DE820790C - Verfahren zur Herstellung von Riboflavin - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von RiboflavinInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Riboflavin Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Riboflav in.
- Es ist bekannt, daß Riboflavin aus der Stoffwechsellösung, in der der Schimmelpilz Eremothecium ashbyii gezüchtet wurde, isoliert werden kann. Das übliche Verfahren zur Isolierung von Wirkstoffen aus einer Schimmelpilz-Stoffwechsellösung besteht in der Adsorption des Materials an ein geeignetes Adsorbens. Im allgemeinen wird Aktivkohle benutzt, der eine Elution mittels eines geeigneten Lösungsmittels folgt. Obwohl festgestellt wurde, daß Aktivkohle das größte Adsorptionsvermögen für Riboflavin zu besitzen scheint, wird diese Substanz normalerweise wegen der Schwierigkeiten, das Riboflavin daraus zu eluieren, doch nicht benutzt und die üblichen Maßnahmen bestehen in einer Adsorption an Fullererde, die ein weniger aktives Adsorbens als Aktivkohle ist und in einer Durchführung der Elution mit wäßrigem Pyridin oder ähnlichen üblichen organischen Lösungsmitteln.
- Die Isolierung von Riboflavin aus der Stoffwechselflüssigkeit bot auf diese Weise Schwierigkeiten, und Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein wesentlich verbessertes Isolierungsverfahren.
- Es wurde gefunden, daß ein Aktivkohleadsorbat von Riboflavin leicht mittels phenolischer Lösungsmittel, wie sie im folgenden näher definiert sind, eluiert werden kann.
- Es wurde weiterhin gefunden, daß die Ausbeute und die Reinheit des so erhaltenen Riboflavins wesentlich verbessert werden können, wenn das Aktivkohleadsorbat zuerst einer Elution mit Butanol, das eine große Menge fester Verunreinigungen, aber sehr wenig Riboflavin entfernt, unterworfen wird, und das so gereinigte Adsorbat dann mit dem phenolischen Lösungsmittel eluiert wird.
- Unter dem Ausdruck phenolische Lösungsmittel, wie er in der vorliegenden Beschreibung gebraucht wird, werden Flüssigkeiten oder feste Stoffe plienolischen Charakters verstanden, die leicht flüssig gemacht werden können, wie z. B. durch Erwärmen oder durch Zufügung verflüssigender Agentien. Vorzugsweise wird Phenol selbst benutzt, das entweder durch Wärme oder durch Zusatz von Wasser, vorzugsweise in einer Menge, die 1o Gewichtsprozent nicht übersteigt, verflüssigt wird.
- Erfindungsgemäß wird daher ein Verfahren zur Herstellung von Riboflavin in Vorschlag gebracht, bei dem ein Riboflavin erzeugender Schimmelpilz auf oder in einem geeigneten Medium gezüchtet wird, die Stoffwechselflüssigkeit einer Aktivkohleadsorption unterworfen und das Adsorbat anschließend mit einem oder mehreren phenolischenLösungsmitteln eluiert wird.
- Für die Herstellung des Riboflavins werden solche Mikroorganismen benutzt; die beim Wachstum in einem geeigneten Medium Riboflavin in der Stoffwechselflüssigkeit erzeugen. Bevorzugt wird der Schimmelpilz Eremothecium ashbyii benutzt.
- Es ist zweckmäßig, die Stoffwechselflüssigkeit zu klären und die Adsorption mit der klaren Flüssigkeit vorzunehmen.
- Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird das Aktivkohleadsorbat einer vorhergehenden Elution mit Butanol unterworfen, bevor die Elution mit den phenolischen Lösungsmitteln erfolgt.
- "Zweckmäßig wird wäßriges Butanol benutzt, und es wurde gefunden, daß eine gesättigte Lösung von Butanol in Wasser, die etwa ioo/o Butanol enthält, gute Resultate gibt. Es können indessen auch schwächere Lösungen von Butanol in Wasser verwendet werden oder Mischungen von Butanol-Wasser, die mehr als io% Butanol enthalten.
- Das kil>oflavin wird aus dem phenolischen Eluat in irgendeiner geeigneten Weise isoliert, beispielsweise durch Zugabe von Äther und anschließende Extraktion des ausgefällten Riboflavins mit Wasser, oder das Riboflavin kann in wäßriger Lösung durch einfache Destillation des phenolischen Eluats erhalten werden.
- Das folgende Beispiel einer Ausführungsform der Erfindung, bei der beide obenerwähnte Maßnahmen benutzt werden, wird nur zwecks Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens wiedergegeben. 3 1 der Stoffwechselflüssigkeit, die 350 mg Riboflavin pro Liter enthält, wurde zwecks Adsorption mit 4ogAktivkolile bei einem pH-Wert 5 zusammengebracht. Die Aktivkohle wurde mit Wasser gewaschen und mit io%igem wäßrigem Butanol (Soo ml) eluiert. Das Butanol eluierte eine zu vernachlässigende Menge von Riboflavin, jedoch 9,5 g feste Verunreinigungen.
- Die Aktivkohle wurde dann mit 6oo ccm einer Lösungvongo% Phenol in Wasser eluiert.DasPhenoleluat wurde mit 4 Vol. Äther behandelt und mit mehreren Wasserportionen in solcher Weise extrahiert, daß 95% des in der ursprünglichen Stoffwechselflüssigkeit anwesenden Riboflavins in der wäßrigen Schicht (Totalvol. 1 1) gewonnen wurde. Die Riboflavinkonzentration in bezug auf die festen Stoffe war etwa 300/0, und offensichtlich ist eine weitere Reinigung zur Erzielung des reinen Vitamins nicht schwierig, weiiii man von einem solchen Material ausgeht.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Riboflavin, dadurch gekennzeichnet, daß ein Riboflavin erzeugender Schimmelpilz, insbesondere Eremothetium ashbyii, auf oder in einem geeigneten Medium gezüchtet wird, die Stoffwechsellösung einer Aktivkolileadsorption unterworfen und das Adsorbat anschließend mit einem oder mehreren phenolischen Lösungsmitteln eluiert wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Aktivkohleadsorbat einer vorherigen Elution mit Butanol, vorzugsweise wäßrigem Butanol, unterworfen wird, bevor die Elution mit den plienolischen Lösungsmitteln erfolgt.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Butanol aus einer gesättigten Lösung von Butanol in Wasser, die etwa io% Butanol enthält, besteht.
- 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Riboflavin aus dem phenolischen Eluat durch Zufügung von Äther und folgender Extraktion des ausgefällten Riboflavins mit Wasser extrahiert wird.
- 5. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Riboflavin aus dem phenolischen Eluat in Form einer wäßrigen Lösung durch einfache Destillation des Eluats isoliert wird.
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