Vorrichtung zur Vereinigung zweier Garnfäden
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Vereinigung zweier Gamfäden, z. B. zum Knüpfen eines sogenannten Fischerknotens zwecks Vereinigung zweier Garnfäden, wie dies insbesondere bei der Textilherstellung gewünscht wird.
Vorrichtungen zum Verknoten von Fadenenden der Art, auf welche sich die Erfindung bezieht, werden, um nur ein Beispiel zu nennen, in Verbindung mit Garn Verarbeitungsmaschinen verwendet, bei welchen ein Faden von einem Vorrat abgespult und auf einen Kern aufgewickelt wird, um einen das Produkt einer solchen Maschine bildenden Garnwickel zu schaffen. Der Knotenapparat ist üblicherweise zwischen dem Garnvorrat und dem Wickelkern angeordnet; bei einem Bruch des durchlaufenden IGarnfadens werden die gerissenen Enden zwecks Wiedervereinigung in den Knotenapparat eingeführt.
Bei einem Textil-Aufspulvorgang der eben beschriebenen Art ist es wünschenswert, die gerissenen Fadenenden möglichst schnell wieder zu vereinigen, um den Aufspulvorgang möglichst schnell wieder einleiten zu können. Darüberhinaus ist es von beträchtlichem Vorteil, wenn die gerissenen Garnenden derart miteinander verknüpft werden können, dass ein Endstück vorbestimmter Länge über den Knoten hinausragt. Diese Länge wird zum grössten Teil durch die Eigenschaften des aufzuspulenden Fadenmaterials bestimmt. Obgleich das Endziel darin besteht, einen Knoten mit möglichst kurzen überstehenden Enden zu knüpfen, muss dabei die Tendenz des Garnes, unter Spannung zu rutschen, berücksichtigt werden.
Wenn beispielsweise ein eine ziemlich glatte Oberfläche aufweisender Faden an seinem Ende mit einem anderen Faden mit ähnlicher Oberfläche verknüpft wird, hat der Knoten ersichtlicherweise das Bestreben, sich zu lösen. Ein längeres Endstück würde in diesem Fall jedoch ein gewisses Ausmass eines Rutschens der Fäden zulassen und gleichzeitig den Knoten intakt halten. Da auf Spulmaschinen üblicherweise eine grosse Vielzahl von Fadenmaterialien mit unterschiedlichen Eigenschaften aufgespult werden, ist es für die Gesamt Betriebswirksamkeit der Spulmaschine von grosser Bedeutung, einen Knotenapparat zu schaffen, der nach Bedarf schnell und genau auf eine Vielzahl von Endstück längen eingestellt werden kann und bei dem jedes Endstück jedes vorgegebenen Knotens gleiche Länge besitzt.
Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung zur Vereinigung zweier Garnfäden in einer Weise, dass die aus dem Knoten abstehenden freien Fadenenden eine vorbestimmte Länge aufweisen.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei drehbare Schnäbel zum Ausbilden je einer um den andern Faden herumgeschlungenen Schlinge in jedem der beiden Fäden sowie einen neben den ISchnäbeln angeordneten, mit den Fäden in Berührung bringbaren Schlitten zum Einbringen eines vorbestimmten Abschnittes jedes Fadens in einen Bereich zwischen dem Schlitten und den Schnäbeln und zum Abziehen der Schlingen von den Schnäbeln aufweist, wobei der Schlitten im Zusammenwirken mit den Schnäbeln zwischen der Schlinge und dem äusseren Fadenende in jedem Faden ein freies Endstück hervorbringt, und dass eine Einrichtung zur Begrenzung der Länge jedes freien Endstücks auf eine vorbestimmte Länge vorgesehen ist.
Im folgenden ist eine Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Knotenapparats mit den Merkmalen der Erfindung, welche die an der rechten Seite der Vorrichtung vorgesehene Kraft übertragungsanordnung veranschaulicht,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Knotenapparats aus einem anderen Blickwinkel gesehen, in welcher die linke Seitenwand zwecks Veranschaulichung der betrieblichen Bauteile der Vorrichtung weggebrochen ist,
Fig. 3 eine Seitenansicht der rechten Seite des Knotenapparats gemäss den Fig. 1 und 2 mit zwecks Darstellung des Vorrichtungsinneren entfernter rechter Rahmenseite, in verkleinertem Massstab,
Fig. 4 und 5 Fig. 3 ähnelnde Ansichten, welche die Teile in anderen Betriebsstellungen zeigen,
Fig.
6a - 6g schematische Darstellungen der verschiedenen Stufen des Knotvorgangs zum Knüpfen von Knoten mit kurzen Endstücken mit Hilfe der erfindungsgemässen Vorrichtung,
Fig. 7a-7f den Fig. 6a-6g ähnelnde schematische Darstellungen der verschiedenen Stufen des Knotvorgangs zum Knüpfen von Knoten mit verhältnismässig langen Endstücken und
Fig. 8 ein Zeitsteuerungsdiagramm der erfindungsgemässen Vorrichtung wobei die Arbeitsweise der folgenden Teile in Abhängigkeit der Drehung der Schnäbel 54 und 56 dargestellt ist.
I = Knotenapparatschnäbel 54, 56 II = Scherklemmglieder 54b, 56b III = Klemmfinger 100, 102 IV = Zentrierglied 124 (kurze Endstücke) V = Zentrierglied 124 (lange Endstücke).
Die einzelnen Arbeitspunkte bedeuten: A = Beginn der Schlingenbildung B = Garnfreigabe C = Beginn der öffnung D = voll geöffnet E = abscheren F = Klemme voll geschlossen G = Beginn der Drehung H = Beginn der Öffnung J = ! Garnfreigabe
Kurz gesagt, weist die erfindungsgemässe Vorrichtung zwei drehbare Schnäbel auf, mit deren Hilfe in den beiden miteinander zu verknüpfenden Fadenenden zuj nächst jeweils eine einfache, einzelne Schlinge gebildet werden kann, die um den stehengebliebenen Teil des anderen Fadens herumgeschlungen wird. Auf diese Weise wird jedes Fadenende mittels einer verhältnismässig lokkeren Schlinge bzw. Schlaufe um den anderen Faden herumgeschlungen, wobei sich diese Schlingen frei gegeneinander zu verschieben vermögen, bis sie sich treffen und einen die beiden Fadenenden miteinander vereinigenden Knoten bilden.
Bei dieser sKnotenbildung stehen die Bruchenden der beiden Fäden ersichtlicherweise in Form von Endstücken ein bestimmtes Stück über den vereinigten Knoten hinaus ab. Die Erfindung schafft eine Einrichtung zur Bestimmung der Länge dieser Endstücke.
Gemäss den Fig. 1 und 2 dient ein U-profilförmiger Rahmen 10 mit einer rechten Seitenwand 12 und einer linken Seitenwand 14 zur Aufnahme bestimmter Teile des Knotenapparats und zur Lagerung bzw. Halterung anderer Teile desselben. Die rechte Wand 12 ist mit einem Ansatz 16 versehen, der zur drehfähigen Lagerung einer Stummelwelle 18 mit einer Bohrung versehen ist.
An der Stummelwelle 18 ist ein Zahnradsegment 20 drehfest angebracht, dessen Zähne mit einem Ritzel 22 kämmen, das auf einer an ihren Enden drehfähig in den gegenüberliegenden Seitenwänden 12, 14 des Rahmens 10 gelagerten Querwelle 24 sitzt. Bei Drehung der Stum melwelle 18 wird das Zahnradsegment 20 verschwenkt und erteilt dabei dem Ritzel 22 eine Drehbewegung zum Antrieb der nachstehend beschriebenen Kraftübertragung.
Zwischen der Seitenwand 12 und dem Ritzel 22 ist an der Querwelle 24 ein Stirnrad 26 befestigt, während auf entsprechenden Stummelwellen 32, 34 zwei Zwischenzahnräder 28 bzw. 30 drehbar gelagert sind. Ein weiteres Stirnrad 36 sitzt auf dem Aussenende einer länglichen Steuerwelle 38, die in einer in der'Seitenwand 12 vorgesehenen Lagerfläche drehfähig gelagert ist und eine in der Wand 14 vorgesehene Bohrung durchsetzt. Gemäss Fig. 1 kämmt das Stirnrad 26 mit dem Zwischenrad 28 und treibt dieses an. Auf ähnliche Weise kämmt das Zwischenrad 30 mit dem Zwischenrad 28 und mit dem Stirnrad 36. Ersichtlicherweise wird bei einer Drehbewegung des Ritzels 22 das aus den Zahnrädern 26, 28, 30 und 36 bestehende Vorgelege in Drehung versetzt.
Gemäss Fig. 1 und 2 ist in den oberen Vorderabschnitt jeder Seienwand 12, 14 ein zylindrisches Glied 40 bzw. 42 eingesetzt, in welchem eine exzentrische Vertiefung ausgebildet ist, deren Wände so geformt sind, dass sie als Kurvenflächen 44 bzw. 46 dienen. Das äusserste Ende jedes Zylinderglieds 40, 42 weist eine Wand 48 bzw.
50 auf, die jeweils mit einer gegenüber der Achse dieser Glieder aussermittigen Bohrung versehen sind. Die die Wand 48 durchsetzende Bohrung dient zur Aufnahme des Schafts 52 eines drehfähig gelagerten Schnabels 54.
Auf ähnliche Weise weist ein weiterer drehbarer Schnabel 56 einen Schaft 58 auf, der die in der Wand 50 vorgesehene Bohrung durchsetzt und in dieser drehfähig gelagert ist. Am Aussenende des Schafts 52 ist ein Ritzel 60 vorgesehen, das zwecks Drehung mit dem Stirnrad 26 kämmt. Am Aussenende des Schafts 58 ist auf ähnliche Weise ein weiteres Ritzel 62 vorgesehen, das mit einem gemäss Fig. 2 am linken Ende der Querwelle 24 angebrachten Stirnrad 64 kämmt. Ersichtlicherweise werden also bei einer Drehbewegung des Ritzels 22 die Ritzel 60, 62 über die Stirnräder 26 bzw. 64 und folglich die Schnäbel 54 bzw. 56 in Drehung versetzt.
Die, wie erwähnt, die beiden Wände 12 und 14 überbrückende Steuerwelle 38 trägt gemäss den Fig. 1 und 2 zwei locker auf sie aufgesetzte Hülsen 66, 68, die unabhängig voneinander drehbar und ohne Antriebsverbindung mit der Welle 38 sind. Die Hülse 68 durchsetzt die Wand 14 und bildet am gemäss Fig. 2 linken Ende der Welle 38 eine Lagerung und Abstützung für diese. Weiterhin ist an dem vom Zahnrad 36 entfernten Ende der Steuerwelle 38 eine Manschette bzw. Mitnehmer 72 befestigt, der mit einem radial abstehenden Lappen 73 versehen ist, welcher über eine kreisbogenförmige Bewegungsbahn mit einem ähnlichen, radial von einer Manschette 75 abstehenden Lappen 74 in Berührung zu gelangen vermag. Die Manschette 75 ist ihrerseits drehfest mit dem Aussenende der Hülse 68 verbunden.
Durch einen von der Seitenwand 14 des Rahmens 10 abstehenden Block 77 ist eine mit dem Lappen 74 in Berührung gelangende Stellschraube 76 hindurchgeschraubt, die auf noch zu beschreibende Weise zur Einstellung des Knotenapparats zwecks Hervorbringung von Knoten mit unterschiedlich langen freien Endstücken dient.
Auf der Gteuerwelle 38 ist das untere Ende eines Trägerarms 80 locker gelagert. tEin zugeordneter Trägeram 82 ist mit der Hülse 66 verbunden, wobei zwei parallele Zapfen 84, 86 dazu dienen, die beiden Trägerarme 80, 82 in Form eines verschwenkbaren, einstückigen Bügels miteinander zu verbinden. Die oberen Enden der Trägerarme 80, 82 sind als Führungsfinger 90 bzw. 92 ausgebildet und führen das Garn auf noch zu beschreibende Weise bei Durchführung einer Verknotung zu den KnoterSchnäbeln. Die Trägerarme 80, 82 sind durch eine Feder 94, die innerhalb der Hülse 66 spiralig um die Steuerwelle 38 herumgelegt ist und deren Enden einerseits mit dem Trägerarm 82 und andererseits mit der Seitenwand 12 verbunden sind, in die aufrechte bzw. im wesentlichen lotrechte Stellung gemäss Fig. 1 und 2 vorbelastet.
Eine durch ein Polster 98 hindurchgeschraubte einstellbare Anschlagschraube 96 vermag mit einem von der unteren Rückseite des Trägerarms 80 abgehenden Lappen 99 in Berührung zu gelangen und begrenzt auf diese Weise die gemäss den Fig. 3 - 5 rückwärts bzw. im Uhrzeigersinn erfolgende Bewegung der Trägerarme 80, 82.
Wie beispielsweise aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, sind auf dem Zapfen 84 zwei IKlemmfinger 100, 102 verschwenkbar gelagert und ist um den Zapfen 84 eine Feder 104 herumgewickelt, welche den Klemmfinger 100 in neben dem Trägerarm 80 liegende Lage vorbelastet und gleichermassen den Klemmfinger 102 an den Trägerarm 82 herandrängt. Die Trägerarme 80, 82 und die Klemmfinger 100, 102 bilden somit einen Schlitten, welcher die Fadenenden auf noch zu beschreibende Weise während des Verknotungsvorgangs transportiert. Die unteren Enden der Klemmfinger 100, 102 sind durch einen Abstandzapfen 106 miteinander verbunden. Aus den Fig. 1 und 2 ist weiterhin ersichtlich, dass die Klemmfinger 100, 102 ein kurzes Stück über die oberen Enden ihrer zugeordneten Trägerarme 80 bzw. 82 hinausragen.
Da die oberen Enden der Trägerarme unter Bildung der Führungsfinger 90, 92 nach vorn gekrümmt sind, wird an dem Punkt, an welchem die Trägerarme und die Klemmfinger auseinanderlaufen, jeweils eine V-förmige Kerbe festgelegt. Diese Kerben bilden je eine Aufnahmetasche, in welcher die zu verknotenden Fäden während des Verknotungsvorgangs aufgenommen und festgehalten werden können.
Die Klemmfinger 100, 102 werden durch eine drehfest an der Steuerwelle 38 befestigt Kurve 108 mit einem radial von ihr abstehenden Lappen 109 gesteuert. In die Seite des Klemmfingers 102 ist ein als Kurvenfühler dienender Stift 110 eingelassen, der seitwärts absteht und mit der Kurve 108 in Berührung steht. Eine Feder 112 ist an ihrem einen Ende mit dem Zapfen 106 und an ihrem anderen Ende mit einem vom Trägerarm 82 abgebogenen Ansatz 114 verbunden und drängt den Mitnehmer 110 gegen die Umfangsfläche der Kurve 108. Wie am deutlichsten aus den'Fig. 3, 4 und 5 hervorgeht, weist die Kurve 108 eine bei 116 angedeutete Fläche auf, die über etwa den halben Kurvenumfang konzentrisch zur Kurvenachse liegt und dann in eine bei 118 angedeutete exzentrische bzw. abwärts geneigte Fläche übergeht, welche ihrerseits in einer Schulter bzw. Wand 120 endet.
Wenn sich die Kurve 108 gemäss Fig. 3 entgegen dem Uhrzeigersinn dreht, läuft der Kurvenfühler 110 somit zunächst auf der konzentrischen Fläche 116 ab, wobei die Klemmfinger 100, 102 stehenbleiben. Sobald der Fühler 11 () an der Fläche 118 abwärts läuft, verschwenken sich die Klemmfinger gemäss Fig. 3 entgegen dem Uhrzeigersinn und verklemmen einen eingelegten Garnfaden gemäss Fig. 1 zwischen sich und den Trägerarmen 80 bzw. 82. Während der Weiterdrehung der Kurve 108 entgegen dem Uhrzeigersinn wird der Faden weiterhin in dieser verklemmten Lage gehalten. Bei der weiteren Drehbewegung der Kurve 108 stösst der Lappen 109 am Lappen 99 an, wodurch die Trägerarme 80, 82 nebst zugeordneten Klemmfingern 100 bzw. 102 nach vorn, d. h. weiterhin entgegen dem Uhrzeigersinn gemäss den Fig. 3, 4 und 5, verschwenkt werden.
Die Freigabe der Fäden aus der verklemmten Lage erfolgt, wenn sich die Arme 80, 82 nebst zugeordneten 'Klemmfingern 100 bzw.
102 abwärts bis zu einem Punkt verschwenken, an welchem der Zapfen 106 mit einem Kurven- bzw. Abwälzvorsprung 122 in Berührung gelangt, wodurch sich die Klemmfinger 100, 102 rückwärts bzw. gemäss den Fig. 35 im Uhrzeigersinn verschwenken und sich gegen die Vorbelastungskraft der Feder 112 öffnen.
Wie erwähnt, ist die Manschette 75 mit der Hülse 68 verbunden und weist einen aus demselben Materialstück ausgebildeten Lappen 74 auf, der mit dem Lappen 73 des Mitnehmers 72 in Berührung zu gelangen vermag, wenn sich letzterer infolge der Drehbewegung der Steuerwelle 38 verdreht. Am inneren bzw. an dem von der Manschette 75 entfernten Ende der Hülse 68 ist ein Zentrierglied 124 angesetzt, das von einer um die Steuerwelle 33 herumgelegten Feder 125 gemäss Fig. 2 entgegen dem Uhrzeigersinn vorbelastet wird. Bei angetriebener Steuerwelle 38 kommt der Lappen 73 des Mitnehmers 72 schliesslich in Berührung mit dem Lappen 74, woraufhin die Hülse 68 verdreht und hierdurch das Zentrierglied 124 nach vorn verschwenkt wird.
Wie noch genauer erläutert werden wird, erfolgt diese Bewegung, nachdem die Fäden miteinander verschlungen worden sind u. bevor die verknoteten Fäden aus der Vorrichtung ausgestossen werden. Am Mittelabschnitt des Zentrierglieds 124 ist mit Hilfe eines Stifts 128 verschwenkbar ein Bügel 126 angebracht, der zusammen mit dem Zentrierglied dazu dient, den verknüpften Faden vom Knotenappart zur normalen Aufspulbahn zurückzuführen. Der Bügel 126 ist durch eine Feder 129 in Rückwärtsrichtung bzw. gemäss Fig. 2 entgegen dem Uhrzeigersinn vorbelastet und weist einen Ansatz 131 zur Berührung des Zentrierglieds 124 zwecks Begrenzung seiner Rückwärtsbewegung auf.
Wie erwähnt, treiben die Ritzel 60, 62 zwei drehbare Schnäbel 54 bzw. 56 an, die jeweils einen im wesentlichen zylindrischen, gegabelten Haken 54a bzw. 56a aufweisen.
Auf einem zugeordneten Stift 54c, 56c ist innerhalb der Gabelung des zugeordneten Hakens 54a bzw. 56a je ein Scherklemmglied 54b bzw. 56b schwenkbar gelagert, dessen eine Seite zugeschärft ist, so dass es das zwischen ihm und dem zugeordneten Haken verklemmte Garn wirksam durchzutrennen vermag. Das andere Ende jedes dieser Scherklemmglieder 54b, 56b bildet infolge seiner Konfiguration zusammen mit dem betreffenden Haken eine Klemme zum Festhalten des IGarnendes. Das entfernte Ende jedes Scherklammglieds 54b, 56b ist erweitert bzw. als Kurvenfühler 54d bzw. 56d ausgebildet und ist in eine zugeordnete Vertiefung der Glieder 40 bzw. 42 eingesetzt, wo er mit einer zugeordneten Innenkurve 44 bzw. 46 in Berührung steht.
Bei sich drehenden Schnäbeln 54, 56 werden die Scherklemmglieder 54b, 56b folglich betätigt, so dass sie die zwischen ihnen und den Haken 54a bzw. 56a eingeführten Fäden aufnehmen, verklemmen und abtrennen.
Damit die miteinander zu verknotenden Fadenenden im Knotenapparat einwandfrei ausgerichtet werden können, sind zwei Führungsplatten 1'30, 132 vorgesehen, von denen die Platte 130 mit Hilfe von Schrauben 134 an der'Seitenwand 14 angeschraubt ist und in den hinter den drehbaren Schnäbeln 54, 56 befindlichen Bereich hineinragt. Ihre Schrägfläche 136 bildet eine Führungskante, an welcher ein Faden abwärts gezogen werden kann, bis er schliesslich in eine Ausnehmung 138 zu liegen kommt.
Wie am besten aus Fig. 2 hervorgeht, liegt die Ausnehmung 138 im wesentlichen in der waagerechten Ebene der Schnäbel 54, 56, wobei der Faden Y vor dem Verknoten durch die Ausnehmung 138, um den Biegungsabschnitt des Schnabels 56, an der Vorderseite des Zentrierglieds 124 vorbei und durch die durch den Führungsfinger 92 und den Klemmfinger 102 festgelegte V-Kerbe hindurch geführt wird. Die Führungsplatte 130 weist ausserdem an ihrer der Ausnehmung 138 gegen überliegenden Seite eine weitere Ausnehmung 140 auf, wobei die neben dieser befindliche Plattenkante als weitere Führungsfläche 142 ausgebildet ist, welche den Faden in die Ausnehmung 140 hineinleitet.
Aus Fig. 2 ist weiterhin ersichtlich, dass ein anderer zu verknotender Faden Z in die Ausnehmung 140 eingelegt, an der Vorderseite des Zentrierglieds 124 um den Biegungsabschnitt des Schnabels 54 herumgelegt und durch die zwischen dem Führungsfinger 90 und dem Klemmfinger 100 festgelegte V-Kerbe hindurchgeführt wird. Die zusätzliche Führungsplatte 132 ist eine aufwärtsgebogene Verlängerung der Führungsplatte 130; sie befindet sich hinter der Platte 130 und weist eine lotrecht auf die Fläche 142 ausgerichtete Fläche 144 zur Steuerung der Bewegung des Fadens in die Ausnehmung 140 hinein auf.
Im folgenden ist die Arbeitsweise des Knotenapparats näher erläutert. Wie erwähnt, kann der Knotenapparat so eingestellt werden, dass er zwei Fadenenden mitein ander zu verknoten und dabei vom 3 Knoten abgehende freie Endstücke jeder beliebigen Länge innerhalb der konstruktionsbedingten Grenzen der Vorrichtung hervorzubringen vermag. Vor Beginn eines Arbeitszyklus kann der IKnotenapparat folglich auf eine der gewünschten freien Endstücklänge entsprechende Stellung eingestellt werden.
Obgleich zu beachten ist, dass mit Hilfe der erfindungsgemässen Vorrichtung eine unendliche Vielzahl von freien Endstücklängen hervorgebracht werden können, wird die Arbeitsweise des Knotenapparats nachstehend in Verbindung mit nur zwei Anwendungsfällen beschrieben, nämlich einmal in Verbindung mit dem Verknoten unter Gewährleistung verhältnismässig kurzer freier Endstücke am gebildeten Knoten und zum anderen in bezug auf das Verknoten unter Hervorbringung verhältnismässig langer freier Endstücke am geknüpften Knoten. Die Verfahren zur Hervorbringung von zwischen diesen Extremen liegenden freien Endstücklängen ergeben sich ohne weiteres aus der folgenden Beschreibung.
Zunächst wird die Anordnung bzw. Einstellung des Knotenapparats für die Hervorbringung von Fischerei Verbindungsknoten mit verhältnismässig kurzen freien Endstücken beschrieben. Zu diesem Zweck wird die Stellschraube 76 abwärts gedreht, so dass sich der Lappen 74, die Manschette 75 und folglich auch die Hülse 68 gemäss Fig. 2 entgegen dem Uhrzeigersinn verdrehen können. Hierdurch gelangt das mit der Hülse 68 verbundene Zentrierglied 124 gemäss den Fig. 6a - 6g in eine etwas hinter den Schnäbeln 54, 56 liegende Lage.
Die Garenden Y und Z werden dann auf die in den Fig. 1 und 6a gezeigte Weise in den Knotenapparat eingeführt, d. h. das Ende Y wird durch die an der Über- schneidungsstelle des Führungsfingers 92 mit dem Klemmfinger 102 festgelegte V-Kerbe hindurch, an der Vorderseite des Zentrierglieds 124 vorbei, über den Bie gungs- bzw. Hakenabschnitt des drehbaren Schnabels 56 und durch die Ausnehmung 138 hindurch geführt. Auf ähnliche Weise wird das Fadenende Z durch die V-Kerbe zwischen dem Führungsfinger 90 und dem Klemmfinger 100 hindurch, über die Vorderseite des Zentrierglieds
124, so dass es auf das Fadenende Y zu liegen kommt, um den Biegungsabschnitt des Schnabels 54 herum und durch die Ausnehmung 140 hindurch geführt. Daraufhin stehen die Fadenenden für das Verknoten bereit.
Das Einfädeln des Knotenapparats kann mittels einer bekannten Einrichtung erfolgen, die beispielsweise mechanischer Art ist und/oder mit Unterdruck arbeiten kann, wie sie bei automatischen Textil-Spulmaschinen bekannt sind. Ersichtlicherweise erstrecken sich die inneren bzw. nicht miteinander zu verknüpfenden Enden der Fäden Y und Z beispielsweise zu einem Vorratswickel bzw. einem Aufspulwickel einer zugeordneten Spulmaschine.
Um den Knotenapparat in Betrieb zu setzen, wird die Stummelwelle 18 beispielsweise durch die Kurbeleinrichtung einer zugeordneten, nicht dargestellten Tex tilmaschine verdreht, wodurch das Zahnradsegment 20 über seinen Arbeitshub verschwenkt wird und das Ritzel 22 zwecks Drehung der Querwelle 24 antreibt. Bei dieser Drehbewegung werden die Einzelteile auf die im folgenden beschriebene und in Fig. 8 schematisch dargestellte Weise betätigt, um die Fäden Y und Z miteinander zu verknüpfen. Während des 90 - 1000 betragenden ersten Stücks ihrer Drehbewegung in Vorwärtsrichtung bzw. gemäss dem Pfeil in Fig. 6a entgegen dem Uhrzeigersinn erfassen die Schnäbel 54, 56 die gemäss Fig. 6b zwischen den Klemmfingern und den Schnäbeln verlaufenden Abschnitte der Fäden Y bzw.
Z, woraufhin jeder dieser Fadenabschnitte abwärts in den Biegungsabschnitt des zugeordneten Schnabels hineingleitet. Bei weiterer Drehbewegung der Schnäbel 54, 56 werden die Scherklemmglieder 54b bzw. 56b in Offenstellung gebracht, wenn ihre Kurvenfühler auf den entsprechenden Anstiegsabschnitten der Kurven 44 bzw. 46 ablaufen. Die Scherklemmglieder 54b, 56b öffnen sich nach etwa einer 1350- Drehung der Schnäbel und sind nach einer Drehung von etwa 2700 gemäss IFig. 6c voll geöffnet, um die Fäden aufzunehmen. Aus Fig. 6c ist ausserdem ersichtlich, dass der Faden Y um den Biegungsabschnitt des Schnabels 56 herumgeschlungen ist und dass das beispielsweise von einer nicht dargestellten Saugvorrichtung gehaltene Abfallende des Fadens Y kurz vor dem Verklemmen und Durchtrennen durch das Scherklemmglied 56b steht.
Auf ähnliche Weise ist der Faden Z um den Biegungsabschnitt des Schnabels 54 herumgeschlungen, während das Abfallende des Fadens Z kurz vor dem Erfassen und Durchtrennen durch das Scherklemmglied 54b steht. Nachdem sich die Schnäbel um etwa 2850 gedreht haben, bringt die sich zusammen mit der Steuerwelle 38 drehende Kurve 108 ihre Fläche 118 unter den Fühler 110 und ermöglicht ein gemäss Fig. 4 im Uhrzeigersinn erfolgendes Verschwenken der Klemmfinger 100, 102 unter der Wirkung der Feder 112, so dass das Garn zwischen den Klemmfingern und den Führungsfingern 90, 92 verklemmt wird. Diese Klemmwirkung ist nach einer Drehung der Schnäbel von etwa 3300 vervollständigt.
Wenn die Schnäbel 54, 56 eine Drehung von etwa 3850 durchgeführt haben, werden ihre zugeordneten Scherklemmglieder durch die auf entsprechenden Verweilabschnitten der Kurven 44, 46 ablaufenden Kurvenfühler 54d bzw. 56d geschlossen. Wie erwähnt, werden hierbei gemäss Fig. 6d die Abfallenden Y' und Z' der Fäden Y bzw. Z abgetrennt und die neu geschaffenen Enden dieser Fäden in den zugeordneten Schnäbeln 54, 56 verklemmt.
'Unmittelbar nach dem nach einer Drehung von etwa 4050 erfolgenden Abtrennen der Abfall-Fadenenden Y' und Z' beginnt der die Trägerarme 80, 82 und die Klemmfinger 100, 102 umfassende Schlitten sich nach vom, d. h. in Richtung der Pfeile in Fig. 6e zu verschwenken.
Diese Bewegung erfolgt, wenn der Lappen 109 am Lappen 99 des Trägerarms 80 (Fig. 4) anstösst und durch Drehung der Kurve 108 mit der Steuerwelle 38 weiter gedreht wird. Gemäss Fig. 6e werden bei dieser Bewegung um die stehenden Teile der beiden von den Schnäbeln 54, 56 abzuziehenden Fadenstücke getrennte Schlingen L herumgelegt, während die Endstücke YY, ZZ jedes Fadens Y bzw.
Z von einem zugeordneten Schnabel gehalten werden. leder aus den Trägerarmen 80, 82 und den Klemmfingern 100, 102 bestehende Schlitten verschwenkt sich weiter vorwärts in die Stellung gemäss Fig. 5, wobei der Zapfen 106 mit dem Ansatz 122 in Berührung gelangt, um die Klemmfinger zu öffnen und die gespannten Fadenstücke freizugeben, so dass sie unter den Fingern 100, 102 hindurchin ihre normale Aufspul-Bewegungsbahn gemäss Fig. 6g zu gelangen vermögen. Dieser Vorgang erfolgt nach einer Drehung der Schnäbel um praktisch 5400.
Damit die getrennten Schlingen bzw. Schlaufen L der Fäden Y und Z die in jedem Fadenstück ausgebildet und um den anderen Faden herumgelegt worden sind, in Form von Knoten mit verhälnismässig kurzen Endstük- ken aufrechterhalten werden können, ist es notwendig, dass der grösste Teil der zwischen den Schnäbeln 54, 56 verlaufenden Abschnitte der Fäden Y und Z nicht in die Endstücke herausgezogen wird, sondern dass diese Abschnitte in Richtung der stehenden Fadenteile ausgezogen werden. Dies wird dadurch erreicht, dass das Zentrierglied 124 anfänglich auf die in Fig. 6a gezeigte Weise ausgerichtet wird, so dass die sich schliesslich zwischen den Schnäbeln 54, 56 erstreckenden Fadenabschnitte zwischen letzteren in einer im wesentlichen geraden Linie verlaufen.
Während der Bügel 126 den zwischen den Schlingen L befindlichen Fadenabschnitten anfänglich eine ein Zusammenrutschen der Schlingen ver hindernde'Spannung erteilt, werden die Schlingen L daraufhin durch die Klemmfinger 100, 102 von den Schnäbeln 54 bzw. 56 abgezogen. Ein weiteres verschwenken der Klemmfinger 100, 102 bewirkt, dass das Zentrierglied 124 die zwischen den Schlingen L (Fig. 6e) befindlichen Fadenabschnitte erfasst und folglich weiterhin die Bewegung der Schlingen gegeneinander begrenzt. Die Spannung, die an die Schlingen angelegt wird, während die Fäden Y und Z zwischen ihren zugeordneten Schnäbeln und Klemmfingern unter Zug gesetzt werden, bewirkt somit, dass die Schlingen L auf die in den Fig. 6e und 6f gezeigte Weise gegen die stehenden Fadenteile festgezogenen und gleichzeitig im Abstand voneinander gehalten werden.
Nach der Freigabe der Fäden Y, Z von den Schnäbeln 54 bzw. 56 und Klemmfingern 100 bzw.
102 rutschen die vereinigten Fadenenden auf den und über den Bügel 126, welcher die Spannung an den Fäden aufrechterhält. Sobald die Fäden wieder längs ihrer normalen Bewegungsbahn aufgespult werden, vermag die den Fäden durch das Aufspulen erteilte Spannung die Schlingen L gegeneinander zu ziehen, so dass sie einen zusammengesetzten Knoten K bilden. Es ist jedoch zu beachten, dass sich die Endstücke YY, ZZ nicht verlängern, da sie fest um den stehenden Teil ihres zugeordneten Fadens herum verknüpft sind; vielmehr wird die vorbestimmte Länge der Endstücke auf der Länge gehalten, welche sie beim Freigeben von den'Schnäbeln 54, 56 besitzen. Das überschüssige Garnstück, das sich beim Zusammenrutschen der Endstücke zwecks Bildung des Knotens K ergibt, verschiebt sich auswärts in den stehenden Teil der Fäden.
Gemäss Fig. 6g besitzen die Endstücke ausserdem praktisch gleiche Länge. Nach Beendigung des Verknotungsvorgangs kehren die Vorrichtungsteile in Vorbereitung auf das Einziehen von Fadenenden zwecks Knüpfung eines neuen Knotens in ihre Bereit- schaftsstellung) y zurück, wenn das Zahnradsegment 20 durch seine Betätigungsmittel gemäss Fig. 1 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird.
Im folgenden sind nunmehr die Einstellung und Arbeitsweise der Vorrichtung zur Hervorbringung eines sogenannten Fischerei-Verbindungsknotens mit wesen lich längeren Endstücken als vorher beschrieben. Zu diesem Zweck wird die Stellschraube 76 so gedreht, dass sie den Lappen 74 aufwärts bzw. gemäss Fig. 2 im Uhrzeigersinn in eine gemäss Fig. 7a vorderhalb der'Schnäbel 54, 56 liegende Stellung des Zentrierglieds 124 verdrängt.
Dann werden die Fadenenden auf die vorher beschriebene Weise in den Knotenapparat eingebracht. Wie aus den Fig. 7a und 7b herv bewegt sich das Zentrierglied 124 vorwärts und schleppt hinter den Schlingen L nach, die unter Aufnahme von Garn von den verhältnismässig langen Garnabschnitten zwischen den Schnäbeln zusammengezogen werden. Während des Zusammenziehens der Knoten gelangt das Zentrierglied 124 schliesslich in Anlage an den Faden-Mittelabschnitt und unterstützt das Festziehen des Knotens K und das Abziehen der Endstücke aus den Schnäbeln.
Die vereinigten Fäden fallen daraufhin auf den Bügel 126 herab, welcher eine Durchhangbildung in diesen vereinigten Fäden verhindert. Wie im Fall der Bildung kurzer Endstücke wird der Knotenapparat durch Verschwenkung des Zahnradsegments 20 im Uhrzeigersinn gemäss Fig. 1 wieder in Bereitschaft gestellt.
Aus der vorangehenden Beschreibung ist es ersichtlich, dass die hervorgebrachte Länge der Endstücke YY, ZZ zum Teil durch die Länge der zu Beginn des Verknotens zwischen den Schnäbeln S4, 56 verlaufenden jFadenab- schnitte Y, Z und zum Teil durch die auf die zwischen den Schlingen L, während diese zusammengezogen werden, verlaufenden Fadenabschnitte ausgeübte Spannung bestimmt wird. Diese durch die eben beschriebene Ar beitsweise des Zentrierglieds 124 und des : Bügels 126 hervorgebrachte Spannung wirkt als Begrenzungskraft und verhindert ein Zusammenrutschen der Schlingen L.
Im allgemeinen berühren das Zentrierglied 124 und der Bügel 126 beim Knüpfen von Knoten mit kurzen Endstücken die zwischen den Schlingen L liegenden Fadenabschnitte nahezu sofort nach dem Abziehen der Schlingen von den Schnäbeln 54, 56. Im Gegensatz hierzu üben das Zentrierglied und der'Bügel praktisch keine Begrenzungskraft aus, wenn ein Knoten mit langen Endstücken gewünscht wird, vielmehr wird das Zentrierglied in diesem letzteren Fall nur in dem Augenblick wirksam, wenn die Schlingen zwecks Bildung eines zusammengesetzten Knotens zusammengezogen werden. Wenn die Fadenenden in den Schnäbeln 54, 56 verklemmt sind, können die Schlingenenden, wie erwähnt, frei aus jeder Schlinge herausgezogen werden, um das Endstück bis zum Festziehen der Schlinge zu verlängern.
Danach wird jedes weitere, eine weitere Endstückverlängerung bewirkende, Herausziehen des Fadens verhindert, wobei jeglicher restlicher Garnüberschuss aus den Schlingen in die stehenden Fadenteile herausgezogen wird. Aus der vorangehenden Beschreibung ist es ersichtlich, dass beide Bedingungen mit Hilfe der Stellschraube 76 steuerbar sind, mit welcher das Zentrierglied 124 relativ zu den Schnäbeln 54, 56 verstellt und die Radialstellung des Lappens 74 eingestellt werden kann. Da sich der Radiallappen 73 gemäss Fig. 2 im Uhrzeigersinn verschwenkt, befindet sich der höher liegende Lappen 74 anfangs um so näher an einer lotrechten Ebene, je länger der Lappen 73 benötigt, um ihn zwecks Verschwenkung des Zentrierglieds 124 und des Bügels 126 zu berühren.
Die Endstücke YY, ZZ werden folglich um so länger, bevor ihre Längung durch den durch Zentrierglied und Bügel ausgeübten Druck unterbrochen wird. Die Länge der vom Knoten abgehenden freien Endstücke kann daher innerhalb der konstruktionsbedingten Grenzen des Knotenapparats durch einfache Verstellung der Stellschraube 76 eingestellt werden.
PAIENTANS > PRUCH
Vorrichtung zur Vereinigung zweier Garnfäden, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei drehbare Schnäbel (54, 56) zum Ausbilden je einer um den anderen Faden (Z,Y) herumgeschlungenen Schlinge in jedem der beiden
Fäden (Y, Z) sowie einen neben den Schnäbeln ange ordneten, mit den Fäden in Berührung bringbaren Schlit ten (80, 82, 100, 102) zum Einbringen eines vorbestimm ten Abschnitts jedes Fadens in einen Bereich zwischen dem Schlitten und den Schnäbeln und zum Abziehen der Schlingen von den Schnäbeln aufweist, wobei der
Schlitten im Zusammenwirken mit den Schnäbeln zwi schen der Schlinge und dem äusseren Fadenende in jedem Faden ein freies Endstück (YY, ZZ) hervorbringt, und dass eine Einrichtung (124, 126)
zur Begrenzung der Länge jedes freien Endstücks auf eine vorbestimmte
Länge vorgesehen ist.