DE81536C - - Google Patents
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- DE81536C DE81536C DENDAT81536D DE81536DA DE81536C DE 81536 C DE81536 C DE 81536C DE NDAT81536 D DENDAT81536 D DE NDAT81536D DE 81536D A DE81536D A DE 81536DA DE 81536 C DE81536 C DE 81536C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D43/00—Looms with change-boxes
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sheets, Magazines, And Separation Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
Hubkörper von Schützenwechseln.
Die vorliegende Erfindung löst die technische Aufgabe, Schützenwechselvorrichtungen
mit nur in einem Drehungssinne angetriebenen Hubkörpern (Kurbeln, Kreisexcenter) so einzurichten,
daß die gleichen Kartenformen, gleichviel ob solche hinter einander folgen oder nicht, immer dieselbe Zelle des Schützenkastens
in die Ladenbahn bringen, für welche die betreffenden Formen bestimmt sind.
Bei älteren Wechseleinrichtungen der hierfür in Betracht kommenden Art (Hacking,
Fleer, Keighley, Smith etc.) bestimmt die Kartenform nur das Fortschreiten der Hubkörperbewegungen
ohne Rücksicht, ob durch das Fortschreiten die Kasten zum Fallen oder Steigen gebracht werden, so daß ein und dieselbe
Kartenform ganz verschiedene Zellen in die Ladenbahn bringen kann, je nachdem die
vorhergehende Drehung der Hubkörper das Steigen oder das Fallen der Wechsellade bewirkt
hat.
Dieser Umstand macht die Bedienung des Webstuhles für den Weber, namentlich bei
complicirteren Mustern, ziemlich schwierig, weil der Weber bei der Einstellung der Wechselkarte
stets auf den Stand der Hubkörper bezw. der Wechsellade Rücksicht zu nehmen hat.
Durch Einschaltung der schaftmaschinenartigen Vorrichtung, die den Gegenstand der
Erfindung bildet, wird diese Schwierigkeit in der Bedienung vollständig gehoben.
Eine Lösung der vorliegenden Aufgäbe ist nun zwar dem Princip nach im D. R. P.
Nr. 63829 enthalten, allein nach vorliegender Erfindung ist die Lösung auf anderem Wege
und mit ganz anderen Mitteln bewerkstelligt, die eine wesentliche Vereinfachung in sich
schließt.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht eines mechanischen
Webstuhles mit vollständigem Wechselmechanismus,
Fig. 2 die Vorderansicht desselben.
Fig. 3, 4 und 5 sind Ansichten einer bestimmten Ausführungsform des Kurbelgetriebes
mit neuer Vorrichtung zur Einleitung des periodischen Antriebes der Hubkörper in drei
verschiedenen Stellungen.
Die Vorrichtung, welche als wesentlich neu zu gelten hat, besteht aus: Hebel .19 mit den
Hakenmessern 9 und 91, Bolzen 20, Excenter 21, Feder 23, Knaggen α und al, Sperrschiene
36 mit den Ansätzen b b\ wobei bemerkt sei, daß die Ausführung auch in anderer
Form und Zusammenstellung, als gerade gezeichnet, gedacht werden kann; beispielsweise
zeigt Fig. 7 eine Ausführungsform, wie sie für Hacking-Getriebe oder FIeer-Wechsel
in Anwendung kommen könnte, je nachdem seitliche oder Stirneinschaltung der Getriebe
angewendet wird, oder ob statt des verschiebbaren Getriebes verschiebbare Triebbolzen
oder Mitnehmerzähne in Kurbelrädern oder Triebstöcken benutzt sind.
Die Construction der Vorrichtung nach Fig. ι und 2 ist folgende:
Walze I, welche als bekannt vorausgesetzter Antrieb für die Kurbelräder 5 dient, ist auf
einem Wandbolzen 4 gelagert und wird von
(2. Auflage, ausgegeben am 28. November igogj
der Kurbelwelle A aus in bekannter Weise durch das Rad 2 und das mit der Walze 1
fest verbundene Rad 3 angetrieben. Die Kurbelräder 5, welche in bekannter Weise das
Einstellen der Kastenzellen besorgen, sind in den Hebeln 10 gelagert und diese drehbar auf
dem Bolzen 7. Für die Ruhelage der Hebel 10 während der Zeit, in welcher die Kurbelräder
außer Thätigkeit bezw. außer Eingriff in die Walze ι sind, dient ihnen der Auflagsteg 8,
wie in Fig. 3 und 4 ersichtlich, zur Stütze.
Zum Anheben der Hebel 10 bezw. zum Einschalten der Kurbelräder 5 in das Antriebsrad
I dienen die den Messern einer Schaftmaschine entsprechenden Haken 9 und 91,
welche in den Hebel 19 eingehängt sind. Der Hebel 19 ist auf dem Bolzen 20 drehbar gelagert
und steht unter der Einwirkung des Excenters 21, welches, mit dem Stirnrad 22
verbunden, eine fortlaufende Drehbewegung macht. Die Feder 23 dient als Gegenzug, so
daß bei jedem vollen Umlauf des Excenters 21 Hebel 19 einmal auf- und niederschwingt.
Die unteren Enden der Haken 9 und 91 sind mit Doppelnasen versehen und stehen
zwischen zwei an den Radhebeln 10 angegossenen Knaggen α und a1 (Fig. 1 und 3),
welche dazu bestimmt sind, den Haken 9 und 91 abwechselnd als Angriffspunkte zu
dienen. Die Haken 9 werden durch Federn mit dem unteren Ende nach außen gedrückt;
auf das nach oben stehende Ende drücken Gewichtshebel 27, welche, so lange sie auf
den Enden der Haken aufliegen, diese, den Federdruck überwindend, nach innen (in den
Figuren nach links) drücken.
Mittelst einer Wechselkarte, bestehend aus verschieden gelochten Blech- oder Pappkarten,
wie Fig. 6 zeigt, und die in bekannter Weise über einen Kartencylinder 25 geleitet sind,
werden unter Vermittelung von Nadeln 26 die Gewichtshebel 27 durch nicht gelochte
Karten gehoben, wie Fig. 4, oder liegen gelassen, wenn die Karte gelocht ist, wie Fig. 1,
3 und 5 zeigen.
Bei einer Karte ohne Loch, wie Fig. 6 für den ersten Kasten, werden die beiden Gewichte
durch die zurückgedrückten Nadeln von den Haken 9 abgedrückt; sobald nun der Hebel 19 nach unten schwingt, haben die
Haken, durch die Feder gedrückt, das Bestreben, dem Knaggen a1 am Radhebel 10
entgegen zu treten (in Fig. 3 dargestellt) und diesen Knaggen a1 zu erfassen.
Schwingt der Hebel 19 wieder nach oben, so zieht der Haken 9 den Radhebel 10 nach
oben und bewirkt auf diese Weise die Einschaltung der Kurbelräder in deren Getriebe.
Beim Vorlegen einer gelochten Karte, wie Fig. 6 für den 2., 3. und 4. Kasten zeigt,
werden diejenigen Gewichtshebel, welche Nadeln gegenüberstehen, die auf Löcher der
Karte auf treffen, nicht abgedrückt, wie Fig. 1, 3 und 5 zeigen.
Die Folge davon ist, daß alsdann die Haken 9 mit dem Angriffspunkt a in Eingriff kommen,
und beim Heben des Hebels 19 wird wiederum das betreffende Kurbelrad in das Getriebe eingeschaltet.
Auf diese Weise würde die Karte bezw. deren Lochung gar keinen Einfluß auf die Einschaltung ausüben und die Einschaltung
fände fortlaufend ohne Unterbrechung statt.
Es ist nun aber ferner eine Eingriffs-Sperrung angebracht, welche als wesentlichster
Theil der Erfindung zu gelten hat. Dieselbe besteht aus einer Schiene 36, welche mit dem
durch das Kurbelrad 5 bewegten Winkelhebel 33 in Verbindung steht und daher der Bewegung dieses Hebels entsprechend nach
rechts oder links geschoben wird. Schiene 36 hat seitlich zwei Ansätze b und b1, zwischen
welchen die Haken 9 ebenfalls hindurchgehen. Die Ansätze b und b1 sind außerdem so angeordnet,
daß stets einer dieser Ansätze die Haken 9 verhindert, in den einen oder den anderen der beiden Ansätze α und a1 einzugreifen;
je nach dem Stand der Kurbel bezw. des Winkelhebels 33 wird entweder a oder α1
durch die Ansätze b und b1 gesperrt.
Infolge dieser Anordnung vollzieht sich der Getriebewechsel in folgender Weise:
Der Cylinder drückt mit ungelochter Karte die Nadel zurück und drückt zugleich den
Gewichtshebel 27 ab. Die Folge ist, daß der betreffende Haken 9 in den Ansatz ax eingreift,
sofern die Kurbel in der rechtsseitigen Todtlage, der Kastenhebel also hoch steht,
wie Fig. 3 zeigt; steht die Kurbel aber links, wie Fig. 4, so ist der Haken 9 durch den
Ansatz bl verhindert, in a1 einzugreifen. Bei
rechtsstehender Kurbel kann demnach eine Einschaltung des Getriebes mittelst des Ansatzes
al stattfinden, bei linksstehender Kurbel
aber nicht.
Stellt sich der Nadel ein Loch in der Karte gegenüber, so bleibt die Nadel und der Gewichtshebel
stehen; die Folge ist, daß alsdann der Haken 9 in den Ansatz α eingreift,
was geschehen kann, wenn die Kurbel links steht, wie Fig. 4, aber es kann nicht geschehen
bei rechtsstehender Kurbel, wie Fig. 3.
Es kann also α1 nur die Drehung der Kurbel von links nach rechts und α nur die
Drehung der Kurbel von rechts nach links vermitteln, oder mit anderen Worten:
Eingriff in α kann das Steigen des Kastens,
Eingriff in α1 aber das Fallen desselben bewirken.
Hieraus ergiebt sich die weitere Folge, daß der Eingriff nicht zweimal hinter einander in
a oder α1 stattfinden und von gleich gelochten
Karten, die auf einander folgen, stets nur die erste eine Einschaltung des Getriebes bewirken
kann.
Wird diese Erfindung auf Hacking-Getriebe
oder auf F leer-Wechsel mit ein- und ausschaltbarer Zahnstange, wie Fig. 7 eine
Ausführungsform zeigt, oder auf ein- und ausschiebbaren Triebbolzen oder Antriebszahn
in den Kurbelrädern oder dem Triebstock angewendet, so bewirken die doppelnasigen
Haken 9 in gleicher Weise die Einschaltung, indem alsdann die doppelten Angriffspunkte a
und a1 auf diese Organe übertragen werden.
Es muß aber noch besonders hervorgehoben werden, daß die Zughaken auch nach Art von
doppelten Wende- oder Stoßhaken ausgeführt werden können, wobei alsdann nur ein Angriffspunkt
α vorhanden ist, der zwischen den doppelten Stoß- oder Zugnasen liegt und alsdann
beiden Theilen des Zughakens von rechts und von links als Angriffspunkt dient, wie
Fig. 8 zeigt.
In diesem Fall wird der Zughaken je nach dem Kastenstand durch die Sperrung verhindert,
von rechts oder von links in den Angriffspunkt einzugreifen.
DieUebertragungen der Kurbelradwirkungen auf die Schützenkästen etc. sind nebensächlich
und können auf die verschiedensten Arten ausgeführt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zum Ein- und Ausschalten der nur in einer Drehrichtung bewegten Hubkörper (Kurbeln, Kreisexcenter, Hubdaumen etc.) von Schützenwechseln (ζ. Β. Hacking-, Smith-, Fleer-Wrechsel u.dergl.), bei welcher dieselbe Kartenform immer die Einstellung eines und desselben Schützenkastens in die Schußbahn dadurch veranlaßt, daß das Einschalten der Hubkörper durch eine von der Wechselkarte dirigirte schaftmaschinenartige Einrichtung erfolgt, deren Einwirkung auf die Hubkörper durch eine von letzteren bethätigte Sperrung in der Weise beschränkt wird, daß zwei oder mehrere auf einander folgende Wechselkarten gleicher Form nur ein einmaliges Einrücken der Hubkörper in ihre Antriebsmechanismen vermitteln können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE81536C true DE81536C (de) |
Family
ID=354007
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT81536D Active DE81536C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE81536C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6007473A (en) * | 1997-05-14 | 1999-12-28 | Kendro Laboratory Products Gmbh | Centrifuge with reduced noise generation |
-
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- DE DENDAT81536D patent/DE81536C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6007473A (en) * | 1997-05-14 | 1999-12-28 | Kendro Laboratory Products Gmbh | Centrifuge with reduced noise generation |
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