DE11233C - Hebelapparat für centrale Weichen- und Signalstellung mittelst doppelter Drahtzüge - Google Patents

Hebelapparat für centrale Weichen- und Signalstellung mittelst doppelter Drahtzüge

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DE11233C
DE11233C DENDAT11233D DE11233DA DE11233C DE 11233 C DE11233 C DE 11233C DE NDAT11233 D DENDAT11233 D DE NDAT11233D DE 11233D A DE11233D A DE 11233DA DE 11233 C DE11233 C DE 11233C
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Germany
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roller
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rollers
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DENDAT11233D
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II. BÜSSING in Braunschweig
Publication of DE11233C publication Critical patent/DE11233C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L19/00Arrangements for interlocking between points and signals by means of a single interlocking device, e.g. central control
    • B61L19/02Interlocking devices having mechanical or fluid-pressure operation
    • B61L19/023Interlocking devices having mechanical or fluid-pressure operation purely mechanical

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Railway Tracks (AREA)

Description

1880.
Klasse 20.
H. BUSSING in BRAUNSCHWEIG. Hebelapparat für centrale Weichen- und Signalstellung mittelst doppelter Drahtzüge.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. April 18S0 ab.
Gegenstand der vorliegenden Construction ist:
1. ein Stellapparat zum Umstellen von Weichen und Bewegen von Signalen durch doppelte Drahtleitung bei gegenseitiger Abhängigkeit der Stellhebel, und
2. eine durch den doppelten Drahtzug bewegte Umstellvorrichtung an der Weiche, welche gleichzeitig als Weichenverschlufs wirkt.
i. Stellapparat.
Auf Blatt I ist der Stellapparat in den Fig. 1 bis 6 dargestellt; derselbe enthält zwei Weichenstellhebel A A in der Mitte und an beiden Seiten je einen Stellhebel B für Signale, Fig. 1.
Die Stellhebel sind für die Weichen wie für die Signale mit doppelspurigen Rollen C bezw. D in fester Verbindung und drehen sich mit denselben um die feste Axe E in den Lagern F, Fig. i.
Die Lager F werden von den Lagerböcken G bezw. H getragen und haben je zwei Rollenaxen, bei den mittleren Lagerböcken ein Lager gemeinschaftlich.
Die Rollen mit den Hebeln werden in ihren beziehungsweisen Stellungen durch die selbstthätigen Schnepper K, welche sich in die Einschnitte L und Zj der Rollen C und D einlegen, fixirt.
.Die Lagerböcke G und H sind auf Winkeleisenträgern M M in Fufsbodenhöhe gelagert, und wird das Ganze durch die Endrahmen NN
Die gegenseitige Abhängigkeit der Weichen- und Signalstellhebel von einander ist im wesentlichen wie bei der Verschlufsconstruction meines Hebelapparates für centrale Weichen- und Signalstellung, D. P. R. No. 1397, hervorgebracht. Es sind, wie bei jener Construction, hinter dem Apparate in einem aus Winkeleisen gebildeten Kasten P Schubstangen Q Q horizontal neben einander gelagert, welche durch die Signalstellhebel in horizontaler Richtung verschoben werden und welche als Träger der Verschlufselemente R dienen. Abweichend von jener Construction ist die Uebertragung der Bewegung der Stellhebel auf die Schubstangen und die Bewegung der mit den Verschlufselementen R in Contact tretenden Coulissen durch die Weichenstellhebel. Die Bewegung des Signalstellhebels B bezw. der Rolle D wird durch den geraden Hebel S und durch die Schiene T mittelst des Winkelhebels U auf die Schubstange Q übertragen, Fig. 2 und 6. Zu dem Zweck greift das gabelförmige Oberende des Hebels S auf einen seitlich an die Rolle D angegossenen Zapfen V, während das untere Ende desselben durch einen Bolzen mit der gabelförmig ausgebildeten Schiene T verbunden ist. In den Schlitz W der Schiene T greift der Winkelhebel U mit einem, nach einer Zahnform gebildeten Schenkel, Fig. 4, während der andere Schenkel des Hebels U durch einen verticalen Zapfen mit der Schubstange Q verbunden ist. Wird der Stellhebel B aus der Ruhestellung, Fig. 2, in die gezogene Stellung, Fig. 6, gebracht, so wird durch V der Hebel S bewegt und damit auch die Schiene T, und durch den Hebel U die Schubstange Q um ein bestimmtes Stück nach rechts verschoben. Nach Ausführung der Schubstangenbewegung, welche nach einer Viertelbewegung des Stellhebels erfolgt ist, tritt der Zapfen V aus der Gabel des Hebels S, Fig. 6, heraus, und schleift die Gabel während der weiteren Bewegung der Rolle an dem concentrischen Angufs χ derselben, womit gleichzeitig die Stellung des Hebels S, während der gezogenen Stellung des Signales fixirt wird. Werden der Bewegung der Schubstange Q Hindernisse durch die Verschlufselemente R entgegengestellt, Fig. 7, so wird durch den Hebel S in Verbindung mit dem Zapfen V der Hebel B mit der Rolle D an der Bewegung gehindert, also geschlossen gehalten.
2. Umstellvorrichtung an der Weiche.
Die Bewegung der Drahtleitung wird durch Rollen e und f, Blatt II, Fig. 1 und 4, auf den Hebel n, und von diesem durch eine Verbindungsstange auf die Weiche übertragen. Die Drehung der Rollen beträgt i8o°, davon wird der gröfsere Theil zum Umstellen der Weiche, der kleinere Theil zum Verschliefsen derselben verwendet.
Die Drahtleitung mündet an der Weiche wiederum in Ketten i und I1 aus, welche auf den beiden Rollen e und /, die einen gemeinschaftlichen Drehzapfen g haben, in den
Punkten h Zi1 befestigt sind. Die beiden Rollen sind durch einen Bolzen k verbunden, so dafs, wenn das Kettenstück i angezogen wird, sich beide Rollen bewegen und das Kettenstück Z1 sich auf die Rolle f aufwickelt. Der Drehzapfen g der beiden Rollen hat seine Befestigung in der Sohlplatte /. In derselben ist ein zweiter Drehzapfen m befestigt, auf welchem der Hebel η drehbar ist. An den einen Schenkel ο dieses Hebels greift die Weichenverbindungsstange an, während der andere Schenkel desselben mit einer Gabel p versehen ist, in welche bei Bewegung der Rollen e und / die zwischen diesen Rollen auf dem Bolzen k gelagerte Druckrolle q tritt und den Hebel r in Drehung versetzt.
Es wird, wenn die Rollen in der Pfeilrichtung, Fig. i, gedreht werden, die Druckrolle q in die Gabel p treten und den Hebel η in die punktirte Stellung bewegen, wobei die Weiche umgestellt wird.
Der Verschlufs der Weichenzungen wird nun hervorgebracht, indem bei der Endbewegung der Rolle der Seitentheil r bezw. r, mit dem concentrischen Verschlussring ί in Contact tritt, wodurch die Weichenzungen angedrückt werden.
3. Verschlufsvorrichtung.
Die Verbindung des Weichenstellhebels bezw. der Rolle C mit der Verschlufseinrichtung ist durch den Hebel Z und den durch diesen vertical bewegten Verschlufsbalken Y hergestellt, Fig. 3, und 5, Blatt I.
Der Hebel Z, drehbar auf dem Zapfen a, greift an seinem oberen Ende mit einem Zapfen b in eine seitlich an der Rolle angegossene Coulisse c d. Die Coulisse ist bei c und d durch zwei radiale Seitenwände, von c nach d durch Kreisbogen begrenzte Seitenwände hergestellt. In der Ruhestellung, Fig. 3, befindet sich der Stift b in dem geraden Stück c der Coulisse, in der gezogenen Stellung, Fig. 5, in dem geraden Stück d derselben, und wirkt der Weichenhebel bezw. die Rolle C während seiner Bewegung nur am Anfang und Ende derselben kurze Zeit bewegend auf den Hebel Z ein. An das untere Ende des Hebels Z greift der vertical bewegte Verschlufsbalken Y an; derselbe wird durch die unter gleichen Winkeln gelagerten Laschen ff bei seiner Aufwärtsbewegung parallel zur Horizontalebene geführt. Eine seitliche Führung erhält der Balken Y durch Einschnitte in dem Winkeleisen des Schubstangenkastens.' Wenn der Verschlufsbalken Y nicht durch ein Verschhifselement R an seiner verticalen Aufwärtsbewegung gehindert wird, so kann der Hebel A und die Rolle C in der Pfeilrichtung bewegt werden; hierbei wird der Hebel Z in zwei Perioden aus der Stellung in Fig. 3 in die in Fig. 5 bewegt, zuerst durch das gerade Stück c der Coulisse cd, und ist gleichzeitig mit einer Drehung des Hebels Z ein verticales Aufsteigen desselben bedingt, welches das längliche Loch auf dem Drehzapfen1 α gestattet. Nach Vollendung der ersten Periode correspondirt der Zapfen b mit dem Kreisbogenstück c d der Coulisse, und bewegt sich in dieser fort, womit die dem Verschlufsbalken Y beigebrachte Stellung erhalten wird. Sobald der Zapfen b mit dem geradlinigen Stück d in Berührung tritt, wird ein weiterer Druck von dieser auf den Zapfen b ausgeübt, der Hebel um das zweite Stück gedreht und auch gehoben, und dem Ganzen die Stellung Fig. 5 ertheilt. Wenn jetzt der Verschlufsbalken Y an seiner verticalen Abwärtsbewegung durch ein untergeschobenes Verschlufselement R1 gehindert wird, so ist damit auch die Bewegung des Hebels Z gehemmt und die Stellung des Hebels A mit der Rolle C fixirt.
Aus dem Gesagten geht hervor, dafs in der Ruhestellung der Weichenstellhebel durch das gerade Stück c der Coulisse c d und in der gezogenen Stellung durch das gerade Stück d, welche in den beziehungsweisen Stellungen mit dem Zapfen b in Contact treten, geschlossen wird.
Die gegenseitige Abhängigkeit der Bewegung der Stellhebel A und B wird also vermittelt durch die Hebel Z und S, indem diese die Verschlufsconstruction mit den Rollen C und D. verbinden, und sind hierdurch nun mit Hülfe der Verschlufselemente , Fig. 7 bis 9, Blatt I, alle nöthigen Combinationen in der Abhängigkeit der Stellhebel zu erreichen.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Die Verbindung der Verschlufsvorrichtung mit dem Weichenstellhebel A und der Rolle C durch den geraden Hebel Z und die an der Rolle C seitlich befindliche Coulisse c d, derart, dafs durch Drehung des Hebels Z der Verschlufsbalken Y gehoben und gesenkt wird.
2. Die Verbindung des Signalstellhebels B und der Rolle D mit den Verschlufsmechanismen durch den Zapfen V und den geraden Hebel S, welcher mittelst des Winkelhebels. U die Schubstange Q bewegt und ihre Stellung durch den unterbrochenen Ring X fixirt.
3. Bei der Um Stellvorrichtung an der Weiche die Bewegung des Hebels η durch die durch den Bolzen k verbundenen und über einander auf einem Drehzapfen gelagerten Rollen e und / mit der zwischen den letzteren auf dem Bolzen k drehbaren Druckrolle q, in ihrer Wirkungsweise mit der Gabel p, und der durch den unterbrochenen concentrischen Ring s erzielte Verschlufs der Weiche.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT11233D Hebelapparat für centrale Weichen- und Signalstellung mittelst doppelter Drahtzüge Active DE11233C (de)

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