DE17044C - Maschine zur Herstellung von Strohmatten für Flaschenhülsen - Google Patents

Maschine zur Herstellung von Strohmatten für Flaschenhülsen

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DE17044C
DE17044C DENDAT17044D DE17044DA DE17044C DE 17044 C DE17044 C DE 17044C DE NDAT17044 D DENDAT17044 D DE NDAT17044D DE 17044D A DE17044D A DE 17044DA DE 17044 C DE17044 C DE 17044C
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DE
Germany
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straw
rollers
movement
feet
shafts
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Application number
DENDAT17044D
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English (en)
Original Assignee
W. KRAFT in Darmstadt
Publication of DE17044C publication Critical patent/DE17044C/de
Active legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B23/00Sewing apparatus or machines not otherwise provided for
    • D05B23/003Sewing machines for straw cases, wisps of straw or canvas shoes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 43: Korbflechterei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Januar 1881 ab.
Die Maschine hat den Zweck, die Hülsenmatten zu den sogenannten französischen Stroh-Flaschenhülsen herzustellen, d. h. ein Drittel des in seiner ganzen Länge eingelegten Strohes auf das zweite Dritttheil einzuschlagen und dieses nun mit zwei Nähten mit Kettenstich auf einander zu nähen.
Auf beiliegenden Zeichnungen zeigt:
Fig. ι eine Seitenansicht der Maschine von links, Fig. 2 eine Seitenansicht derselben von rechts, Fig. 3 den Schnitt I-K der Fig. 8,
Fig. 4 den Schnitt L-M der Fig. 3,
Fig. 5 den Verschlufs der Stahlbänder im Grundrifs,
Fig. 6 den Schnitt G-H der Fig. 5,
Fig. 7 den Schnitt E-F der Fig. 5,
Fig. 8 die rechte Vorderansicht der Maschine, Fig. 9 Schnitt N-O der Fig. 10,
Fig. 10 Grundrifs des unteren Theiles der Maschine ohne Walzen und Bänder,
Fig. 11 Seitenansicht der Umschlagkette ,S mit Zahnrad i und einem Stück der Zahnstange T,
Fig. 12 Vorderansicht derselben,
Fig. 13 Grundrifs derselben,
Fig. 14 Seitenansicht der Curvenwalze 13 mit Rolle 11 und einem Stück der Zahnstange T,
Fig. 15 hintere Ansicht derselben,
Fig. 16 Grundrifs des Fufses g mit einem Schnitt der Strebe 50,
Fig. 17 Aufrifs derselben,
Fig. 18 Schnitt C-D der Fig. 19,
Fig. 19 hintere Ansicht des oberen Werkes mit den Rollen 44 und einem Greifer des unteren Theiles^
Fig. 20 Grundrifs des oberen Werkes mit partiellen Schnitten,
Fig. 21 Schnitt A-B der Fig. 19,
Fig. 22 Seitenansicht des Haspels zum Aufwickeln der fertigen Matten,
Fig. 23 Grundrifs hiervon.
Sobald die Maschine in Bewegung gesetzt wird, bewegen sich die Stahlbänder abcd und e, Fig. 8, mit den auf die Bänder α c und e geschraubten Klötzchen f ruckweise vorwärts , in Fig. 2 nach rechts; das zwischen den Klötzchenpaaren, Fig. 2, eingelegte und durch die Zungen f1 auf dem Band c gegen Verschiebung gesicherte Stroh mit sich führend. Während die Bänder still stehen, heben sich die Füfse g und h, Fig. 2 und 20, in die Höhe, bewegen sich dem Stroh entgegen, pressen auf dasselbe und bleiben auf demselben liegen, indem sie die Bewegung der Bänder nach vorwärts mitmachen. Indem sich diese Bewegung fortwährend wiederholt, rückt das Stroh in die Maschine ein und wird, sobald es über der Umschlagklappe S1 Fig. 2, 9, 10, 11, 12 und 13, angekommen, das vorn überstehende und mit seinen Enden auf dem Band α ruhende Stroh erfafst und über das hintere Ende des Fufses g, Fig. 2, 16, 17 und 20, umgeschlagen, die kleine Halteklappe k, Fig. 2, 20 und 2i, schnellt direct vor der Umschlagklappe S auf das umgeschlagene Stroh, die Füfse m und n, Fig. 1, 2, 8, 19 und 20, welche dieselbe Bewegung haben wie die Füfse g und h, rücken vor, über das umgeschlagene Stroh, während die letzteren sich unter demselben herausziehen; die vier Füfse
pressen sich auf das Stroh und gehen mit den Bändern vorwärts.
Zwischen den Füfsen g und h, sowie zwischen den Füfsen m und η sitzen die Füfse ο und p, Fig. 8, 19, 20 und 21, welche das Stroh so lange festhalten, als sich die vier äufseren Füfse von demselben entfernen; sie sind jedoch gehoben, sobald sich die Bänder mit dem Stroh vorwärts bewegen. Das umgeschlagene Stroh geht nun unter den beiden Nähmaschinen q durch, welche dasselbe mit zwei Nähten zusammennähen; die Lücken zwischen zwei Matten werden durch vier sogen, leere Stiche ausgefüllt, durch welche sodann die fertigen Matten an einander hängen. Dieses Band von Matten und Lücken wird sodann auf den hinter der Maschine stehenden Haspel u, Fig. 22 und 23, befestigt, auf welchen es sich aufwickelt. Sobald ein Haspel gefüllt ist, wird das Mattenband in der Mitte einer Lücke durchschnitten, der volle Haspel aus- und ein leerer eingehängt, die folgende Matte wieder auf dem leeren Haspel befestigt und die Maschine arbeitet weiter. Die Haspel werden geleert, indem die einzelnen Matten in der Mitte je einer Lücke abgeschnitten und die Fadenenden sofort zugezogen werden.
Der Haspel u, Fig. 22 und 23, wird durch den Mitnehmer ν der Welle w in Bewegung gesetzt. Auf dieser Welle sitzt Scheibe x, welche mit der Scheibe y auf der Welle P, Fig. 2, 22, 23 und 8, durch den Riemen ζ verbunden ist. Das Verhältnifs der Walze P zu dem Haspel u, sowie der Scheibe y zu der Scheibe χ ist 1 : 2. Sobald sich nun die Walze P vorwärts bewegt, wird der Haspel u durch den Riemen ζ mit in Bewegung gesetzt Da jedoch der Umfang des Haspels u in dem Mafse gröfser wird, je mehr Matten sich aufwickeln, die Umdrehungsgeschwindigkeit jedoch die gleiche bleibt, so würde sehr bald ein Zerreifsen der Matten stattfinden. Um dies zu vermeiden, ist die Scheibe χ in ihrer Bohrung mit Leder gefüttert und zur Hälfte aufgeschnitten. Durch die Spannschraube 2 läfst sich die Scheibe nun so zusammenziehen, dafs sie die Welle w zwar mitnimmt, aber doch, wenn der Haspel voller wird, so viel nachgiebt, als es die aufzuwickelnden Matten verlangen. Die Fortbewegung der Bänder abcd und e, Fig. i, 2 und 8, geschieht durch die Walzen P und P1, welche durch eine Transportvorrichtung an der hinteren Kasten wand 62, Fig. 1, 3 und 4, in Bewegung gesetzt werden. Die auf den Naben der Walzen P und P1 sitzenden beweglichen Hebel r und rl, Fig. 1 und 8 sind mit den Enden der Stange Q durch Bolzen verbunden. Dieselbe wird durch die auf den Wellen H und P.1 sitzenden Excenter 3 und 31 Fig. 3 und 4, vorgeschoben und durch die Feder 4 zurückgezogen. Sobald nun die Stange Q orwärts geschoben wird, klemmen sich die Klemmen 5, Fig. 1 und 8, über den Rand 6 der Walzen P und P1 fest und nehmen hierdurch die Walzen mit. Beim Zurückgehen öffnen sich die Klemmen und gleiten lose über den Rand der Walzen. Um eine Veränderung der Stellung der Stahlbänder zu einander zu verhüten, sind die Walzen mit Stiften und demntsprechend die Bänder mit Löchern versehen, Fig. 8, in welche die Stifte der Walzen eingreifen. Die in Fig. 3 und 4 ersichtliche Klemme 7 hat den Zweck, ein weiteres Fortrücken der Walzen, als sie von den Klemmen 5 geschoben werden, zu verhindern. Dieselbe schliefst sich durch den an. dem Excenter 3 sitzenden zweiten Excenter 8, sobald die Excenter 3 und 31 ausgeschoben haben, und öffnet sich wieder beim Zurückgehen der Stange Q. Diese selbst besteht aus zwei Theilen, wie Fig. 3 und 4 zeigen, welche in der Mitte ein Stück über ~ einander gelegt sind und durch Schrauben 61 zusammengehalten werden. Die in dem einen Theil der Stange Q befindlichen Schlitze, welche in Fig. 3 angedeutet sind, ermöglichen eine Verlängerung der Stange Q, sobald die Walze P und P' vermittelst der Arme 52 und 521, Fig. 1 und 2, weiter aus einander gerückt werden. Die Stellschrauben 53, Fig. 2, dienen zum Spannen der Bänder. Fig. 5, 6 und 7 zeigen den Verschlufs, durch welchen die Enden der Stahlbänder mit einander verbunden werden. Die an dem geraden Bandende 64 befindliche Zunge 66 mit dem Knöpfchen 67 wird seitwärts von unten nach oben durch den in Fig. S angedeuteten dreieckigen Ausschnitt 68 in dem leicht gekreppten Bandende 65 durchgesteckt und das Band wieder gerade gemacht. Es liegt sodann die Zunge 66 auf dem Bandende 65 und das Knöpfchen 67 mit seinem Hals in der entsprechenden Einfeilung desselben Bandendes.
Die Nähmaschinen q, Fig. 8, 9, 18, 19 und 20, sind analog den gewöhnlichen Kettenstichnähmaschinen mit rotirendem Greifer, nur der Länge des Stiches entsprechend gröfser.
Sie werden an ihrem oberen Theil durch die Zahnräder 56 und 57 und die Greiferwelle im unteren Theil, Fig. 9, 18 und 19, durch die Zahnräder 58, 59 und 60 in Bewegung gesetzt.
Die Umschlagklappe S ist in Fig. 11, 12 und 13 deutlich ausgeführt, aufserdem ist dieselbe in Fig. 2, 9 und 10 sichtbar. Dieselbe ist mit dem Zahnrad i auf der Welle 9 befestigt, welche mit ihren beiden Enden in den Lagern 10 und io1 läuft. Die in das Zahnrad ζ eingreifende Zahnstange T, Fig. 9 und 10, erhält · ihre Bewegung durch die an ihrem hinteren Ende angebrachte Rolle 11 in der Curve
der Walze 13 (s. Fig. 14 und 15). Die letztere ist auf der Welle Ji1 befestigt. Die in der Umschlagklappe S befindliche Zunge 14 bewegt sich in dem Scharnier 15 und wird von der Feder 16 wider den Schenkel der Klappe gedruckt. An beiden Seiten der Klappe sind die Messer 17 befestigt, deren Zweck es ist, das von der Klappe gefafste Stroh während des Umschlagens . beisammen zu halten. Sobald nun die Zahnstange T vorwärts geht, fafst die Klappe das über ihr liegende Stroh zwischen die beiden Messer 17, hebt dasselbe auf, die Zunge 14 legt sich an und bleibt durch die Feder beigedrückt an demselben, bis der Umschlag vollendet ist. Es wird durch diese Einrichtung ein jedes Brechen des Strohes vermieden und ein Umschlag erzielt, wie er an Egalität und Sauberkeit mit keinem Handapparat hergestellt werden kann. Die in Fig. 2 ganz und in Fig. 10, 11, 12 und 13 zum Theil sichtbare Stahlspitze 21 führt sich in dem Röhrchen 2 2 und hängt unten an dem Hebel 23. Sie hat den Zweck, das umgeschlagene Stroh festzuhalten, während sich der Fufs g, Fig. 2, 6 und 17, aus demselben herauszieht. Durch das Excenter 24 der Welle Ji1, Fig. 2, drückt sich dieselbe zwischen das Stroh, ehe der Fufs g sich abwärts, in Fig. 2 nach links, bewegt, und wird durch die Feder 25 zurückgezogen, ehe das Stroh vorwärts, in Fig. 2 nach rechts, transportirt wird. Ueber die Umschlagklappe S ist eine Stahlplatte 63, Fig. 10, 11 und 12, aufgeschraubt, in welcher auch das Röhrchen 22, Fig. 2, 10 und 12, befestigt ist.
Die sofort hinter der grofsen Umschlagklappe auf das Stroh schnellende kleine Halteklappe k, deren Construction aus Fig. 21 deutlich zu ersehen ist, erhält ihre Bewegung vermittelst der viereckigen Stange 19 durch das Excenter 18, welches auf der Welle U, Fig. 2, 20 und 21, befestigt ist. Sie hebt sich, wenn das Stroh transportirt wird, und schnellt durch die Feder 20 nieder, wie schon vorhin erwähnt, sobald das Stroh umgeschlagen ist.
Die Halteklappe /, welche weiter hinten auf das umgeschlagene Stroh drückt, ist in Fig. 18 und 20 deutlich ausgeführt; aufserdem ist sie in Fig. i, 2 und 8 sichtbar. Dieselbe hat den Zweck, das etwa nicht ganz aufliegende umgeschlagene Stroh niederzudrücken und hierdurch dem Fufs n, Fig. 18, 19 und 20, freie Bahn zu machen. Sie wird durch den Stift 20, Fig. 18 und 20, an dem Arm w, welcher zugleich den Transportfufs A trägt, bewegt, so zwar, dafs, wenn sich der Fufs h hebt, die Klappe / durch die Feder 21 auf das Stroh gedrückt wird; sie bleibt ruhen, während sich der Fufs rückwärts, also in Fig. 2 nach links, bewegt, hebt sich etwas auf, sobald sich der Fufs niedersetzt, und geht ganz zurück, wenn der Fufs sich mit dem Stroh vorwärts, also in Fig. 2 nach rechts, bewegt.
Die vier Transportsfüfse g hm und n, Fig. 1, 2, 8, 18, 19 und 30, hängen durch ein Gelenk an den runden Stangen 26, welche sich in der Bohrung der Arme WX YZ auf- und abbewegen und durch die Feder 27, Fig. 18, niedergedrückt werden. Durch die Stangen 26 geht ein Stift 35, Fig. 8, 18, 19 und 20, welcher sich in dem Schlitz 28 der Arme führt. Hierdurch werden die Füfse in gerade Richtung gehalten, sowie die Auf- und Abbewegung derselben begrenzt. Die Arme führen sich mit ihren Gabeln 29 in den Einschnitten der feststehenden Wellen ν und ν1, erhalten durch die doppelten Excenter 30 auf den Wellen U und U1, Fig. 18 und 19, ihre verticale und horizontale Bewegung und werden durch die Federn 32 nach vorn und nach oben gezogen.
Die Füfse selbst sind durch die Federn 33, Fig. i, 2 und 18, vorn immer gehoben, sobald sie das Stroh verlassen. Zur weiteren Führung der Arme sind an beiden Seiten der Excenter 30 grofse Scheiben 34, Fig. 1, 2, 18 und 19, befestigt. Fufs g, um dessen hinteres Ende das Stroh umgeschlagen wird, ist in Fig. 16 und 17 noch besonders dargestellt. Die auf demselben befindliche Leiste 68 führt sich in der Gabel der Strebe 50, welche oben an dem Arm 38 befestigt ist (s. Fig. 2 und 20). Die Kante, um welche das Stroh umgeschlagen wird, ist abgerundet. Die mittleren Druckfüfse ο und/, Fig. 8, 19, 20 und 21, hängen ebenfalls durch ein Gelenk an den flachen Stangen 35 und sind, wie die vorbenannten Transportirgefäfse, durch Federn vorn gehoben. Die Stangen 35 bewegen sich ebenfalls mit ihren Gabeln in Einschnitten der Wellen Ό und v\ werden jedoch von den gleichfalls auf den Wellen U und Ux sitzenden Nasen 36, Fig. 19 und 21, nur in verticaler Richtung gehoben und von den Federn 37, Fig. 19, wieder heruntergedrückt.
Die oberen, feststehenden Wellen ν und v\ sowie die beweglichen Wellen U und U1, lagern mit beiden Enden in den aufrechtstehenden Gufsarmen 38 und 38\ Fig. 1, 2, 8, 19 und 20. Die Wellen U und U1 aufserdem noch in dem zwischen den beiden Armen befestigten Gufskreuz 39, Fig. 1, 8, 18, 19, 20 und 21. Sie sind an der hinteren Seite der Maschine durch die Kegelradübersetzungen mit Welle 40, Fig. 1 und 8, und mit den Wellen Ji und Ji1 des unteren Werkes verbunden.
Es sind aufserdem am oberen. Theil noch drei Bleche 41, 42 und 43 angebracht, welche verhindern, dafs das Stroh in einzelne arbeitende Theile der Maschine geräth. Die Bleche 41 und 42 sind sichtbar in Fig. 1, 2, 8, 18, 20 und 21. Sie führen bis nahe auf das Stroh
und sind unten mit Ausschnitten, Fig. 8 und 20, versehen, durch welche die Füfse und Halteklappen eintreten und sich entfernen. Sie stehen beide nach vorn über der Maschine vor, wie Fig. 8 und 20 zeigen, und streicht die Umschlagklappe »S an dem Blech 42 so dicht vorbei, dafs kein Halm entweichen kann. Das Blech 43, Fig. 1 und 2, ist vor den Füfsen g h und 0 angebracht, und verhütet, dafs beim Einlegen Stroh über die Füfse gelegt wird.
Die unter den Stahlbändern b und d lagernden Rollen 44, Fig. 9, 10, 18 und 19, haben den Zweck, beim Transportiren eine durch das Aufpressen der Füfse g hm und η entstehende Reibung der Bänder zu verhindern.
Da es von Werth ist, in den Lücken zwischen zwei Matten vier möglichst reine, leere Stiche zu haben, indem dies das Zuziehen der Naht bedeutend erleichtert, so sind zwei zusammenstehende Klötzchen f, Fig. 1, 2 und 8, durch einen Verschlufs verbunden. Derselbe besteht aus zwei sich in einander schiebenden flachen Blechhülsen, welche mit einem Scharnier auf den Klötzchen befestigt sind und verhüten, dafs beim Einlegen Stroh sich zwischen die Klötzchen legt. Dieselben ziehen sich, sobald sie über die Walze gehen, aus einander und schieben sich wieder zusammen, sobald das Band wieder gerade wird. Die Breite der Klötzchenpaare / bildet den Raum für' die Lücken bezw. leeren Stiche, während die Entfernung der Klötzchenpaare von einander die Breite der Matten ergiebt. Soll eine andere Sorte Matten hergestellt werden, so werden dementsprechend andere Stahlbänder aufgelegt.
Die Regulirung der Stiche geschieht durch die Stichsteller 54, 55 und 551. Der Stichsteller 54, Fig. i, 3 und 4, besteht aus einer Schraube, deren excentrischer Kopf, Fig. 3 und 4, an der inneren Seite der Wand 62, Fig. 1, 3 und 4, anliegt, deren Gewindetheil durch die Wand durchgeht und aufsen mit einer Mutter und einem Zeiger, Fig. 1, versehen ist.
Mit dem Zeiger auswendig dreht sich der excentrische Kopf innen, an welchem die Stange Q beim Zurückgehen anstöfst. Die Stichsteller 55 und 551, die in Fig. 18 und 20 zu sehen sind, sind einfache Schrauben mit Gegenmuttern.
Die auf den beiden unteren Wellen R und R1 sitzenden Zahnräder 45, Fig. 9 und 10, erhalten ihre Bewegung durch das Zahnrad 46, welches auf der Hauptwelle 47 befestigt ist. Diese wird durch die Riemscheiben 48, Fig. 1 und 8, oder durch das Schwungrad 49, Fig. 8, in Bewegung gesetzt. Das Verhältnifs des Zahnrades 46 zu den Zahnrädern 45 ist 1:3.
Das untere Werk ist zwischen den Stahlbändern mit Blech überdeckt, ebenso ist die Transportirung an den Walzen P und JP1 durch Blechkapseln vor Schmutz geschützt.
Die Maschine kann auch zur Herstellung von ' Schilf- oder Strohhülsenmatten ohne Umschlag verwendet werden, wobei die Umschlagevorrichtung abgestellt wird. Es geschieht dies durch Abschrauben der Rolle 11 an der Zahnstange T, Fig. 9, 10, 14 und 15, und Hochstellen der Klappend, Fig. 21, und /, Fig. 18. Es werden auf Verlangen auch Maschinen ohne Um^ schlagevorrichtimg geliefert.

Claims (12)

Patent-An Sprüche: Die Maschine zum Herstellen von Matten für Flaschenhülsen von Stroh, welche automatisch das Einführen, Umschlagen und Zusammennähen des Strohes besorgt und aus folgenden Theilen zusammengesetzt ist:
1. Die Vorrichtungen zum ruckweisen Vorwärtsführen des Strohes, bestehend aus den Stahlbändern ohne Ende abcd und e, welche über die Rollen 44 und die Walzen P P1 laufen und die Klötzchenpaare ff tragen, wobei die Walzen eine intermittirende Bewegung dadurch erhalten, dafs die Klemmen 5 vermittelst der verstellbaren Stange Q und der Excenter 3 und 31 am Rande 6 von P P1 festgeklemmt werden, so dafs die Walzen an der Vorwärtsbewegung der Stange Q theilnehmen, während sie, wenn Q durch Feder 4 zurückgezogen wird, stillstehen. Die Klemme 7 und das Excenter 8, welche ein weiteres Fortschiefsen der Walzen verhindern. Die Einrichtung der Stifte auf den Walzen P P1 und dementsprechenden Löchern in den Bändern, Fig. 8, zum Zweck eines gleichmäfsigen Ganges der Bänder. In Verbindung hiermit die Spannvorrichtungen 52, 52 1 und S3 für die Stahlblätter.
2. Die Füfse gh m η zum Transportiren, sowie die Zwischenfüfse 0 und p zum Festhalten des Strohes, erstere mit Gelenken an Stangen 26 in den Armen WXYZ hängend, durch Federn 18 niedergedrückt und durch Stift 35 in Führung 28 geführt, erhalten ihre verticale und horizontale Bewegung durch doppelte Excenter 30 auf den Wellen U U1, welche durch die Kegelradübersetzungen 40 von den Wellen R R1 ihre Bewegung erhalten, wobei sie sich mit Gabel 29 auf den Wellen ν ν1 führen, und werden· durch Federn 32 nach vorn und oben gezogen, während Federn 33 die Füfse vorn heben. Die verticale Bewegung der Füfse ο und p erfolgt durch die Mechanismen 35, 37 und durch Nase 36 an den Wellen U Ux.
3. Die Halteklappe k an der Stange 19, welche ihre Bewegung durch Excenter 18 auf Welle U und durch Feder 20 erhält.
4· Die Umschlagklappe 5 mit der Zunge 14, Scharnier 15, Feder 16 und Messern 17, welche durch das Zahnrad i und die Zahnstange T bewegt wird, wobei T seine Bewegung durch die Curve der Walze 13 auf Welle R1 erhält.
5. Zwei Nähmaschinen q (von gewöhnlicher Kettenstichconstruction) in Verbindung mit den übrigen Theilen der Maschine.
6. Der Haspel u, auf welchen das fertige Product sich aufwickelt, bewegt durch den Mitnehmer ν auf Welle w, in Verbindung mit den Riemscheiben χ und y, wobei durch Lederfütterung in χ und die Spannschraube 2 ein Anspannen der Matten bei wachsender Füllung des Haspels vermieden wird.
7. Die Stahlspitze 21 in der Führung 22, bewegt durch das Excenter 24 auf Welle R1, den Hebel 23 und die Feder 25, deren Zweck es ist, das Stroh zur gewissen Zeit festzuhalten, in Verbindung damit . die Stahlplatte 63.
8. Die Halteklappe /, bewegt durch den Stift 20 an dem Arm w.
9. Die Bleche 41, 42 und 43, welche verhindern, dafs Stroh in die Maschinentheile geräth.
10. Die Construction der Klötzchenpaare f mit sich in einander schiebenden Blechhülsen, so dafs sich die Enden der Klötzchen beim Passiren der Walzen P Px von einander entfernen können.
11. Die Stichsteller 54, 55 und 551, erstere aus Schraube mit excentrischem Kopf und Zeiger, letztere aus Schrauben mit Gegenmuttern bestehend.
12. Der Verschlufs des Stahlbandes durch den dreieckigen Ausschnitt 68, die Zunge 66 und das Knöpfchen 67.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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