DE239285C - - Google Patents

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DE239285C
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card
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cards
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C3/00Jacquards
    • D03C3/24Features common to jacquards of different types

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■ - M 239285 .-KLASSE 86 h. GRUPPElO.
GUSTAV LÜDORF JUN. in BARMEN.
Kartenketten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Oktober 1909 ab.
Es ist bekannt, bei Jacquardmaschinen die Karten in zwei Ketten zu teilen und diese abwechselnd zur Einwirkung auf ein und dasselbe Nadelsystem der Maschine zu bringen. Besonders vorteilhaft ist dies dann, wenn man dadurch die Karten für die Grundbindungen trennen kann von denen für die Figur, um die ersteren, nur einmal im Rapport auftretend, nach Erfordernis beliebig lang zwischen
ίο dem Arbeiten der Figurkarten vorschlagen lassen zu können.
Zu diesem Zwecke werden in ebenfalls schon bekannter Weise beide Kartenketten mit einer Kartenbreite entsprechenden Zwischenräumen geschnürt und jede abwechselnd in oder außer Betrieb gesetzt, indem die jeweils arbeitende Kette mit einer Karte den Nadeln gegenübergebracht und dann jedesmal um zwei Teilungen weitergeschaltet wird, während die nicht arbeitende Kette mit einem leeren Zwischenraum den Nadeln gegenüber eingestellt wird und dann, stillstehend, blind vorschlägt.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf den Karten wechsel, der selbsttätig, wie weiter unten beschrieben ist, erfolgt.
Die Zeichnungen veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar sind: Fig. ι eine Vorderansicht, Fig. 2 und 3 Seitenansichten, letztere Figur wie auch Fig. 1 mit angeschlagener Zylinderlade, erstere mit ausgeschwungener Lade. Fig. 4 zeigt in Ansicht und teilweisem Schnitt die Zylinder für sich in Oberansicht; Fig. 5 und 6 dienen zur Erläuterung der Schaltung der Zylinder und sind im übrigen weiter unten näher erläutert, ebenso wie die Fig. 7, 8 und 9, welche die Einrichtung zum Kartenwechsel für sich in drei Ansichten darstellen.
Bei der vorliegenden Ausführungsform sind die beiden Zylinder zusammen auf einer Achse der schwingenden Lade vereinigt; es sei jedoch von vornherein bemerkt, daß die Zylinder auch getrennt voneinander und geradlinig hin und her geführt angeordnet sein können.
Der Bau der Jaquardmaschine ist im wesentliehen der allgemein bekannte. Sie besteht aus einem Gestell, gebildet durch die beiden Seitenteile 1,2 mit den erforderlichen Querverbindungen; in dem Gestell ist der Messerkorb 3 auf und ab beweglich, dessen Messer 4, 4 . . . die von den Nadeln 5, 5 ... nicht abgedrückten Platinen 6, 6 ... mit sich nehmen. In dem Gestell ist ferner die Zylinderlade 7 drehbar eingehängt, die ihre hin und her gehende Bewegung vom Messerkorb 3 her empfängt, dessen Rolle 8 mit der Kulisse 9 der Lade in Verbindung steht.
Auf der in der Lade 7 drehbar gelagerten Achse 10 sind, wie bereits angedeutet, beide Zylinder untergebracht, sowohl der für die Grundkarten 11 als auch der für die Figurkarten 12. Außerdem ist eine Zylinderscheibe 13 vorhanden, die ebenso wie der Grundkartenzylinder 11 mit der Achse 10 fest verbunden ist, also nicht besonders geschaltet zu werden braucht. Sie dient zur Schaltung eines Ban-
des, das den Wechsel von Grundkarte auf Figurkarte einleiten soll, worauf weiter unten näher eingegangen ist. Die Figurkarten liegen mit den Enden auf ihrem eigentlich nur in seinen Kopfstücken 12,12 vorhandenen Zylinder auf, dessen Stifte 14 in bekannter Weise in die Karten eingreifen und sie weiterbefördern ; im mittleren Teil liegen die Figurkarten auf dem Zylinder der Grundkarten auf, gleiten auch beim Weiterschalten über diese hinweg. Deshalb trägt die Walze 11 nicht Stifte für die Bewegung der Karten, sondern sie hat Vertiefungen 15, in welche Ansätze der Grundkarten eingreifen.
Da, wie schon eingangs erwähnt, die Zylinder beim Arbeiten um zwei Seiten geschaltet werden, muß die Zahl der Schaltstifte halb so groß sein wie die der Zylinderflächen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel [haben die Zylinder acht Seiten, da von diesen aber für die mit Zwischenräumen geschnürten Karten nur vier in Betracht kommen, sind die arbeitenden Zylinder um ^-Umdrehung zu schalten ; zu diesem Zwecke sitzt auf der Achse 10 eine Schaltscheibe 16 mit vier Stiften, auf die ein Wendehaken 17 in bekannter Weise einwirkt. Außerdem ist ein etwas längerer Wendehaken 18 vorhanden; in weiter unten zu beschreibender Weise kann entweder der kürzere Haken 17 (für Viertelschaltung) oder der längere Haken 18 zum Eingriff mit der Schaltscheibe gebracht werden. Der längere Haken dreht den Zylinder um Y8-Umdrehung weiter und läßt ihn dann bei dem Hin- und Herschlagen der Lade stehen, der Zylinder schlägt alsdann mit einer unbedeckten Seite blind vor. Wird nun wieder der kürzere Haken eingerückt, so vollendet er zunächst die von dem längeren gemachte Achtelbewegung um eine weitere zur vollen Vierteldrehung und schaltet weiterhin um Y4 durch; der Zylinder hat nun wieder mit einer Karte bedeckte Seiten den Nadeln gegenüber.
Die Fig. 5 und 6 dienen zur Veranschaulichung des Gesagten. Man sieht in Fig. 5, wie der längere Haken 18 die Achteldrehung der Schaltscheibe 16 vollführt, und in Fig. 6, wie der kürzere Haken die Vierteldrehung bewerkstelligt. Es leuchtet ohne weiteres ein, daß der lange Hebel in Fig. 5 keine andere Stellung mehr herbeiführen kann, da er mit keinem weiteren Schaltstift in Verbindung tritt.
Da die auf der Achse 10 frei beweglichen
Zylinderköpfe 12,12 miteinander nicht unmittelbar in Verbindung stehen, muß eine Schaltvorrichtung für jeden dieser Köpfe vorgesehen sein. Demgemäß sind auf jeder Seite Schaltscheiben ig und Hakenpaare 20, 21 (je ein kürzerer und ein längerer) angeordnet, die im übrigen genau so wirken wie vorbeschrieben. Zur Erläuterung des Kartenwechsels dient die in Fig. 7, 8, 9 für sich dargestellte Einrichtung, die auch in den übrigen Figuren, namentlich in Fig. 2 und 3, sichtbar ist. Sie besteht im wesentlichen aus zwei um 90 ° versetzt auf einer gemeinsamen, im Seitenteil 1 der Maschine gelagerten Achse 22 sitzenden Exzentern 23, 24 und einer damit verbundenen Schaltscheibe 25, die in später zu beschreibender Weise gedreht wird. Die Exzenter 23, 24 stehen in Verbindung mit Hebeln 26,27 (Fig. 3), die je nach der Stellung des betreffenden Exzenters gehoben oder gesenkt werden. Ihre Bewegung wird auf die oben beschriebenen Wendehaken übertragen, derart, daß ein angehobener Wendehaken außer Eingriff mit seiner Schaltscheibe kommt. In Fig. 3 hat beispielsweise das Exzenter 23 den kurzen Wendehaken 20 angehoben, das Exzenter 24 den langen Haken 21 sinken lassen; letzterer dreht also seine Schaltscheibe 19 in eine Lage gleich der in Fig. 5 für die Scheibe 16 gezeigten und beläßt sie darin. Das Anheben des Wendehakens 20 ist bewirkt durch die mit dem Hebel 26 verbundene Schiene 28, die mit einem Knaggen unter den Haken 20 faßt. Oben ist die Schiene 28 mit dem Hebel 30 verbunden; durch eine zweite in Fig. 3~durch 28 verdeckte Schiene 29, die den Haken 21 beeinflußt, ist die Verbindung zwischen den Hebeln 27 unten und 31 oben hergestellt. Die Hebel 30, 31 sind auf Achsen 32, 33 befestigt, die also den Ausschlag der unteren Hebel 26,27 mitmachen müssen. Die Achsen 32,33 sind in den Seitenteilen 1,2 gelagert; sie tragen (Fig. ι und 2) zwei weitere Hebelpaare 34, 35 und 36, 37, die letzteren sind in Fig. 2 verdeckt. An diesen Hebeln sind Schienen 38, 39 und 40, 41 gelenkig befestigt, die sich unten in Schlitzen eines am Seitenteil 2 befestigten Winkelstückes 42 führen, und welche wie die Schienen 28, 29 mit Knaggen versehen sind, womit sie unter die zugehörigen Haken 20, 21 und 17,18 fassen.
Von den beiden Exzentern 23, 24 ist das eine, hier 23, dazu bestimmt, den Figurkartenzylinder 12 still und gleichzeitig den Grundkartenzylinder 11 in Betrieb zu setzen (zu welchem Zwecke es in die in Fig. 3 gezeigte Stellung zu bringen ist). Das andere Exzenter 24 soll umgekehrt die Zylinder 11 außer und den Zylinder 12 in Betrieb setzen. Im letzteren Falle muß also das Exzenter 23 die kurzen Haken 20,20 (für beide Zylinderköpfe 12) und den langen Wendehaken 18 (für den Zylinder 11) hochheben. Gleichzeitig muß das Exzenter 24 die langen Haken 21, 21 und den kurzen'Haken 17 freigeben. Es müssen also die ungleichen Haken (die Hakenpaare 20, 21 arbeiten natürlich parallel) für jede Schaltscheibe miteinander in Verbindung sein. Dementsprechend sind die Hebel, die mit ihren
Schienen die Haken beeinflussen, auf die beiden Achsen 32, 33 zu verteilen, von denen erstere vom Exzenter 23, letztere vom Exzenter 24 gedreht wird.
Die Schaltung der Scheibe 25 und damit der Exzenter 23, 24 wird von einer Stange 51 eingeleitet (Fig. 7 und 8), die an dem auf und ab gehenden Messerkorb bei 52 drehbar befestigt ist. Mit ihrem schrägen Ende gleitet sie beim Auf- und Abgehen an einer Schiene 48 ab, in dessen Gabelschlitz 50 sie sich führt. Somit kann sie auch für gewöhnlich die Schaltscheibe 25 nicht fassen, weil die Feder 55 bestrebt ist, die Schiene in der in Fig. 7 gezeigten Lage zu halten. Erst wenn die Schiene 48 zurückgezogen wird, kann die Feder 54 die Stange 51 so weit heranziehen, daß sie beim Niedergehen die Schaltscheibe faßt und eine Viertelschaltung vollführt.
Der Zug an der Schiene 48, der also die Schaltung der Exzenter 23, 24 einleitet, wird ausgeführt entweder von einer Platine, deren Nadel zur gegebenen Zeit von den Figurkarten nicht abgedrückt wird, also dann, wenn die Figurkarten ausgeschaltet und die Grundkarten eingerückt werden sollen. Im anderen Falle geschieht die Umschaltung von Grund auf Figur durch Vermittlung der ebenfalls auf der Achse 10 wie der Grundkartenzylinder 11 befestigten Scheibe 13. Diese trägt ein endloses Band, das wie eine Karte auf die Nadeln der nach außen durchtretenden Verlängerung 43 des Messerkorbes einwirkt. Die zugehörigen Platinen, die in Fig. 3 fortgelassen sind, um nichts zu verdecken, beeinflussen bis auf eine die Einrichtung zum Schützenwechsel in bekannter Weise. Eine Platine jedoch wirkt auch auf den Schieber 48 ein, wenn in dem über die Scheibe 13 laufenden Bande ein Loch für die betreffende Nadel vorgeschaltet wird. Die Fig. 9, eine teilweise Oberansicht zu Fig. 8, läßt deutlich erkennen, wie die beiden Züge der Platinen auf den Schieber 48 ein-.
wirken; sie sind nämlich durch je eine Öse 44 und 45 nach dem einen Ende des zweiarmigen Hebels 46 geführt, der um den Stift 47 drehbar und am anderen Ende mit dem Schieber 48 gelenkig verbunden ist. Letzterer führt sich weiterhin in einer Führung 49. Wenn nun eine der vom Messer mit hochgenommenen Platinen in der punktierten Richtung zieht, wird der Hebel 46 gedreht und die Schiene 48 zurückgezogen.
Bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel sind beide Zylinder auf einer Achse in schwingender Lade angeordnet. Möglich ist auch eine Anordnung mit völlig getrennten Zylindern und eine geradlinig hin und her gehende Bewegung der Lade. -

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Kartensparvorrichtung für J acquard- oder Schaftmaschinen mit zwei abwechselnd zur Wirkung gelangenden, über besondere Kartenprismen (Kartenzylinder) gelegte Kartenketten, deren Blätter mit Zwischenräumen von der Breite eines Kartenblattes zwischen je zwei Blättern geschnürt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung der Kartenprismen, deren Flächenzahl doppelt so groß ist als die Zahl der Schaltstifte oder -zähne der Schaltscheibe (Laterne), durch zwei verschieden lange Schalt- oder Wendehaken erfolgt, von denen der kürzere das Kartenprisma um je zwei Flächen, also die betreffende Kartenkette von Blatt zu Blatt, der lange jedoch (beim Wechsel der Kartenketten) nur um eine Fläche wendet, so daß letzterer eine leere Stelle der betreffenden Kartenkette vor die Nadeln der Jacquardmaschine stellt, worauf (für den folgenden Kartenkettenwechsel) eine weitere Wendung des Kartenprismas erst dann erfolgt, wenn der kürzere Schalthaken in seine wirksame Lage gebracht ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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