DE845375C - Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Anthrachinonreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Anthrachinonreihe

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DE845375C
DE845375C DEP29691A DEP0029691A DE845375C DE 845375 C DE845375 C DE 845375C DE P29691 A DEP29691 A DE P29691A DE P0029691 A DEP0029691 A DE P0029691A DE 845375 C DE845375 C DE 845375C
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DE
Germany
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acid
dyes
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preparation
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Expired
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DEP29691A
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English (en)
Inventor
Paul Dr Grossmann
Walter Dr Kern
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Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/50Amino-hydroxy-anthraquinones; Ethers and esters thereof
    • C09B1/51N-substituted amino-hydroxy anthraquinone
    • C09B1/516N-acylated derivatives
    • C09B1/5165N-acylated derivatives only amino and hydroxy groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Anthrachinonreihe Es wurde. gefunden, daB wertvolle Farbstoffe der Antlirachinonreihe hergestellt werden können, weciii man i%Ionooxymonoaminoanthrachinone, deren Oxygruppe in i-Stellung und deren Aminogruppe in 8-Stellung sitzt, mit acylierenden Mitteln behandelt, die den Rest einer aliphatischen Monocarbonsäure einzuführen imstande sind.
  • Als @Ionooxymonoaminoanthrachinone können gemäß vorliegendem Verfahren insbesondere solche verwendet werden, die im übrigen frei von löslichmachenden Gruppen sind. Sie können allenfalls weitere Substituenten enthalten. Mit Vorteil verwendet man jedoch i-Oxy-8-aminoanthrachinon selbst.
  • Die gemäß vorliegendem Verfahren zur Anwendung gelangenden acylierenden Mittel können insbesondere solche sein, die den Rest einer niedrigmolekularen aliphatischen Monocarbonsäure, beispielsweise der Valeriansäure, der Buttersäure und insbesondere der Propionsäure oder Essigsäure, abgeben. Als acylierende Mittel können anderseits auch solche verwendet werden, die einen höhermolekularen Rest einzuführen imstande sind, z. B. den Rest der Capronsäure, Caprylsäure, Laurinsäure oder insbesondere der Palmitinsäure, Stearinsäure oder Ölsäure. Als acylierende Mittel können mit Vorteil auch reaktionsfähige ,funktionelle Derivate dieser Säuren, z. B. deren Säurechloride oder Säureanhydride, verwendet werden, so insbesondere Acetylchlorid oder Essigsäureanhydrid.
  • Die Reaktion kann nach an sich bekannten Methoden beispielsweise in einem indifferenten Medium, wie Pyridin, oder anderen tertiären Basen, Aceton, Nitrobenzol, Chlorbenzol, usw., oder gewünschtenfalls auch in einem Überschuß des als Lösungs- bzw. Verteilungsmittel wirkenden Acylierungsmittels vorgenommen werden. Zweckmäßig führt man die Reaktion bei erhöhter Temperatur durch.
  • Die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen Farbstoffe können beispielsweise als Pigmente verwendet werden. Die Derivate von niedrigmolekularen Carbonsäuren eignen sich, insbesondere nach einer passenden Verpastung, die auch mit einer Umfällung z. B. aus Schwefelsäure verbunden werden kann, zum Färben und Bedrucken von Gebilden aus Celluloseestern, Superpolyamiden und Sul>erpolyurethanen sowie gegebenenfalls auch aus Polyvinylverbindungen. Insbesondere kann man sie zum Färben und Bedrucken der sog. Acetatkunstseide und der Polyamidfasern verwenden. Man erhält u. a. Farbstoffe, die kräftige und reine Gelbtöne von guter Lichtechtheit liefern. Mit steigender Molekülgröße des Acylrests, deutlich etwa schon von 6 C-Atomen an, nimmt das Ziehvermögen auf Acetatkunstseide ab, dafür steigt die Löslichkeit in Fetten und Ölen, so daß die Derivate von höhermolekularen C2Lrbonsäuren zum Färben von Fettsubstanzen aller Art verwendet werden können, wobei ebenfalls kräftige und reine Gelbtöne erhalten werden.
  • In den nachfolgenden Beispielen sind die Teile, soweit nichts anderes angegeben, Gewichtsteile. Beispiel i 319 i-Amino-8-oxyanthrachinonwerden in 2oog Pyridin verteilt. Man setzt 25 g Acetylchlorid zu; hierauf tritt von selbst Erwärmung auf etwa 6o' ein. Man rührt zur Beendigung der ,Acetylierung eine Stunde, gibt nachher 200 ccm Methylalkohol zu, läßt abkühlen und filtriert ab. Man wäscht den Farbstoff mit etwas Methylalkohol aus und trocknet ihn. Man erhält feine gelbe Kristalle, die nach geeigneter Verpastung Acetatkunstseide in kräftigen lichtechten gelben Tönen färben. Beispiel 2 31 g i-Amino-8-oxyanthrachinon werden in 120g Essigsäureanhydrid zum Sieden erhitzt. Man kocht 1/,t Stunde, läßt erkalten und filtriert die entstandenen gelben Kristalle ab. Der Farbstoff ist mit dem nach Beispiel i erhaltenen praktisch identisch.
  • Man löst o,5 Teile des nach Beispiel i oder 2 erhaltenen Farbstoffs in io Raumteilen konzentrierter Schwefelsäure, trägt auf Eis und Wasser aus und filtriert ab. Den erhaltenen Filterkuchen mahlt man mit einem Teil getrockneter Sulfitcelluloseablauge und io Teilen Wasser in einer Kugelmühle, 1»s eine gleichmäßige feine Suspension erhalten wird. Diese Suspension gibt man zu einem Färbebad, das in 3ooo Teilen Wasser 9 Teile Seife enthält, geht mit ioo Teilen gut genetzter Acetatkunstseide bei 40° ein, steigert die Temperatur auf 8o0 und färbt eine Stunde bei 8o bis 85°. Die Acetatkunstseide ist in gelben lichtechten Tönen gefärbt. Beispiel 3 12 Teile i-Amino-8-oxyantbrachinon werden in 6o Teilen Monochlorbenzol und 6,6 Teilen Dimet'hylanilin bei 1200 mit 6 Teilen Buturylchlorid versetzt und bei 12ö0 etwa '/2 Stunde verrührt. Man filtriert den Farbstoff nach dem Erkalten ab. Nach geeigneter Verpastung färbt er Acetatkunstseide in reinen echten gelben Tönen.
  • Verwendet man statt 6 Teile Buturylchlorid 7,4 Teile Capronsäurechlorid, 9 Teile Caprylsäurechlorid, 12 Teile Laurinsäurechlorid, 16,6 Teile Stearinsäurechlorid oder 16,6 Teile Ölsäurechlorid, so erhält man die entsprechenden Acylverbindungen dieser Fettsäuren. Zu deren Abscheidung ist es oft zweckmäßig 6o bis ioo 'feile Methanol zuzufügen. Die so erhaltenen Farbstoffe eignen sich zum Färben von Fetten und Ölen. Beispiel Man erwärmt 2,2 Teile Propionsäure in 3o Teilen o-Dichlorbenzol und 3,6 Teilen Thionylchlorid in 2 Stunden auf 70°, steigert die Temperatur auf 12o° und gibt 6,6 Teile Dimethylanilin und 6 Teile i-Amino-8-oxyanthrachinon zu. Nach etwa 1,.'2r Stunde isoliert man den Farbstoff, wie in Beispiel 3 angegeben. Er färbt Acetatkunstseide in reingelben Tönen. Statt Propionsäure kann man die äquivalente Menge Crotonsäure, Valeriansäure, Isobuttersäure und ähnliche verwenden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Anthrachinonreihe, dadurch gekennzeichnet, daß man Monooxymonoaminoanthrachinone, derenOxygruppe in i-Stellungund derenAminogruppe in 8-Stellung sitzt, mit acylierenden Mitteln behandelt, die den Rest einer aliphatischen Monocarbonsäure einzuführen imstande sind.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i, gekennzeichnet durch .die Verwendung von i-Oxy-8-aminoanthrachinon.
  3. 3. Verfahren gemäß den Ansprüchen i und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung solcher acylierender Mittel, die den Rest einer höchstens 5 C-Atome aufweisenden aliphatischen Monocarbonsäure einzufihren imstande sind.
  4. 4. Verfahren gemäß den Ansprüchen i bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung acetylierender Mittel.
  5. 5. Verfahren gemäß den Ansprüchen i und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung solcher acylierender Mittel, die den Rest .einer mindestens 6 C-Atome aufweisenden aliphatischen Monocarbonsäure einzuführen imstande sind.
DEP29691A 1946-08-07 1949-01-01 Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Anthrachinonreihe Expired DE845375C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1061932B (de) * 1955-04-01 1959-07-23 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von als Farbstoffe verwendbaren Monooxy-beta-acylaminoanthrhinonen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1061932B (de) * 1955-04-01 1959-07-23 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von als Farbstoffe verwendbaren Monooxy-beta-acylaminoanthrhinonen
DE1063301B (de) * 1955-04-01 1959-08-13 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Anthrachinonreihe

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