DE81561C - - Google Patents

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DE81561C
DE81561C DENDAT81561D DE81561DA DE81561C DE 81561 C DE81561 C DE 81561C DE NDAT81561 D DENDAT81561 D DE NDAT81561D DE 81561D A DE81561D A DE 81561DA DE 81561 C DE81561 C DE 81561C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C22/00Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
    • C23C22/05Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions
    • C23C22/06Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions using aqueous acidic solutions with pH less than 6
    • C23C22/48Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions using aqueous acidic solutions with pH less than 6 not containing phosphates, hexavalent chromium compounds, fluorides or complex fluorides, molybdates, tungstates, vanadates or oxalates
    • C23C22/50Treatment of iron or alloys based thereon

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Treatment Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Verfahren ermöglicht das Färben blank polirter Stahlnadeln, Nadlerwaaren und anderer aus Eisen oder Stahl hergestellter Gegenstände in dauernd haltbarer schwarzer Färbung unter Anwendung zweier eigenartiger Bäder auf kaltem Wege.
Nach bisher bekannt gewordenen ähnlichen Verfahren der Metallfärbung, wie solche beispielsweise von Buch η er vorgeschlagen worden sind, können derartige Färbungen nicht ausgeführt werden.
Will man polirte Stahlnadeln glänzend schwarz färben, so werden dieselben zunächst sorgfältig entfettet, von jeder Oxydschicht befreit und dann zehn Secunden hindurch (nicht länger) einem Bade I (Bronzebad) ausgesetzt, welches aus
10 g Kupfervitriol,
ι 5 g Zinnchlorür,
20 g reiner Salzsäure
auf ι kg Wasser besteht.
Das Bad I wird kalt angewendet und zweckmäfsig wie folgt bereitet: Der erforderliche Kupfervitriol wird in dem doppelten Gewichtsquantum Wasser durch Abkochen gelöst. Diese (kräftig blaue) Lösung filtrirt man mittels Filtrirpapiers, giefst sie in die noch erforderliche Wassermenge und setzt alsdann die Salzsäure und das Zinnchlorür in beliebiger Reihenfolge zu. Nach einigem Umrühren zeigt die Flüssigkeit eine bläulichweifse Trübung. Alsbald entstehen weifse Flocken, die bald zu Boden sinken und einen dichten weifsen Niederschlag bilden, so dafs das Bad von Flocken frei — wenn auch nicht durchsichtig klar — zum Gebrauch fertig ist. Wird das Bad aufser Gebrauch verschlossen gehalten, so ist es für ziemlich lange Zeit brauchbar.
Unmittelbar nach Anwendung des Bades I (Bronzebad) werden die Nadeln oder sonstigen Gegenstände mit Wasser abgespült und auf zwei bis drei Minuten einem Bade II (Schwefelbad) überlassen, welches Bad ebenfalls kalt angewendet wird und aus
1,5 kg unterschwefligsaurem Natron,
75 g reiner Salzsäure
auf ι kg Wasser besteht.
Das unterschwefligsaure Natron wird in Wrasser über Feuer gelöst, worauf man die Lösung abkühlen läfst. Unmittelbar vor dem Gebrauch wird die Lösung durch ein nicht zu feines Tuch durchgeseiht, bis dieselbe klar erscheint, und die erforderliche Menge Salzsäure zugesetzt. Die ursprünglich wasserklare Lösung nimmt nun nach einigem Umrühren eine gelbe Trübung an, und es bilden sich gelbe Flocken.. Nach wenigen Minuten giefst man das Bad durch ein feines Drahtsieb so lange, bis an den ersten Probenadeln gelbe Klümpchen nicht mehr haften.
Dieses Bad ist etwa zwei Stunden hindurch nach dem Zusatz der Salzsäure brauchbar, worauf es die Färbekraft verliert, welche jedoch stets wieder durch einen Zusatz des oben angegebenen Quantums Salzsäure hervorgerufen werden kann, wobei aber eine abermalige Durchsiebung erforderlich ist.
Die nunmehr schwarzen Nadeln kommen unmittelbar aus dem Bade II (Schwefelbad) in ein Wasserbad, in welchem sie gründlich abgespült werden, und alsdann in geeigneter Weise zur Trocknung.
Das vorbeschriebene Färbeverfahren soll besonders zum Färben von Stahlnadeln und Nadlerwaaren dienen und ist für diese Zwecke nur deshalb wichtig, weil es im Gegensatz zu den bisher üblichen rein mechanischen Schwarzfärbungen als chemisches Verfahren eine vollständige Politur und eine haltbare schwarze Färbung erzeugt.

Claims (1)

  1. Patent - Anspruch:
    Ein Verfahren zur Herstellung einer haltbaren schwarzen Färbung von Stahlnadeln, Nadlerwaaren und anderen Metallgegenständen, auf chemischem Wege, dadurch gekennzeichnet, dafs die entfetteten und von Oxyd befreiten Gegenstände einem kalten Bronzebad, bestehend aus Kupfervitriol, Zinnchlorür und Salzsäure, ausgesetzt, mit Wasser abgespült und darauf in üblicher Weise in ein Schwefelbad eingeführt werden, worauf dieselben in kaltem Wasser abgespült und getrocknet werden.
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