DE83440C - - Google Patents

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DE83440C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D39/00Pile-fabric looms
    • D03D39/24Devices for cutting the pile on the loom

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chair Legs, Seat Parts, And Backrests (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
M. C. BURCHARTZ & CO. in ELBERFELD, Ruthenwächter für Sammtwebstühle.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. August 1894 ab.
Bekanntlich müssen eine Anzahl Ruthen eingetragen und die Kettenfäden gehörig abgebunden sein, ehe die zuerst eingetragene Ruthe ausgezogen wird. Es kommt nun vor, dafs der Ruthengreifer aus irgend einem Grunde, sei dies durch Verbiegung des Ruthenhalters oder durch Anhäufung von Fa'serchen nicht den Ruthenhalter verläfst, so dafs die eben eingetragene Ruthe wieder ausgezogen wird. Ist dies eine Schneidruthe, so werden eine gröfsere Zahl Kettenfäden zerschnitten und die Spannung derselben entfernt sofort diese Fäden aus dim Blatte. Hierdurch entsteht ein Zeitverlust, welcher durch den Ruthenwächter vermieden wird.
Die Einrichtung desselben ist folgende:
Eine Schiene d (Fig. 1) ist pendelartig aufgehängt und befindet sich zur Seite des Stuhles. An dieser Schiene d verschiebt sich der Ruthengreifer f, bewegt durch Hebel z"2 und Gelenkstück i1. Dieser Ruthengreifer besteht aus einem Riegel g, der sich senkrecht verschieben kann und beständig durch eine Feder gs abwärts gedrückt wird. Ein Arm g2 des Riegels kommt mit einem Anschlag / "m Berührung, der sich an einem Hebel befindet, und von einem Excenter gehoben werden kann. Hierdurch wird auch der Riegel g in die Höhe bewegt und tritt mit seinem Ansätze g·1 aus dem Schlitzloche des Ruthenhalters /?4 aus, so dafs sich der Greifer, ohne die Ruthe mitzunehmen, verschieben kann.
Die Schiene d trifft bei ihrem Vorschwingen die Stellschraube ν (Fig. 2) eines um den Zapfen t drehbaren Hebels t1 t2. Der Arm t2 steht mit einer Stange u in Verbindung, die wieder am Hebel s angreift, der sich um den Zapfen s1 dreht. Dieser Hebel dient zum Aufheben der Stange q, die sich bei jeder Umdrehung einmal nach links verschiebt. Hierzu dient der bei r1 drehbare Hebel r2, auf dessen Gleitrolle ein Excenter E der Hauptwelle einwirkt. . . . ·
Die Stange q trägt eine Nase q1, die an den Vorsprung ρ2 des Armes p1 anstöfst. Dieser Arm ρ1 ist an einer Welle ρ befestigt und letztere trägt gegenüber der Ausrückerfeder eine kleine Kurbel, so dafs bei Drehung der Welle ρ die Ausrückerfeder aus ihrer Rast gedrückt wird und. der Stuhl auf bekannte Weise ausrückt.
Der Arbeitsgang des Ruthenwächters ergiebt sich aus Folgendem:
In Fig. 3 steht eben der Ruthengreifer^/im Begriff, eine Ruthe /i4 einzutragen. Drei Ruthen /21 bis /j3 sind bereits eingetragen worden. Während sich nun der Ruthengreifer völlig nach links bewegt, schwingt gleichzeitig die Tragschiene d nach vorn und der Ruthenhalter /?* reiht sich an die anderen Ruthen an (Fig. 4). Jetzt wird, wie beschrieben, der Riegel g (Fig. 1) gehoben, dadurch der Greifer geöffnet und Schiene d und Greifer f schwingen nach vorn, so dafs sich der letztere, wie in Fig. 5 dargestellt, über der zuerst eingetragenen Ruthe hl befindet. Hierbei trifft ein Anschlag m an die Ruthe h* und bestimmt genau die Lage der Schiene d, so dafs die Ruthe h1 von dem nun niedergehenden Riegel g sicher erfafst wird.
Bei dieser Lage der Schiene d stöfst dieselbe noch an die Stellschraube ν (Fig. 2), der Hebel tl t2 hebt durch Verbindungsstange u
und durch Hebel s die Stange q und letztere kann sich unbehindert, getrieben durch Excenter E, nach vorn bewegen.
Klemmt der Riegel g (Fig. ι) im Loche der zuletzt eingetragenen Ruthe, so dafs dieser den Ruthenhalter h* nicht verläfst, so kann die Schiene nicht zum Ruthenhalter h1 vorschwingen. Um das Stehenbleiben der Schiene d trotz der Einwirkung des Excenters B zu ermöglichen, ist die Zugstange w nicht direct mit der Schiene d verbunden, sondern es ist eine Druckfeder w1 eingeschaltet, diese wird zusammengedrückt und die Schiene d kann somit stehen bleiben.
Bleibt die Schiene d nun so stehen, dafs sich ihr Ruthengreifer f über der zuletzt eingetragenen Ruthe ft4 befindet, so trifft die Schiene d nicht die Stellschraube ν (Fig. ι) des Hebels t1^; dieser hebt somit die Stange q "nicht aus und folglich wird bei ihrer Linksbewegung durch Excenter E der Armj?1 durch die Nase q1 erfafst, die Welle ρ erhält eine Drehung und die Ausrückfeder η (Fig. 3) wird aus der Rast n1 geschoben, so dafs der Stuhl ausgerückt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Ruthenwächter für Ruthenwebstühle, welcher dadurch charakterisirt ist, dafs eine Stange^/mit einer Nase (q1) bei jeder Stuhlumdrehung gegen einen Arm (pl) der Ausrückervorrichtung bewegt wird, aber durch Vermittelung von Hebeln sich dann heben kann, wenn der Ruthengreifer mit seiner Tragschiene (d) die zuerst eingetragene Ruthe erfafst, also die vorderste Lage erreicht, jedoch gesenkt bleibt,' wenn der Ruthengreifer eine andere Ruthe als die zuerst eingetragene zum Ausziehen erfafst hat.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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