröllchen /8 und legt sich mit diesem gegen eine Daumenscheibe b4, welche auf der Hauptwelle b festsitzt. Eine Spiralfeder /", Fig. 2, deren eines Ende durch die Stange/2 hindurchgesteckt ist, während sich das andere gegen die Gleitschiene h legt, prefst den Arm /6 und sein Röllchen /8 gegen die Fläche der Daumenscheibe b*.
Die Erfindung erstreckt sich ferner auf Mittel zur richtigen Einstellung des schwingenden Stoffrückers g, um eine und dieselbe Daumenscheibe br* für alle möglichen Gröfsen der Nadel e anwenden zu können.
Das Röllchen g2, auf welches die Daumenscheibe b'° einwirkt, ist nicht direct an dem Stoffrücker, sondern an einem besonderen Arm g1, Fig. 3, mit dem Stoffrücker durch Stellschraube g3 so verbunden, dafs beide einen Zapfen bilden, um welchen man den Hebel oder Arm g1 nach Befinden auf- oder abwärts zu bewegen vermag. Zu diesem Ende ist besagter Arm mit einem Schlitz g4 versehen, durch den eine Kopfschraube h 5 hindurchgeht und womit eine Hochoder Tiefstellung von g1 vorgenommen werden kann. Je nach dieser Stellung wird aber auch diejenige des Röllchens g2 in Bezug auf die Lauffläche der'Daumenscheibe b5 so verändert, dafs eine Vermehrung oder Verminderung des >Hubes des Stoffrückers die Folge ist.
Bekanntlich mufs der Stoffrücker aufser seiner Schwingung nach rechts und links noch eine Bewegung auf und ab vollführen. Die hierzu benutzten Mechanismen sind im wesentlichen dieselben, welche sich auch in der durch D. R. P. No. 4904 geschützten Construction vorfinden. Die Umfläche der Daumenscheibe bz versetzt mittelst eines Führungsröllchens i2 und dessen Hebel i\ den Hebel i in auf- und abgehende Bewegung. Der Hebel z1 ist bei i* auf dem Hebel i gelagert, und auf. einem Zapfen des letzteren schwingt der Stoffrücker g. Mittelst einer Justirschraube P, welche durch den Hebel i hindurchgeht und bewirkt, dafs die von der Daumenscheibe b3 an den Hebel i1 übertragene Bewegung auch dem Hebel i mitgetheilt werde, ist die wünschenswerthe Verstellung von z'1 in Bezug auf i zu erzielen.
Somit ist herbeigeführt, dafs die Hebel i' und i, wenn der Stoffrücker die Vorschiebung des Geflechts zu bewirken hat, sich einige Zeit in ihrer oberen Stellung befinden, dafs sie dagegen infolge Wirkung der Feder z4 ihre unterste Stellung einnehmen, während der Stoifrücker seinen Rückgang vollführt.
Eine lange Stellschraube j, Fig. 2, 3 und 4, begrenzt den Hub des Stoffrückers, also auch die Vorschublänge des Geflechts, indem sie den Stofifrücker, der vorwärts durch Hubscheibe bb und Arm g' getrieben wird, in seiner Rückwärtsbewegung durch die Feder g* aufhält.
Ein anderer Theil der Erfindung ist eine Einrichtung, welche sich als combinir.tes Druckfüfschen und Nadelwächter bezeichnen läfst.
Bei k* ist ein mit den beiden Armen %l und k 2 versehener Hebel k, Fig. 4 und 6, durch Zapfen mit dem Arbeitstische verbunden. Der nach oben gerichtete Arm kl wird durch eine Spiralfeder /, die in einer Aushöhlung der Tragplatte a' liegt, stets nach vorn und der Arm k 2 auf den Arbeitstisch geprefst. Sie drückt gegen die mit Bolzen P verbundene Scheibe, Fig. 6. Da der Arm k1 Muttergewinde für P enthält (die Mutter P dient nur als Gegenmutter), so kann durch Vor- oder Rückwärtsdrehung des Schraubenbolzens /' die Gröfse des Federdrucks gegen kl geregelt werden.
Der nach abwärts gerichtete Arm k~ des Hebels k trägt unten zwei Vorsprünge k3 und kA, Fig. 6, von denen der vordere k's als ein Druckfüfschen dient. Zwischen den beiden Rändern k3 und /£4 geht, wie Fig. 1 und 4 deutlich ersichtlich machen, das eine Lineal nl des combinirten Stoffleiters η hindurch. Das andere Lineal n"1 desselben erstreckt sich vor dem Stoffrücker g hin, und liegt parallel zu η'.
Die Anordnung beider Führungslineale des Stoffleiters stimmt mit der in der Construction des Patentes D. R. P. No. 4904 angewendeten überein.
Bei m* ist am Arm k% ein -Winkelstück m drehbar, welches bei m1 als Nadelwächter dienen soll, Fig. 3 und 4. Durch eine Spiralfeder k6 und eine Kopfschraube k& kann dasselbe je nach der Gröfse der in die Maschine eingesetzten Nadel genau eingestellt werden.
Um einen Zapfen 0' drehbar ist der mit einem excentrischen Schlitz versehene Hebel 0 angebracht, Fig. 1 und 4. Durch diesen Schlitz ragt das oberste Endfe des Winkelhebelarmes k' hindurch. Durch Drehung des Hebels ο um nahezu 90 ° kann das Druckfüfschen, der Nadelwächter und beider Zubehör um so viel emporgehoben werden, als erforderlich ist, um die Näharbeit bequem einlegen oder aus der Maschine herausnehmen zu können.
Ein Hülfsdruckfüfschen p steht durch die Schraube p* im Zusammenhange mit der von dem Theil·«1 des combinirten Stoffrückers vorspringenden Stange «*. Dasselbe vermag sowohl in der Längsrichtung als auch vertical genau eingestellt werden, je nachdem die verschiedenen Breiten und Dicken der vorkommenden Strohgeflechte solches bedingen. Der Punkt, in welchem es sich auf das Arbeitsstück legt, findet sich in der Nähe desjenigen, wo die Nadel e in das Arbeitsstück eindringt, Fig. 3.

Claims (6)

Steigt nun der Stoffrücker während seiner Bewegung empor, so wirkt ihm entgegen der Druck der Spiralfeder I auf das Nähstück, wodurch eine regelmäfsige Zuführung des Geflechts erzielt wird. Nach erfolgtem Vorschub senkt sich der Stoffrücker wieder, tritt aus dem Geflecht heraus und die Spiralfeder / bewirkt ein Zusammenpressen des oberen und unteren Nähstreifens während des Nadelstiches. Pat en τ-An s ρ rüche: In Anwendung auf die unter P. R. No. 4904 patentirte Strohgeflecht-Nähmaschine:
1. Die Reihe auswechselbarer Haken/, deren jeder in Verbindung mit den zugehörigen Theilen der Maschine angewendet bezw. eingesetzt werden kann, ohne dafs ein Auswechseln der den Haken antreibenden Daumen- oder Hubscheiben nothwendig ist, im wesentlichen wie vorstehend beschrieben.
2. Die Combination einer Gleitschiene h, welche mit der den Haken / tragenden Stange f1 im Zusammenhange steht, der auf der Hauptmaschinenwelle festgekeilten Hubscheiben b3 und b 2, des ein Frictionsröllchen /8 gelagert haltenden gebogenen Armes/6, der Antriebsdaumenscheibe bA und die um /2 gewundene Spiralfeder /9, im wesentlichen wie dargelegt zu den bezeichneten Zwecken.
3. Die betreffs der Adjustirung des schwingenden Stoffrückers g vorgenommene Verbindung des Stoffrückers mit einem verstellbaren Hebel oder Arm g' und dem Frictionsröllchen g*, welches letztere von einer Daumenscheibe bä von der Hauptwelle aus angetrieben wird, im wesentlichen wie beschrieben.
4. Die als »combinirtes Druckfüfschen und Nadelwächter« zu bezeichnende Vorrichtung, bestehend hauptsächlich aus dem Winkelhebel k, dessen abwärts gerichteten Flantschen,£34 (Druckfüfschen) und dem damit zusammenhängenden Winkelstück m m1 (Nadelwächter), welche Theile eine in Beziehung auf den Arbeitstisch verstellbare Lage haben, im wesentlichen wie erörtert.
5. Die Combination des verbesserten »kombinirten Druckfüfschens und Nadelwächters« mit dem doppelt verstellbaren Stoffführer η (η1 η2), dessen oberer Theil »' mit dem einstellbaren Hülfsdruckfüfschen ρ versehen ist, im wesentlichen wie dargelegt.
6. Die Verbindung des combinirten Druckfüfschens und Nadelwächters mit den übrigen unter 1. bis 5. dieser Patent-Ansprüche aufgeführten neuen Bestandteilen, oder mit einer Maschine, deren Construction und bezw. Anordnung mit derjenigen Maschine übereinstimmt, welche dem Deutschen Reichs-Patent No. 4904 zu Grunde liegt, im wesentlichen wie beschrieben und zu den bezeichneten Zwecken.
Eine auch nur theilweise Benutzung der durch das Patent No. 4904 geschützten Einrichtungen ist auf Grund dieses Patentes nicht gestattet.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
DENDAT8852D Neuerungen an den unter Nr. 4904 patentirten Einrichtungen an Nähmaschinen für Strohgeflechte u. s. w Active DE8852C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6119501A (en) * 1998-05-07 2000-09-19 Benteler Ag Method of deforming an initial pipe having a circular cross-section into a U-shaped section and device for carrying out the method

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US6119501A (en) * 1998-05-07 2000-09-19 Benteler Ag Method of deforming an initial pipe having a circular cross-section into a U-shaped section and device for carrying out the method

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