DE83237C - - Google Patents

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DE83237C
DE83237C DENDAT83237D DE83237DA DE83237C DE 83237 C DE83237 C DE 83237C DE NDAT83237 D DENDAT83237 D DE NDAT83237D DE 83237D A DE83237D A DE 83237DA DE 83237 C DE83237 C DE 83237C
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pawl
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D43/00Looms with change-boxes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 86: Weberei. O(β
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in der Anwendung bei einem mechanischen Webstuhl mit vier Schützen dargestellt, doch kann er ebensowohl bei anderen Webstühlen Anwendung finden; die Zahl der Schützen kann gröfser oder geringer sein, nur wird der Mechanismus alsdann mehr oder weniger complicirt sein.
Fig. ι ist eine Seitenansicht eines Webstuhles, bei welchem das fragliche System angewendet ist.
Um die Deutlichkeit der Zeichnung nicht zu beeinträchtigen, sind alle Theile des Webstuhles, welche zur Erklärung des Erfindungs-. gegenstandes nicht erforderlich sind, fortgelassen.
Die Fig. 2, 3, 4 und 5 veranschaulichen Einzelheiten, welche weiter unten beschrieben werden. Fig. 4 ist ein Grundrifs nach Fig. 3; Fig. 2 und 5 sind die Grundrisse gewisser Theile, welche durch Fig. 1 im Aufrifs veranschaulicht sind.
A (Fig. 1) sind die zur Aufnahme der Webschützen bestimmten Kästen, welche vermittelst der neuen Vorrichtung in Beziehung zur Schufslinie selbsttätig auf- und abbewegt werden sollen. Das Gestell der Kästen A ist auf einer Stange B montirt, welche unten in eine Zahnstange ausläuft und mit derselben in das Zahnrad C greift. Auf der Drehachse des letzteren sitzt ferner ein Zahnrad C (Fig. 2), welches mit den Zähnen einer an der Unterkante der horizontalen Stange D D' vorgesehenen Verzahnung kämmt; die Stange DD' kann horizontal hin- und hergleiten und wird hierbei durch die Lager d d' geführt. Diese Stange besitzt ebenfalls an der oberen Kante Zähne, welche eine besondere Form haben und, von der Mitte der Stange ausgehend, abwechselnd nach der einen und der anderen Seite hin geneigt sind, so dafs, wenn erforderlich, die Spitzen der Klinken oder Hämmer E, E', E" und E'" mit den erwähnten Zähnen in Eingriff treten können.
Die genannten Klinken oder Hammer sind an den Enden von Hebeln gelagert, welche während der Arbeit des Webstuhles den Klinken eine beständige Oscillation ertheilen, und zwar empfangen zwei der Klinken diese Bewegung in dem einen und die beiden anderen in dem entgegengesetzten Sinne. Die Klinke E ist an dem Hebel 1 montirt, welcher mittelst der Stange 2 mit dem Hebel H verbunden ist. Die Klinke E' ist an dem Ende dieses Hebels H gelagert. Die Klinke E" ist an dem Ende des Hebels 4 montirt, welcher mittelst der Stange 3 mit dem Hebel H verbunden ist, und die Klinke E'" ist an dem Ende des Hebels 6 montirt, welcher mittelst der Stange 5 gleichfalls mit dem Hebel H verbunden ist.
Wird der Hebel H in Schwingung versetzt, so schwingen ebenfalls die Hebel 1, 4 und 6 und die Klinken E, E', E" und E"', welche an den letzteren gelagert sind. Da sich der Drehpunkt des Hebels H bei h befindet, so werden die Klinken E und E1, wie auch die Klinken E" und E'" sich paarweise in demselben Sinne bewegen, aber die Klinken E und E' schwingen in' entgegengesetztem Sinne wie die beiden anderen Klinken. Aus dem Verhältnifs der Hebelarme resultirt, dafs, während die Klinke E einen gewissen Schwingungsbogen durchlaufen haben wird, die Klinke E'
einen Bogen durchläuft, welcher doppelt so lang ist als derjenige, welchen die Klinke E durchläuft. Dasselbe gilt von den beiden Klinken E" und E'". Es ist dies leicht erklärlich, wenn man die Abstände betrachtet, welche der Drehpunkt des Hebels H und die Befestigungspunkte der Stangen 2, 3, 5. und der Klinke E' an dem Hebel H von einander haben, denn der Abstand h 5' ist doppelt so grofs wie derjenige von: h 2' und ho,'.
Wenn die Klinke E durch die Schwingung ihres Hebels in hin- und hergehende Bewegung versetzt wird und hierbei in die oberen Zähne der Stange DD' greift, so verschiebt sie die letztere von links nach rechts, das Rad C' dreht sich hierbei gleichzeitig mit C und die Stange..B wird nach oben geschoben, so dafs die Schützenkästen genau um die Höhe eines Kastens gehoben werden, denn die Abmessungen und Anordnungen der Theile sind entsprechend berechnet.
Wenn statt der Klinke E die Klinke E' in die Zahnstange DD' greift, so werden die eintretenden Bewegungen dieselben sein, aber der durchlaufene Weg wird der doppelte, so dafs die Kästen A genau um die Höhe zweier Kästen gehoben werden. Wenn die Klinke E" eingreift, so sind die Bewegungen umgekehrt gerichtet, und zwar derart, dafs die Kästen . um die Höhe eines Kastens gesenkt werden. Wenn die Klinke E'" eingreift, so erfolgt dieselbe Bewegung wie bei der Klinke E", aber der durchlaufene Weg wird der doppelte, so dafs die Kästen um die Höhe zweier Kästen gesenkt werden.
Man kann also einen oder zwei Kästen heben. und ebenso einen oder zwei Kästen senken, je nachdem die eine oder die andere der Klinken E, E', E" und E'" in die Stange DD' greift. Im Folgenden ist nun beschrieben, wie dieses Eingreifen selbsttätig und genau dem Wunsche des Arbeiters entsprechend bewirkt wird.
Die Klinken sind an den zugehörigen Hebeln derart gelagert, dafs sie um die Achsen a, a', a" und a'" schwingen, und ihr oberer Theil ist mit den Stangen 0 bezw. 0', 0" und 0'" gelenkig verbunden, welche andererseits mit dem einen Ende der Hebel e, e', e" und e'" verbunden sind; die anderen Enden der letzteren sind gleichfalls mit Stangen g, g\ g" und g'" gelenkig verbunden, welche mit ihrem anderen Ende an den Winkelhebeln I befestigt sind, deren Schwingungspunkt sich bei J befindet. Aus Fig. 1 ist nur einer dieser Hebel ersichtlich, denn die anderen befinden sich hinter demselben. Gegen den oberen Theil und an die Seite eines jeden der Hebel / legt sich der Kopf einer Stange öder einer Nadel K bezw. K\ K" und K'" (Fig. 1 und 5), welche Nadeln in einem Träger L derart gelagert sind, dafs sie frei hin- und hergleiten können, doch werden sie immer durch die Wirkung der Federn M (Fig. 1) nach rechts gedrückt, welche Federn an dem oberen Ende der Winkelhebel / angreifen, indem sie dieselben gegen die Nadeln K, K', K" und K'" pressen. Den Spitzen der vier Nadeln K. . . gegenüber läuft eine Musterkartenkette ohne Ende N, welche an' ihrem oberen Ende durch ein drehbares und hohles Prisma und an ihrem unteren Ende durch einen Cylinder oder ein anderes Prisma getragen wird, welch letzteres auch parallel zu der Bewegung der Kette beweglich ist, und" zwar vermöge der Feder P, mittelst welcher es an dem Gestell montirt ist. Das Prisma R, welches die Kette ohne Ende an ihrem oberen Theil führt, hat seine Drehachse auf dem Winkelhebel S, welcher um den Punkt 5' schwingt. Das Prisma R und die Kette können also eine hin- und hergehende Bewegung erfahren, wobei sie sich den Nadeln K. . . nähern und von denselben entfernen. Eine der Musterkarten schlägt hierbei senkrecht gegen die Nadeln; wenn im Augenblicke des Anschlages die in den Karten vorgesehenen Löcher allen Nadeln begegnen, so gestatten sie denselben freien Durchtritt, da ihr Durchmesser gröfser ist als derjenige der Nadeln, und die letzteren bleiben unbeweglich; wenn aber die Karte nur drei mit den Nadeln correspondirende Löcher besitzt, so wird die vierte Nadel gegen die Karte stofsen, den Widerstand der Feder M überwinden und eine horizontale Bewegung nach links ausführen. Alsdann wird sich Folgendes ereignen: Es sei vorausgesetzt, dafs , die Nadel K in Bewegung gesetzt wird; der durch diese Nadel beeinflufste Hebel I wird in Schwingung versetzt, die Stange g angehoben und hierdurch der Hebel e gleichfalls in Schwingung versetzt; die Stange ο senkt sich, senkt gleichzeitig die Klinke E und bringt dieselbe in Eingriff mit einem der oberen Zähne der Stange DD'; da diese Klinke während der Wirkung des Webstuhles eine beständige Oscillation ausführt, so wird die Stange DD' nach links geschoben, die Räder C und C hierdurch in Drehung versetzt und die Stange BB mit den Kästen^.. ... um die Höhe eines Kastens gehoben, so dafs alsdann ein Auswechseln des vorher in Wirkung gewesenen Kastens durch den unmittelbar darunter befindlichen Kasten erfolgt. Wie schon erwähnt, erfolgt dieses Auswechseln je nachdem die eine oder die andere der Klinken E. . . in die Zahnstange D D' greift; man kann also das Auswechseln der Schützenkästen beliebig reguliren, indem man die eine oder die andere der Nadeln K. . . beeinflufst; diese Beeinflussung hängt selbstverständlich von der Lage der Oeffnungen in den Musterkarten der Kette ab.
Im Folgenden ist nun beschrieben, in welcher Weise der Hebel H um die Achse h in Schwingung versetzt wird. Auf der Triebwelle T, welche an dem unteren Theil eines jeden mechanischen Webstuhles gelagert ist, ist ein Excenter U mit Ring U' montirt, welch letzterer eine Gabel V trägt; beinahe an dem Ende dieser Gabel greift durch dieselbe ein Bolzen X, welcher gleichzeitig in einen in einer Erweiterung des Hebels H vorgesehenen Schlitz Z ragt. Wenn die Gabel V unter Vermittelung des Excenters U eine horizontal hin- und hergehende Bewegung erfährt, so schlägt der Bolzen X gegen die beiden Enden des Schlitzes Z und giebt hierdurch dem Hebel H einen Ausschlag in dem einen oder anderen Sinne; letzterer hält alsdann einen Augenblick still, während der Bolzen X den Schlitz von dem einen bis zu dem anderen Ende durchläuft. Dieser Augenblick entspricht genau derjenigen Zeit, welche der Schützen des . arbeitenden Kastens zu einem Schufs braucht. Die Schraube Z' dient zum Reguliren der Länge des Schlitzes Z, denn indem man sie mehr oder weniger in den letzteren schraubt, wird der Bolzen X eher, später oder gar nicht an das Ende des Schlitzes gelangen. Das Excenter U könnte selbstverständlich durch eine Kurbel ersetzt werden.
Die Schwingung des Hebels 5 wird vermittelst der mit dem Zahnrad R" gekuppelten Daumenscheibe R' bewirkt, welche ihre Bewegung durch das Rad R'" erfährt, das mit der Haupt-Transmission des Webstuhles verbunden ist.
Die Feder η hält das obere Ende des Hebels S in ständiger Berührung mit der Daumenscheibe R'. Um das Wechseln der Karten auf dem Prisma R zu bewirken, trägt die Daumenscheibe R' einen Stift r (Fig. 5), welcher bei jeder Umdrehung mit einem Arm des Sternrades t in Eingriff tritt; das letztere ist mit dem Prisma verbunden und bewirkt so die Drehung des letzteren und die Bewegung der. Kette N.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Ein Schützenwechsel für mechanische Webstühle, dadurch gekennzeichnet, dafs ein in ständig hin- und hergehende Bewegung versetzter Hebel (H) unter Vermittelung einer Hebelanordnung eine der Zahl der Schützenkasten entsprechende Anzahl Klinken paarweise in entgegengesetzt gerichtete Schwingung versetzt, welche Klinken, einen verschiedenen Hub ausführend, je nach ihrer von einer Karte abhängigen Stellung auf eine Zahnstange (D D1J einwirken, deren Verschiebung unter Vermittelung eines Getriebes die Wechsellade um ein bestimmtes Stück hebt oder senkt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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