DE129512C - - Google Patents

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DE129512C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B7/00Linking machines, e.g. for joining knitted fabrics

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 129512 KLASSE 526.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Mai 1900 ab.
Bei den B ο nna ζ-Stickmaschinen (Kurbelstickmaschinen) und anderen älteren Maschinen zu ähnlichem Zweck mit selbstthätiger Stoffschiebervorrichtung war man bei der Erzeugung von fortlaufenden Mustern immer an bestimmte Bewegungsrichtungen gebunden. Beständig in ein- und derselben Richtung sich bewegende Muster konnten entweder gar nicht oder nur unter Benutzung complicirtester Bewegungsmechanismen und trotzdem wieder nur in beschränktem Umfange hergestellt werden.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein neuer Stoffschieberantrieb für solche Zierstich-Nahmaschinen, durch welchen die genannten Mängel beseitigt werden. Bei dieser Antriebvorrichtung wird nämlich "die Drehung der Greiferwelle, welche in bekannter Weise mit dem Stoffschieber in Verbindung steht, von einem doppelten Schaltgetriebe bewirkt, dessen Schaltklinken unter dem Einflüsse eines Jacquardwerkes stehen und von diesem beliebig ein- und ausgerückt werden können, so dafs dadurch eine Drehung der Greiferwelle nach der einen oder anderen Richtung erzielt werden kann. Es ermöglicht also diese neue Einrichtung die selbsttätige Herstellung fortlaufender Master nach verschiedensten Richtungen hin und ist für Anfertigung eines . neuen Musters nur eine Auswechselung der Jacquard-Kartenkette erforderlich, welche nicht nur mit Leichtigkeit hergestellt _, werden kann, sondern auch wie bei der Weberei und Klöppelei beliebig grofse Rapporte gestattet.
Auf den beiliegenden Zeichnungen zeigt Fig. 1 dieselbe im lothrechten Querschnitt, Fig. 2 in einer Ansicht von links der Fig. 1 und Fig. 3 in einer solchen von rechts der Fig. 1 aus gesehen, während die Fig. 4 und 5 in schematischer Weise die Wirkungsweise der neuen Einrichtung veranschaulichen.
Unter der Stichplatte 1 ist die Greiferwelle 2 drehbar und in ihrer Längsrichtung verschiebbar gelagert, welche in bekannter Weise bei ihrer Längsverschiebung in auf der Zeichnung nicht angegebener Weise die Schwingung des Fadenschlingers bewirkt, während durch ihre Drehung in dem einen oder anderen Sinne einerseits die Schwingung dieses Fadenschlingers in die erforderliche Stichrichtung verlegt und andererseits durch Vermittelung der Achsen 3, 4 und der diese treibenden Kegelräderpaare 5, 6, 7 die für die veränderte Stichrichtung erforderliche Drehung der Nadel 8 und die Umsteuerung des Stoffschiebers 9 erzielt wird.
Auf der Achse 2 ist nun, deren Verschiebung nicht hindernd, aber gegen Drehung gesichert, ein Zahnrä'dchen 11 angeordnet, das von einem zweiten Rade 12 auf der in den Böcken 13 gelagerten Achse 14 in Drehung versetzt werden kann. Das Rad 12 erhält seinen Antrieb durch Vermittelung des Rades 1 5 auf Achse 16, welch letztere wiederum durch ein Zahnräderpaar 17, 18 von der Achse ig aus getrieben werden kann.
Auf den Achsen 16 und 19 sitzt je ein Schaltrad 20 bezw. 21, deren Zähne gleich gerichtet sind und deren Schaltkegel 22, 23 an dem freien Ende eines auf der zugehörigen Achse 16, 19 frei drehbar gehaltenen Schalthebels 24 bezw. 25 angeordnet sind und vermittelst einer Feder 26 in die Zähne des Rades eingedrückt werden. Wie auf der Zeich-
nuhg ersichtlich, werden beide Schalträder 20, 21 bei einer Drehung ihres Schalthebels im Sinne des Uhrzeigers angetrieben, während bei einer entgegengesetzten Drehung die Klinken auf den Rädern schleifen. Wegen der Einschaltung des Räderpaares 17, 18 zwischen den Achsen 16, 19 wird jedoch bei der Bewegung des einen Schaltrades das Rädchen 11 und damit die Achse 2 in dem einen, bei Bewegung des anderen Rades aber im entgegengesetzten Sinne gedreht. Hierbei ist natürlich «Vorsorge zu treffen, dafs die Klinke des nicht getriebenen Schaltrades ausgelöst wird und so letzteres die erforderliche Rückwärtsdrehung mitmachen kann.
- Der Antrieb dieser Schaltgetriebe und die Auslösung der Schaltkegel ist nun von einem Jacquardwerk abhängig gemacht. Letzteres ist auf der Rückseite des Mäschinentisches angeordnet und besteht aus einem daran befestigten Gestell 27 (Fig. 1) als Führung für die Platinen 28, 28a, welche mit einem Haken 29 auf einer Leiste 30 an 27 sich stützen und so an einer zu tiefen Abwärtsbewegung gehindert sind. , . · ,
An dem Gestell 27 ist ein Rahmen 31 senkrecht auf- und abbewegbar geführt, an dem das Kartenprisma 32 derart drehbar gelagert ist, dafs es bei der Aufwärtsbewegung mit dem Rahmen 31 die Platinen hochschiebt, wenn sich an der betreifenden Stelle der Karte kein Loch befindet. Der Antrieb des Rahmens erfolgt mittelst der Kurbelscheiben 33 und Zugstangen 34 von der mittelst Kettentrieb von der Hauptachse 10 getriebenen Achse 35 aus in der Weise, dafs bei jeder Umdrehung der Hauptachse 10 auch eine Auf- und Abwärtsbewegung des genannten Rahmens stattfindet. Beim Aufwärtsgange wird in bekannter Weise eine Drehung des Kartenprisma bewirkt, z. B. indem ein auf der Prismenachse befindliches Schalträdchen mit einem Zahn an eine Nase anstöfst.
Von den Platinen selbst dienen die beiden Platinen 28" zum Auslösen der Schaltklinken 22, 23; sie sind deshalb mit diesen durch Züge 36, 37, bezw. 36 a 37" derart in Verbindung gebracht, dafs beim Hochgange der Platinen die Klinken aus der Verzahnung der Räder entgegen der Wirkung der Federn 26" herausgezogen werden. Die anderen Platinen 28 dienen zur Bewegung der Schaltgetriebe selbst und sind deshalb theilweise mit dem Schalthebel 24, theilweise mit dem Hebel 25 durch Züge 38,39 bezw. 40,41 in Verbindung gebracht, so dafs beim Hochgang einer oder der anderen dieser Platinen der damit verbundene Hebel und damit das diesem zugehörige Schaltrad angetrieben wird. Dem Zuge dieser Platinen wirken Federn 42, die an die Schalthebel 24, 25 angreifen, entgegen. Je nach der Länge der Platinen und der dadurch bedingten Hebung derselben findet eine Schaltung des betreffenden Schaltgetriebes um 1, 2, 3 Zahntheilungen statt.
Wie ersichtlich, hat man es hierdurch in der Hand, durch entsprechende Gestaltung der Jacquardkarte bald das eine, bald das andere Schaltgetriebe zu bewegen und dadurch die Achse 2 bald im einen oder anderen Sinne oder auch durch beständige Bewegung des einen Getriebes fortlaufend in derselben Richtung zu drehen und dadurch die einzelnen Stich- und Vorschubwerkzeuge entsprechend einzustellen. Man ist in der Erzeugung der Muster vollkommen unbeschränkt. Es ist nur erforderlich, eine entsprechende Karte zu verwenden.

Claims (1)

  1. ' Patent-Anspruch:
    Stoffschieberantrieb für Zierstich-Nähmaschinen mit kreisendem Stoffschieber, dadurch gekennzeichnet, dafs zur selbsttätigen Herstellung fortlaufender Muster nach verschiedensten Richtungen hin die mit dem Stoffschieber in bekannter Weise verbundene Greiferwelle (2) von einem Zahnradwerk beliebig vor- und zurückgedreht wird, dessen beide untersten Zahnräder nur mittelst je einer Schaltklinke (24,25) in Umdrehung versetzt werden, ■ die je mittelst eines von der Hauptwelle (10) aus angetriebenen Jacquardwerkes beliebig, ein- und ausgerückt werden können und somit eine Umdrehung der Welle (2) nach der einen oder anderen Richtung bewirken.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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