-
Die Erfindung betrifft eine Setzvorrichtung für Grubenstempel, die
an dem am Unterstempel befindlichen Schloßkörper aufgehängt oder abgestützt ist.
Die Setzvorrichtungen dieser Art sind mit einer Zahnstange versehen, die durch eine
Ratsche oder Kurbel angetrieben wird, und die Bewegung der Zahnstange wird auf den
Oberstempel mittels geeigneter Klemmvorrichtungen übertragen, wodurch ein Anheben
des Stempels und ein Anpressen an das Hangende herbeigeführt wird.
-
Die bekannten Setzvorrichtungen haben gewisse Nachteile insofern,
als die Klemmvorrichtung zwischen Setzvorrichtung und Stempel nicht schnell und
sicher genug wirkt und vielfach auch Anlaß dazu ist, daß Verkantungen, ein Schiefziehen
o. dgl. des Oberstempels eintreten. Ferner ergeben sich häufig Verletzungen des
Stempels durch dieKlemmvorrichtung, und außerdem ist die Setzvorrichtung infolge
der Ausbildung der Klemmeinrichtung für den Oberstempel meist nur für eine Stempelart
benutzbar.
-
Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile bekannter Einrichtungen
beseitigt und eine Setzvorrichtung geschaffen, die, insbesondere was die Kleminung
anlangt, schnell und sicher wirkt, wobei Stempelverletzungen ausgeschlossen sind
und ein Scliiefziehen oder Verkanten des Oberstempels vermieden wird. Hierzu wird
vorgeschlagen, die Zahnstange auf dem Schloßkörper abzustützen und das Getriebegehäuse
sich entlang der Zahnstange bewegen zu lassen. An dem Getriebegehäuse ist ein Klemmarm
angelenkt, der den Oberstempel mit beweglicher Klemmbacke umfaßt und beim Anhub
das Getriebegehäuse gegen den anzuhebenden Oberstempel verspannt. Durch diese Maßnahme
wird insbesondere sichergestellt, daß der Stempel senkrecht und ohne Verkanten und
Schiefziehen angehoben und gegen das Hangende gedrückt wird.
-
In der Abbildung ist eine beispielsweise Ausführungsform dargestellt.
-
Der Grubenstempel besteht aus dem Unterstempel i und dem Oberstempel
2. Zur Feststellung des Oberstempels 2 in gesetzter Lage ist auf dem Unterstempel
i der Schloßkörper 3 vorgesehen, der üblicherweise so ausgebildet ist, daß an ihm
eine Setzvorrichtung angehängt oder auf ihm abgestützt werden kann.
-
Die Setzvorrichtung gemäß der Erfindung besteht aus der Zahnstange
.I, die am unteren Ende, wie bei 3 angedeutet, mit einer Ausnehmung versehen ist,
die, der Form des Schloßkörpers 3 angepaßt ist. Zlit dieser Ausnehmung stützt sich
die Zahnstange .I auf dem Schloßkörper ab und verhindert ein Abrutschen bzw. Verkanten
an dieser Stelle. Entlang der Zahnstange a ist das Getriebegehäuse 6 beweglich.
Das Getriebe besteht aus einer Ratsche, die mit dem I-Iebel 7 bewegt wird. An Stelle
eines derartigen Ratschentriebes 'kann z. B. auch ein Kurbelbetrieb verwendet werden.
An dem Getriebegehäuse ist mittels eines Bolzens S ein Klemmarm 9 beweglich angelenkt.
Am anderen Ende des Klemmarmes 9 ist eine Klemmbacke io ebenfalls gelenkig befestigt.
-
Durch Anheben des Kleminarnies 9 läßt sich die Setzvorrichtung einfach
und sicher in Betriebsstellung bringen und wieder vom Stempel abnehmen, wenn die
Setzarbeit beendet ist. Umständliches Antreiben bzw. Lösen von Keilen ist nicht
erforderlich, und die vollkommen sichere Klemmverbindung zwischen der Setzvorrichtung
und dem Stempel wird ohne Beschädigung des Oberstempels gewährleistet.
-
.Nachdem die Setzvorrichtung in ihre Ausgangslage gebracht worden
ist, wird mittels des Hebels das Getriebe in Bewegung gesetzt. Infolgedessen wird
das Gehäuse 6 entlang der fest stehenden, auf dem Schloßkörper 3 abgestützten Zahnstange
nach oben bewegt. Unmittelbar beim Einsetzen dieser Bewegung wird über den angelenkten
Klemmarm 9 und die Klemmbacke io selbsttätig ein Spanndruck ausgeübt, der das Gehäuse
0 und die Klemmbacke io gegen den anzuhebenden Stempel 2 verspannt. Bei weiterer
Betätigung des Getriebes wird der Stempel 2 von dem sich längs der Zahnstange q
aufwärts bewegenden Gehäuse 6 mitgenommen und in Setzstellung gebracht. Der Klemm-
oder Verspannungsdruck wirkt gleichmäßig von beiden Seiten des Stempels, und es
ist daher sichergestellt, daß die Aufwärtsbewegung in senkrechter Richtung ohne
Verkanten und Schiefziehen erfolgt.
-
Im allgemeinen kann die Setzvorrichtung für alle üblichen Stempelarten
benutzt werden. Sollte indes die Profilierung des Oberstempels 2 weitgehend vom
üblichen abweichen, so ist es möglich, sich dem durch eine einfache Abänderung der
Klemmbacke io und gegebenenfalls der Form des Hebelarmes q anzupassen.
-
Es ist selbstverständlich möglich, auch andere Änderungen, sowohl
in der Ausbildung der Zahnstange als auch bezüglich der Ausbildung des Betriebsgehäuses,
vorzunehmen, ohne hierdurch grundsätzlich vom Erfindungsgedanken abzuweichen.