DE235408C - - Google Patents

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DE235408C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B57/00Loop takers, e.g. loopers
    • D05B57/08Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines
    • D05B57/22Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines with spool-size bobbin for lower thread

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 235408 KLASSE 52 a. GRUPPE
Doppelsteppstich-Nähmaschine mit großer Unterfadenspule.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. September 1909 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Doppelsteppstich-Nähmaschine mit großer Unterspule, bei welcher außer dem Schleifenfänger ein Schleifenerweiterer vorgesehen ist. Diesen bekannten Maschinen gegenüber wird das Wesen der vorliegenden Erfindung darin erblickt, daß der Schleifenerweiterer an dem einen Schenkel ': eines Winkelhebels befestigt ist, der mit seinem Scheitel beweglich auf dem Zapfen einer durch ίο ein Schlitzkurbelgetriebe angetriebenen Kurbel sitzt, und dessen anderer Schenkel durch einen Lenker mit einem in wagerechter und senkrechter Richtung einstellbaren Tragstück verbunden ist.
Auf der . Zeichnung ist die Nähmaschine nach der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und zwar ist:
Fig. ι ein senkrechter Längsschnitt durch die Nähmaschine,
Fig. 2 ein Schnitt nach Linie A-A der Fig. 1, Fig. 3 eine teilweise geschnittene ,Endansicht der Maschine,
Fig. 4 eine Endansicht des unteren Getriebes, die Teile in ihrer ersten Stellung zeigend,
Fig. 5 eine Endansicht, welche die Teile des unteren Getriebes in ihrer zweiten Stellung ::. zeigt,
Fig. 6 eine die Teile des unteren Getriebes in ihrer dritten Arbeitsstellung zeigende Endansicht, ■
Fig. 7 und 8 Endansichten desselben Getriebes, in denen die Getriebeteile in ihrer vierten bzw. fünften Arbeitsstellung gezeigt sind,
Fig. 9 eine schaubildliche Ansicht des Spulengehäuses,
Fig. 10 eine schaubildliche Ansicht des umlaufenden Schleifenfängers,
Fig. 11 ein senkrechter Schnitt. durch den umlaufenden Schleifenfänger, das Spulengehäuse pnd die Spule,
Fig. 12 ein Schnitt nach Linie B-B der Fig. ι und
Fig. 13 ein Schnitt durch das Ende eines Fadenaufnehmerhebels.
Der Faden 1 einer oberen Spule 2 läuft durch Hemmklemmen 3 um eine Spannvorrichtung 4 herum durch eine Führung 5, wobei diese sämtlichen Teile üblicher Konstruktion sind. Der Faden geht dann durch eine unter einem Stift 7 befindliche Führung 6, die auf der Endplatte der Maschine in ihrer Mittellinie angeordnet ist. Von der Führung 6 läuft der Faden um eine Nutrolle 10, welche in dem Ende des Fadenhebels 11 gelagert ist, von hier unter einer Reibungsnutrolle 12, die in der Führung 6 drehbar ist, um eine Reibungsnutrolle 13 (Fig. 13), die sich in dem Fadenhebel 14 dreht, durch eine Nadelhalterführung 15 und endlich durch das Öhr der Nadel 16.
Die in ein und derselben senkrechten Ebene hin und her beweglichen Fadenaufnehmerhebel 11 und 14 lagern drehbar auf Zapfen 17 und 18, welche in den Maschinenoberteil geschraubt sind; die Hebel 11 und 14 besitzen starre Arme I9 und 20, auf deren Ende Gleitrollen, 21 und 22 auf Zapfen 23 und 24 vorgesehen sind. Die Rollen' 21 und 22 bewegen sich in wage-
rechten Schlitzen 25 und 26 der auf und ab beweglichen Nadelantriebsstange 27, welche in Führungen 28 und 29 angeordnet ist und ihre Bewegung von einem Treibrad 30 mittels einer Welle 31 erhält, die mit einer Scheibe 32 durch eine Kurbel 33 und Stift 34 von üblicher Konstruktion verbunden ist. Die Scheibe 32 sitzt auf einer Welle 35 fest, welche an ihrem anderen Ende eine zweite Scheibe 36 mit Stift 37 und Gleitrolle 38, die sich in einem Schlitz 39 führt, der in einem an der Stirnseite der Maschine vorgesehenen, um Zapfen 41 drehbaren Hebel 40 angeordnet ist. Eine auf dem festen Zapfen 43 des Hebels 40 drehbare Gleitrolle 42 wirkt auf eine Gabel 44, die an der Nadelantriebsstange 27 vorgesehen ist. Die Drehung des Stiftes 37 bewirkt die Hin- und Herbewegung des Hebels 40, dessen Stift 43 wiederum die Nadelstange auf und ab bewegt, wobei gleichzeitig die Hebel 11 und 14 schwingen.
Das Untergetriebe wird durch eine Welle 48 angetrieben, die. ihre Bewegung von der Welle 31 durch eine Kurbel 49, Verbindungsstange 50 und eine weitere Kurbel 51 erhält.
Die Teile 48, 49, 50 und 51 sind von üblicher Ausbildung, wobei die Verbindungsstange in gebräuchlicher Weise dreh- und gleitbar auf einen festen Zapfen 52 gestützt ist. Auf dem Ende der Welle 48 sitzt ein Kegelrad 53, das mit einem anderen Kegelrade 54 kämmt, welches auf einer senkrechten, in Lagern 56 und 57 eines Konsols 57" untergebrachten Spindel 55 sitzt.
Ein umlaufender Schleifenfänger 58, der mit der Spindel 55 ein Stück bildet, besitzt einen oberen Haken 59 zum Erfassen der von dem Oberfaden in üblicher Weise gebildeten Schleife sowie einen aus der Mantelfläche hervorragenden Fänger 61. Der Schleifenfänger 58 hat in der Nähe seines Fußes 63 einen zweiten Haken 62, gleichfalls zum Erfassen der Schleife 60 dienend, nachdem diese in einer im folgenden näher beschriebenen Weise ausgezogen worden ist. Der Fuß 63 besitzt einen Rand 64 mit einem Ausschnitt 65 vor dem Haken und einer inneren Nut 66.
Ein zylindrisches und durch festen Boden 68 verschlossenes Spulengehäuse 67 ist oben durch einen abnehmbaren Deckel 69 verschlossen. Ein zentraler, mit dem Boden 68 ein Stück bildender Stift 70 dient zur Aufnahme einer gebräuchlichen Garnrolle 71. Eine Umfangsrippe 72 auf der Außenseite des Spülengehäuses 67 paßt in die Nut 66, wobei der Schleifenfänger 58 frei rotiert, während das Spulengehäuse durch einen starren Lappen 74 am Drehen verhindert wird. Der Lappen greift in einen in der Unterseite der Stichplatte 76 oder einen sonst geeigneten Teil der Maschine vorgesehenen Schlitz 75. Ein Teil 77 des Randes 64 ist abnehmbar und wird in seiner normalen Stellung durch eine Schraube 78 festgehalten. Wenn es wünschenswert ist, das Spulengehäuse aus dem Schleifenfänger herauszunehmen, wird der Teil 77 entfernt und das Gehäuse seitlich herausgezogen.
Das Spulengehäuse besitzt eine Spannvorrichtung 77Λ, welche aus einer durch Schrauben befestigten Flachfeder besteht sowie Spannlöcher 79,. 8οα und 81 aufweist. Die Umfangsrippe 72 ist zum Teil weggeschnitten und läuft in einen Haken 82 aus, der zum Zurückhalten des oberen Fadens während der Drehung des Schleifenfängers 58 dient. In einiger Entfernung vom Haken 82 ist in der erwähnten Rippe 72 ein Ausschnitt 83 vorgesehen, um den Faden zurückzuhalten, wenn durch irgendwelche zufälligen Umstände der Haken 82 versagen sollte.
Die Vorrichtung zum Erweitern und Aus-, ziehen der Oberfadenschleife besteht aus dem Schleifenerweiterer 85, welcher durch Schraube 86 und Unterlagsscheibe 87 auf dem Ende des Winkelhebels 88 befestigt ist, der in seinem Scheitel um den Zapfen 96 drehbar ist, und dessen anderer Schenkel mittels des Stiftes 89 an einem Lenker 90 drehbar befestigt ist. Der Lenker 90 ist mittels eines Stiftes 91 mit einem wagerechten Tragstück oder Kloben 92 gelenkig verbunden, der durch Schrauben 95 an dem Konsol 57" befestigt ist und sich mit Hilfe der in dem Tragstück oder Kloben 92 und dem Konsol 57" vorgesehenen Schlitze 93 und 94 wagerecht und senkrecht verstellen läßt. Der Winkelhebel 88 wird durch den Zapfen 96 angetrieben, der aus einer auf dem Ende der Welle 98 festsitzenden Kurbel 97 vorragt. Die Welle lagert in dem Konsol 57". Das andere Ende dieser Welle nimmt eine genutete Kurbel 99 auf, die mit einem gleitbaren Block 100 ausgerüstet ist, der auf dem einen Ende mit einer in der Welle 48 vorgesehenen Kurbelkröpfung 102 verbunden ist. Die Stange 101 besitzt einen Schlitz 103, welchen ein Zapfen 104 durchdringt, wodurch das Schlitzkurbelgetriebe 99, 100, 101, 102, 103 und 104 gebildet wird. Wenn sich die Welle 48 in Richtung des Pfeiles (Fig. 2) dreht, rotiert die Welle 98 in entgegengesetztem Sinne.
Beim Betriebe senkt sich die Nadel 16 (Fig. 5) und formt unter dem zu nähenden Material in üblicher Weise eine Schleife 60. Wenn die Nadel ihre tiefste Stellung erreicht hat, erfassen der obere Haken 59 und der Schleifenerweiterer 85 die Schleife 60. Der Schleifenerweiterer 85 ist so angeordnet, daß er bei Drehung der Kurbel 97 (Fig. 6) niedergeht und die Schleife 60 so weit auszieht, daß sie von dem unteren Haken 62 des Schleifenfängers 58 (Fig. 7) erfaßt wird, . der, ständig rotierend, die Schleife 60 vom Schleifenerwei-
terer 85 abzieht (Fig. 8). Der äußere Teil der Schleife wird von dem Fänger 61 erfaßt und mitgenommen (Fig. 7 und 8), und der innere, durch punktierte Linien angedeutete Teil wird vom Haken 82 zurückgehalten, während der Fänger 61 den äußeren Teil der Schleife um das Spulengehäuse herumzieht, um eine Verschlingung mit dem Faden einer üblichen, in dem Spulengehäuse untergebrachten Garnrolle zu bilden.
Das Aufnehmen der in der oben erklärten Weise gebildeten großen Schleife wird durch die Fadenaufnehmerhebel 11 und 14 bewerkstelligt, welche plötzlich eine Spreizbewegung ausführen, und zwar in der Lage, wie in Fig. 3 gezeigt, worauf die Fadenschleife 60 sofort frei wird, um durch den Raum durchzuschlüpfen, der dadurch gebildet worden ist, daß ein Teil der Umfangsrippe 72 fortgeschnitten wurde, um den Haken 82 zu bilden. Während der Fänger 61 den äußeren Teil der Schleife um das Spulengehäuse zieht, nähern sich die Hebel 11 und 14 langsam der Führung 6 und lassen den Faden nach, bis sie in die in Fig. 1 durch punktierte Linien angedeutete Lage kommen. Diese langsame Annäherung der Hebel wird durch die Kurve des Schlitzes 39 des Hebels 40 bewirkt (Fig. 3), um die Kreisbewegung des in Richtung des Pfeiles bewegten Stiftes 37 zu hemmen, wodurch gleichzeitig auch das Anheben des Hebels 40 bewirkt wird, während der Stift 37 von dem Drehzapfen 41 entfernt wird. Die schnelle Spreizung der Hebel 11 und 14 wird durch den Stift 37 bewirkt, indem dieser den Hebel 40 niederdrückt, wenn sich der erwähnte Stift an oder nahe dem Ende des den Drehzapfen 41 be- nachbarten Schlitzes 39 befindet.
Da der Faden, nachdem er den Schleifenerweiterer 85 verlassen, Neigung hat, vom unteren Haken während der Rotation des Schleifenfängers 58 abzufliegen, ist an dem Konsol 57a eine Sicherung 110 mit vorspringendem Glied in vorgesehen, welches dicht an den Schleifenfänger herantritt. Der schlaffe Teil des Fadens fliegt infolge der Zentrifugalkraft davon, trifft auf das Glied in und wird darauf hinter die Sicherung 110 durch die Rotation des Schleifenfängers gezogen, ohne den Haken 62 zu verlassen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Doppelsteppstich-Nähmaschine mit großer Unterfadenspule, bei welcher außer dem Schleifenfänger ein Schleifenerweiterer vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifenerweiterer (85) an dem einen Schenkel eines Winkelhebels (88) befestigt ist, der mit seinem Scheitel beweglich auf dem Zapfen (96) einer durch ein Schlitzkurbelgetriebe (99, 100, 101, 102, 103, 104) angetriebenen Kurbel (97) sitzt, und dessen anderer Schenkel durch einen Lenker (90) mit einem in wagerechter und senkrechter Richtung einstellbaren Tragstück (92) verbundeη ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1997037075A1 (en) * 1996-03-29 1997-10-09 Cordini, Bruno Sewing machine and method for machine sewing

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1997037075A1 (en) * 1996-03-29 1997-10-09 Cordini, Bruno Sewing machine and method for machine sewing

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