DE84690C - - Google Patents

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DE84690C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04FPUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
    • F04F1/00Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped
    • F04F1/06Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped the fluid medium acting on the surface of the liquid to be pumped

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Float Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES Jk
PATENTAMT:
Bei der durch das Haupt-Patent Nr 67474 geschützten Vorrichtung zum Heben von Flüssigkeiten mittelst Druckgas ist in einer geschlossenen Kammer über der Druckgas- und unter der Entlüftungsöffnung ein Schwimmer angeordnet, welcher beim Füllen der Kammer das Druckgasrohr und beim Entleeren derselben, also beim Heben der Flüssigkeit, das Entlüftungsrohr verschliefst.
Dieser Schwimmer kommt nach der vorliegenden Erfindung ganz in Wegfall. Er wird hier durch ein in der Flüssigkeitskammer angeordnetes und mit den in einem besonderen Gehäuse untergebrachten Ventilen für das Entlüftungs- und Druckgasrohr verbundenes Gewicht ersetzt, welches durch ein aufserhalb des Apparates befindliches Gegengewicht so ausbalancirt wird, dafs sein wirksames Gewicht dem Gewichte der durch sein Volumen verdrängten Flüssigkeitsmenge gleich ist.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein solcher Apparat durch die Fig. 1 und 2 in zwei verschiedenen Ausführungen veranschaulicht, während Fig. 3 einen Querschnitt durch das Ventilgehäuse in vergröfsertem Mafse darstellt. Wie am besten Fig. 1 erkennen läfst, ist in dem oberen röhrenförmigen Theile A1 der FlUssigkeitskammer A das Gewicht U angeordnet. Dasselbe hängt an der im Rohr E emporsteigenden Stange F, welche oben an dem Ventil G für das Druckgasrohr T3 angreift. Dieses Ventil ist mit dem Ventil H für die Entlüftungsöffnung / verbunden. Beide Ventile sind in dem auf dem Rohre E ruhenden Gehäuse K angeordnet, welches mit einem Deckel K1 versehen ist, wie am besten Fig. 1 erkennen läfst. \
Das Ventil H hängt mit der Stange L auf dem einen Arm des am Gehäuse K gelagerten Doppelhebels M, an dessen anderem Arm das Gewicht P verstellbar eingehängt ist. Dieses letztere Gewicht ist so bemessen und wird so auf dem Hebel M eingestellt, dafs es das wirksame Gewicht des Gewichtes U auf das Gewicht der durch dasselbe verdrängten Flüssigkeitsmenge verringert.
Durch diese Anordnung wird es ermöglicht, das wirksame Gewicht von U dem specifischen Gewicht der jeweilig zu hebenden Flüssigkeit entsprechend einzustellen.
Der Apparat arbeitet in zwei Perioden, der Speise- und der Hebeperiode. Während der Speiseperiode zieht das Gewicht U das Ventil G auf die Mündung des Druckgasrohres T3 nieder (Fig. 3) und verhindert dadurch das Einströmen von Druckgas. Das Entlüftungsventil H ist dagegen offen, so dafs also die Flüssigkeit aus dem Behälter B durch das mit dem Rückschlagventil O ausgerüstete Rohr T'2 ungehindert in die Kammer A eintreten kann.
Sobald sich die Kammer A so weit gefüllt hat, .dafs das Gewicht U ganz von der Flüssigkeit umgeben ist, wird das wirksame Gewicht desselben infolge des Auftriebes gleich Null.
Dadurch wird das Druckgaseinlafsventil G frei und öffnet sich, während sich das Entlüftungsventil H schliefst. Das nunmehr eintretende Druckgas drückt die Flüssigkeit durch das Rohr T nach oben in ein dort aufgestelltes Gefäfs.
Dabei wird durch den in der Kammer A und im Gehäuse K herrschenden Druck das Entlüftungsventil H sicher geschlossen gehalten. Dieser Druck vermindert sich erst, wenn die Kammer A völlig entleert ist und wenn das Druckgas durch das Rohr T entweicht. Sobald dies geschieht, zieht das Gewicht U die Ventile G und H wieder nach unten, wobei sich das erstere schliefst, während sich das Entlüftungsventil G öffnet. Es beginnt dann eine neue'Speiseperiode, an welche sich in der beschriebenen Weise eine Hebeperiode anschliefst.
Wie sich herausgestellt hat, setzt die im Rohre T befindliche Flüssigkeit dem am Ende jeder Hebeperiode durch das Steigrohr entweichenden Druckgas einen gewissen geringen Widerstand entgegen, welcher allerdings mit der Länge des Steigerohres T wächst. Infolge dieses Widerstandes bleibt ein geringer Druck in der Kammer A bestehen, welcher natürlich auch das Venti H gegen seinen Sitz gedrückt hält und dadurch unter Umständen die sofortige Umsteuerung der Ventile G und H verhindert. Um dies zu vermeiden, ist in der Kammer A ein zweites Gewicht Y angebracht, welches an dem Gewicht U hängt und dasselbe unterstützt. Dieses Gewicht Y wählt man zweckmäfsig so, dafs es den Druck, welchen die im Steigrohr übrig gebliebene Flüssigkeit der austretenden Druckluft entgegensetzt, gerade überwindet. Bei dieser Anordnung mufs eine Umsteuerung der Ventile G und H sofort nach dem Entleeren der Kammer A unbedingt erfolgen.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsart des Apparates ist das Ventilgehäuse K unter Vermeidung des Rohres E direct auf die Kammer A aufgesetzt. Ferner ist hier das zweite Gewicht Y so angeordnet, dafs es selbst bei . stärkstem Widerstände die Ventile schon umsteuert, noch bevor die ganze Flüssigkeit aus der Kammer A herausgedrückt ist, wenn also die im Steigerohr befindliche Flüssigkeitssäule das Entweichen der Druckluft noch vollständig verhindert. Es besteht zu diesem Zwecke aus einem grofsen, oben offenen Gefäfs, welches an dem Gewicht U so aufgehängt ist, dafs es sich kurz über dem Boderi der Kammer A befindet. Infolge dessen kommt es erst zur Wirkung, wenn sich die Kammer fast vollständig entleert hat.
Die in die Aufhängung des Gewichts Y eingeschaltete Federbüchse Z hat den Zweck, Stöfse von den Ventilen abzuhalten.
In derselben Weise wie das Gewicht F (Fig. 2) kann man auch das Gewicht U oben offen machen, damit es sich mit Flüssigkeit füllt und durch dieselbe beschwert wird. Ebensogut kann man selbstverständlich massive Gewichte verwenden.
Da bei den dargestellten Ausführungen die Ventile so angeordnet sind, dafs sie nicht mit der Flüssigkeit in Berührung kommen, so eignet sich der neue Apparat besonders zum Heben scharfer Säuren.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Ausführungsform der durch das Patent Nr. 67474 geschützten einkammerigen Hebevorrichtung für Flüssigkeiten mittelst Druckgas, dadurch gekennzeichnet, dafs an Stelle des über der Druckgas- und unter der Entlüftungsöffnung vorgesehenen Schwimmers (X) ein mit dem Druckgas- und Entlüftungsventil (G und H) verbundenes Gewicht (U) in der Flüssigkeitskammer (A) angeordnet ist, welches durch ein äufseres, dem specifischen Gewicht der zu hebenden Flüssigkeit entsprechend einstellbares Gegengewicht (P) so ausbalancirt wird, dafs sein wirksames Gewicht am Ende der Speiseperiode zwecks Umsteuerung der Ventile durch die zu hebende Flüssigkeit aufgehoben wird.
2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Einrichtung ein zweites mit dem Druckgas- und Entlüftungsventil (G und H) verbundenes, in der Flüssigkeitskammer (A)
. angeordnetes Gewicht (Y), welches am Ende der Hebeperiode die sofortige Umsteuerung der Ventile (G und H) sichert, indem es den Druck etwa im Steigerohr befindlicher Flüssigkeit überwindet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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