DE820780C - Flache Kulierwirkmaschine, insbesondere Cotton-Wirkmaschine - Google Patents

Flache Kulierwirkmaschine, insbesondere Cotton-Wirkmaschine

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DE820780C
DE820780C DEP28298D DEP0028298D DE820780C DE 820780 C DE820780 C DE 820780C DE P28298 D DEP28298 D DE P28298D DE P0028298 D DEP0028298 D DE P0028298D DE 820780 C DE820780 C DE 820780C
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DEP28298D
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Inventor
Arthur Shortland
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Mellor Bromley and Co Ltd
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Mellor Bromley and Co Ltd
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    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B11/00Straight-bar knitting machines with fixed needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

(WiGBL S. 175)
AUSGEGEBEN AM 12. NOVEMBER 1951
p 28298 VII/25a D
Die !'Erfindung betrifft flache Kulierwirkmaschinen, insbesondere Cotton-Wirkmaschinen. Ein Gegenstand der Erfindung ist eine verbesserte Vorrichtung zum Hinundherbewegen eines Maschinenteiles durch einen anderen Teil einer solchen Maschine, insbesondere die Anordnung einer zuverlässigen Vorrichtung zum Hinundherbewegen eines Fadenführers mit veränderlichem Laufweg. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Anordnung, in einer flachen Kulierwirkmaschine, einer Fadenführerantriebsvorrichtung, welche an Stelle des üblichen Reibungsantriebes tritt. '
Erfindungsgemäß besteht die Vorrichtung zum Hinundherbewegen eines Maschinenteils zwischen Endanschlägen aus einem Kupplungsteil an dem angetriebenen Teil, der diesen mit dem Treiber in beiden Richtungen zwangsläufig, aber ausrückbar kuppelt, und einer Kupplungsumsteuervorrichtung, die beiderseits bei Annäherung an einen der Grenzanschläge die Kupplung löst, dagegen den ange- ao triebenen Teil in seiner augenblicklich erreichten Stellung festhält, bis sie beim Rückgang des Treibers durch diesen zur Freigabe des angetriebenen Teils und zu dessen zwangsläufiger Wiederankupplung an den Treiber bis zum Erreichen des entgegengesetzten Grenzanschlages umgeschaltet wird. Wenn dieser Erfindungsgedanke auf den Antrieb der Fadenführerschienen angewendet wird, ist der Treiber ein Teil des Kuliermechanismus, z. B. die Rösselschiene oder ein dieser entsprechender Teil.
Die Grenzanschläge sind dann die üblichen Fadenführeranschläge oder diesen entsprechende Einrichtungen. Bei einer Bauart, wo der Abstand zwischen diesen Grenzanschlägen verstellbar ist, gestattet die Erfindung die Anwendung eines Antriebs mit unveränderlichem Ausschlag zum Antrieb eines Gliedes mit veränderlichem Ausschlag ohne den gebräuchlichen Reibungsantrieb.
Im allgemeinen ist es bei einer flachen Kulierwirkmaschine wünschenswert, eine größere Anzahl von Fadenführern vorzusehen, die nach Bedarf angetrieben und in oder außer Betrieb gesetzt werden können. Daher bildet die Anordnung einer großen Zahl von Gliedern, welche wahlweise angetrieben werden können, ein wichtiges Merkmal der Erfindung, ebenso ein Kupplungsmechanismus für jedes getriebene Glied und eine Vorrichtung zur wahlweisen Bedienung dieser Kupplung.
Ein weiteres wichtiges Merkmal der Erfindung
ao ist, daß die Kupplungsvorrichtung einen Block mit Treibfallen besitzt, der von dem Treiber hin und her bewegt wird, ferner einen Anker auf dem angetriebenen Teil, in welchen die Treibfallen eingreifen, und der eine Kupplungs- und eine Auslöse-
»5 stellung einnehmen kann, weiter eine Feststellvorrichtung auf dem angetriebenen Teil zum Feststellen des Ankers in der Antriebsstellung. Diese Feststellvorrichtung ist durch die Auslösevorrichtung auslösbar. Zum Zwecke des Antriebs von irgendeinem der Fadenführer, Fadenführerschienen oder sonstigem angetriebenen Teil ist eine große Zahl von Treibfallen (zwei für jeden angetriebenen Teil) vorgesehen und ein Mechanismus, um sie zwischen der Betriebs- und Ruhestellung zu bewegen.
Ein weiteres wichtiges Merkmal der Erfindung ist, daß der Treibfallenblock Paare von Wechselklinken besitzt, die voneinander in der Arbeitsrichtung mit Abstand angeordnet sind und in den Anker eingreifen und eine Vorrichtung, um eine Treibfalle des Paares in einer Richtung arbeiten zu lassen und die andere in der anderen Richtung. Dies gestattet dem angetriebenen Teil, eine Voroder Nacheilung in bezug auf einen anderen Teil der Maschine zu geben, z. B. zu einem anderen angetriebenen Teil. Die Vorrichtung der eben beschriebenen Bauart ist daher auf den Deckfadenoder Plattierfadenführer einer Cotton- oder sonstigen flachen Kulierwirkmaschine anwendbar.
Entsprechend einem weiteren wichtigen Merkmal der Erfindung sind wenigstens zwei Treibfallenpaare gleichzeitig in Tätigkeit, um den dadurch mitgenommenen Teil anzutreiben, und der Abstand des einen Treibfallenpaares ist anders als der des anderen, so daß die dadurch mitgenommenen Teile verschiedene Führungen erhalten können. Die vorstehenden und andere Merkmale sind in der Konstruktion verkörpert, welche als ein Ausführungsbeispiel nach dem Erfindungsgedanken in Anwendung auf die Fadenführerschienenantriebsvorrichtung einer Cotton- oder sonstigen flachen Kulierwirkmaschine in den Zeichnungen beschrieben ist, welche zum Teil schematisch sind und in denen Fig. ι ein Aufriß ist, teilweise im Schnitt;
Fig. 2 ist eine Schnittansicht, welche die verschiedenen Fadenführerschienen und ihren Kupplungsmechanismus zeigt;
Fig. 3 ist ein Grundriß, welcher gewisse Einzelheiten zeigt;
Fig. 4 ist eine Teilansicht, welche zeigt, wie die Fadenführerschiene an einem Anschlag gesperrt ist;
Fig. 5 ist eine Ansicht, ähnlich Fig. 4, welche die Schiene in der Ruhestellung gesperrt zeigt.
Die allgemeine Bauart der Wirkmaschine ist an sich bekannt. Die Maschine ist wie üblich mit einer großen Anzahl von Fadenführerschienen versehen, welche mit 1 bezeichnet sind und zur Hinundherbewegung in Führungen 2 liegen, ferner mit Rösselbarre 3 und einer beweglichen Rösselschiene 4, welche mit konstantem Ausschlag durch den Kuliermechanismus hin und her bewegt wird. Von den Schienen 1 sind wenigstens eine oder zweckmäßig mehrere Splitfadenführerschienen, wie nachstehend erwähnt, ausgebildet.
In der Vorrichtung sind eine oder mehrere Fadenführerschienen 1 vorgesehen, welche mit veränderlichem Ausschlag durch die Rösselschiene 4 getrieben werden. Der Ausschlag der Fadeaführerschienen wird durch Grenzanschläge 5 R und 5 L bestimmt, welche in der bekannten Weise je nach den gewünschten Endlagen der Fadenführer verstellbar sind, z. B. durch eine oder mehrere Schraubenspindeln 6.
Für jede Fadenführerschiene 1 ist ein auslösbarer Kupplungsmechanismus zum Antrieb von der Rösselschiene 4 aus vorhanden. Diese Mechanismen sind mit 7 bezeichnet. Sie bestehen jeder aus Treibfällen 8* und 8L auf einem Block 9 und einem Anker 10 auf der entsprechenden Fadenführerschiene i. Der Block 9 wird entlang der Führungsstangen 11 und 12 durch eine Verbindung 13 von der Rösselschiene getrieben. Der Anker 10 ist auf seiner Fadenführerschiene 1 bei 14 drehbar und mit einer Kerbe 18 versehen, in welche die Treibfalle 8R während der Bewegung nach rechts und die Treibfalle 8L während der Bewegung nach links eingreift. Der Abstand zwischen diesen Treibfallen ist derart, daß er die richtige Stellung des Fadenführers in bezug auf das Rössel ergibt. Aus diesem Grunde ist der Zwischenraum zwischen den Treibfallen 8' R und 8' L, die für Split- und Plattierfadenführerschienen vorgesehen sind, anders als der zwischen den Treibfallen für die Hauptfadenführerschienen, wie aus Fig. 3 hervorgeht. Diese Figur zeigt auch, daß einige von den Fadenführerschienen beide Arten von Treibfallen haben, so daß ihre Fadenführer entweder als Hauptfadenführer oder als Plattierungs- bzw. Deckfadenführer verwendet werden können. Da sich die arbeitende Treibfalle mit dem Block 9 und der Rösselschiene 4 bewegt, neigt sie dazu, den Anker 10 um seinen Drehpunkt 14 zu schwenken und sich so von dem Anker zu befreien. Eine auf der Fadenführerschiene angebrachte Sperrvorrichtung verhindert jedoch bis zur Auslösung eine Schwenkung des Ankers, so daß die Fadenführerschiene selbst hin und her bewegt wird. Die Sperrvorrichtung besteht aus zwei gelenkigen
Sperrklinkeii 15 und 16 auf der Stange 1, von denen eine den Anker 10 hindert, in einer Richtung zu schwingen, und die andere Klinke hindert ihn, in der anderen Richtung zu schwingen. Diese Sperrklinken werden durch eine Feder 17 in ihre Arbeitsstellung gedrückt. Ferner ist eine Auslösevorrichtung vorgesehen, die bei Annäherung der Fadenführerschiene an einen der Grenzanschläge 5 Ä, 5 L die entsprechende Sperrklinke auslöst, so daß die durch die Treibfallen 8" oder 8 L ausgeübte Kraft den Anker 10 schwenkt und dadurch bewirkt, daß die Treibfalle sich ausrückt, sobald der Fadenführer durch diesen Anschlag zum Stillstand gebracht ist. Darauf werden die Treibfallen weiter bis zum Ende ihres Weges bewegt, aber beim Rücklauf greift die andere Treibfalle in die Kerbe 18 des Ankers 10 ein und schwenkt diesen in entgegengesetzter Richtung, bis seine Bewegung durch die andere Sperrklinke aufgehalten wird, worauf die erwähnte andere Treibfalle die Fadenführerschiene 1 in der entgegengesetzten Richtung treibt, bis, bei der Annäherung an den anderen Anschlag, die zuletzt erwähnte Sperrklinke in der vorher beschriebenen Weise ausgelöst wird.
Die Auslösevorrichtung für die Sperrklinke besteht aus Nasen 19 und 20 auf den entsprechenden Sperrklinken 15 und 16 und Anschlagstücken 21 und 22 für jedes Paar Sperrklinken, die so auf den Anschlägen angeordnet sind, daß sie in die Nasen eingreifen. Wrenn z. B. in der Bewegungsrichtung nach rechts die Nase 19 auf das Anschlagstück 21 stößt, wird die Sperrklinke 15 geschwenkt, so daß sie den Anker 10 befreit, «und infolgedessen die Treibfalle 8* den Anker drehen und sich selbst befreien kann (Fig. 4). Die Drehung des Ankers 10 bringt einen seiner Flügel 2.3 R in eine Stellung, in welcher er die Sperrklinke 15 in der in Fig. 4 und 5 gezeigten Stellung hält. Zugleich kommt der gegenüberliegende Flügel 23 L des Ankers in eine Stellung, in der er durch die andere Treibfalle 8 L bei der Bewegung nach links getroffen wird, vorausgesetzt, daß die Treibfalle 8*· dann in ihre Arbeitsstellung gehoben ist.
Die Berührung der Nasen 19 und 20 mit den betreffenden Anschlagstücken 21 oder 22 bringt nicht nur die Fadenführerschiene zum Stillstand, obgleich das Rößchen und der Block 9 bis zum Ende ihres Weges laufen, sondern verhindert auch durch den Eingriff einer Sperrung das Rückfedern. Ein zweites kürzeres Anschlagstück 24 oder 25 ist mit jedem der Anschlagstücke 21 oder 22 verbunden. Die Breite der Lücke zwischen jedem dieser Paare ist durch Schrauben 26 oder 2j verstellbar. Wenn die Nase 19 oder 20 auf eins der längeren Anschlagstücke 21 oder 22 stößt, gerät sie in die Lücke zwischen dem kürzeren und dem längeren Anschlagstück (s. Fig. 4) und hält dadurch die Fadenführerschiene ι je nach der Laufrichtung an dem Grenzanschlag 5 R oder 5 l.
Es ist bei Cotton-Wirkmaschinen üblich, die nicht abeitenden Fadenführerschienen über das Ende jener Abteilung von Nadeln hinaus in Ruhestellung zu halten, mit denen sie zusammenarbeiten.
Die Fadenführerschienen werden nur dann aus dieser Ruhestellung herausgezogen, wenn sie gebraucht werden. Wenn sie im Gebrauch sind, laufen die Fadenführerschienen in den durch die Grenzanschläge bestimmten Grenzen, und nur wenn eine Fadenführerschiene nicht mehr gebraucht wird, kann sie über die von einem dieser Grenzanschlage gesetzten Grenzen hinausgehen. Es ist ferner üblich, eine Ruhestellung für die Fadenführer der wechselnden Schienen an einem Ende der Nadelabteilung und die Ruhestellung der Fadenführer der dazwischen liegenden Schienen an dem anderen PZnde der Abteilung vorzusehen. Auch im vorliegenden Falle können Fadenführerschienen in ' und außer Ruhestellung gebracht werden. Zu diesem Zweck kann das längere Anschlagstück 21 für jede Fadenführerschiene 1 in eine unwirksame Stellung gehoben werden, so daß die Nase 19 nach außen darüber hinausfahren kann. Aber das lange Anschlagstück 22 an der anderen Seite dieser Fadenführerschiene kann nicht in eine unwirksame Stellung gehoben werden. Bei dem einen der verstellbaren Grenzanschläge 5 R ist das lange Anschlagstück 21 für jede wechselnde Schiene beweglich, dagegen das lange Anschlagstück 22 für jede dazwischen liegende Schiene fest, während der andere Anschlag 5 L ein bewegliches langes Anschlagstück 21 für jede dazwischen liegende Schiene und ein festes langes Anschlagstück 22 für jede wechselnde Schiene hat. Dies gestattet, die wechselnden Schienen in die rechte Ruhestellung und die dazwischen liegenden Schienen in die linke Ruhestellung zu bringen. Das entsprechende lange Anschlagstück 21 wird dabei gehoben. Falls eine Fadenführerschiene in die Ruhestellung gebracht werden soll, so wird das lange Anschlagstück 21 für dessen Schiene gehoben und die Nase 19 auf dieser Schiene geht über das Anschlagstück 21 hinaus, bis es gegen einen festen 'Ruheanschlag 28 K oder 28 L stößt. Wenn die Nase 19 auf diesen Ruheanschlag stößt, wird die Sperrklinke 15 in ihre Auslösestellung gedreht, wie in Fig. 5 gezeigt. Überdies greift ein Haken 29 auf dieser Sperrklinke 15 um den Ruheanschlag herum, so daß die Fadenführerschiene in der Ruhestellung gehalten wird. Da jede Fadenführerschiene nur in einer Richtung in die Ruhestellung geht, ist es nicht nötig, daß beide Sperrklinken 15 und 16 Haken haben. Deshalb sind diejenigen Fadenführerschienen 1, die wechselnd und nach rechts in die Ruhestellung gehen, an der rechten Seite der Sperrvorrichtung mit einer Sperrklinke 15 versehen, und die dazwischen liegenden Schienen, die nach links in Ruhestellung gehen, mit einer Sperrklinke 15 an der linken Seite.
Der beschriebene Mechanismus umfaßt auch die Treibfallen 8 R und 8 L, die am Ende des Weges der Rösselschiene in eine unwirksame Stellung gebracht werden. Am Ende dieses Weges wird eine neue Auswahl aus den Treibfallen getroffen, so daß die Fadenführerschiene, die gerade ihren Weg beendet hat, oder eine andere Trägerstange durch eine Treibfalle in die umgekehrte Richtung gebracht
wird. Jedes Paar von Treibfallen 8* und 8 L wird durch eine innerhalb des Blocks g waagerecht verschiebbare Nockenstange 30 angehoben. Jede dieser Nockenstangen hat, wie in Fig. 1 gezeigt, eine solche Form, daß, wenn sie innerhalb des Blocks 9 nach rechts geschoben ist, die Treibfalle 8 L gehoben wird, und, wenn sie nach links geschoben wird, die Treibfalle 8* gehoben wird. Diese Bewegungen werden durch Zahnsegmente 31 R und 31 L, die an den Block 9 gelagert sind und in die Verzahnungen 32* und 32 L auf der Nockenstange 30 eingreifen, auf die Nockenstange übertragen. Die Zahnsegmente sind mit Nasen 33^ und 33 L versehen, die gegen das Ende jedes Weges der Rössel-
schiene 4 an Ausschaltnocken 34s oder 34 L stoßen, so daß alle Nockenstangen 30, welche nicht schon in Mittelstellung sind, in eine Stellung geschoben werden, durch welche die damit verbundenen Treibfallen 8* und 8L in ihre unwirksame Stellung gehen. Danach bringt die fortgesetzte Bewegung des Blocks 9 die Nasen 33* oder 33L in Berührung mit den Umschaltnocken 35^ oder 35L. Für jedes Paar von Zahnsegmenten ist ein Paar Umschaltnocken 35Λ und 35 L vorhanden. Die Umschalt-
s5 nocken liegen beweglich in den Betten 36* und 36 L montiert. Wenn ein Umschaltnocken nach der Mitte der Maschine bewegt wird, wird er dabei in eine Stellung gebracht, in der er auf die zugehörige Zahnsegmentnase 33 * oder 33 L stößt. Das Zahnsegment wird dadurch so gedseht, daß die Nockenstange 30 über ihre Mittelstellung hinaus gelangt und die dazugehörige Treibfalle 8 R oder 8L anhebt. Die so gewählte und gehobene Klinke treibt die damit verbundene Fadenführerschiene 1 beim nächsten Hub in umgekehrter Richtung an.
Um eine Fadenführerschiene aus der Ruhestellung einzufahren, wird ein zu dieser Stange gehöriger Umschaltnocken 35" oder 35 L nach innen in seine Arbeitsstellung bewegt. Durch diese Bewegung kommt er in Berührung mit der Nase des zugehörigen Zahnsegments 31* oder 3iL, und die verlangte Treibfalle 8R oder 8L wird gehoben, so daß, wenn der Block 9 sich in seinen nächsten Lauf bewegt, die gehobene Treibfalle mit dem Anker 10 der verlangten Fadenführerschiene in Berührung kommt und diesen verdreht, so daß sich die Sperrklinke 15 bzw. 16, die sich bis dahin an einem der Ruheanschläge 28" oder 28 L festhielt, durch Abgleiten von dem Flügel 23 R bzw. 23 L unter der Wirkung der Feder 17 dreht und dadurch den Ruheanschlag 28 R, 28 L losläßt und infolgedessen die Fadenführerschiene die Nadelfontur entlanglaufen kann.
Die Umschaltnocken 35 R, 35 L werden durch senkrecht bewegliche Stangen 37 R, 37 L angetrieben, die mit ihnen durch Zapfen 38 und Schlitze 39 verbunden sind. Diese Stangen 37^ und 37 L sind durch die Winkelhebel 40R und 40 L und Zugstangen 41 paarweise verbunden. Die Zugstangen 41 dienen dazu, die beweglichen Anschlagstücke 21 zu heben und zu senken, denn sie gehen durch die Ausschnitte 42 und berühren beim Hub deren Ränder, wie in Fig. 2 gezeigt. Die Wechselzugstangen 41 heben diejenigen Anschlagstücke 21, welche auf dem rechten Grenzanschlag 5 K vorgesehen sind, und die dazwischenliegenden Zugstangen 41 betreiben die auf dem linken Grenzanschlag 5 L vorgesehenen Anschlagstücke 21. Dies geht aus Fig. 3 hervor.
Die Ausschnitte 42 sind breiter als die Zugstangen 41, und diese Zugstangen haben zwei Bewegungsstufen. Wenn man die in Fig. 1 in vollen Linien dargestellte untere Stellung betrachtet, so wird der erste Teil der Aufwärtsbewegung einer Stange 41 ein Anschlagglied 21 nicht beeinflussen, aber er bewirkt, daß die damit verbundenen Umschaltnocken 35^ und 35L in eine untätige Stellung zurückgezogen werden. Die nächste Bewegungsstufe hebt das Anschlagstück 21 (ohne weitere Wirkung auf die Umschaltnocken), da der untere Teil jedes Schlitzes 39 vertikal verläuft. Umgekehrt gestattet die erste Stufe der Abwärtsbewegung einer Zugstange 41 dem Anschlagstück 21, in die Arbeitsstellung herunterzugehen, ohne die Umschaltnocken zu beeinflussen. Die nächste Stufe der Abwärtsbewegung bewirkt, daß die Umschaltnocken sich nach innen bewegen.
Diese Bewegungen der Stangen 41 werden durch eine Mustertrommel 43 bekannter Art erzeugt, die auf Fühler 44 arbeitet. Diese Fühler sind durch Glieder 45 je einer mit einem der Winkelhebel 40 s verbunden. Die Mustertrommel 43 hat einen gewöhnlichen Klinkenradantrieb 46 und trägt einen Nockenring für jeden Fühler 44. Eine Anzahl der Nocken des Ringes sind niedrig und bewirken die erste Stufe der Abwärtsbewegung der Zugstangen 41, andere Nocken sind höher und bewirken die zweite Bewegungsstufe.
Es ist wünschenswert, daß die Wirkmaschine so konstruiert ist, daß jede der drei Fadenführerschienen abwechselnd benutzt werden kann, einer für jede Reihe, für die Herstellung von ringelfreien Strümpfen u. dgl. durch das Dreifadenführersystem. Beim Arbeiten nach dem Dreifadenführersystem ist es nicht erwünscht, daß, wenn i°5 jeder Fadenführer seinen Hub gemacht hat, er in die Ruhestellung geht, bis er wieder gebraucht wird. Es ist daher am Ende jedes Hubes nur notwendig, eine neue Auswahl unter den Umschaltnocken 35R, 35 L zu treffen. Diese Auswahl steht unter der Kontrolle einer Hilfsmustertrommel 47 mit dem üblichen Klinkenradantrieb 49, welche auf Verlängerungen 48 jener drei Fühler 44 arbeitet, die in Fig. 3 durch die Klammer als Gruppe 44" bezeichnet sind. Diese Fühler sind mit den Zugstangen 41" verbunden, die auf die drei in dem Dreifadenführersystem verwendeten Fadenführerschienen wirken. Beim Beginn der ringelfreien Arbeit senken die niedrigen Nocken der Haupttrommel 43 die Anschlagstücke 21, und die Hilfstrommel 47 trifft die geeignete Auswahl unter den drei Sätzen von Umschaltnocken 35 s, 35*·, ohne die Anschlagstücke zu verschieben.
Die beschriebene Vorrichtung ist nicht nur für den zwangsläufigen Antrieb von Fadenführern mit veränderlicher Lauf weite verwendbar, sondern auch
für unabhängig von der Laufweite des Antriebs gleichbleibende Laufweiten des Fadenführers über das Rößchen und des Hauptfadenführers über den Deck- oder Plattierfadenführer.

Claims (17)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Flache Kulierwirkmaschine, insbesondere Cotton-Wirkmaschine mit Vorrichtung zum Ilinundherbewegen eines Maschinenteiles, z. B.
    ίο eines Fadenführers, zwischen Grenzanschlägen,
    gekennzeichnet durch einen Kupplungsteil (io) an dem angetriebenen Teil (i), der diesen mit dem Treiber (4) in beiden Richtungen zwangsläufig, aber ausrückbar kuppelt, und eine Kupplungsumsteuervorrichtung (15, 16), die beiderseits bei Annäherung an einen der Grenzanschläge (sR, 5L) die Kupplung löst, dagegen den angetriebenen Teil in seiner augenblicklich erreichten Stellung festhält, bis sie beim Rück-KanS des Treibers durch diesen zur Freigabe des angetriebenen Teils und zu dessen zwangsläufiger Wiederankupplung an den Treiber bis zum Erreichen des entgegengesetzten Grenzanschlages umgeschaltet wird.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsumsteuervorrichtung (15, 16) den Kupplungsteil (10) so lange in seiner eingerückten Stellung verriegelt, bis sie selbst umgeschaltet wird, und andererseits der Kupplungsteil die Kupplungsumsteuervorrichtung nach Erreichen eines Grenzanschlages so lange in ihrer den angetriebenen Teil festhaltenden Stellung verriegelt, bis er selbst von dem Treiber nach dessen ßewegungsumkehr verstellt wird.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsteil (10) zwei Auslösestellungen und zwischen diesen eine Kuppelstellung hat und die Kupplungsumsteuervorrichtung aus zwei Sperrklinken (15, 16) besteht, von denen die eine den Kupplungsteil in seiner einen Auslösestellung festhält und selbst durch den einen Grenzanschlag (5K> 5L) ausgelöst wird, dagegen die andere Sperrklinke gleichartig in der entgegengesetzten Richtung wirksam ist.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsteil (10) durch den Druck des Treibers in eine seiner Auslöse-Stellungen gedrängt wird.
  5. 5. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Treiber ein Teil der Rösselschiene (4) oder ein mit dieser bewegter Teil, der angetriebene Teil ein Fadenführer oder eine Fadenführerschiene (ι) und die GrenzanschlägeFadenführeranschläge (5«, 5£) sind.
  6. 6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Grenzanschlage (5", 51) veränderbar und der Weg des Treibers (4) von unveränderlicher Länge ist.
  7. 7. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Mehrzahl angetriebener Teile (1), die wahlweise von einem Treiber (4) mitgenommen werden und einen besonderen Kupplungsmechanismus (io, 15, 16, 8 K, 8L) für jeden der angetriebenen Teile sowie Einrichtungen (30 bis 35), um diese Kuppelmechanismen zum Arbeiten auszuwählen.
  8. 8. Maschine nach Anspruch 3 oder 4 in Verbindung mit Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zu jedem angetriebenen Teil ein eigener Antriebsteil (8*, 8L) gehört, der durch eine Vorrichtung (30 bis 35) wahlweise in wirksame und unwirksame Lage gebracht werden kann.
  9. 9. Maschine nach Anspruch 3 oder nach Anspruch 3 in Verbindung mit einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Antriebsteil aus einem Paar von Treibfallen (8", 8L) besteht, die in der Bewegungsrichtung mit Abstand voneinander zum Eingriff in die Kupplungsteile angeordnet sind und durch eine Vorrichtung, jede für eine der beiden Bewegungsrichtungen, in Arbeitsstellung gebracht werden.
  10. 10. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die führende Treibfalle bei jedem Hinundhergang wirksam wird, wobei der angetriebene Teil über dem Treiber geführt wird.
  11. 11. Maschine nach Anspruch 8 in Verbindung mit Anspruch 10, gekennzeichnet durch wenigstens zwei Antriebsteile, die gleichzeitig auf ihre zugehörigen angetriebenen Teile (1) wirken und bei denen der Abstand der Treibfallen (8*, 8 L) an einem Antriebsteil von dem am anderen Antriebsteil verschieden ist, so daß die angetriebenen Teile verschieden weit mitgenommen werden.
  12. 12. Maschine nach Anspruch 9 oder Anspruch 9 in Verbindung mit Anspruch 10 oder 11, gekennzeichnet durch eine Nockenstange (30) an dem Antriebsteil, der die Treibfallen (8", 8L) abwechselnd in Arbeitsstellung bringt, indem er durch eine Vorrichtung (31^ bis 35 R, 31 L bis 35 L) an den Enden jedes Hubes hin oder her geschoben wird.
  13. 13. Maschine nach Anspruch 8 in Verbindung mit Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (31 bis 35) zum Verschieben der Nockenstange (30) mit einem Mechanismus »" zum Auswählen bestimmter Nockenstangen ausgerüstet ist.
  14. 14. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (41,42) zum Ausschalten eines Grenzanschlages, so daß der angetriebene Teil in eine Ruhestellung weiterläuft, in der er durch einen Ruheanschlag (28", 28 l) festgehalten wird.
  15. 15. Maschine nach Anspruch 3 in Verbindung mit Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsmechanismus einen Haken (29) hat, mit dem er sich an dem Ruheanschlag festhalten kann.
  16. 16. Flache Kulierwirkmaschine mit mehreren Fadenführerschienen, gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender Merkmale: Einen zwangs-
    läufigen Mechanismus zum Antrieb irgendeiner ausgewählten Fadenführerschiene (i) auf eine veränderbare Weglänge bei jedem Hub mit einer gewöhnlichen, immer gleich weit hin und her gehenden Rösselschiene (4), an der ein Paar abwechselnd zur Wirkung kommende Treibfallen (8*, 8 L) mit Abstand in der Hubrichtung voneinander angebracht sind, die durch eine zwischen zwei Endlagen verschiebbare Nocken-
    to stange (30) abwechselnd eingeschaltet und bei Mittellage der Nockenstange beide ausgeschaltet werden; eine Vorrichtung, die die Nockenstange an jedem Ende des Hubes der Rösselschiene in ihre Mittelstellung schiebt; Wähler zum wahlweisen Verschieben einer der Nockenstangen in die Stellung, in der sie die gewünschte Treibfalle einschaltet; ein Paar einstellbarer Grenzanschläge zur Festlegung des Fadenführerhubes, die für jede Fadenführerschiene an beiden Seiten
    ao aus einem festen und einem beweglichen Anschlagstück bestehen, welche dazu dienen, den Fadenführer mittels einer weiter unten genannten Sperrklinke (15, 16) stillzusetzen; einen Mechanismus an jeder Fadenführerschiene, der aus einem drehbaren, in seiner Mittelstellung mit der Treibfalle die Kupplung bewirkenden und von dieser Treibfalle je nach Hubrichtung in eine seiner unwirksamen Seitenstellungen gedrängten Anker (10) und zwei ausschaltbaren, den Anker am Ausweichen in eine seiner Seitenstellungen hindernden und durch Berührung mit den Anschlagstücken dieses Hindernis aufhebende sowie zwischen den Anschlagstücken eingreifenden Sperrklinken (15, 16) besteht; einen Ruheanschlag (28", 28L) für jede Fadenführerschiene, der, außerhalb des beweglichen Anschlagstückes angebracht, die die Schiene festhält, wenn das bewegliche Anschlagstück außer Wirkung gebracht ist; eine Wählervorrichtung (38 bis 46), um nach Bedarf die beweglichen Anschlagstücke ein- und auszurücken.
  17. 17. Maschine nach Anspruch 16 mit mindestens drei Fadenführerschienen, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (47 bis 49) zum Wählen von drei Fadenführerschienen für abwechselnden Gebrauch je einer für einen Arbeitsgang.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 2169 11.
DEP28298D 1947-05-13 1948-12-31 Flache Kulierwirkmaschine, insbesondere Cotton-Wirkmaschine Expired DE820780C (de)

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