DE201713C - - Google Patents

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DE201713C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B55/00Needle holders; Needle bars
    • D05B55/08Driving arrangements for curved needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

3ia'ne£&cfj(m cfat&vi i'aniib.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Überwendlichnähmaschine mit kreisender Nadel und betrifft eine derartige Ausbildung einer solchen Maschine, daß auf derselben steife Nähfäden, z. B. Fäden aus spanischem Rohr beliebiger Dicke und Breite, Eisen- und Metalldraht und -band, Pechdraht, Nähschnur, Pferdehaarschnuren, Darmsaiten u. dgl. vernäht werden können. Die Maschine eignet sich infolgedessen besonders zur Herstellung von Gegenständen, die durch Zusammennähen von Stroh- und Kokosfaserseilen hergestellt werden, wie Matten, Bienenarbeits- und -transportkörbe, dann aber auch zum Benähen von Leder, Segeltuch und Filz.
Der Stich entspricht dem bei der Handarbeit üblichen Stich, \vie er bei dem sogenannten Bestechen zur Anwendung kommt, indem ein einziger Faden ohne Bildung von Schlingen durch das Nähgut hindurch und von einem Stichloch zum anderen über die Kante des Nähgutes hinweg in Form einer durch das Nähgut laufenden und die Kante desselben einhüllenden, in der Längsrichtung dieser Kante fortlaufenden Spirale geführt wird.
Der Stich wird durch eine um ihren Krümmungsmittelpunkt kreisende, kreisbogenförmige Nadel ausgeführt, die den Nähfaden nach sich und zwischen Klemmreibrollen hindurchzieht, . welche, im Sinne des erforderlichen Fadenanzuges angetrieben und den Faden einklemmend, das Anziehen des Fadens nach jedem Stich bewirken, während die Nadel nach jedesmaliger Vollendung eines einfachen Kreislaufes selbsttätig stillgesetzt wird.
In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen die Fig. ι bis 3 schematische Seitenansichten der Nähvorrichtung in verschiedenen Arbeitsstellungen, die Fig. 4 und 5 weitere Stellungen der Anziehvorrichtung für den Faden in der Seitenansicht, Fig. 6 eine Seitenansicht einer Einzelheit der Anziehvorrichtung für den Faden, Fig. 7 eine Seitenansicht und Fig. 8 eine Vorderansicht der Nadelführung und des Nadelantriebes, Fig. 9 eine Seitenansicht und Fig. 10 eine Draufsicht des Nadelendes mit der Vorrichtung zur Befestigung des Fadens, und Fig. 11 eine Seitenansicht mit teilweisem Schnitt einer Einzelheit der Anziehvorrichtung für den Faden, und Fig. 12 eine Draufsicht zu Fig. 11. In den Fig. 13 bis 17 ist eine beispielsweise Ausführungsform der Einrichtung zur An- und Abstellung der Nadel bei jedem Stich dargestellt. Die Fig. 18 bis 21 lassen als Beispiel für die Verwendungsmöglichkeit des Erfindungsgegenstandes die Herstellung eines Korbes durch die Maschine nach der Erfindung erkennen.
Die kreisbogenförmige Nadel 2 (Fig. 1 bis 3, 7 und 8) von zweckmäßig flachem Querschnitt läuft auf einer zwecks Einführung des Nähgegenstandes unterbrochenen kreisförmigen Führungsbahn. Um die Reibung zu vermindern, besteht letztere zweckmäßig aus
im Kreise angeordneten, auf feststehenden Zapfen lose drehbaren Führungsrollen 3 mit seitlichen Führungsrändern am Umfang. Der Antrieb der Nadel 2 erfolgt durch auf sie wirkende, angetriebene Reibrollen oder durch einen endlosen Riemen 4, der über eine Antriebsrolle 5, eine Leitrolle 6 und eine Spannrolle 7 derart geführt ist, daß sein einer Trum gegen die Rückenfläche der Nadel 2 angepreßt wird und sie infolge der Reibung mitnimmt.
Die Antriebsrolle 5 des Nadeltreibriemens 4
sitzt lose auf einem feststehenden Zapfen 8 und erhält ihren zeitweisen Antrieb für eine volle Kreisbewegung der Nadel mittels Stirnrädern 134, 135 von einer Zwischenwelle 137 aus (Fig. ι bis 3, 16 und 17), die beständig umläuft und auch der Welle 83 mittels Stirnrädern 138, 139 jeweils eine Umdrehung erteilt. Die Vorrichtung zum Ein- und Ausschalten des Nadelantriebes und des Antriebes der Welle 83 befindet sich auf der Zwischenwelle 137 und \vird durch geeignete, zum Teil von der Nadel beeinflußte Mittel gesteuert, wie dies beispielsweise weiter unten beschricben wird.
Die Spannrolle 7 des Nadeltreibriemens ist in einem Schwingrahmen 9 g'elagert, welcher um einen feststehenden Bolzen 10 schwingt und im Sinne der Riemenspannung unter dem Einfluß einer Feder 11 steht (Fig. 1 bis 3).
Am hinteren abgesetzten Nadelende (Fig. 9 und 10) ist ein querbewegliches Glied 12 angelenkt, welches mit einer Öse 13 versehen ist und bis zu dieser durch eine an der Nadel befestigte und mit dem freien Ende abstehende Deckfeder 14 überdeckt wird. In der Öse 13 ist ein festes, biegsames Zugorgan, beispiels-
„ weise ein Schweinslederriemen 15, befestigt, an dessen anderem Ende das Fadenschloß hängt. Dieses besteht aus einer flachen Kluppe 116, zwischen deren festen Backen eine Zunge 117 um einen Niet 118 quer drehbar ist. Die Zunge 117 besitzt einen Schlitz 119, durch welchen der Nähfaden bei herausgedrehter Zunge mit einem Ende gezogen wird. Dreht man die Zunge darauf wieder zwischen die Kluppenbacken, so ist der Faden infolge der Einklemmung sicher befestigt.
Die Deckfeder 14 besitzt eine Durchbrechung 16. In diese trifft, sobald die Nadel nach dem Stich in ihre Ruhestellung gelangt, eine Nase 17 an einem tangential zur Nadelbahn beweglichen Schieber 18, dessen Gleitführung 19 um einen feststehenden Bolzen 20 schwingbar ist. Die Schwingbewegung des unteren Gleitführungsendes gegen die Nadelbahn ist dabei durch eine Stellschraube 21 regelbar begrenzt, so daß man die Nase 17 am Schlitten 18 genau zur Deckfeder 14 einstellen kann, damit die Nadel den Schlitten am Ende ihrer Arbeitsbewegung mitnimmt und auf
wärts schiebt. Diese Bewegung des Schlittens 18 wird in noch zu beschreibender Weise zur Ausrückung des Nadelantriebes benutzt.
Damit der Nähfaden während der Nadelbewegung nicht in die Nadelführung gelangt, sondern seitlich neben derselben bleibt, ist am unteren Ende des Schiebers 18 eine keilförmige Leitfläche 114 (Fig. 7 und 8) angeordnet, welche den an die Nadel angelenkten, das Fadenschloß tragenden Riemen und damit den Faden aus der Bewegungsbahn der Nadel seitlich ablenkt, d. h. in den Fig. 1, 2, 3 und 7 aus der Bildebene heraus nach hinten.
Die Nadelbahn führt zwischen zwei Klemmreibrollen 22 und 23 hindurch, die federnd gegeneinander gepreßt und zwangläufig im Sinne des erforderlichen Fadenanzuges angetrieben werden.
Der Antrieb der Klemmreibrollen 22, 23 erfolgt z. B. mittels endloser Kette 24 (Fig. 1 bis 3), die über mit den Rollen verbundene Kettenräder 25, 26, eine Leit- und Spannrolle 27 und ein Antriebskettenrad 28 geführt ist (Fig. 4 und 5). Letzteres ist fest mit einem zweiten von einer beständig umlaufenden Welle 105 aus angetriebenen Kettenrad 110 verbunden (Fig. 12) und sitzt lose drehbar auf einer Welle 29, welche senkrecht zur Nadelbahn liegt und durch deren Krümmungsmittelpunkt geht.
Beim Ausführungsbeispiel sind die Klemmreibrollen 22,23 nicht fortwährend fest zusammengepreßt (Fig. ι und 2), sondern sie werden zwecks freien Durchganges der Nadel während deren Arbeitsbewegung auseinander gehalten.
Zu dem Zwecke ist die eine Klemmreibrolle
22 am freien Ende des Armes 30 eines zweiarmigen Klemmreibrollentragliebels 30, 31 (Fig. ι bis 3 und 11) fest gelagert, die.andere
23 dagegen am Ende einer in Führungen 32, 33 am Hebel 30,31 (Fig. 11) verschiebbaren Hülse 34, die durch eine an ihr befindliche, den Hebelarm 31 umfassende Gabel 35 gegen Drehung gesichert ist. Die Hülse 34 besitzt an ihrer einen Stirnwand einen Boden 36, der von einer Stange 37 durchsetzt wird, und gegen welchen sich eine die Stange 37 umgebende Druckfeder 38 stützt. Andererseits wirkt letztere auf eine kolbenartige Verdickung 39 der Stange 37, welche hinter dieser Verdickung außerhalb der Hülse 34 in einer weiteren Führung 40 'am Hebelarm 31 gehalten wird und am freien Ende mit einer Rolle 41 ausgerüstet ist. An der Führung 32 für die Hülse 34 ist eine Sperrklinke 42 um einen Zapfen 43 drehbar, welche in der Sperrstellung hinter einen Anschlag,, z. B. eine Rolle 44, an der Hülse 34 tritt, um die Klemmreibrolle 23 von der Rolle 22 in einem gewissen zu halten. Die Sperrklinke 42 be-
sitzt einen Arm 45 mit bogenförmigem Schlitz 46 für den Bolzen 47 am einen Ende eines Lenkers 48, dessen anderes Ende am Kopfende der Stange 37 angelenkt ist. Letztere ist durch eine an ihr befestigte und den Hebelarm 31 ebenfalls umfassende Gabel 49 gleichfalls gegen Drehung gesichert. Sie dient zum Spannen der Feder 38 in der Hülse 34, sobald sie in noch zu beschreibender Weise eine entsprechende Verschiebung erfährt. Zu Ende dieser Verschiebung tritt ein an der Gabel 49 der Stange 37 befestigter Anschlag, z. B. in Gestalt einer Rolle 50, hinter eine an der Führung 40 drehbar befestigte Sperrklinke 51, welche einen Arm 52 besitzt, durch den ihre Auslösung in weiter unten ersichtlicher Weise erfolgt. Bei der Verschiebung der Stange 37 entgegen der Wirkung der Feder 38 gleitet der Bolzen 47 am Lenker 48 im Bogenschlitz 46 des Armes 45 der Sperrklinke 42, ohne letztere zu bewegen. Wird die Klinke 42 in noch zu beschreibender Weise ausgelöst, so wird die freiwerdende Hülse 34 durch die gespannte Feder 38 vorgetrieben und die Klemmreibrolle 23 gegen die Rolle 22 angepreßt. Wird aber die Sperrklinke 51 ausgelöst, und schnellt infolgedessen die Stange 37 wieder in dje gezeichnete Ruhelage (Fig. 11) zurück, so wird während ihrer Bewegung die Sperrklinke 42 wieder in die Sperrlage gedrängt und die Hülse 34 um den Klemmreibrollenabstand zurückgeschoben.
Der Hebel 30, 31 ist auf der Welle 29 befestigt und steht unter dem Einfluß einer Zugfeder 55 (Fig. 6), welche auf einen ebenfalls auf der Welle 29 befestigten, dem Hebelarm 31 gleichgerichteten Arm 56 im Sinne der Abwärtsbewegung wirkt. Die Wirkung der Feder 55 ist zweckmäßig durch eine Regelungsschraube 57 regelbar. Außer dem Hebel 30, 31 und dem Arm 56 ist auf der Welle 29 noch ein Arm 58 mit einer Schleife 59 am freien Ende befestigt. In letztere tritt ein Zapfen 60 am freien Ende des oberen Armes 61 eines Stützkniehebels 61, 62, dessen unterer Arm 62 um einen feststehenden Bolzen 63, durch Anschläge 64, 65 nach rechts und links begrenzt, schwingbar ist. Durch eine Feder 66 wird das Stützkniehebelgelenk 67 gegen den Anschlag 64 hindurchgedrückt, so daß der untere Kniehebelarm 62 am Anschlag 64 anliegt, während der Zapfen 50 in der Schleife 59 des Armes 58 seitlich festgehalten wird. Dies ist die Stützstellung des Stützkniehebels 61, 62, aus welcher er, um den Hebel 30, 31 völlig frei zu geben und der Wirkung der Feder 55 zu überlassen, durch den von der Nadel aufwärts bewegten Ausrückschlitten 18 verdrängt wird. Zu diesem Zwecke ist mit dem Ausrückschütten 18 der Arm 68 eines um einen feststehenden Zapfen 69 drehbaren zweiarmigen Hebels 68,70 gelenkig verbunden (Fig. 6), dessen Arm 70 mit dem Arm 71 eines ebenfalls um einen feststehenden Zapfen 73 drehbaren zweiarmigen Hebels 71,72 in gelenkiger Verbindung steht. Der Arm 72 des Hebels 71, 72 liegt mit seinem freien Ende am Gelenk 67 des Stützkniehebels 61, 62 an, so daß letzterer gegen den Anschlag 65 hindurchgedrückt wird, wenn der Ausrückschieber 18 aufwärts geschoben wird.
Vom Stützkniehebel freigegeben wird der Hebel 30, 31 durch die Feder 55 unter Vermittlung des Armes 56 mit dem Arm 31 abwärts gedreht, bis letzterer auf eine feststehende Rast 74 (Fig. 1 bis 5) aufschlägt. Dabei schlägt gleichzeitig ein Fortsatz 53 am Arm 45 der Sperrklinke 42 an einen feststehenden Anschlag 75 (Fig. 3) derart an, daß die Sperrklinke 42 ausgelöst und die die Klemmreibrolle 23 tragende Hülse 34 frei wird. Die Klemmreibrollen klemmen den zwischen ihnen hindurchgeführten Nähfaden 76 ein, ziehen den Faden fest an und laufen hierauf, d. h. nach dem festen Anziehen des Fadens (Fig. 4 und 5), die Kraft der Feder 55 überwindend, an dem Faden entlang nach dem Nähgegenstand zu, wobei der Arm 31 des Hebels 30,31 wieder angehoben wird. Dabei wird der von ihm entlastete Stützkniehebel 61, 62 durch die Feder 66 wieder in die Stützstellung gedrängt. Beim Erreichen der Höchststellung des Hebelarmes 31 (Fig. 5) schlägt der Arm 52 an der Sperrklinke 51 an einen feststehenden Anschlag yj derart ah, daß diese Sperrklinke ausgelöst und damit die Stange 37 freigegeben wird, so daß sie in ihre Ruhelage zurückschnellen kann, wodurch die Klemmrolle 23 von der Rolle 22 zurückgezogen und der Nähfaden von beiden Klemmrollen freigegeben wird.
In der Höchststellung des Armes 31 erfolgt das Spannen der Feder 38 in der Hülse 34 durch Verschieben der Stange 37. Zu letzterem Zwecke wird die Rolle 41 an dem freien Ende der Stange 37 durch eine Aussparung 78 im Arm 79 eines zweiarmigen Federspannhebels 79, 81 erfaßt bzw. gefangen. Dadurch erhält der Hebelarm 31 einen Stützpunkt in seiner höchsten Lage. Der Hebel 79, 81 hü schwingt um einen feststehenden Bolzen 80, und sein unterer Arm 81 ist durch eine Schubstange 82 mit dem Zapfen einer Kurbel 84 auf der periodisch im Sinne des eingezeichneten Pfeiles (Fig. 1) umlaufenden Federspannhebelantriebswelle 83 der Maschine verbunden. Wenn die Kurbel 84 den unteren Halbkreis ihrer Bahn durchläuft (Fig. 2), erhält der Hebel 79, 81 seine Arbeit.sbewegung und er drückt die Stange 37 mit ihrem verdickten Teil 39 entgegen der Wirkung der Feder 38 in die Hülse 34 hinein. Dabei wird der Arm
31 des durch die Aussparung 78 noch gehaltenen Hebels 30, 31 allmählich gesenkt und dadurch die Sperrklinke 51 langsam in die Sperrlage gedreht, bis sie, nachdem der Hebel 79 eine gewisse Strecke zurückgelegt und die Feder 38 eine gewisse Spannung erreicht hat, außer Berührung mit dem Anschlag yy wiederum hinter die Rolle 50 an der Stange 37 getreten ist und damit die Feder 38 in ge-. spannter Lage erhält. Bei der weiteren Drehung der Kurbel 84, gegen Schluß der Bewegung, gibt der Arm 79 das über die Rolle 41 hinaus verlängerte Ende der Stange 37 und damit auch den Arm 31 des Hebels 30, 31 wieder frei. Letzterer schlägt dann infolge der Wirkung der Feder 55 auf den in der Stützstellung befindlichen Stützkniehebel 61,62.
Mit dem Arm 79 des Hebels 79, 81 ist die Gleitbahn 19 des Ausrückschlittens durch eine Schubstange 140 (Fig. 1 bis 5) derart verbunden, daß die Gleitbahn 19 bei der Arbeitsbewegung des Hebelarmes 79 nach auswärts geschwungen wird (Fig. 2), wodurch die Nase 17 am Ausrückschlitten 18 aus der Durchbrechung der Deckfeder 14 gedrängt und der Ausrückschlitten wieder freigegeben wird.
Am oberen Ende des Armes 79 ist ferner eine am freien Ende geführte Schubstange 86 mit einem einstellbaren Mitnehmer 87 angelenkt. Letzterer wirkt im letzten Teil der Arbeitsbewegung des Hebels 79, 81 derart auf einen dritten Arm 88 des mit dem Ausrückschlitten 18 verbundenen Hebels 68,70, daß der unterdessen von der Nadeldeckfeder freigegebene Schlitten 18 abwärts in seine Ruhestellung zurückbewegt wird, um zu erneuter Mitnahme durch die Nadeldeckfeder bereit zu stehen, wenn die Nadel den nächsten Kreislauf vollendet.
Der Hebel 30, 31 dient aber beim Ausführungsbeispiel nicht nur zum Anziehen des Fadens, sondern wird auch beim Übergang von einer zur anderen seiner verschiedenen 'Stellungen benutzt, um den Antrieb der Nadel und den der Welle 83 von der Zwischenwelle 137 aus zu regeln.
Die hierzu erforderliche Einrichtung ist in den Fig. 13 bis 15 in den verschiedenen Arbeitsstellungen dargestellt.
Das Zahnrad 135 für den Nadelantrieb und dasjenige 138 für den Antrieb der Welle 83 sitzen nicht unmittelbar auf der Welle 137, die fest gelagert ist, sondern auf Hohlwellen 141 bzw. 142, welche auf der Zwischenwelle 137 drehbar sind und je eine Reibungskupplungshälfte 143 bzw. 144 tragen, deren jede an eine ihr entsprechende, fest auf der Zwischenwelle 137 angeordnete Kupplungshälfte 145 bzw. 146 angepreßt werden kann. Die Bauart der Reibungskupplungen kann beliebig sein, weshalb hier nicht näher auf die gezeichnete eingegangen werden soll. Die fest mit der Zwischenwelle 137 verbundene Kupplungshälfte 145 für den Antrieb der Nadel ist mit der Antriebsriemenscheibe 147 der Zwischenwelle 137 vereinigt. Das Ein- und Ausrücken der Kupplungen erfolgt durch eine Ausrückmuffe 148, welche durch einen zweiarmigen Ausrückhebel 149, 150 verschoben wird. Die Arme des letzteren sind nicht starr, sondern zweckmäßig gelenkig miteinander verbunden, wobei die Strecklage durch eine genügend starke Drehfeder 151 gesichert wird. Letztere wirkt zu dem Zwecke mit ihren freien Enden auf je einen von zwei einander diametral gegenüber an den Armen 149, 150 und Verlängerungen derselben über das Gelenk hinaus angeordneten Nocken, so daß die eine Feder genügt, um Nachgiebigkeit in beiderlei Sinne zu erzielen.
Der obere Arm 150 ist durch eine Schubstange 152 mit einem Querstück 153 gelenkig verbunden, .welches, in den gabelförmigen Enden 154 der Längsseiten eines Rahmens 155 geführt und nach innen durch den Anschlag
159 begrenzt, beweglich ist. Der Rahmen 155 selbst ist in Führungen 158 des Gestelles wagerecht verschiebbar und durch eine Zugfeder 160, deren anderes Ende an einem Böckchen 161 am Gestell befestigt ist, federnd mit letzterem verbunden. Eine zweite Zugfeder 157 greift einerseits am beweglichen Querstück 153 und andererseits an einem Quersteg 156 des Rahmens 155 an. Die beiden Federn
160 und 157 haben die Umsteuerung des Ausrückhebels 149, 150 zu den betreffenden Zeiten zu bewirken.
Die Spannung der Federn 157 und 160 erfolgt durch einen Kniehebel 167, 168, dessen iOo eines Glied bei 169 am Gestell und dessen anderes Glied bei 170 am Rahmen 155 angelenkt ist. Die Streckung dieses Kniehebels wird durch ein nicht mit gezeichnetes geeignetes Gestänge von der Welle 83 aus bei deren jedesmaliger Umdrehung bewirkt. In gestreckter Lage des Kniehebels stützt sich sein Gelenk gegen einen feststehenden Anschlag am Rahmen 155. In der Zeichnung ist zu dem Zwecke quer zum Rahmen am Glied 107 ein no Anschlag 171 angeordnet, welcher unter die Rahmenlängsseite' greift.
Zur Regelung der Wirkung der Federn , dient folgende Vorrichtung:
Das obere Ende des Armes 150 des Ausrückhebels ist am freien Ende des einen Gliedes 162 eines Kniestützhebels 162, 163 angelenkt, dessen anderes Glied 163 bei 164 am Gestell drehbar befestigt ist. Eine Feder 165 ist bestrebt, den Kniestützhebel in die Strecklage zu drängen, die durch einen feststehenden Anschlag 166 gesichert wird, gegen welchen sich
das Gelenk anlegt (Fig. 13). Befindet sich dieser Stützkniehebel in gestreckter Lage, so ist die Kupplung 144, 146 und damit die Welle 83 eingerückt.
" Der Verbindungsbolzen 172 zwischen dem Arm 150 des Ausrückhebels und dem Glied 162 des Stützkniehebels 162, 163 ist einseitig verlängert und greift mit dieser Verlängerung in einen Längsschlitz 173 des einen Gliedes 174 eines zweiten Stützkniehebels 174, 175, dessen anderes Glied 175 wiederum am Gestell drehbar befestigt ist, und zwar bei 176. Auch die Strecklage dieses Stützkniehebels wird durch einen feststehenden Anschlag 177 am Gestell gesichert, gegen welchen sich ein Fortsatz 178 am Glied 175 anlegt.
Die Auslösung der Federn 157 und 160 erfolgt durch entsprechende Durchknickung der Kniestützhebel 162, 163 und 174, 175, und diese wird durch die Bewegungen des Hebels 30, 31 bewirkt. Zu dem Zwecke ist auf der Welle 29 dieses Hebels ein Hebelarm 56 (Fig. 6) befestigt, welcher am unteren Ende einer senkrecht geführten Steuerstange 179 angreift. Letztere besitzt drei Nocken, einen solchen 180 für den Stützkniehebel 162, 163, einen zweiten 181 für den Stützkniehebel 174, 175 und einen dritten 182 für den Federspannkniehebel 167, 168.
In Fig. 13 befindet sich die Steuerstange 179 in ihrer höchsten Stellung. Diese entspricht der Höchststellung des Armes 31 des Hebels 30,31 und der Einrückung der Welle 83. Diese spannt, wie oben angegeben, zu Beginn ihrer einmaligen vollen Umdrehung die beiden Federn 157 und 160 durch Strecken des Spannkniehebels 167, 168. Dieser Zeitpunkt ist in Fig. 13 dargestellt. Die genau einmalige Umdrehung der Welle 83 wird noch durch eine besondere Vorrichtung gesichert, welche später beschrieben wird.
Zu Ende der Umdrehung der Welle 83 gleitet die Stange 37 von dem Auflager 78 an dem von der Welle 83 bewegten Federspannhebel 79, 81 ab. Der Hebelarm 31 schlägt infolge der Wirkung der Feder 55 abwärts, bis er vom Stützhebel 61, 62 (siehe oben) aufgefangen wird. Bei dieser Bewegung des Hebels 30, 31, welche von der Steuerstange 179 mitgemacht wird, trifft deren Nocken 180 auf das Gelenk des Stützkniehebels 162, 163 und schlägt letzteren nach unten durch (Fig. 14). Hierdurch wird die Feder 157 frei und zieht das Querstück 153 bis zum Anschlag 159 zurück.
Infolge seiner \^erbindung mit dem Querstück 153 durch die Schubstange 152 wird dabei der Ausrückhebel 149, 150 oben nach rechts geschoben. Hierdurch wird die Kupplung 144, 146 für die Welle 83 ausgerückt und diejenige 143, 145 für den Nadelantrieb eingerückt. Der Stützkniehebel 174, 175 ist durch seine Feder in die gestreckte Lage gelangt, und der Bolzen
172 ist im Längsschlitz 173 des Gliedes 174 vbrgeglitten.
Die Nadel macht ihre Umdrehung und nimmt zum Schluß derselben in der beschriebenen Weise den Ausrückschlitten 18 mit, welcher die Durchknickung des Stützkniehebels 61, 62 und damit das Niederfallen des Hebelarmes 31 auf die Rast 74 bewirkt. Bei dieser Bewegung des Hebels 30,31 schlägt der Nocken 182 an der Steuerstange 179 den Spannkniehebel 167, 168 nach abwärts durch. Hierdurch wird die Feder 160 frei und zieht den Rahmen 155, sowie den mit diesem durch die am Querstück 153 angelenkte Schubstange 152 verbundenen Ausrückhebel 149, 150 so weit nach links, bis der Bolzen 172 den Schlitz
173 des Gliedes 174 des Stützkniehebels 174, 175 durchlaufen hat. Der Ausrückhebel nimmt dann seine Mittellage ein (Fig. 15).
In dieser Stellung sind beide Kupplungen auf der Welle 137 ausgerückt; die Nadel und die Welle 83 stehen beide still, und die Klemmrollen am Hebel 30, 31 bewirken das Anziehen des Nähfadens. Am fest angezogenen Faden laufen die Klemmrollen schließlich, den Hebel 30, 31 mitschleppend, entlang, der Hebelarm 31 wird wieder angehoben, und bei dieser Bewegung schlägt der Nocken 181 an der Steuerstange 179 den Stützkniehebel 174, 175 nach oben durch, wodurch nunmehr die Feder 160 ganz frei wird und den Rahmen 155 mit dem Ausrückhebel ganz nach links verschiebt, in welcher Stellung die Kupplung für die Welle 83 wieder eingerückt ist.
Zur Sicherung der genau einmaligen Umdrehung der Welle 83 (Fig. 16 und 17) befindet sich auf deren einem Ende eine Sperrscheibe 183 mit einer Sperrnase 184, hinter welche nach der jedesmaligen Umdrehung eine am Gestell drehbar befestigte, federnd in die Arbeitsstellung gedrängte Sperrklinke 185 tritt, um die Rückdrehung der Welle 83 zu verhindern. Auf der freien Stirnseite der Sperrscheibe 183 ist ein Zapfen 186 befestigt, um welchen ein Winkelhebel 187, 188 drehbar ist. Der Arm 188 dieses Winkelhebels ist in seiner.Schwingung durch zwei auf der Sperrscheibe befestigte Anschläge 189, 190 be- no grenzt. Der Arm 187 dagegen ist am freien Ende bogenförmig gestaltet, und zwar bildet das äußerste Ende einen zur Wellenachse konzentrischen Bogen, wenn der Hebelarm 188 am Anschlag 189 anliegt (Fig. 16). Mit diesem konzentrischen Bogenstück stützt sich der Arm 187 in der Ruhelage der Welle 83 gegen einen beweglichen Anschlag in Form einer Rolle 191, welchem einem Hebelarm 192 gelagert ist. Dieser schwingt um einen feststehenden Zapfen 193 und ruht in seiner tiefsten Stellung auf einer feststehenden Rast
194- Soll der Hebelarm 187 freigegeben werden, so wird die Rolle 191 mit dem Hebelarm 192 so viel gehoben, daß der Hebelarm 187 an der Rolle 191 vorbeigleiten kann. Dieses Anheben des Hebelarmes 192 kann z. B. durch eine Zugstange 195 geschehen, welche den Hebelarm 192 mit dem Arm 31 des Hebels 30, 31 verbindet, und zwar derart, daß die Zugstange • 195 erst beim Eintritt des Armes 31 in seine höchste Stellung um so viel angehoben wird, daß die Rolle 191 den Arm 187 des Winkelhebels 187, 188 freigibt. Zu dem Zwecke greift die Zugstange 195 mit einer entsprechend langen öse 196 an dem für sie am Arm 31 des Hebels 30, 31 vorgesehenen Zapfen
197 an.
Der Arm 188 ist durch eine Schubstange
198 mit einem Hebel 199 verbunden, der unter dem Einfluß einer Zugfeder 200 steht und um einen feststehenden Zapfen 201 schwingt.
Beim Aufwärtsschwingen des Hebelarmes 31 wird nun, während der Hebelarm 31 in seine höchste Stellung gelangt, wie vorbeschriebeh, der Stützkniehebel 174, 175 nach oben durchgeschlagen und damit die Kupplung für die Welle 83 eingerückt. Gleichzeitig wird auch der Sperrhebel 192 ausgehoben, so daß seine Rolle 191 den Arm 187 freigibt und die Drehung der Welle 83 beginnen kann, wobei die Feder 200 fördernd wirkt, indem der freigewordene Winkelhebel herumschlägt, bis sein Arm 188 gegen den Anschlag 190 trifft und die Feder 200 somit ein Drehmoment auf die Sperrscheibe 183 und damit auf die Welle 83 ausüben kann. Dies dauert so lange, bis der Arm 188 und die Schubstange 198 sich in gestreckter Lage befinden. Bei der weiteren Drehung der Welle 83 nimmtdann der Anschlag 189 den Arm 188 wieder mit, wodurch die Spannung der Feder 200 und eine Bremsung der Welle 83 stattfindet. In der höchsten Stellung wird der Hebel 199 durch einen feststehenden Anschlag 202 aufgehalten und damit die Drehung der Sperrscheibe 183 und der Welle 83 begrenzt (Fig. 16). Der Sperrhebel 192 hat sich durch die inzwischen erfolgte geringe Senkung des Hebelarmes. 31 wieder in die Sperrstellung gesenkt und nimmt das freie Ende des Armes 187 auf, so daß der Winkelhebel 187, 188 der Wirkung der Feder 200 vorläufig nicht zu folgen vermag. Die Sperrklinke 185 ist wieder hinter die Sperrnase 184 der Sperrscheibe 183 getreten und hindert die Rückdrehung dieser und der Welle 83.
Um mit Sicherheit vollkommenen Stillstand der Nadel nach Beendigung der jedesmaligen einmaligen Kreisbewegung zu erzielen und das Beharrungsvermögen der Nadel nach der Entkupplung aufzuheben, ist eine Bremse für die Nadeltreibriemenantriebsscheibe 5 vorgesehen (Fig. i, 2 und 3). Mit letzterer ist eine Bremsscheibe 89 fest verbunden, auf welche beispielsweise eine Kniehebelzangenbremse einwirkt. Die Backen 90,91 der letzteren sind durch einen feststehenden Bolzen 103 drehbar verbunden, und zwischen ihnen ist ein Kniehebel 92, 93 angeordnet, dessen Gelenkbolzen 104 von einer Schubstange 94 erfaßt wird, die den Bolzen 103 durchsetzt, um sich in ihm zu führen, und am anderen Ende am Arm 95 eines zweiarmigen Hebels 95, 96 angelenkt ist. Letzterer ist um 'einen feststehenden Bolzen 105 drehbar. An seinem Arm 96 greift mittels Lenkers 97 eine Zugfeder 98 an, die zweckmäßig durch eine Regelungsschraube 99 in ihrer Spannung regelbar ist.
Das Spannen dieser Feder erfolgt bei der Arbeitsbewegung des Hebels 79, 81, an dessen Arm 81 eine mit Zapfen versehene Scheibe 107 (Fig. ι bis 3) gelenkig gelagert ist, welche gegen einen auf der Schubstange 94 festsitzenden Mitnehmer 108 wirkt. Die Sperrung der Federwirkung und ihre Auslösung zur gegebenen Zeit erfolgt durch den Arm 31 des Hebels 30, 31. Der Arm 31 besitzt zu dem Zwecke am freien Ende eine Rast 54 (Fig. ι bis 3), auf welche beim Aufziehen der Feder 98 in der Hochstellung des Armes 31 ein Stützhebel 102 gerät, der an einer um einen feststehenden Bolzen 109 drehbaren Schwinge 101 beidseitig begrenzt beweglich angelenkt ist. Die Schwinge 101 steht durch eine Schubstange 100 mit dem Arm 96 des Bremsfederhebels 95, 96 in Verbindung.
Schnellt der Hebelarm 31 in seine tiefste Lage auf die Rast 74, was nach Vollendung eines Kreislaufes der Nadel geschieht, so gleitet der Stützhebel 102 von der Rast 54 ab (Fig. 3), die Bremsfeder wird frei und die Bremse angezogen, wodurch die Nadelbewegung augenblicklich gehemmt wird. Die Bremsfeder 98 unterstützt auch die Feder 55 in ihrer Wirkung auf den Hebel 30, 31, um einen möglichst raschen Übergang des Hebels 30, 31 von einer Stellung in die andere und durch diesen . raschen Stellungswechsel eine rasche Umschaltung der Kupplungen zu erzielen. .
Nach dem vollständigen Anziehen des Nähfadens 76 muß dieser zwischen den wieder auseinander, gedrängten Klemmreibrollen.22 und 23 herausbefördert werden, indem er nach einer ihrer Stirnseiten hin abgeworfen wird.
Zu dem Zwecke ist die in den Fig. 6, 7 und 8 besonders dargestellte Abwerfvorrichtung für den Nähfaden vorgesehen. Dieselbe besteht aus einer die Nadelbahn senkrecht zu'deren Ebene kreuzenden und längs verschiebbaren Stange 121 mit einem quer zur Nadelbahn und zum Faden 76 stehenden Kopf 122. Die
Stange 121 ist zwangläufig und gegenDrehung gesichert geführt. Auf ihr befindet sich ein Mitnehmerpaar 123, 124, in welches ein Schraubenflächensegment 125 eingreift. Dieses ist auf einer Welle 126 drehbar und besitzt einen Arm 127, welcher durch eine Schubstange 128 mit einem mit Daumen 131, 132 versehenen Hebelarm 129 verbunden ist, der auf einer Welle 130 sitzt. Auf die Daumen 131 und 132 wirkt ein Kurbelarm 133 auf der Welle 83, und zwar erhält der Arm 129 bei Einwirkung des Kurbelarmes auf den Daumen 131 eine Drehung im Sinne der Uhrzeigerbewegung und kurz darauf bei Einwirkung des Kurbelarmes 133 auf den Daumen 132 eine entgegengesetzte Drehung. Die Drehungen werden auf das Schraubenflächensegment 125 übertragen, und dieses bewirkt eine entsprechende Hin- und Herbewegung der Auswerferstange 121, wobei der zwischen den auseinandergetriebenen Rollen 22, 23 befindliche Faden j6 ausgestoßen wird.
Zusammengefaßt gestaltet sich die Arbeitsweise der Vorrichtung wie folgt:
Fig. ι ist die Anfangsstellung. Die Nadel 2 befindet sich in Ruhe, die Bremse 90, 91 ist angezogen. Der Hebel 30, 31 ist mit seinem Arm 31 in die Höchststellung gelangt, in welcher die Welle 83 angekuppelt, der entlastete Stützkniehebel 61,62 sich durch seine Feder 66 aufgerichtet hat und die Sperrklinke 42 hinter die Rolle 44 an der Hülse 34 getreten ist, während der Hebel 79, 81 seine Arbeitsbewegung beginnt und die Rolle 41 am Ende der Stange 37 in seiner Aussparung 78 im Arm 79 aufgenommen hat. Bei der weiteren Arbeitsbewegung des Hebels 79,81 infolge der Umdrehung der Welle 83 wird die Stange 37 so weit verschoben, bis die Sperrklinke 51 hinter die Rolle 50 an der Stange 37 getreten und die Feder 38 in der Hülse 34 gespannt ist (Fig. 2). Gleichzeitig wird dabei durch die Schubstange 140 die Gleitbahn 19 des Ausrückschiebers samt letzterem nach außen gedrängt, wodurch die Nase 17 am Ausrückschieber 18 aus der Durchbrechung 16 in der Deckfeder 14 an der Nadel entfernt und letztere frei wird, um ihren einmaligen Kreislauf beginnen zu können. Im letzten Teil der Arbeitsbewegung des Hebels 79, 81 wird dann der Ausrückschieber 18 durch den Mitnehmer 87 an der Schubstange 86 und den Hebel 88, 68, 70 wieder abwärts geschoben, um bei der Rückkehr des Hebels 79, 81 mittels der Schubstange 140 wieder nach innen geschwungen zu werden, und so für den Eingriff seiner Nase 17 in die Durchbrechung 16 der Deckfeder 14 bereit zu stehen, wenn die Nadel ihren nächsten Kreislauf beendet.
Außerdem wird die Nadelbremse mittels der Scheibe 107 und des auf der Schubstange 94 sitzenden Mitnehmers 108 geöffnet. Der Stützhebel 102 gerät in die Rast 54 des Armes 31 des Hebels 30, 31 und hält so die Bremse geöffnet. Während der Drehung der Welle 83 wird ferner auch der Haspel 113 bewegt (um den im Fadenkorb 112 befindlichen Faden zur Seite zu schieben, damit ersterer für den nächsten Stich frei wird), und der Faden zwischen den Klemmreibrollen 22,23, wie beschrieben, hinausgestoßen. Der Hebel 79, 81 gelangt nun infolge der vollständigen Umdrehung der Hauptwelle in seine Ruhestellung zurück. Im letzten Augenblick seiner Bewegung gleitet die Stange 37 mit ihrem Absatz von dem Absatz der Aussparung 78 des Hebelarmes 79 ab, und der Hebel 30, 31 schlägt mit seinem Arm 31, getrieben durch die Feder 55 und die Nadelbremsfeder 98, auf den Stützkniehebel 6ΐ, 62 nieder, welcher sich nun in Stützstellung befindet. Bei dieser Stellung des Hebels 30, 31 ist der Antrieb der Welle 83 aus- und der Nadelantrieb eingerückt.
Die Nadel beginnt nun ihren Kreislauf und nimmt während ihrer Schlußbewegung mittels ihrer Deckfeder 14 den Ausrückschieber 18 mit. Dieser drückt infolge seiner Aufwärtsbewegung mittels der zweiarmigen Hebel 68, 70 und 71, 72 das Gelenk 67 des Stützkniehebels 61, 62 gegen den Anschlag 65 hindurch, so daß der Hebel 30, 31 diesen Stützpunkt verliert, und, getrieben von der Feder 55 und der Nadelbremsfeder 98, auf die feste Rast 74 herunterschlägt (s. Fig. 3). In dem Augenblick hört auch der Nadelantrieb auf, und beide Kupplungen auf der Welle 137 sind ausgerückt. Der Stützhebel 102 gleitet von der Rast 54 des Hebels 30, 31 herunter. Infolgedessen tritt die Nadelbremse in Tätigkeit und bringt die Nadel sofort zum Stillstand.
Gleichzeitig ist aber kurz vor dem Aufschlagen des Hebels 30, 31 auf die Rast 74 die Klinke 42 durch Anschlagen ihres Fortsatzes 53 an den feststehenden Anschlag 75 ausgelöst worden, wodurch die Hülse 34 frei wird, um die Klemmreibrolle 23 gegen die Gegenrolle 22 zu pressen. Die beständig im Sinne des Fadenanzuges umlaufenden Rollen 22, 23 ziehen nun den infolge des Kreisens der Nadel durch das Nähgut geführten Faden an (Fig. 3) und schieben den Fadenrest entlang einer ihn ablenkenden Leitfläche in an der Rollengabel der Hülse 34 und dem unteren Ende des Ausrückschiebers 18 nach außen in einen ihn aufnehmenden Fadenkorb 112. In diesem wird er durch Drehkreuze 113 bei Seite geschoben, welche bei jedem Arbeitsgang der Welle 83 eine Vierteldrehung erhalten, was durch eine geeignete, auf ihre Welle 134 wirkende Schaltvorrichtung geschieht.
Sobald der Faden fest angezogen ist, laufen die Klemmreibrollen, den Hebel 30,31 ent-
gegen der Wirkung der Feder 55 mitnehmend, an dem Nähfaden entlang (Fig. 4), wodurch der Hebel 30, 31 mit seinem Arm 31 in die höchste Stellung gerät. Hierbei wird die Klinke 52 durch den Anschlag JJ wieder ausgelöst (Fig. 5); die Stange 37 schnellt zurück und gelangt mit ihrer Rolle 41 in die Aussparung 78, welche infolge der Ruhestellung des Hebels 79,81 in Bereitschaft steht und die herausschnellende Rolle 41 des sich ein wenig senkenden Hebelarmes 31 auffängt.
Beim Zurückschnellen der Stange 37 gegen
den Hebel 79, 81 hin geht auch die Hülse 34 mit der Klemmreibrolle 23 zurück, indem die Sperrklinke 42 mittels des Lenkers 48 hinter die Rolle 44 an der Hülse 34 gedrängt wird, wodurch der Zug der Klemmreibrollen auf den Faden aufhört. In dieser Stellung des Hebels 30, 31 ist wieder der Antrieb für die Welle 83 angekuppelt und der Sperrhebel 192 für die Sperrscheibe 183 gehoben, so daß die Welle 83 wiederum ihre einmalige Umdrehung in der beschriebenen Weise ausführt, um unter anderem zunächst mittels des Armes 133 in der beschriebenen und dargestellten Weise (Fig. 6, 7 und 8) den Faden von der unteren Klemmreibrolle abzuwerfen.
Während des Anhebens des Armes 31 ist auch der Stützkniehebel 61,62 durch seine Feder 66 wieder aufgerichtet worden, und der durch die Welle 83 bewegte Hebel 79, 81 spannt nunmehr \viederum die Federn 55 und 98, wobei der Stützhebel 102 für die letztere über die Rast 54 am Hebelarm 31 gerät (Fig. 2), um sich beim Rückgang des Hebels 79, 81 gegen dieselbe zu stützen. Der Ausrückschlitten 18 wird abwärts geschoben, und die Gleitbahn 19 desselben tritt in die Ursprungsstellung zurück, wo ihn die Nadel zu Ende ihres neuen Kreislaufes in der beschriebenen Weise wieder erfaßt. Der Vorschub des Nähgutes erfolgt vor jedem neuen Nadelkreislauf durch geeignete Mittel von der Welle 83 aus in zur Nadelkreisebene senkrechter Richtung.
Ist der Faden zu Ende, so wird der neue an den vernähten angeknüpft.
Verwendbar ist die Maschine für alle Zwecke, denen auch jede andere Überwendlichnähmaschine dient. Sie dient sowohl zum Benähen von Kanten und Säumen als auch zur Herstellung von Körben, Matten, Bienenkörben usw. aus Stroh, Schilf, Binsen, Holzwolle, Kokosfaser oder ähnlichen Stoffen in Seil- oder Strangform. In den letzteren Fällen wird das neu angelegte Nähgut von dem mittels der kreisenden Nadel um dasselbe herumgeführten Faden umschlungen, während die Nadel gleichzeitig auch den anliegenden Teil des bereits vernähten Nähgutes durchsticht und den Nähfaden hindurchzieht, wodurch nach dem vollständigen Festziehen des Fadens durch die Klemmreibrollen 22, 23 das neu angelegte Nähgut mit dem bereits vernähten verbunden wird (Fig. 1 bis 5 und 7). Dieser Vorgang soll durch die folgende Beschreibung der Entstehung eines zylindrischen Bienenkorbes noch weiter erläutert werden.
Um bei der Herstellung von körperlichen Gebilden, wie Körben u. dgl., die Formgebung zu erleichtern, werden von der Maschine unabhängige Formen benutzt, die die Querschnitts- " form der auf ihnen herzustellenden Gebilde besitzen.
Die Anwendung einer Form zur Herstellung eines zylindrischen Bienenkorbes zeigen beispielsweise die Fig. 18 bis 21 der Zeichnungen. Dabei ist Fig. 18 eine Vorderansicht der Nähvorrichtung mit angefangenem Korb, Fig. 19 eine Seitenansicht der Nähvorrichtung mit teilweisem Querschnitt des Korbanfanges und Fig. 20 eine Draufsicht zur Fig. 18.
Die Zuführung des Nähgutes erfolgt durch eine Lade 203, die dicht vor der Kreisbahn der Nadel 2 endet und deren Boden etwas höher liegt als der tiefste Punkt der Nadel- ■ bahn (Fig. 18 und 19). Die Form besteht aus einer wagerechten, versenkbaren runden Platte 204, welche mit einer in festen Lagern drehbaren Welle 205 versehen ist. Ihr Durchmesser entspricht dem des anzufertigenden Korbes. Sie wird durch ein Gewicht oder eine Feder 206 leicht unter die am Rand aufliegende Lade gedrückt (Fig. 19 und 20). Die Platte 204 trägt in regelmäßigen Abständen Stahlbügel 207, welche an ihrer oberen Kante innen und außen mit Löchern versehen sind, durch welche zwei Schnüre 208 und 209 derart gezogen und gespannt werden, daß sie einen äußeren und einen inneren Ring auf der Scheibe 204 bilden (Fig. 20). Diese Schnüre geben der ersten Wulst des anzufertigenden Korbes auf der Form einen festen Halt. Beschreibt nämlich die Nadel ihre Bahn, so führt sie den Faden 76 zwischen den Bügeln 207 unter der darauf ruhenden Wulst und den in die Bügel eingezogenen Schnüren 208 und 209 '. einmal hindurch und bleibt dann, wie beschrieben, stehen. Die Klemmreibrollen 22, 23 ziehen den übrigen Teil des etwa 4 bis 6 m langen Nähfadens nach, so daß sich der Endteil des Nähfadens fest um die Wulst und die Schnüre herumlegt, die Wulst mit der Form fest verbindend. Nach Fertigstellung des Gegen-Standes werden die Schnüre herausgezogen, wodurch der Gegenstand von der Form befreit \vird.
Der Vorschub des durch die Lade zugebrachten, zu verarbeitenden Nähgutes kann auf beliebige Art und Weise erfolgen, so z. B. entweder mittels gezahnter, schrittweise ge-
drehter Walzen, welche das Gut erfassen, oder eines mit Zinken versehenen und von oben in das Gut eingreifenden harkenartig bewegten Transporteurs, oder durch schrittweise
'5 Drehungen der Form von der Welle 83 aus, während deren einmaliger Umdrehung. Statt in Seilen oder Strängen kann das Nähgut (Stroh, Schilf) auch lose verarbeitet werden. In diesem Falle geschieht das ununterbrochene Nachlegen mit der Hand oder auch selbsttätig mittels geeigneten Apparates. Bei Seilen und Strängen, welche sowohl einzeln als auch zu mehreren zugleich verarbeitet werden können, liegt das Material aufgerollt am hinteren Ende der Lade.
Die erste Wulst auf der Form kann statt mit der Maschine auch mit der Hand hergestellt werden.
Zu Beginn der Maschinenarbeit wird das in der Lade befindliche Nähgut etwas hervorgezogen und mittels Schnur an einem der Formbügel 207 befestigt. Dann wird der Nähfaden 76 mit dem einen Ende an dem auf der Form festen Nähgutanfang und mit dem anderen im Fadenschloß der Nadel 2 befestigt, worauf die Maschine in Gang gesetzt werden kann.
Durch das feste Anziehen des .Nähfadens wird, wie oben beschrieben, die Kupplung der Welle 83 mit ihrem Antrieb durch den Hebel 30, 31 bewirkt, wodurch' sie eine Umdrehung ausführt. Bei dieser Umdrehung kann die AVelle 83 auch die beliebige Vorrichtung zum Vorschub des Nähgutes um eine Stichlänge vorschieben, wobei die Form in jedem Falle
3S mit herumgedreht wird. Hierauf erfolgt der nächste Stich.
Gelangt der keilförmige Wulstanfang zur Nadelbahn zurück (Fig. 19), so gerät er infolge der etwas schrägen Stellung der Lade (Fig. 18) unter deren Boden, wobei die Formplatte nach abwärts gedrückt wird. Bei dem weiteren Gang der Maschine durchsticht nun die Nadel stets die nächst untere Wulst (Fig. 18) und zieht den Nähfaden durch diese
4-5 hindurch und über die aufgebrachte Wulst hinweg. So werden stets die benachbarten Wulsten miteinander verbunden.
Bei der Anfertigung von runden flachen Körpern, wie Deckeln und Böden, ist der Vorgang derselbe, wie aus Fig. 21, einer Vorderansicht, ersichtlich wird. In diesem Falle wird eine abwärts bewegliche Scheibe oder Trommel 210 benutzt, die senkrecht unter dem Ladenende auf einem wagerechten Zapfen 211 drehbar ist. Die Formbügel 207 befinden sich hier auf dem Umfang der Scheibe 210. Der Drehbolzen ist abwärts beweglich, und der Gegenstand entsteht durch spiraliges Aufeinandernähen von Strängen gedrehten oder losen Nähgutes mittels überwendlicher Naht. Die Nähvorrichtung kann jedoch auch zum Säumen von Gegenständen, wie Decken, sowie zum Einnähen von Seilen in die Ränder von Segeln usw. verwendet werden.

Claims (19)

Patent-An Sprüche:
1. Überwendlichnähmaschine mit kreisbogenförmig gestalteter, um ihren Krümmungsmittelpunkt kreisender Nadel, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadel (2) zwecks Vernähens steifer Nähfäden den Nähfaden nach dem Durchtritt durch das Nähgut zwischen Klemmreibrollen (22, 23) hindurchzieht, welche, im Sinne des erforderlichen Fadenanzuges angetrieben und den Faden zwischen sich klemmend, das Festziehen des Fadens nach jedem Stich bewirken, während die Nadel nach jedesmaliger Vollendung eines einfachen Kreislaufes selbsttätig stillgesetzt wird.
2. Überwendlichnähmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadel bei Vollendung ihres einfachen Kreislaufes ihre Stillsetzung selbst bewirkt, indem durch einen an ihr vorgesehenen Mitnehmer (Deckfeder 14) ein mit dem Ausrücker für ihren Antrieb verbundenes Glied (Schlitten 18) im Sinne der Ausrückung verschoben wird.
3. Überwendlichnähmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Nadel durch einen endlosen Riemen (4) erfolgt, dessen unterer Trum über den Nadelrücken läuft und die Nadel durch Reibung mitnimmt.
4. Überwendlichnähmaschine nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadel (2) bzw. ihr Antrieb nach Abstellung des Nadelantriebes durch eine selbsttätig wirkende Bremse (90, 91), deren Auslösung nach Abstellung des Nadelantriebes erfolgt, gebremst wird.
5. Überwendlichnähmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die eine der Klemmreibrollen (22) für den Fadenanzug fest, die andere (23) zu jener verschiebbar angeordnet ist und, während des Nadeldurchganges in genügendem Abstand gehalten, erst bei der Abstellung der Nadelbewegung angepreßt wird. ·
6. Überwendlichnähmaschine nach Anspruch ι und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmreibrollen (22, 23) an einem um den Krümmungsmittelpunkt (29) der Nadel drehbaren Hebel (30,31) angeordnet sind, und z\var die eine (22) fest, die andere (23) an einer längs des Hebels (30, 31) verschiebbaren, entgegen der Wirkung einer Feder (38) in ihr auslösbar festlegbaren Hülse (34), deren Auslösung nach Abstellung der Nadelbewegung erfolgt, indem ein den Klemmreibrollentraghebel
(3S1) entgegen der Wirkung einer Feder (55) stützender Stützkniehebel (61, 62) durch die Verschiebung des von der Nadel unmittelbar verschobenen Ausrück-Schlittens (18) aus der Stützstellung gebracht wird, wodurch der Klemmreibrollentraghebel (30,31) eine Drehung erfährt, bei welcher das die Hülse (34) sperrende Glied (42) durch einen feststehenden Anschlag (75) ausgelöst wird. 7. Überwendlichnähmaschine nach Anspruch i, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der die Klemmreibrollen (22, 23) tragende Hebel (30,31) nach dem Anziehen des Fadens durch die Klemmreibrollen infolge deren Bewegung an dem Faden entlang mit seinem einen Arm (31) in eine solche Stellung gedreht wird, daß ein die Sperrung für die Spannvorrichtung der Hülsenspannfeder (38) bewirkendes Sperrglied (51) durch einen feststehenden Anschlag (77) ausgelöst wird, so daß die längs des Traghebels (30,31) verschiebbare Klemmreibrolle (23) unter Entfernung von der anderen (22) in ihre Ruhestellung zurückschnellt, während der Klemmreibrollentraghebel (30, 31) durch eine bewegliche Rast (78) aufgefangen wird.
8. Überwendlichnähmaschine nach Anspruch ι und 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannen der Hülsenspannfeder (38) durch eine in der Hülse (34) verschiebbare, bei gespannter Feder durch ein Sperrglied (51) festlegbare Stange (37) erfolgt, deren freies Ende beim Freigeben des Klemmreibrollentraghebels (30, 31) auf die bewegliche Rast gelangt, welche von einer Aussparung (78) eines um einen feststehenden Bolzen (80) drehbaren, während des Nadelstillstandes zwangläufig bei jedem Arbeitsgang der Maschine einmal hin und her bewegten Federspannhebels (79,81) gebildet wird, der bei seiner Bewegung entgegen der Hülsenspannfeder (38) das Zurückschieben der Stange (37) bis zum Einfallen des Sperrgliedes (51) und damit das Spannen der Hülsenspannfeder (38) bewirkt, worauf er den Klemmreibrollentraghebel (30, 31) freigibt, der von dem federnd in die Stützlage.gedrängten Stützkniehebel (61, 62) aufgefangen und festgehalten wird, bis er auch dieser Stütze bei der Vollendung des Kreislaufes der Nadel wieder beraubt wird.
9. Überwendlichnähmaschine nach Anspruch ι und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitbahn (19) des von der Nadel beeinflußten Ausrückschlittens (18) um eine zur Nadelbewegungsebene senkrechte Achse gegen die Nadelbahn begrenzt, schwingbar angeordnet und mit dem Federspannhebel (79,81) durch eine Schubstange (140) derart verbunden ist, daß die Gleitbahn (19) und damit der von der Nadel vorher bereits verschobene Ausrückschlitten (18) bei der Arbeitsbewegung des Federspannhebels (79,81) aus dem Bereich der kreisenden 'Nadel gebracht wird, bei der Rückbewegung des Federspannhebels (79,81) aber wieder in den Bereich der Nadel gelangt, nachdem der von der Nadel verschobene Ausrück- ■ schlitten (18) am Schluß der Arbeitsbewegung des Federspannhebels (79,81) durch geeignete Hebelübertragung wieder in seine Anfangsstellung zurückbewegt ist.
10. Überwendlichnähmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Nähfaden durch eine keilförmige Leitfläche (114) am unteren Ende des Ausrückschlittens (18) seitlich aus der Nadelbahn abgelenkt und der Fadenrest durch eine an der Klemmreibrollentraghülse (34) angeordnete Leitfläche (in) nach außen in einen ihn aufnehmenden Fadenkorb (112) geführt wird.
11. Überwendlichnähmaschine nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Nähfaden nach dem öffnen der Klemmreibrollen (22,23) durch einen quer zu ihm bewegten Stößer (122) aus dem Raum zwischen den Klemmreibrollen herausgeworfen wird.
12. Überwendlichnähmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadelführung" aus entsprechend im Kreise angeordneten Führungsrollen (3) mit seitlichen Rändern besteht.
13. Überwendlichnähmaschine nach Anspruch ι und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsung für den Antrieb der Nadel (2) durch eine Feder (98) erfolgt, deren Spannung durch den Federspannhebel (79, 81) bei dessen Arbeitsbewegung erfolgt, wobei sich eine mit der Feder (98) verbundene Schwinge (101) mit einem begrenzt gelenkig an ihr befestigten Stützhebel (102) auf eine Rast (54) an dem Klemmrollentraghebel (30,31) bewegt, um die gespannte Feder (98) zu sperren und ihre Auslösung erst beim Auslösen des Klemmreibrollentraghebels (30, 31) zu bewirken.
14. Überwendlichnähmaschine nach Anspruch ι und -öj^tladurch gekennzeichnet, daß der Nähfaden an einem quer zur Nadelebene beweglich an der Nadel angelenkten Verbindungsstück (12) mit Riemen (15) befestigt ist, um die seitliche Ablenkung des Fadens aus der Nadelbahn zu erleichtern.
15. Überwendlichnähmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbindung des Nähfadens mit der Nadel ein.Fadenschloß dient, welches aus einer Kluppe (ii6) mit festen Backen und einer zwischen diesen drehbaren und eine Öse (119) zum Einziehen des Nähfadens besitzenden Zunge' (117) besteht.
16. Überwendlichnähmaschine nach An-Spruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils einmalige Hin- und Herbewegung des Federspannhebels (79,81), sowie die Bewegung des Fadenauswerfers (122) und der im Fadenkorb (112) zur Zurechtlegung des Fadens vorgesehenen Drehkreuze (113) durch eine Welle (83) erfolgt, welche gleich der Nadel (2) von einer beständig umlaufenden Zwischenwelle (137) aus immer nur eine einmalige Umdrehung erfährt.
17. Überwendlichnähmaschine nach Anspruch I und 16, dadurch gekennzeichnet, daß auf der beständig umlaufenden Zwischenwelle (137) je eine Kupplung für den Antrieb der Federspannhebelantriebswelle (83) und den der Nadel (2) vorgesehen ist, deren Ein- und Ausrückung zur gegebenen Zeit durch die stufenweise Abwärtsund die Aufwärtsbewegung des Klemmreibrollentraghebels (30, 31) bewirkt wird.
18. Überwendlichnähmaschine nach Anspruch ι und 17, dadurch gekennzeichnet, daß ein beiden Ausrückkupplungen gemeinsamer Ausrückhebel (149, 150) unter dem Einfluß zweier Federn (157 und 160) steht, welche nach verschiedenen Richtungen auf ihn wirkend, durch die Feder--Spannhebelantriebswelle (83) gleichzeitig gespannt und durch geeignete Sperrvorrichtungen gesperrt werden, deren Auslösung durch die Bewegungen des Klemmreibrollentraghebels (30,31) in der Weise erfolgt, daß zuerst die Kupplung für den Antrieb der Federspannhebelantriebswelle (83) aus- und die für den Nadelantrieb eingerückt wird, darauf die Kupplung für den Nadelantrieb ausgerückt, diejenige für den Antrieb der Federspannhebelantriebswelle (83) aber nicht eingerückt wird, so daß beide Kupplungen ausgerückt sind und schließlich die Kupplung für den Antrieb der Federspannhebelantriebswelle (83) wieder eingerückt wird.
19. Überwendlichnähmaschine nach Anspruch ι und 18, dadurch gekennzeichnet, daß zur Sicherung der genau einmaligen Umdrehung auf der Federspannhebelantriebswelle (83) eine Sperrscheibe (183) angeordnet ist, die einen um einen exzentrischen Zapfen (186) drehbaren. Winkelhebel (187,188) trägt, dessen einer Arm (187), sobald die Federspannhebelantriebswelle (83) in die Ausgangsstellung gelangt, durch ein vom Klemmreibrollentraghebel (30,31) in dessen höchster Stellung auslösbares Sperrglied (191, 192) festgelegt wird, und dessen anderer Arm (188), in seiner Bewegung zur Sperr-
scheibe (183) durch auf dieser befestigte Anschläge (189, 190) begrenzt, unter der Einwirkung eines belasteten, begrenzt beweglichen Hebels (199) steht, dergestalt, daß die Sperrscheibe und die Federspannhebelantriebswelle (83) nach Auslösung des den Winkelhebel (187, 188) festlegenden Sperrgliedes (191, 192) anfangs beschleunigt, sodann verzögert und schließlich in der Ausgangsstellung derselben zum Stillstand gebracht werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE908438C (de) * 1949-12-18 1954-10-04 Fritz Hellige & Co G M B H Fab Naehmaschine mit hin und her gehenden schlingenbildenden Werkzeugen

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