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Maschine zum Verschnüren der Oberlederteile von Schnürstiefeln vor dem Aufziehen auf den Leisten.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Maschinen zum Verschniiren der mit Schnürlöchern versehenen Oberlederteile von Schnürstiefeln, vor dem Aufziehen auf den Leisten, besonders nach der im österreichischen Patent Nr. 29905 beschriebenen Art.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Fig. l ist eine Vorderansicht der Maschine ; die Schlingenmacher-Nadeln und Schlingenmacher-Finger halten die Schlingen bereit, damit das Oberleder auf die Schlingenmacher-Nadeln aufgebracht werden kann. Fig. 2 ist ein Grundriss der Fig. 1. Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt. Fig. 4 ist eine Einzelansicht, teilweise im Schnitt die auf die Enden der Bindeschnur einwirkenden Vorrichtungen erläuternd. Fig. 5 ist eine Vorderansicht der in Fig. 4 dargestellten Teile. Fig. 6 ist ein Schnitt der in Fig. 4 dargestellten Teile. Fig. 7 ist ein Schnitt der in Fig. 5 dargestellten Teile. Fig. 8 zeigt die Kurvenscheiben, welche es ermöglichen die Lage des Knotens der Schnurenden gegenüber dem Oberleder zu verändern.
Die Bindeschnur wird von der Speisenadel 38 zunächst an den Schlingenmacher-Nadeln 1 vorbeibewegt und dem Schnurgreifer 73 dargeboten. Die Speisenadel kehrt sodann in ihre Anfangslage zurück und bewegt hierbei die Bindeschnur in jene Lage, in welcher sie in die Haken der später nach vorwärts bewegten Nadeln 1 eintreten kann. Nachdem die Speisenadel die in Fig. 1 dargestellte Stellung einnimmt, wird das Oberleder aufgebracht und die Maschine angelassen. Die Speisenadel bewegt sich zunächst nach vorwärts und zieht die Bindeschnur durch die von den Nadeln 1 gehaltenen Schlingen. Sodann ermöglicht die Nadel 38 dem Schnurgreifer 74 das Ende der Bindeschnur zu erfassen. Nachdem dies geschehen, wird die Bindeschnur von dem Messer 84 abgeschnitten und die Nadel 38 kehrt in ihre Anfangslage zurück.
Nunmehr bewegen sich die Schlingenmacher-Finger nach vorwärts und ziehen das Oberleder von den Nadeln 1 ab.
Die Enden der Bindeschnur werden dann durch geeignete Zwischenvorrichtungen von den 8chnurgreifern 73,74 abgenommen und durch eine Knüpfvorrichtung 98, 99, zum Knoten zusammengeknüpft. Die Einzelheiten des Arbeitsganges der Maschine, mit Ausnahme der Neuerungen gemäss der Erfindung, sind in der genannten Patentschrift eingehend beschrieben.
Die Anzahl der Schlingentiiacher-Nadeln 1 und-Finger 2 kann eine beliebige sein und entspricht der Anzahl der zu verschniirenden Osenpaare.
Die die Enden der Bindeschnur erfassenden Schnurgreifer 73, 74, sind rechts von der Vorrichtung zum Einziehen der Bindeschnur angeordnet und wirken, zwecks Erfassens der Bindeschnur, mit einer Platte 75 zusammen. Die fingerartig ausgebildeten Schnurgreifer 73 und 74 sind an zwei Gleitstangen 76, 77 befestigt, die zu geeigneten Zeiten von den Hebeln 78, 79 (Fig. 4) bewegt werden. Die vorderen Enden dieser Hebel greifen in Aussparungen an der Rückseite der Gleitstangen 76,77 ein ; das untere Ende jeder Aussparung wird von einem durch die Feder 81 gegen das Ende des Hebels gehaltenen Teil 80 gebildet. Wenn die Gleitstangen 76, 77 nach abwärts gedrückt werden, damit die Schnurgreifer die Bindeschnur erfassen, so gibt die Feder 81 nach, sobald die Schnurgreifer die Bindeschnur erfasst haben, so dass die zum Erfassen der Bindeschnur dienende Kraft durch die Feder 81 übertragen wird.
Auf diese Weise wird eine nachgiebige
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Die Bindeschnur wird an einer Führungsstange 82 vorbeigeführt und während die Schlingen von den Nadeln 1 und den Schlingenmacher-Fingern 2 gebildet werden, wird sie durch eine Ausaqhmung 83 der Führungsstange 82 (Fig. 5) in ihrer Lage gehalten. Die Führungsstange 82 dient auch als Schutzschild, hinter dem das Werkstück liegt, während die Speisenadel 38 die Binde- aebnur durch die von den Nadeln j ! und Fingern 2 gehaltenen Schlingen hindurchzieht.
Der Schnurgreifer 74 orgreift aeinerseita die von der zum zweiten Mal vorgehenden Speisenadel 38 vorwärtsbewegt Bindeschnur, nachdem die Nadel 38 die Bindeschnur durch die von den Schlingenmacher-Nadeln getragenen Schlingen hindurchgezogen hat. Sobald der Schnurgreifer 74 die Bindeschnur erfasst und die Speisenadel 38 ihren Rückgang begonnen hat, wird die von dem Schnurgreifer 74 zu dem Ohr der Nadel 38 führende Bindeachnur über den Schnurgreifer 74 herübergezogen und nachdem die Nadel sich um eine genügend grosse Strecke zurückbewegt hat, um ein von dem Öhr der Nadel ausgehendes freies Ende der Bindeschnur zu bilden. so wird die Bindeschnur durch die Einwirkung eines auf dem unteren Ende der Messerstange 85 ausgebildeten Messers 84 abgeschnitten.
Die Mes8erstange 85 liegt an der Fläche der Greiferstange 77 an und wirkt mit der oberen äusseren Kante des Schnurgreifers 74 zusammen, damit die unter dem Schnurgreifer liegende Bindeschnur durchschnitten wird. Hiedurch wird die Bindeschnur mit einem scherenartigen Schnitt abgetrennt und das Messer wird stets gegenüber der Kante des Schnurgreifers 74 in der richtigen Stellung gehalten, ohne dass der Einstellung des Messers besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss.
Damit die Bindeschnur in dem Momente des Schneidens gespannt und ein glattes Abschneiden derselben erzielt wird, ist ein mit einer schrägen Fläche versehener Anschlag 86 (Fig. 1 und 2) vorgesehen, welcher auf eine am oberen Ende des Hebels 49 angebrachte Rolle einwirkt ; hierdurch wird der Hebel 49 fest auf die Bindeschnur herabgedrückt und spannt dieselbe während das Messer 84 wirksam ist.
Die die Gleitstangen 76,77 bewegenden Hebel 78. 79 werden zu geeigneten Zeiten-von dem Hebel 87 aus geschwungen, dessen unteres Ende in eine Kurvennut der Scheibe 88 eingreift. Das obere gegabelte Ende des Hebels 87 umfasst die rückwärtigen Enden der Hebel 78, 79, und zwar sind an dem Hebel 87 Stifte 89 angebracht, welche durch Schlitze 90, 91 der Hebel 78, 79 hindurchführen. Wenn das obere Ende des Hebels 87 von Fig. 4 nach links geschwungen wird, so dass sich die Stifte 89 in den vorderen Enden der Schlitze 90, 91 befinden, so sind beide Greiferstangen in gehobener Stellung. Soll der Schnurgreifer 73 bewegt werden, um das eine Ende der
Bindeschnur festzuklemmen, so wird der Hebel 87 nach rechts in die in Fig. 4 angedeutete
Stellung bewegt.
Während dieser Bewegung gleitet einer der Stifte 89 wirkungslos in dem
Schlitze 91, ohne den Schnurgreifer 74 zu bewegen. Die Bogenform des Schlitzer 90 ist aber derart, dass durch diese Bewegung des Hebels 57 der Hebel 78 verschoben wird, und den Schnurgreifer 73 in diejenige Stellung bewegt, in der er die Bindeschnur erfasst. Soll nun der Schnurgreifer 74 bewegt werden um das andere Ende der Bindeschnur zu erfassen, so wird der Hebel noch weiter nach rechts über die in Fig. 4 angedeutete Lage hinausbewegt. Während dieser Bewegung gleitet einer der Stifte 89 wirkungslos in dem Schlz 9ss, so dass der Schnurgreifer 73 in der
Stellung, in der er das Ende der Bindeschnur erfasst hat, verbleibt.
Der andere in dem Schlitz 91 befindliche Stift 89 bewirkt, dass auch der Hebel 79 geschwungen wird, wodurch der Schnur- greifer 74 in diejenige Stellung gebracht wird, in der er das andere Ende der Bindeachnur erfasst.
Wenn die Sehnurgreifer angehoben werden sollen, um die Enden der Bindeschnur freizugeben, so
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stück 93 mit einem Hebel 94 verbunden (Fig. 3) der zu geeigneten Zeiten von einem Nocken 95 aus bewegt wird.
Während des Rückganges der Speisenadel 38, nachdem sie das freie Ende der Bindeschnur an den Schnurgreifer 73 abgegeben hat und die Bindeschnur selbst in solche Lage bringt, dass sie später in die Haken der Nadeln eintreten kann, wird der zwischen der Führungsstange 82 und den Schnurgreifern liegende Teil der Bindeschnur von einem Fadenarm 96 ergriffen. Der Arm befindet sich vor der Bindeschnur und wird zu geeigneter Zeit rückwärts bewegt, damit er den erforderlichen Betrag an schlafen Faden von der Vorratsrolle abzieht. Wenn die Schlingenmacher-Finger 2 mit den Nadel. 1 zusammenwirken, um die Schlingen zu bilden, so bewegt sich der Arm wieder vorwärts und gibt die schlaffe Bindeachnur wieder ab.
Hiedurch wird vermieden, dass die Bindeschnur unnötigerweise zwischen den Schlingenmacher-Nadeln und
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Fingern hin und her gezogen wird. Der FBdenarm 96 ist auch mit einer besonderen, piterhin mher beachriebencn Qreifervorrichtung ausgerüstet, um die Enden der Bindeschnur in die Backen der Knüpfvorrichtung einzuführen.
Nachdem die Speisenadel 38 die Bindeschnur durch die von den Schlingenmacher-Nadeln gehaltenen Schlingen hindurchgezogen hat, und nachdem die Bindeschnur von dem Schnurgreifer 74 erfasst und von dem Messer 84 abgeschnitten worden ist, erstrecken sich die beiden neben einander liegenden Enden der Bindeschnur oberhalb der Führungsstange 82 bis zu den Schnurgreifern 73,74. Die Enden der Bindeschnur befinden sich nun in der Lage um der Knüpfvorrichtung, zwecks Zusammenknüpfens der Bindeenden dargeboten zu werden. Die Knüpfvorrichtung bildet in an sich bekannter Weise einen Knoten in den Enden der Bindeschnur.
Die in Fig. 5 bis 7 dargestellte Knüpfvorrichtung besteht aus zwei halbzylindrischen Muffenteilen M, 99, deren untere Enden den Schlingenmacher 97 bilden. Die Teile 98, 99 sind innerhalb einer Muffe 100 angeordnet und nahe ihrem unteren Ende mit zum Ergreifen der Bindeschnur dienenden Backen 101, 102 versehen. Während der Knotenbildung werden die Teile 98, 99 gedreht, damit der Schlingenmacher 97 eine Schlinge herstellen kann und ausserdem ihrer Längsrichtung nach bewegt, damit die Bindeschnur von den Backen 101, 102 erfasst und durch die Schlinge hindurchgezogen werden kann. Auf dem oberen Ende der Muffe 100 sitzt ein Zahnrad 103, das
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der Muffe 100 und somit auch den Teilen 98, 99 Drehbewegungen erteilt.
An den inneren Wänden der Teile 98, 99 sind Schlitze 108 angebracht, in denen ein Steg 107 gleitet, welcher die Verbindung der Teile 98, 99 mit der Muffe 100 herstellt. Die Teile 98, 99 werden zwar mit der Muffe gedreht, können sich aber innerhalb derselben längsweise verschieben. Die letzteren Bewegungen werden durch die mit den Teilen 98, 99 verbundenen Hebel 109, 110 hervorgebracht, deren rückwärtige Enden in Nuten der Kurvenscheiben 111, 112 eingreifen.
Mit dem Schlingenmacher 97 wirkt eine auf einem Schieber 114 ausgebildete Klinke 113 zusammen, welche die Bindeschnur, dem Schlingenmacher 97 gegenüber, in der erforderlichen Lage festhält. Der Schieber 114 ist in einer Aussparung innerhalb des Teiles 98 quer zu dem letzteren verschiebbar. Die Klinke 113 bildet, wenn sie mit dem Schlingenmacher 97 zusammentrifft, ein Ohr an der Seite des letzteren, in welchem die Bindeschnur während der Bildung der Schlinge liegt. An dem unteren Ende der Muffe 100 ist eine Halbmuffe 116 befestigt, deren unteres Ende zu einem Finger 116a ausgebildet ist. Der Finger 116a liegt in einem Schlitze des Teils 99 und bewegt die Bindeschnur von dem Schlingenmacher 97 herab, wenn der letztere innerhalb der Muffe 100 aufwärts bewegt wird.
Der Schieber 114 besitzt schräge Flächen 119, 120, welche bei der Auf-und Abwärtsbewegung der Knüpfvorrichtung 98, 99 mit ähnlich gestalteten Flächen 117, 118 der Muffe 100 zusammenwirken, wodurch dem Schieber 114 die hin und hergehenden
Bewegungen im Teile 98 erteilt werden, um das Ende der Klinke 113 gegen den Schlingenmacher 97 und von demselben hinwegzubewegen und die Klinke in ihrer jeweiligen Endlage zu erhalten.
Solange sich die Speisenadel 38 vorwärts und rückwärts bewegt, um das freie Ende der
Bindeschnur dem Schnurgreifer 73 darzubieten und die Bindeschnur in die Lage bringt, in welcher sie später von den Haken der Schlingenmacher-Nadeln 1 erfasst werden kann und solange die
Speisenadel 38 die Bindeschnur durch die von den Schlingenmachernadeln gehaltenen Schlingen hindurchzieht und während sich die Nadel teilweise wieder aus den Schlingen herausbewegt. beendet sich der Schlingenmacher 97 mit der Klinke 113 in gehobener Stellung ; die Knüpf-
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oder sonstwie nachteilig auf die Handhabung or Schnurenden einwirken.
Während des RückHanges der Speisenadel, nachdem sie die Bindesehnur an den Greifer 74 abgegeben hat, und nachdem die Bindeschnur abgeschnitten wurde, bewegen sich die Teile 98, 99 der Knüpfvorrichtuns
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macher 97, so dass das untere Ende der Klinke an dem Schlingenmacher 97 anliegt und auf diese Weise das Ohr 115 schliesst. Durch die Flächen 118, 12d wird die Klinke 11. in dieser Lage gesperrt, während der Schhngenmacher 97 zwecks Bildung einer Schlinge gedreht wird. Die Klinke verbleibt gesperrt in dieser Lage bis der Schlingenmacher 97 wieder gehoben wird, um die Schlinge abzustreifen.
Nunmehr wirken die Flächen 227, 229 zusammen, um die Klinke 113 von dem Schlingen
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herausbewegen kann.
Dadurch, dass sich die Knüpfvorrichtung ausserhalb der Lage befindet, in welcher sie auf die Bitidpschnur eiiiwirkt, und dadurch, dass die Knüpfvorrichtung erst dann in ihre wirksame Lage bewegt wird, nachdem die Enden der Bindeschnur den Schnurereifern dargeboten wurden und sich in der Lage befinden, um ruaammengeknüpft zu werden, wird die Notwendigkeit ver-
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die Klinke gleitende Bewegungen ausführen kann und in ihrer jeweiligen Lage gesperrt wird, ist die Bauart der Knüpfvorrichtung wesentlich vereinfacht und es ist keine Gefahr vorhanden, dass sich die Klinke unter dem Einflusse des auf die Bindeschnur ausgeübten Zuges während des Festziehens des Knotens öffnet.
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die Bewegung der Schlingenmacher-Finger 2 von den Nadeln 1 entfernt ;
das Oberleder wird nun von den durch das Ohr 115 gehenden und von den Schnurgreifern gehaltenen Enden der Bindeschnur getragen. Sobald das Oberleder in diese Lage fällt, liegen die beiden von den Schnur- breitem ì3, 74 gehaltenen und durch das Ohr 115 gehenden Enden der Bindeschnur auf einem seitlichen an dem unteren Ende der Führungsstange 82 ausgebildeten Fortsatz 121 auf. Dieser
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und 6), der verhindert, dass sich die Bindeschnur zu weit nach rechts bewegt. Die vordere Flache des Fortsatzes 121 ist kurvenförmig und bildet eine feste Backe, gegen die eine Klemmplatte 123 gepresst wird.
Die Klemmplatte 123 ist an dem unteren Ende einer Gleitstange 124 ausgebildet, in welch'letztere durch ein Lenkstück 126 mit einem Hebel 125 verbunden ist, dessen Reibrolle die Kurvenscheibe 127 eingreift und auf die Weise die Klemmplatte 123 zu geeigneten Zeiten bewegt.
Die Klemmplatte 123 dient nicht nur zum Festklemmen der Bindeschnur, sondern sie bewirkt auch das öffnen und Schliessen der auf dem Arm 96 angebrachten Klemmvorrichtung. Diese Klemmvorrichtung erfasst die Enden der Bindeschnur und führt dieselben zwischen die Backen 101, 102 der Knüpfvorrichtung ein. Sie besteht aus einer festen an der Rückseite des Armes 96 angebrachten Backe 128 und aus einer beweglichen Backe 129. Die Backe 129 ist eine dünne, oberhalb der Backe 128 liegende Platte, deren vordere Seite zwecks Führens der Bindeschnur nach aufwärts gebogen ist. Ein nach abwärts gerichteter Fortsatz 130 der Backe 129 dient zur Einstellung der zwischen den Backen 128, 129 befindlichen Bindeschnur. Die drehbar an dem Arm 96 angebrachte Klemmplatte 129 ist mit einem nach abwärts gerichteten Arm 131 versehen.
Eine Feder 132 sucht die bewegliche Backe nachgiebig gegen die Backe 128 zu ziehen.
Nachdem das Oberleder von den Nadeln entfernt wurde, bewegt sich der die Klemmhacken 128, 129 tragende Arm nach rückwärts, wobei sich die bewegliche Backe 129 oberhalb des zwischen der Knüpfvorrichtung und den Schnurgreifern 73, 74 befindlichen Teiles der Bindeschnur vorbei bewegt ; der Arm 131 der Backe 129 gleitet auf der Platte 123, welche zwar um eine kurze Strecke zurückbewegt wurde, aber nicht weit genug um mit der Binlleschnur in Beriihrung zu kommen. Während der fortgesetzten Rückwärtsbewegung der Klemmvorrichtung 128, 129 gleitet der Arm 131 von der Platte 12. herunter, so dass die unter Federwirkung stehende backe 129 geschlossen wird und die Bindeschnur gegen die Backe 128 festklemmt.
Unmittelbar nachdem die Klemmvorrichtung das Ende der Bindeschnur erfasst hat, werden die Schnurgreifer 73, 74 so bewegt, dass sie die Enden der Bindeschnur freigeben. Sobald die Kiemm- vorrichtung 128, 129 ihre rückwärtige Stellung erreicht, wird der Schlingenmacher 97 gedreht und nachdem er nahezu eine Umdrehung vollenaet hat, werden die Backen 101, 102 geöffnet und an entgegengesetzten Seiten der Bindeschnur vorbeigeführt. Inzwischen wurde die Bindeschnur durch die Rückwärtsbewegung der Klemmvorrichtung in eine solche Lage gebracht, dass sie gerade zwischen den Backen 101, 102 liegt, wenn der Schlingenmacher 97 eine Umdrehung vollendet hat.
Die Backen 101, 102 der Knüpfvorrich ung werden sodann geschlossen und aufwärts bewegt, um die Bindeschnur durch die von dem Schlingenmacher 97 gebildete Schlinge hindurch- zuzlehen, die Schlinge selbst wird sodann durch den Finger 116a und durch das Ende der Muffe 116 von dem Schlingenmacher 97 abgestreift. Nachdem die Backen der Knüpfvorrichtung die Bindeschnur erfasst haben, wird die Klemmvorrichtung 128, 129 weiter zurück bewegt derart, dass die Enden der Bindeschnur ganz aus den Backen 128, 129 herausgezogen werden. Während der Aufwärtsbewegung der Backen 101, 102 klemmt die Platte 123 die Bindeschnur fest zwischen der Knüpfvorrichtung und dem Oberleder, so dass der Knoten durch die Aufwärtsbewegung
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Dadurch, dass die Enden der Bindeschnur durch die Bewegung der Klemmvorrichtung 128, 129 welche die Schnürenden erfasst, in die Backen der Knüpfvorrichtung eingeführt werden, kann der Knoten in unmittelbarer Nähe der Schnurenden festgezogen werden, 80 dass das freie Ende Ende der Bindeschnur hinter dem Knoten nur ganz kurz ist und es ist erklärlich, dass auf diese Weise eine erhebliche Ersparnis an Bindematerial erzielt wird.
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dass der Knoten schliesslich in geringerer Entfernung von dem Oberleder steht. Dies ist wünschen- wert, wenn die gegenüberliegenden Oberlederkanten auf dem Leisten nahe an einander stehen sollen.
Soll das Verschnüren auf diese Weise vor sich gehen, so wird die Klemmvorrichtung 128, 129 in ihre äusserste rückwärtige Lage gebracht, ehe die Knüpfvorrichtung ihre Umdrehung beginnt. Von der Grösse dieser Rückwärtsbewegung hängt die Länge der 8chlaffen Bindeschnur ab, weiche vor der Einwirkung der Knüpfvorrichtung abgezogen werden soll. In diesem Falle wird die Klemmvorrichtung 128, 129 fortgesetzt die Enden der Bindeschnur während der Aufwärts- bewegung der Backen der Knüpfvorrichtung festhalten und wird sich während dieser Aufwärtsbewegung vorwärts bewegen, damit sie die Bindeschnur an die Knüpfvorrichtung abgeben kann.
Die Backen der Klemmvorrichtung 128, 129 öffnen sich dann durch die Einwirkung des Armes 131 und der Klemmplatte 123, sobald die Klemmvorrichtung 128, 129 ihre äusserste Lage erreicht.
In beiden Fällen, nachdem der Knoten vollendet und festgezogen ist und die Backen der Knüpfvorrichtung geöffnet sind, um die Enden der Bindeschnur freizugeben, damit das ver- schnürte Oberleder aus der Maschine herausfallen kann, bewegt sich der die Klemmbacken 128, 129 tragende Fadenarm 96 so weit rückwärts, dass der Arm 131 der Backe 129 die Klemmplatte 12. 3 verlässt und sich die Backe 129 gegen die Backe 128 anlegt. Diese Bewegung bringt die Backen 128, 129 so weit rückwärts und so viel tiefer als die Bewegungsbahn der Speisenadel, dass die Nadel, während sie ihre Vorwärtsbewegung ausführt, um das freie Ende der Bindeschnur dem Greifer 73 zuzuführen, sich oberhalb der Klemmbacken 128, 129 bewegt.
Die Menge der Bindeschnur, die von der Speisenadel in die Lae gebracht wird, dass sie von den Haken der Schlingenmachernadeln erfasst wird, liegt somit oberhalb der Backe jf29, wobei die Bindeschnur mit der hinteren Fläche des Fadenarmes 96 in Berührung kommt und frei auf diesem Arm gleiten kann, solange er zurückgezogen ist, damit der schlaffe Faden von der Vorratsspule abgezogen werden kann. Wenn sich der Fadenarm nach vorwärts bewegt, um den zum Bilden der Schlingen nötigen schlaffen Faden an die Nadeln und Schlingenmacher-Finger abzugeben, so bewegt er
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wird.
Hierdurch wird die Klemmbacke 129 bewegt und hält die Klemmvorrichtung offen, damit diese Klemmvorrichtung während der darauffolgenden Rückwärtsbewegung des Armes 96 die Bindeschnur in der beschriebenen Weise erfassen kann. Damit die Wirkungsweise der die Schnurenden in die Backen der Knüpfvorrichtung einführenden Klemmvorrichtung 128, 129 rasch verändert werden kann, so dass der Knoten entweder in unmittelbarer Nähe des Oberleders oder in die Nähe der Schnurenden festgeknüpft werden kann.
sind zwei besondere Kurvenscheibt-ii
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Der die Klemmvorrichtung 128, 129 tragende Arm 96 ist auf dem vorderen Ende einer Stange 133 ausgebildet, deren rückwärtigesEnde durch ein Lenkstück 134 mit dem oberenEnde eines Armes 135
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des Armes 138 sitzt eine Rolle 139, die mit den Mantelflächen einer der Kurvenscheiben 140, 141 in Eingriff gebracht werden kann. Die Kurvenscheibe 140 bewegt die Klemmvorrichtung, wenn der Knoten in unmittelbarer Nähe des Oberleders festgeknüpft werden soll, während die Klemm- vorrichtung 128, 129 von der Kurvenscheibe 141 betätigt wird, wenn der Knoten soweit als möglich von dem Oberleder ent ! ernt, festgekniipft werden soll.
Der die Rolle 139 tragende Arm 138 ist durch einen, in seiner Nabe gelagerten Stift 142 mit der Welle JfJJa verbunden ; der Stift greift in eine der Aussparungen 143 der Welle 135a ein. Eine Blattfeder 144 drückt den Stift 142 nach vorwärts. Solange der Stift 142 in die linke Aussparung 143 (Fig. 8) eingreift, liegt die Rolle 139 an der Kurvenscheibe 140 an. Befindet sich der Stift aber in der rechten Aussparung 74J. ao gleitet die Rolle 139 auf der Kurvenscheibe 141. Soll eine der Kurvenscheiben 140, 141 An-
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auf der Welle 135a verschoben wird, bis der Stift in die andere Aussparung 74J einfällt.
Beide Kurvenscheiben sind jedoch so gestaltet, dass stets der Arm 96 den zur Bildung der Schlingen erforderlichen Betrag an schlaffen Faden von der Vorratsrolle abzieht, mag er von der einen oder der anderen Kurvenscheibe betätigt werden.
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sitzen auf der Welle 746, welche durch ein Vorgelege von einer Riemenscheibe 17 augetrieben wird. Die Maschine ist mit einer Anhaltvorrichtung 148 ausgerüstet, die die Maschinenteile in
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PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Maschine zum Verschnüren der Oberlederteile von Schnürstiefeln vor dem Aufziehen auf den Leisten, bei welcher mehrere Nadeln eine Reihe von Schlingen durch die Schnürlöcher eines Oberleders hindurchführen, eine Schnurspeiaevorrichtung ein Bindeende durch diese Schlingen hindurchzieht und eine Knüpfvorrichtung die Schnurenden zusammenknüpft, dadurch gekennzeichnet, dass die Knüpfvorrichtung während des Verschnürens des Oberleders ausserhalb der Bewegungsbahn der Speisenadel gehalten wird und nach Vollendung der Verschnürung in jene Lage gebracht wird, in der die Schnurenden verknüpft werden sollen.