DE55205C - Spülvorrichtung für Abtritte und dergleichen - Google Patents
Spülvorrichtung für Abtritte und dergleichenInfo
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- DE55205C DE55205C DENDAT55205D DE55205DA DE55205C DE 55205 C DE55205 C DE 55205C DE NDAT55205 D DENDAT55205 D DE NDAT55205D DE 55205D A DE55205D A DE 55205DA DE 55205 C DE55205 C DE 55205C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03D—WATER-CLOSETS OR URINALS WITH FLUSHING DEVICES; FLUSHING VALVES THEREFOR
- E03D1/00—Water flushing devices with cisterns ; Setting up a range of flushing devices or water-closets; Combinations of several flushing devices
- E03D1/02—High-level flushing systems
- E03D1/04—Cisterns with bell siphons
- E03D1/05—Cisterns with bell siphons with movable siphon bells
- E03D1/053—Cisterns with bell siphons with movable siphon bells which are pushed upwards by means of own buoyancy, springs, counterweights, or the like
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Spülapparate für Closets u. dergl., welche von
Hand bethä'tigt werden und unter allen Umständen nur eine ganz bestimmte Menge Wasser
durch den.zu spülenden Gegenstand hindurchströmen lassen.
Ein solcher Spülapparat ist auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt die
Fig. ι denselben im senkrechten Längsschnitt parallel zur Achse des Behälters, die■ Fig. 2
einen theilweisen Längsschnitt, senkrecht zu der Richtung dieser Achse bei in Thätigkeit
gesetztem Apparat, und die Fig. 3 einen eben solchen, welcher den Apparat in ruhendem
Zustande darstellt. Die Fig. 4 stellt einen Grundrifs desselben dar.
Ein solcher Apparat besteht im wesentlichen aus einem Gehäuse a, welches —■ um den für
dasselbe erforderlichen Raum auf ein Minimum zu beschränken — die Form einer- Trommel
hat und derart angeordnet ist, dafs die Achse desselben eine waagrechte Lage einnimmt. Die
Rückwand a1 dieses Gehäuses ist nach oben
verlängert, um die verschiedenen, weiter unten zu beschreibenden Theile der Vorrichtung zum
Inbetriebsetzen an derselben anbringen zu können. An der tiefsten Stelle dieser Trommel
α ist ein Wasserableitungsrohr b angeschlossen,
welches in die Trommel α hineinreicht. An der höchsten Stelle dieser Trommel
α ist in der ringförmigen Wand derselben eine kreisförmige Durchbrechung angeordnet.
An dem Rande dieser Durchbrechung ist ein in das Innere der Trommel hineinreichender,
an beiden Enden offener .Hohlcylinder c befestigt, welcher so weit nach unten reicht, dafs
die obere Mündung des Rohres b oberhalb der unteren Mündung des Hohlcylinders c sich
befindet. Conaxial zu dem in die Trommel hineinreichenden Theile des an beiden Enden
offenen Rohres b ist eine Glocke d verschiebbar angeordnet, deren unteres Ende sich auf
die cylindrische Wandung der Trommel a stützt. Die Länge dieser Glocke d ist aber so
bemessen, dafs dieselbe die in der Trommel a befindliche Mündung des Rohres b unter allen
Umständen freiläfst. Concentrisch zu dieser Glocke d ist an derselben eine zweite Glocke dl
angeordnet, deren untere Mündung bei der tiefsten Stellung der Glocke d etwas unterhalb
der unteren Mündung des Hohlcylinders c sich befindet. Die Dimensionen dieser cylindrischen
Hohlkörper bdd1 und c sind so bemessen,
dafs durch das Rohr b die abzulassende Spülwassermenge in der gewünschten Zeit hindurchlaufen
kann. Der zwischen dem Rohr b und den seitlichen Wandungen der Glocke d befindliche
ringförmige Hohlraum mufs einen Querschnitt besitzen, welcher mindestens eben
so grofs ist wie derjenige des Rohres b. - Der Auftrieb der in der Glocke d1 eingeschlossenen
Luft mufs genügend grofs sein, um das Eigengewicht der Glocke d d1 überwinden 'und
aufserdem in später zu erörternder Weise den Zuflufs des Wassers absperren zu können. Der
innere Durchmesser des Hohlcylinders c mufs ferner so bemessen sein, dafs sich die Glocke d\
durch denselben hindurch, obgleich annähernd schliefsend, doch frei bewegen kann. In dem
Hohlcylinder c ist eine Durchbrechung e angeordnet, welche' sich etwas oberhalb der
Oberkante der Glocke d1 befindet, wenn die
letztere ihre tiefste Stellung einnimmt. Mit dieser Durchbrechung e liegt die Sohle einer
Rinne f in gleicher Höhe, welche durch eine Einbauchung ' der cylindrischen' Wand der
Trommel α entstanden ist. Die Wandungen dieser Rinne sind jedoch luftdicht mit der
Wandung der Trommel α verbunden. Die Sohle dieser Rinne f ist nach innen zu etwas
fallend angeordnet, so dafs etwa aus der Durchbrechung e austretendes Wasser in die
Trommel α wieder zürückfliefsen kann. Das
Innere der Trommel α steht somit nur durch
das Rohr b und den geringen Zwischenraum zwischen den Cylindern dl und c unmittelbar
mit der freien Atmosphäre in Verbindung. Das letztere gilt auch in Bezug auf ein Rohr /?,
welches das Wasser ins Innere der Trommel a führt.
Dieses Rohr /; gleitet nämlich annähernd schliefsend in einem Rohr g, welches — in
senkrechter Richtung durch die Glocke dl hindurchgeführt
— mit dieser fest verbunden ist und mit derselben sich auf- und abbewegt. Dieses Rohr g reicht bei der tiefsten Stellung
der Glocken d d1 fast bis zu dem unteren Theil der Trommel hinab. Das obere Ende
dieses Rohres h ist an ein Ventilgehäuse i angeschlossen, in welches andererseits ein Wasserleitungsrohr
k einmündet. Der Zutritt von Wasser aus dem letzteren in das Gehäuse wird
durch einen Ventilkegel i! geregelt, welcher von einem Gestänge in folgender Weise bethätigt
wird. Der nach oben gerichtete Arm / eines mehrarmigen Hebels 1I1P dreht sich
um einen an der Gehäuserückwand a1 befestigten Zapfen Z0 derart, dafs, bei der gröfsten
Ausschwingung dieses Armes Z nach links hin, der Ventilkegel i1 auf den Sitz gedrängt wird,
bei der gröfsten Ausschwingung nach rechts hingegen diesem Ventilkegel ein solcher Spielraum
gestattet ist, dafs derselbe entsprechend dem Querschnitt des Wasserleitungsrohres k
vom Sitz sich entfernt. Der Arm Il hingegen
ist durch eine Gelenkstange m mit dem Arm η eines Doppelhebels η nl gekuppelt, welcher um
einen ebenfalls an der Gehäuserückwand a1
befestigten Zapfen n° drehbar ist. Der Arm η1
erhält solche Abmessungen oder eine solche Belastung des freien Endes desselben, dafs eine
Drehung dieser Hebel derart herbeigeführt wird, dafs der Arm / nach rechts ausschwingt. Der
Winkelhebel η nl ist derart angeordnet, dafs
das freie Ende des Armes n1 von der oberen
Fläche der Glocke d erfafst wird, kurz bevor dieselbe ihre höchste Stellung einnimmt. An
der Gehäuserückwand αλ ist ferner ein Zapfen o°
angeordnet, um welchen ein Doppelhebel ο sich dreht. Dieser Doppelhebel ο ist an dem
einen Ende mittelst eines Gewichtes o1 beschwert,
an dem anderen Ende ist hingegen eine Zugleine ρ befestigt. Zwischen dem Angriffspunkt
der letzteren und dem Zapfen o° ist an diesem Hebel ο ein Arm ο2 derart angeordnet,
. dafs das untere Ende desselben bei einer Linksdrehung des Doppelhebels ο auf
das Centrum der oberen Fläche der Glocke d einen Druck ausübt. Um den Ausschlag dieses
Doppelhebels ο zu begrenzen, ist mit demselben eine Kette q verbunden, welche andererseits
durch ein Auge r an der Gehäuserückwand a1 befestigt ist. Das freie Ende des
Armes Z2 des mehrarmigen Hebels 1I1I2 wird
von dem zwischen dem Gewicht ο l und dem Zapfen oQ gelegenen Theil des Doppelhebels ö
erfafst, sobald das Gewicht o1 desselben seine
höchste Stellung erreicht hat. Dadurch wird eine Linksdrehung des Armes Z veranlafst.
Ein solcher Apparat wirkt nun in folgender Weise. Es sei angenommen, dafs das Gehäuse
α von der Wasserleitung k aus durch das Ventil i i x und die Rohre h und g hindurch
bis zur Unterkante der in ihrer tiefsten Stellung befindlichen Glocke dl gefüllt ist. Ist
das Wasser so weit gestiegen, dafs der Auftrieb der mit Luft -gefüllten. Glocke d[ grofs genug
ist, um das Eigengewicht beider Glocken zu überwinden, so werden dieselben aufwärts bewegt.
In dieser Weise findet der Zuflufs des Wassers statt, bis der Hebeln1 von der oberen
Fläche der Glocke d erfafst und in die Höhe gedrückt wird, wodurch eine Drehung des
Armes / stattfindet und schliefslich ein Abschlufs des Ventils i il herbeigeführt wird.
Bei der Regulirung eines solchen Apparates ist darauf zu achten, dafs das Wasser in jedem
Falle die Unterkante des Cylinders c erreicht, bevor ein völliger Schlufs des Ventils i erfolgt
ist, damit ein Steigen des Wassers in dem den Cylinder c umgebenden Theil des Hohlraumes
der Trommel α vermieden wird, auch wenn der Wasserverdrä'ngungscylinder dl in Action
gesetzt wird.
Jn dieser Stellung verbleiben die einzelnen Theile des Apparates, bis der Doppelhebel ο
von Hand derart gedreht wird, dafs der Arm ο2 desselben sich abwärts bewegt und, auf die
.obere Fläche der Glocke d einwirkend, die letztere mit der Glocke d1 abwärts drängt. Das
in der Trommel α enthaltene Wasser wird somit eine kurze Zeit hindurch eine Pressung
erleiden und die verdrängten Wassermassen werden augenblicklich zum Steigen und Ausströmen
aus dem Hebelrohr b veranlafst und vermöge der sofort eintretenden Heberwirkung
der Glocke d der ganze Inhalt der Trommel a herausgesaugt werden, auch für den Fall, dafs
der Handhebel ο nur eine kurze Zeit abwärts gezogen wird. Bei der Abwärtsbewegung der
Glocken d dl hat der Arm ηλ seine Stütze
verloren, also das Bestreben, rechts herum zu drehen und eine Oeffnung des Ventils i il zu
bewirken. Das letztere kann jedoch erst dann
eintreten, wenn der Doppelhebel o, sich" selbst
überlassen, infolge der Einwirkung des Gewichts o1 eine Rechtsdrehung ausgeführt hat.
Ein solcher Spülapparat gewährt den Vortheil, dafs derselbe schon bei ca. 2 1 Wasserinhalt
ohne Aenderung der Trommeldimensionen oder ohne Aenderung des Hebelwerkes an mit beliebigem Druck arbeitende Wasserleitungen
angeschlossen werden kann. Die Folgen einer solchen Druckänderung machen sich bei einem der vorliegenden Erfindung gemäfs
angeordneten Spülapparat nur insofern bemerkbar, als der auf dem Ventilkegel ζ1
ruhende Druck ein anderer wird, also auch dei\ zum Anpressen desselben, gegen den Sitz
erforderliche Auftrieb der Glocke dl sich ändern
mufs. Diesem .Umstände kann in einfachster Weise dadurch Rechnung getragen werden,
dafs man die Glocke dl dem jeweiligen
Maximalleitungsdruck entsprechend verlängert, so dafs nicht nur der für. das Ueberwinden
des Eigengewichts der Glocke if1, sondern auch
der übrigen Widerstände nöthige Auftrieb vorhanden ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Spülvorrichtung für Abtritte u. dergl., bei welcher in einem offenen Hals (e) eines im übrigen geschlossenen Behälters (a) eine mit Schwimmer (d1) versehene und mit einem feststehenden Rohr (b) einen Glockenheber bildende Glocke (d) sich bewegen kann,, so dafs das steigende Wasser die Glocke (d) hebt und dadurch das ZufLufsventil (i) schliefst, wohingegen durch äufseren Druck auf die Glocke (d) diese und der Schwimmer (d1) Wasser in das Rohr (b) verdrängen und dadurch den Glockenheber in Thätigkeit setzen. ,Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55205C true DE55205C (de) |
Family
ID=329746
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55205D Expired - Lifetime DE55205C (de) | Spülvorrichtung für Abtritte und dergleichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55205C (de) |
-
0
- DE DENDAT55205D patent/DE55205C/de not_active Expired - Lifetime
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