DE18585C - Verfahren und Apparat zur willkürlichen Fixirung der Flechtpunkte und zur Aufnahme des Fabrikates an Spitzenklöppelmaschinen - Google Patents
Verfahren und Apparat zur willkürlichen Fixirung der Flechtpunkte und zur Aufnahme des Fabrikates an SpitzenklöppelmaschinenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
\ff
Bisher werden bei Klöppelmaschinen die durch den Klöppellauf hervorgebrachten Fadenkreuzungen
bezw. Flechtungen durch sogen. Schläger zum Flechtpunkt getrieben, denen Excenter eine einfache hin- und hergehende
Bewegung ertheilen. Bei Klöppelmaschinen jedoch, welche zur willkürlichen Bewegung der
Klöppel eingerichtet sind, erscheint es für die Anfertigung mancher gemusterten Geflechte erforderlich,
die Fadenkreuzungen der Klöppel ebenfalls willkürlich zum Flechtpunkt zu treiben,
sowie dort länger festhalten zu können. '
Diesem Zweck dient die in Fig. 1 bis 9 zur Darstellung gebrachte neue Construction von
Schlägern, welche, gegenseitig von einander unabhängig, willkürlich durch einen Rapportapparat
betrieben werden.
Fig. ι stellt die neue Anordnung im Grundrifs,
Fig. 2 in Seitenansicht bezw. Querschnitt dar.
Fig. 3 zeigt in vergröfsertem Mafsstab und· in Seitenansicht den Bewegungsmechanismus
eines einzelnen Schlägers,
Fig. 4 die Vorderansicht desselben,
Fig. 5 den Querschnitt nach 1-2 in Fig. 4,
Fig. 6 den Querschnitt nach 3-4 in Fig. 3.
Fig. 7 bis 12 sind Details dreier Varianten dieses Bewegungsmechanismus.
Auf einer oberhalb des Flechtpunktes am Walzwerkständer in geeigneter Weise befestigten
Krone α sind an Scharnierstücken / eine Reihe von Schlägern angebracht, die in Einstellung
wie in Zahl mit den Fadenkreuzungspunkten der Klöppelmaschine correspondiren.
Jeder Schläger besteht aus zwei Haupttheilen, von denen der Theil g bezw. g1 in / befestigt
ist, während der andere Theil h bezw. h1 , die
eigentliche Schlagnadel, in Nuthen des Theiles g auf- und abzugleiten vermag, Fig. 3, 7, 10
und 12.
Aufserdem trägt der obere Theil g noch den Hebedaumen k bezw. k1 , dessen Ausschlag
durch geeignete Stifte, Wie aus der Zeichnung ersichtlich, begrenzt wird. Die Schlagnadel h,
deren oberer Theil gabelförmig ist, Fig. 4, ist mit den Gleitrollen i, Fig. 3 und 4 etc., versehen,
von denen die innere auf dem Hebedaumen k ruht, während die äufsere auf den
beiden Enden einer Feder / ruht, deren Bestimmung weiter unten Erläuterung findet.
Die Anordnung des Schlägers in zwei Theilen hat zum Zweck, die Schlagnadel vor dem
eigentlichen Beginn des Rückschlags vertical aus dem Geflecht herausziehen zu können, wodurch
im - Besonderen auch noch die Anfertigung von Augen oder Oesen im Geflecht mittelst
der Schlagnadel erzielt werden kann.
Um dies verticale Herausziehen der Schlagnadel aus dem Geflecht zu ermöglichen, ist für
jeden Schläger eine eigenthümlich gestaltete Feder / an der zweiten Krone b angeordnet,
Fig. i, 2 und 3, und wird diese Feder durch die vorspringende Platte m, gegen welche sie
mit einer gewissen Federkraft andrückt, im Ausschlag begrenzt. Am vorderen Ende ist /
gabelförmig gespalten, so dafs der Schläger sich innerhalb der Gabel bewegen kann, und
mufs die Federkraft geringer sein wie diejenige
der Schraubenfeder, welche die Schlagnadel stets nach unten drückt, damit trotz der Neigung
der Feder /, die Schlagnadel durch die Rollen i in die Höhe zu heben, diese doch
immer in ihrer niedrigsten Stellung verharrt.
Die eigenthümliche Gestalt der Feder / gestattet nun der Schlagnadel, in den besonders
eingebogenen Theil von / einzutreten, gerade in dem Augenblick, wo sie ihren Vorschlag zur
Beitreibung einer Flechtung vollendet hat und sich am Flechtpunkt befindet, Fig. 2.
Zieht dann der Rapportapparat mittelst des Winkelhebels d1 die an dem Hebedaumen k
befestigte Zugkordel an, so wird k, wie aus Fig. 2 leicht ersichtlich, erst die Schlagnadel h
heben und aus dem Geflecht herausziehen, und zwar so weit, bis die äufseren Gleitröllchen i
sich in gleicher Höhe mit der Spitze der Ausbiegung der Feder / befinden, Fig. 3, worauf
dann der Rückschlag des ganzen Schlägers, der nun nicht mehr von dem nach oben gebogenen
Theil der Feder / daran behindert ist, auf fortgesetzten Anzug des Rapportapparates
erfolgt.
Soll nun durch denselben Schläger eine neue Fadenkreuzung vorgeschlagen werden, so wird
der Rapportapparat den Winkelhebel d'', den er bis dahin zurückgehalten, loslassen und
dadurch dem Hebedaumen k gestatten, auf Anzug der Schraubenfeder η in seine natürliche
Lage zurückzukehren, wodurch der sofortige Rückgang der Schlagnadel h in ihre tiefste
Stellung und der Vorschlag der neuen Fadenkreuzung zum Flechtpunkt erfolgt.
Bei der in Fig. 7 und 9 dargestellten Disposition wird das selbstthätige Functioniren des
Schlägers durch zwei von einander unabhängige Bewegungen bewirkt. An die Stelle der
Feder / tritt die Ausrückgabel /7, welche an
der zweiten Krone b1 in p gelagert ist, und
welche dazu dient, die Schlagnadel h1 mittelst eines besonderen Rapportapparates aus dem Geflecht
herauszuziehen, bevor der Rapportapparat, mit dem der obere Theil g1 des Schlägers
verbunden, in Function getreten.
In der in Fig. ι ο und 11 dargestellten zweiten
Variante ist die Feder I durch einen Fanghebel
ln, der an b1 befestigt ist, ersetzt.
Dieser Fanghebel ist mit einem hakenförmigen Vorsprung versehen, der ihm gestattet, sich in
einen zwischen dem gabelförmigen Theil von g angebrachten Stift einzuhaken; gleichzeitig kann
dieser Hebel ln dadurch, dafs er sich innerhalb des gedachten gabelförmigen Theiles von g
befindet, diesem selbst zur Führung dienen. Wenn nun der Hebedaumen k von der Jacquard-Maschine
angezogen wird, so hebt er zuerst die Schlagnadel h mittelst der Gleitrolle i,
welche danach die Ausrückung des Fanghebels la, wie aus der Zeichnung ersichtlich,
bewirkt und damit den Rückschlag des Schlägers gestattet. ;
Fig. 12 stellt noch eine weitere Vervollkommnung dieser letzten Anordnung dar. Der
Hebel lIU ist an seinem vorderen Ende so gestaltet,
dafs der Schläger am äufsersten Punkt seiner Rückschlagsbewegung durch eine geeignete
Ausbauchung des Hebels aufgefangen und momentan auch dann noch zurückgehalten wird,
wenn der Rapportapparat bereits seinen Vorschlag gestattet. Auf den Anzug der Feder η
wird nämlich der Hebedaumen k1 , indem er auf die unter ihm und innerhalb des gabelförmigen
Theiles der Schlagnadel h angebrachten Gleitrolle i1 drückt, die vom Rapportappärat
bis dahin gehaltene Schlagnadel zuvörderst nach unten treiben, dadurch gleichzeitig die Gleitrolle
i auslösen und infolge dessen dem Schläger den Vorschlag zum Flechtpunkt ermöglichen.
Obgleich nun das vorbeschriebene Schlägerwerk das willkürliche Beitreiben der Fadenkreuzungen
zum Flechtpunkt, sowie das längere Festhalten derselben im Flechtpunkt selbst Vollständig
gestattet, so erscheint doch in Fällen, wo ein längeres Festhalten der Flechtungen
über den Flechtpunkt hinaus erforderlich sein sollte, namentlich, um bei leichten Spitzengeflechten
einer nachträglichen Verzerrung und Entstellung derselben durch den Anzug der Aufnahmewalzen vorzubeugen, seine Leistung
nicht ausreichend, und soll die nachfolgend beschriebene und in Fig. 13 bis 17 zur Darstellung
gebrachte Construction einer Nadelwalze das Schlägerwerk in dieser Beziehung entsprechend
ergänzen.
Von dieser Construction veranschaulicht Fig. 13
eine Vorderansicht bezw. einen Querschnitt nach 1-2 in Fig. 15, Fig. 14 einen Querschnitt
nach 5-6 in Fig. 15, Fig. 15 einen Grundrifs bezw. Querschnitt nach 3-4 in Fig. 14, Fig. 4
eine Seitenansicht bezw. einen Querschnitt der Nadelwalze, Fig. 5 eine Nadel in wirklicher
Gröfse.
An den Ständern des vorderen Walzwerks A, welche entsprechend weiter vom Flechtpunkt
zurückgestellt sind, befindet sich das Gufsstück B und an diesem die Lager cc1, in
denen die Nadelwalze e mittelst ihrer Achse d derart gelagert ist, dafs sie sich im Flechtpunkt
der betreffenden Klöppelmaschine befindet. Diese Nadelwalze hat die gleiche Bestimmung
wie das sogen. Nadelkissen bei der Handspitzenklöppelarbeit; sie soll die von den
Schlagnadeln zum Flechtpunkt geführten Fadenkreuzungen, so weit erforderlich, feststellen und
dadurch die fortschreitende Arbeit in richtiger Gestaltung erhalten.
Bei der Handspitzenklöppelarbeit geschieht dies durch geeignetes Einstecken von Nadeln
in das Nadelkissen, auf dem die Klöppelarbeit
vorgenommen wird, und mufs die Nadelwalze ein ähnliches Verfahren befolgen.
Zu diesem Zweck ist sie in folgender Weise construirt:
Das freie Ende der Nadelwalze ist offen, um die Einstellung der Barre i, Fig. 13 und 16,
welche an .dem Plattenstück k befestigt ist, zu gestatten. In der Barre i befinden sich in
gerader Linie, in gleicher Entfernung von einander und parallel mit der Achse der Nadelwalze,
die beweglichen Stifte g angebracht. Diese Stifte, welche sich in geeigneten Oeffnungen
von i schlüssig auf- und abzubewegen vermögen, ragen mit beiden Enden über i hinaus
und sind mit ihrem unteren Ende an den Winkelhebeln h und h1 beweglich, die ihrerseits
beweglich an der Barre i angebracht und durch Zugkordeln mit einem Rapportapparat in
Verbindung gesetzt sind.
Diese Zugkordeln werden durch das innerhalb der Nadelwalze befindliche und rechtwinklig
an k angebrachte Harnischblech / zur Nadelwalze hinausgeführt und durch in dem
Stück k entsprechend angebrachte Oeffnungen zum Rapportapparat hingeleitet.
Um den zur Anbringung wie zum Spiel der 'Winkelhebel h h! erforderlichen Raum zu gewinnen,
sind dieselben in verschiedener Höhe, doch mit gleichem Ausschlag für alle Stifte g
angeordnet. Die Nadelwalze e ist auf ihrem ganzen Umfang in gleichmäfsigem Abstand
durchbohrt, und correspondiren diese Oeffnungen genau mit der Stellung der Stifte g, wenn
sie sich im Radius der letzteren befinden. In diese Oeffnungen werden die Nadeln f eingestellt,
welche in der Mitte, wie Fig. 17 zeigt, derart ausgearbeitet sind, dafs nur zwei dünne,
leicht nach aufsen gebogene federnde Seitenwände erhalten bleiben. Diese Nadeln, deren
Stärke der Gröfse der kleinen Oeffnungen der Nadelwalze entspricht, üben durch ihre federnden
Seitenwände einen leichten Druck auf die Lochwandungen der Nadelwalze aus, und mufs
dieser Druck genügend sein, um die Nadeln in jeder Stellung/die ihnen ertheilt wird, zu erhalten.
Wenn diese Nadeln derart eingestellt sind, dafs sie mit der äufseren Oberfläche der
Nadelwalze abschneiden, so müssen sie um einige Millimeter in die Nadelwalze frei hineinragen,
ohne indefs mit den Stiften g in Berührung zu treten, wenn diese sich in ihrer tiefsten
Stellung befinden, in der sie durch den Zug der an ihren Winkelhebeln h h 7 angebrachten
Federn erhalten werden.
Die derart eingerichtete Nadelwalze empfängt nun ihren Antrieb durch, die· Schnecke 0, welche
in Eingriff mit dem auf der Nadelwalzenachse d befestigten Schneckenrad η steht, während ο
selbst, lose drehbar auf der Achse p angebracht, doch durch. Bund und Stellring vor verticaler
Verschiebung gesichert ist, Fig. 14.
Diese Achse/ erhält ihren Antrieb durch ein konisches Triebwerk von der verticalen Antriebachse
des Aufnahmewalzwerkes in solcher Weise, dafs die Umfangsgeschwindigkeit der .Nadelwalze
mit derjenigen der Aufnahmewalzen genau übereinstimmt. Die Achse p überträgt ihre Bewegung
auf die lose Schnecke 0 durch die verschiebbare Kupplung q, welche jedoch durch
Nuth und Feder gezwungen ist, an der Umdrehung der Achse p theilzunehmen. Tritt
nun die Kupplung q in Eingriff mit der entsprechenden oberen Verzahnung der Schnecke 0,
so erfolgt die Drehung der letzteren bezw. des Schneckenrades η in solcher Richtung, dafs die
Nadelwalze e die Flechtungen der Klöppelfäden · aufzunehmen und an das AValzwerk abzugeben
vermag. Die Art und Weise, wie dies geschieht und wie die Flechtungen von der Nadelwalze
festgehalten werden, findet weiter unten ihre Erklärung.
Wenn es sich darum handelt, gewisse vorgearbeitete Strecken eines nur theilweise fertigen
Geflechtes aus dem Walzwerk zurücktreten zu lassen, so mufs auch der Nadelwalze eine rückgängige
Bewegung ertheilt werden, was durch folgende Anordnung erreicht wird.
Auf der Achse p befindet sich, wie aus Fig. 14 ersichtlich, die hohle Achse p!, welche
ebenfalls durch geeignetes konisches Triebwerk von der verticalen Antriebachse des Aufnahmewalzwerkes
aus getrieben wird, jedoch in entgegengesetzter Richtung wie die Achse /, und
deren Geschwindigkeit auch beschleunigter wie diejenige der Achse p sein kann. Auch diese
Achse p1 trägt an ihrem oberen Ende einen
Ausrückmuff q', welcher mit der entsprechenden
unteren Verzahnung der Schnecke ο in Eingriff gebracht werden kann und dann 0
zwingt, an ihren Umdrehungen theilzunehmen, und dadurch der Nadelwalze die entgegengesetzte
Umdrehungsrichtung in Beziehung zu derjenigen ertheilt, in welcher sie auf Veranlassung
der dann gleichzeitig ausgerückten Achse p sich bis dahin befunden. Die wechselseitige Aus-
und Einrückung der b eiden Klauen q q1 wird durch die Ausrückgabel r bewirkt, welche mit
dem Gleitstück r! verbunden ist. Letzteres
kann in dem Gleitrahmen ί auf- und abbewegt werden, je nachdem dies durch die Drehung der
Schraube t, welche von dem Muttergewinde des Gleitstückes r1, wie aus Fig. 14 und 1.5
ersichtlich, gangbar umschlossen ist, veranlafst wird.
Die Drehung der Schraube t erfolgt mittelst eines auf ihren kleinen Hebelarm t1 wirkenden
Rapportapparates, und ihr Rückgang in die vorhergehende Stellung, welche diejenige des Eingriffs der oberen Klaue q ist, erfolgt durch
eine geeignet angebrachte Feder, welche im gegenwärtigen Falle direct auf den Hebelarm
t1 einwirkt. Beim Beginn der Arbeit
müssen nun alle Nadeln / sich in ihrer tiefsten Stellung befinden bezw. mit der äufseren Oberfläche
der Nadelwalze abschneiden; sollen dann während der Arbeit gewisse Fadenkreuzungen
oder Flechtungen festgestellt werden, so müssen die nach dem Muster dafür benöthigten Nadeln
um einige Millimeter plötzlich aus der Nadelwalze heraus und genau vor die betreffenden
Fadenkreuzungen treten.
Dies wird bewirkt durch die Stifte g, in deren Radius, welcher genau auf den Flechtpunkt
hinweist, die betreffenden Nadeln sich in diesem Augenblick befinden müssen und deren
Hub zum Herausstofsen der betreffenden Nadeln dann vom Rapportapparat aus in der bekannten
Weise veranlafst wird. Die Stifte g können danach unmittelbar in ihre ursprüngliche
Stellung zurücktreten, während die von ihnen herausgestofsenen Nadeln f durch eigene
Federkraft, wie weiter oben geschildert, in der neuen Stellung erhalten bleiben, Fig. 13 und 16.
Die Zwischenwalze u, welche zwischen der Nadelwalze und dem Aufnahmewalzwerk angeordnet
ist, dient dazu, das in Arbeit befindliche Geflecht so lange in Berührung mit der Nadelwalze
zu halten, bis die frei werdenden Flechtungen vor dem Verlassen der ihnen durch die
Nadeln/" gebotenen Stützpunkte genügend durch die nachfolgenden Flechtungen befestigt werden.
Der Rückgang der Nadeln in die Nadelwalze wird durch dieselbe theilweise umgebende und
sich ihr bis zur vollständigen Auflage allmälig nähernde Platte m bewirkt. Indem die Nadeln
über die innere Fläche dieser Platte gleiten, werden sie nach und nach vollständig in ihre
erste Stellung zurückgeführt, wie dies aus Fig. 14 und 16 ersichtlich.
Um den sicheren Eintritt der Nadeln / in die festzustellenden Fadenkreuzungen zu bewirken,
ist es erforderlich, zwischen den betreffenden, die Kreuzung vollendet habenden Fäden
am Flechtpunkt während des Eintritts der Nadeln eine geeignete Lücke für dieselben herzustellen.
Dies kann kaum durch die weiter oben beschriebenen, nadeiförmig auslaufenden
Schläger erreicht werden; da diese jedoch im Interesse anderer Zwecke nicht gut fortfallen
können, so sind sie, wie in Fig. 18 und 19 dargestellt,
mit einer besonderen neuen Schlägerart verbunden worden. Dieser neue Schläger hat mit
dem Schläger g h gemeinschaftlichen Drehpunkt und besteht einfach in einer denselben in geeigneter
Weise umgebenen Schlagnadel 0. Dieselbe darf nicht ganz so weit zum Flechtpunkt
schlagen wie der Schläger g h, mufs dagegen am unteren Ende breit genug sein, um dennoch
die Kreuzung vollständig zum Flechtpimkt zu treiben und dadurch einen gewissen Raum
bis zu der von ihr beigeschlagenen Fadenkreuzung herzustellen, in welchen Raum eine ,Nadel
f dann eintreten kann. Mit ihrem oberen Ende steht diese Schlagnadel ο in Verbindimg
mit dem Rapportapparat, der sie bis zum Augenblick, wo sie wirken soll, zurückhält.
Durch Federzug erfolgt dann ihr Vorschlag zum Flechtpunkt, von dem sie unmittelbar nach
Eintritt einer Nadel f wieder zurückgezogen wird.
Wie aus der betreffenden Zeichnung ersichtlich, gestattet diese Verbindung der beiden
Schläger, sich nach Belieben des einen oder des anderen zu bedienen, und können beide
Schläger für eine genaue Einstellung getrennte Seitenführungen erhalten.
Claims (2)
1. Das Verfahren, die gesetzmäfsige Fixirung
der Flechtstellen bei Herstellung der Spitzen auf Klöppelmaschinen durch verschiebbare
Nadeln zu bewirken, welche von oben oder unten nach Mafsgabe des Musters durch
einen Rapportapparat in die entstehende Spitze einstechen.
2. Die aus den Zeichnungen ersichtlichen besonderen Einrichtungen hierzu.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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