DE17681C - Neuerungen an Maschinen zur Herstellung von Flaschenhülsen aus Stroh - Google Patents

Neuerungen an Maschinen zur Herstellung von Flaschenhülsen aus Stroh

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DE17681C
DE17681C DENDAT17681D DE17681DA DE17681C DE 17681 C DE17681 C DE 17681C DE NDAT17681 D DENDAT17681 D DE NDAT17681D DE 17681D A DE17681D A DE 17681DA DE 17681 C DE17681 C DE 17681C
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DE
Germany
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straw
needles
hooks
belt
hook
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DENDAT17681D
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C. WlLHEM in Argentat (Frankreich)
Publication of DE17681C publication Critical patent/DE17681C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B23/00Sewing apparatus or machines not otherwise provided for
    • D05B23/003Sewing machines for straw cases, wisps of straw or canvas shoes
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B85/00Needles
    • D05B85/006Hooked needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΠ7681 -
KLASSE 43: Korbflechterei.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 6. September 1881 ab.
Die vorliegende Maschine zur Herstellung von Flaschenhülsen besitzt vor allem die Eigenthümlichkeit, dafs das Stroh je nach dem Fortschreiten der Nähte und unmittelbar vor jedem Stich bündelweise, entsprechend dem zwischen zwei Stichen liegenden Quantum, in der Richtung der Strohhalme umgelegt und gefaltet wird, derartig, dafs, wie dies bekanntlich bei den sogenannten französischen Flaschenhülsen der Fall ist, die abgeschnittenen Enden der Halme sich nur auf einer Kante der Hülse befinden, während die andere Kante der Hülse durch die umgebogenen Stellen der Halme gebildet wird.
Demgemäfs herrscht bei der Maschine eine vollkommene Abhängigkeit zwischen den beiden Hauptoperationen derselben, welche somit eine continuirliche und sichere Functionirung derselben sichert und die Productionsfähigkeit der Maschine bedeutend erhöht. Drei Kinder, von denen eins die Maschine in Bewegung setzt, das andere das Stroh einlegt und das dritte die einzelnen Flaschenhülsen durch Abschneiden der sie verbindenden Nähfäden von einander trennt, sind im Stande, stündlich 300 Flaschenhülsen auf der Maschine herzustellen.
Die Verbindung der einzelnen Strohbündel erfolgt durch eine Kettenstichnaht, die mittelst einer eigenthümlich geformten Hakennadel hergestellt wird.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 einen Verticalschnitt nach 1-2 der Fig. 2 dar. Fig. 2 ist eine obere Ansicht, Fig. 3 ein Verticalschnitt nach Linien 3-4 der Fig. 1. Fig. 4 zeigt den. Umlegeapparat für das Stroh, Fig. 5 die Nadel, Fig. 6 den Betrieb des Zuführungstisches.
Das von den beiden Schildern a, den Traversen bed und e und dem Tisch a' gebildete Hauptgestell der Maschine ist mit den Lagerböcken g zur Aufnahme der Hauptwelle h versehen, und sind die Lagerböcke g durch eine Traverse gx mit einander verbunden. Die Traverse e dient zur Aufnahme von zwei oder mehreren Fadenrollen F, welche den Faden f für die Nadeln / liefern.
Das Stroh wird den Umlege-, FaIt- und den Stichbildungsorganen der Maschine durch einen Riemen ohne Ende C zugeführt -, der um die Walzen bl c1 d1 geschlungen ist, die auf den Traversen bed angebracht sind.
Die Traverse d ist in verticalen Schlitzen der Gestellwände α verstellbar, zum Zweck, den Riemen C anspannen zu können. Die Walze P ist auf ihrem Umfang mit Vorsprung P, Fig. 2, versehen, welcher in entsprechende Vertiefungen des Riemens C fafst, so dafs derselbe sicher von der Walze P mitgenommen wird. Letztere wird durch ein Schaltwerk, Fig. 6, von der Welle h bewegt. Zu diesem Zweck ist letztere mit zwei Daumenscheiben i P versehen, Fig. i, 2 und 6, welche gegen die durch Federn jz k3 angezogenen Schalthebel/ k wirken und an ihrem Ende die Schaltklinken j1 P besitzen, welche die mit der Walze P verbundenen Schalträder β P bewegen. Das Schaltrad 'k1 ist nur mit einem Zahn k4 versehen, und in die Zähne des Rades J3 fafst die Sperrklinke j1, welche ein Zurückgehen dieses Rades verhindern soll.
Der Riemen C ist an seinen beiden Rändern mit mehr oder weniger weit von einander abstehenden Stiften versehen, welche das Einlegen des Strohes erleichtern und das regelmäfsige Umlegen und Nähen desselben begünstigen. An gewissen Stellen sind auf dem Riemen in regelmäfsigen Abständen die Leisten / angebracht, welche dazu dienen, die zwischen zwei Flaschenhülsen freizulassenden Stellen anzugeben. Die Nähte werden jedoch nicht an diesen Stellen unterbrochen, sondern die Fäden umfassen die genannten Leisten und werden später an den betreifenden Stellen durchschnitten , um dann zur Fertigstellung der Flaschenhülse zu dienen.
Das Schaltwerk ij'j1/3 bewirkt eine regelmäfsige Verschiebung des Riemens C, entsprechend den Abständen der einzelnen Stiche, während das zweite Schaltwerk il k k1 k2 nur dann den Riemen C verschiebt, wenn sich eine Leiste / unmittelbar vor den Hakennadeln befindet. Das Schaltwerk ist so beschaffen, dafs der Riemen C genau um die Breite der Leiste / verschoben wird.
Unterhalb des Tisches a1 befindet sich der Fadenführer in3, bestehend aus einer hin- und herbewegten Leiste, welche die Fäden / in die Haken der Nadel legt und durch Zugstange m"1, Hebel m1, Hubscheibe m unter Vermittelung der Feder ml betrieben wird.
Die Hakennadeln, deren Anzahl sich nach der Zahl der Nähte richtet, sind an einer gemeinschaftlichen Traverse s1 befestigt, Fig. i, 3 und 5, welche an dem Schlitten ί sitzt, der in den fest mit der Traverse g1 verbundenen Führungen s2 auf- und abgleitet. Letztere Bewegung wird durch ein auf der Welle h sitzendes Excenter g hervorgerufen, das einen um den Zapfen q1 drehbaren Hebel ql, Fig. ι und 2, betreibt, der mit seinem freien Ende in einen Schlitz des Schlittens s fafst. Der Schaft der Hakennadel / ist mit einer excentrisch angeordneten Längsbohrung zur Aufnahme der Nadel i1 versehen, welche dazu dient, während des Heraufgehens der Nadel / den mit der Fadenschlinge versehenen Haken zu schliefsen. Die Nadeln t1 sind in gleicher Weise an einer gemeinschaftlichen Traverse s3 befestigt, welche unter den an den Führungen s2 befestigten Schleppfedern ss gleitet und von den an Schlitten ί sitzenden Anschlägen i4 mitgenommen wird. Bei der Abwärtsbewegung des Schlittens ί werden die Hakennadeln t mitgenommen, während die Nadeln il ihre Abwärtsbewegung erst beginnen, wenn der obere Anschlag s4 sich gegen die Traverse s3 legt; alsdann folgen die Nadeln t' der Abwärtsbewegung des Schlittens bis zu Ende dieser Bewegung, ohne dafs sie sich aber vor die Haken der Nadeln t legen. Nachdem die Haken der Nadeln t den Faden aufgenommen haben, steigt der Schlitten s in die Höhe, nimmt die Nadeln mit, während die Nadeln tl in ihrer tiefsten Lage verharren, bis der untere Anschlag sl die Traverse s3 trifft. Die relative Verschiebung der Nadeln / und t1 hat zur Folge, dafs die Haken der Nadeln geschlossen werden, und die Nadeln / steigen nun mit den Federn in die Höhe, worauf die Verschiebung des Riemens C erfolgt. Beim Abwärtsgehen der Nadeln / werden die Haken wieder geöffnet, indem die Nadeln t1 zunächst in ihrer oberen Lage verharren, bis der Anschlag s4 die Traverse s3 trifft u. s. w.
Um das zu jedem Stich erforderliche Bündel Stroh vorzuziehen, sind die Haken p angeordnet, welche mit ihren vorderen Enden eine entsprechende Bewegung zu machen haben. Zu diesem Zweck ist für jeden Haken / eine Curvenscheibe η mit zwei Curvennuthen nx und n2 angeordnet, in welchen an den Enden der Hebel n3 und «4 angebrachte Rollen laufen. Der Hebel n3 ist um den festen Punkt nb drehbar und mit dem hinteren Ende der Haken /, Fig. 3, verbunden, während der ebenfalls mit den Haken/ verbundene Hebel n* durch einen um n6 drehbaren Gegenlenker n6 geführt wird.
Die Curven n1 »2 sind so gestaltet, dafs die vorderen Enden der Haken / sich zuerst heben, vorgehen, sich dann senken, ein Strohbündel fassen, es gegen die Nadeln / ziehen, um sich dann wieder zu heben u, s. w.
Der Mechanismus zum Umlegen und Falten des Strohes besteht im wesentlichen aus zwei Organen, deren Thätigkeit und Wirkungsweise in Fig. 7 schematisch dargestellt ist. Die auf der rechten Seite des Riemens überstehenden Strohhalme ζ werden zunächst durch den vertical auf- und abbeweglichen Haken r, Fig. 4, um 900 gebogen, was durch eine feste kleine Schiene z, die an einem frei über das Stroh hinwegreichenden Arm y, Fig. 2 und 3, befestigt ist, in der aus Fig. 7 ersichtlichen Weise unterstützt wird.
Die Halme ζ nehmen alsdann die in Fig. 7 mit I gezeichnete Lage ein. Die Bewegung des Hakens r erfolgt durch Hebel o1 und Curvenscheibe o, während die Feder <?2 die am Ende des Hebels ol angebrachte Rolle zwingt, constant gegen den Umfang der Curvenscheibe 0 zu laufen. Hierauf werden die Strohhalme ganz umgelegt, indem ein Haken χ in der Richtung des horizontalen Pfeiles, Fig. 7, die Halme fafst und sie in die Stellung II bringt, worauf erst die Stichbildung erfolgt. Der Haken x, Fig. 1 und 2, wird durch einen Hebel wx und Curvenscheibe w in horizontaler Richtung hin- und herbewegt, und sein vorderes Ende durch eine eigenthümlich geformte Schiene x1 geführt, welche ebenfalls an dem Arm y befestigt ist. Dieser Arm y trägt auch noch eine federnde Platte y1, Fig. 1, 2 und 3,
welche das Stroh bedeckt und es gegen den Riemen C ohne Ende preist.
Die Welle h wird durch ein Handrad ν oder eine Riemscheibe bewegt.
Die Maschine functionirt nun wie folgt:
Bei jeder Umdrehung der Welle h wird der Riemen C mit dem Stroh durch das Schaltwerk ein gewisses Stück vorgezogen, dann werden die auf der rechten Seite des Riemens vorstehenden Halmenenden mittelst des Hakens r umgelegt, und durch den Haken χ umgefaltet; gleichzeitig kommen die Haken p vor, senken sich, und die Nadeln t heben sich. Nachdem die Haken p zurückgegangen sind und das gefafste Strohbündel unter den Haken der Nadeln fortgezogen haben, senken sich die Nadeln t und bewirken in Verbindung mit dem Fadenführer m 3 die Stichbildung; hierauf wiederholen sich die beschriebenen Operationen von neuem.
Die Fabrikation erfolgt somit continuirlich und kann man eine, zwei, drei, vier oder mehr Nähte anwenden, da nichts hindert, dementsprechend eine, zwei, drei, vier oder mehr Hakennadeln anzuordnen.
Wie erwähnt, wird die Länge der abgewickelt gedachten Flaschenhülse durch je zwei Leisten / bestimmt, und erhält der Riemen C, wenn diese Leisten die Nadeln passiren, durch das Schaltwerk k kl seine entsprechende Verschiebung. Will man somit gröfsere oder kleinere Flaschenhülsen fabriciren, so genügt es, lediglich die Lage der Leisten / und dementsprechend das Schaltwerk k kl P zu verändern.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. An einer Maschine zur Herstellung von Flaschenhülsen das Verfahren, die Strohhalme den Organen der Maschine intermittirend zuzuführen und unmittelbar vor Herstellung der Nähte bündelweise umzulegen bezw. zu falten.
2. Die Anordnung des Riemens C mit Leisten / zur Abtrennung des für jede Hülse erforderlichen Strohes in Verbindung mit dem doppelten Schaltwerk zur Bewegung des Riemens.
3. Die Anordnung und combinirte Bewegung der Haken/, zum Zweck, das Stroh bündelweise zu fassen und es hinter die Nadeln zu führen, derart, dafs das für jeden Stich erforderliche Stroh abgetheilt wird.
4. Der zum Umlegen der Strohhalme dienende Mechanismus, bestehend aus den Haken r und Haken x, der durch die Curve χ' geführt wird.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT17681D Neuerungen an Maschinen zur Herstellung von Flaschenhülsen aus Stroh Active DE17681C (de)

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DE (1) DE17681C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1169321B (de) * 1959-11-06 1964-04-30 Rene Caillet Einrollbare, insbesondere zur Abdeckung von Schiffsluken dienende Verschlussplatte

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1169321B (de) * 1959-11-06 1964-04-30 Rene Caillet Einrollbare, insbesondere zur Abdeckung von Schiffsluken dienende Verschlussplatte

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