DE83305C - - Google Patents

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DE83305C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L5/00Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
    • B61L5/10Locking mechanisms for points; Means for indicating the setting of points

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Dezember 1894 ab.
Die Erfindung betrifft die
Verbindung
der
die Weiche gegen vorzeitiges Umstellen sichernden Sperrschiene mit der Weichenstellstange in der Weise, dafs beim Stellen der Weiche die Sperrschiene angehoben und in ihre frühere Lage zurückgesenkt wird.
In der beiliegenden Zeichnung ist h die vor der Weichenspitze angebrachte, von Hebeln i getragene Sperrschiene. Den Hauptbestandtheil der zu ihrer Bewegung dienenden Einrichtung bilden zwei neben einander auf einer Welle u (Fig. 1) lose drehbare Sectoren k und k', welche mit centrisch geführten Schlitzen versehen sind, von denen der Radius des Schlitzes des Sectors k um die halbe Schlitzbreite gröfser ist als der des Schlitzes des Sectors k'. Bei dem Sector k ist die Unterkante. des Schlitzes am rechten Ende mit einem halbcylindrischen Kerb r versehen. Bei dem Sector k' befindet sich ein gleichgestalteter Kerb r' in der Oberkante des Schlitzes am linken Ende (s. Fig. 4 und 5). An dem Sector k ist oben ein mit Scharnierauge versehener Lappen 0 angeordnet. Der Sector k' setzt sich nach unten in einen mit Scharnierauge versehenen Arm / fort.
Die Bewegung der Stellstange α überträgt sich vermittelst des Winkelhebels c in eine Verschiebung einer Stange s, die an dem anderen gegabelten Ende mit einem Bolzen b ausgestattet ist, der durch den Schlitz im Sector k hindurchgeht und in den Kerb r' des Schlitzes im Sector k' eingreift. Bei der Umstellung der Weiche ertheilt die Stange s dem Sector k' eine Drehung, welche sich vermittelst der an dem Arm / angreifenden Stange m' in einen Ausschlag nach links eines Hebels η auf einer Welle w umsetzt, die an ihrem anderen Ende einen zur Bewegung der Sperrschiene dienenden Hebel i trägt (s. Fig. 1 bis 3). Die Sperrschiene steigt infolge dessen an. An das Ende des Hebels η greift eine zweite Stange m an, die mit ihrem anderen Ende an das obere Scharnierauge des Sectors k angeschlossen ist. Der Ausschlag des Hebels η nach links führt daher eine im gleichen Sinne gerichtete Drehung des letzteren Sectors herbei. Beide Sectoren verschieben sich daher gegen einander, bis sie in diejenige Stellung gelangen, welche Fig. 6 zeigt, in welcher der Kerb r' im Schlitz des Sectors k' über dem Kerb r im Schlitz des Sectors k steht. Infolge dessen geht bei der Weiterbewegung der Stellstange der Bolzen b der Stange s iri den Kerb r über, und es dreht sich nun der Sector nach rechts und führt mittelst der Stange m einen gleichgerichteten Ausschlag des Hebels η herbei, welcher die Sperrschiene in ihre frühere gesenkte Lage zurückbringt. Zugleich wird mittelst der an den Arm / angreifenden Stange m' auch der Sector k' in seine frühere Lage zurückgebracht. Beide Sectoren befinden sich dann wiederum in der durch Fig. 2 angegebenen Stellung, bei welcher sie sich decken, jedoch liegt jetzt der Bolzen b der Stange 5 im Kerb r am rechten Ende des Schlitzes des Sectors k. Wird nun die Weiche in ihre vorige Stellung zurückgeführt , so macht der Sector k eine Linksdrehung und erzeugt wie im vorigen Falle
einen Ausschlag nach links des Hebels η, der die Sperrschiene h anhebt; gleichzeitig wird durch die Stange m' der Sector kl so verschoben,. dafs er wiederum in die durch Fig. 6 veranschaulichte Stellung gelangt. Der im Kerb r des Sectors k liegende Bolzen b steigt aber jetzt bei der Weiterbewegung der Stellstange in den darüber liegenden Kerb r' des Sectors k' auf und nun folgt dieser der nach rechts gehenden Stange s, macht daher eine Rechtsdrehung und gelangt in die Anfangsstellung zurück, und Gleiches gilt von dem Sector k unter dem Einflufs der Stange m.
Wird die Weiche aufgeschnitten und gelangt die von der Bewegung der Zungen aus angehobene und gesenkte Sperrschiene h nicht völlig in ihre tiefe Lage zurück, so wird sie in diese durch den Druck des Radflantsches des die Weiche passirenden Fahrzeuges übergeführt. Die Bewegung der Sperrschiene erfolgt hierbei in von der Weiche abweisender Richtung, also in der Fahrrichtung des Zuges.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Antrieb der Weiche von einem entfernteren Stellwerk aus und die Sicherung der Weiche durch einen Spitzenverschlufs angenommen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Sperrsicherung für Weichen, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Heben und Senken der vor der Weichenspitze angeordneten Sperrschiene fh), bei welcher der die letztere bethätigende Hebel (η) während des Umstellens der Weiche von einer Stange fm) im Sinne des Hebens und von einer zweiten Stange fm') im Sinne des Senkens der Sperrschiene oder umgekehrt dadurch bewegt wird, dafs von geschlitzten Sectoren (k k'), an welche diese Stangen auf verschiedener Seite angreifen, zuerst der eine und dann der andere durch Vorstofsen eines Bolzens (b) am Ende der mit der Weiche verbundenen Stange fs) gegen einen Kerb fr oder r') im Schlitze des einen Sectors und dann gegen einen Kerb fr' oder r) im Schlitze des anderen Sectors gedreht wird, wobei der aufser der Wirkung des Bolzens (b) stehende Sector durch die an den Hebel (n) angreifende Stange fm oder m) eine entgegengesetzte Drehung erhält, welche die erwähnten Kerbe über einander führt und so den Uebergang des Bolzens fb) aus dem einen in den anderen ermöglicht.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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