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Einrichtung zum Losbrechen und Abheben eines
Schachtdeckels od. dgl.
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Ausfahrenserstrecken. Sobald die Schicht 200 aufgebrochen ist, braucht keine zusätzliche Anfahrkraft mehr zur Verfügung zu stehen, sondern der Schachtdeckel 6 kann mit normaler Antriebskraft weiter ausgefahren werden.
Bei der Einrichtung nach Fig. 1 wird die von den Antriebseinrichtungen, z. B. über eine nicht dargestellte Kolbenstange, gelieferte Antriebskraft auf eine Druckplatte 202 übertragen, die über einen kur- venförmigen Hebel 203 auf den Schachtdeckel 6 einwirkt. Der Hebel 203 ist mittels eines Lagerzapfens 208 in einer Gabel 204 gelagert, die an der Bodenfläche des Schachtdeckels 6 befestigt ist. Dabei greift der Lagerzapfen 208 in ein Langloch 209 ein.
Der Hebel 203 kann sich während des Abhebens des Schachtdeckels 6 verschwenken und überträgt dabei die Antriebskraft von der Druckplatte 202 aus mit veränderlicher Hebelübersetzung auf den Schachtdeckel 6, u. zw. derart, dass im Beginn des Ausfahrens des Schachtdeckels eine entsprechend der Hebelübersetzung erhöhte Anfahrkraft zur Verfügung steht, die sich im Laufe des weiteren Ausfahrens des Schachtdeckels infolge einer stetigen Verminderung der Hebelübersetzung stetig vermindert, bis sie schliesslich wieder bis auf den Wert der normalen Antriebskraft zurückgegangen ist. Zweckmässig sind dabei mehrere Hebel 203 über den Umfang des Schachtdeckels 6 verteilt angeordnet, so dass sich eine gleichmässige Kraftübertragung auf den Schachtdeckel 6 ergibt.
Die Wirkungsweise des Hebels 203 ergibt sich am deutlichsten aus der Darstellung der Fig. 1, die den Zustand unmittelbar vor Beginn der Übertragung der Antriebskraft auf den Schachtdeckel 6 zeigt.
Die Druckplatte 202 ist bei ihrer Aufwärtsbewegung gegen das eine Ende des Hebels 203 gefahren, so dass der Hebel 203 im äusseren Bereich seiner unteren Kurvenfläche 205 auf der Druckplatte 202 aufliegt. Das andere Ende des Hebels 203 trägt eine Lagerpfanne 206, die auf einem festen Gegenlager 207 ruht. Der am Hebel 203 angebrachte Lagerzapfen 208 liegt aber noch an der Unterkante des Langloches 209 an. Bei weiterer Aufwärtsbewegung der Druckplatte 202 tritt eine Schwenkbewegung des Hebels 203 um die Lagerpfanne 206 ein. Bei dieser Bewegung rollt die Kurvenflä- che 205 etwas auf der Druckplatte 202 ab und zu gleicher Zeit verschiebt sich der Lagerzapfen 208 im Langloch 209 nach oben, bis die obere Kurvenfläche 210 des Hebels 203 an der Unterkante des Schachtdeckels 6 zur Anlage gekommen ist.
In diesem Augenblick beginnt die Kraftübertragung auf den Schachtdeckel.
Für die Kraftübertragung steht dabei eine Hebelübersetzung zur Verfügung, die sich aus dem in horizontaler Richtung gemessenen Abstand zwischen der Lagerpfanne 206 und der Berührungslinie 205' zwischen Kurvenfläche 205 und Druckplatte 202 einerseits und dem Abstand zwischen der Lagerpfanne 206 und der Berührungslinie 210'zwischen der Kurvenfläche 210 und dem unteren Deckelrand anderseits ergibt. Entsprechend dieser Hebelübersetzung wird dabei die auf die Druckplatte 202 ausgeübte Antriebskraft verstärkt auf den Schachtdeckel 6 übertragen, so dass der Schachtdekkel 6 mit erhöhter Anfahrkraft (und mit entsprechend verminderter Geschwindigkeit) seine Bewegung beginnen kann.
Bei weiterer Aufwärtsbewegung der Druckplatte 202 führt der Hebel 203, der mit seinem einen Ende auf dem festen Gegenlager 207 abgestützt bleibt, eine weitere Schwenkbewegung um das Gegenlager 207 herum aus. Dabei wandert die Berührungslinie 205'entlang der unteren Kurvenfläche 205 zum festen Gegenlager 207 hin, während gleichzeitig die Berührungslinie 210'entlang der oberen Kurvenfläche 210 vom festen Gegenlager 207 wegwandert. Die Hebelübersetzung zwischen der Druckplatte 202 und dem Schachtdeckel 6 wird also laufend kleiner, bis sie schliesslich, wenn die beiden Berührungslinien vertikal aufeinander liegen, völlig verschwunden ist.
In diesem Augenblick hat sich der Hebel 203 um das Gegenlager 207 herum soweit verschwenkt, dass die lineare obere Hebelfläche 211 an dem unteren Rand des Schachtdekkels 6 zur Anlage gekommen ist. Ebenfalls von diesem Augenblick an hebt sich bei weiterer Aufwärtsbewegung der Druckplatte 202 die Lagerpfanne 206 aus dem Gegenlager 207 ab, und der Schachtdeckel 6 wird (zusammen mit dem Hebel 203) unter der direkten Einwirkung der normalen Antriebskraft weiter nach oben gefahren.
Bei der vorangehend beschriebenen Abrollbewegung des Hebels 203 wandert die Lagerpfanne 206 etwas inQuerrichtung, d. h. in Richtung der Pfeile P hin und her. Dementsprechend muss auch das feste Gegenlager 207 in Richtung der Pfeile P beweglich gestaltet sein. Fig. l lässt erkennen, dass das Lager 207 am Kopf eines Pendelkörpers 212 angebracht ist, der in einem Lagerkörper 213 Pendelbewegungen ausführen kann. Der Lagerkörper 213 ist an einem fest mit der Wandung des Schachtes 2 verbundenen Teil 214 angebracht. Der Pendelkörper 212 trägt zur Zentrierung zweckmässig einen Zentraldorn 215.
Um den Pendelkörper 212 nach dem Abheben des Hebels 203 in seiner Mittellage zu halten, sind vorgespannte Federn 216 vorgesehen, die auf seitlich am Pendelkörper 212 an-
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gebrachte Ansätze 217 einwirken und die sich an Stellschrauben 218, die im Lagerkörper 213 befestigt sind, abstützen.
Eine modifizierte Bauweise für das feste Gegenlager 207'der Lagerpfanne 206 ist in den Fig. 2 und 3 dargestellt. Das Gegenlager 207'ist als Schneidenlager ausgebildet und an einem Pendelarm 236 so an einem festen Schachtteil 214'aufgehängt, dass sich das Lager 207'in richtiger Lage zum Schachtdeckel 6 befindet und dass Pendelbewegungen dieses Lagers 207'in Richtung des Pfeiles P' möglich sind. Der feste Schachtteil 214'befindet sich dabei oberhalb des unteren Randes des Schachtdeckels 6. Der Pendelarm 236 ist am festen Schachtteil 214'mittels Gabelarmen 237 und 238 und eines Bolzens 239 befestigt. Die Bewegungen des Pendelarmes 236 sind durch Einstellschrauben 220
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Wenn auch bei beiden Ausführungsformen Bewegungen des festen Gegenlagers 207 bzw. 207'in Richtung der Pfeile P oder P'am häufigsten auftreten, so werden doch während des Betriebes auch Bewegungen in Richtung senkrecht zur Zeichenebene nicht zu vermeiden sein. Man erkennt aber aus den zeichnerischen Darstellungen, dass sowohl das vom kegelförmigen Pendelkörper 212 getragene kugelförmige Lager 207 als auch das vom Pendelarm 236 getragene Schneidenlager 207'Bewegungen senkrecht zur Zeichenebene ausführen können. Im Falle des Schneidenlagers 207'dient dabei die senkrecht zur Zeichenebene wirkende Stellschraube 220'zur Begrenzung der Pendelbewegungen des Pendelarmes 236.
Wenn es vorgesehen ist, dass die Druckplatte 202, die über den Hebel 203 die Antriebskraft auf den Schachtdeckel 6 überträgt, entweder im unteren Ruhezustand oder im oberen, verriegelten Zustand des Schachtdeckels 6 von ihm abgehoben und ihrerseits in eine Ruheposition abgesenkt werden kann oder wenn die Druckplatte 202 (in nicht weiter dargestellter Weise) zugleich den Fahrkorb od. dgl. trägt und deshalb auch von dem Schachtdeckel unabhängige Bewegungen ausführen muss, sind zweckmässig Mittel vorgesehen, die den Schachtdeckel 6 und die Druckplatte 202 beim Eingriffszustand miteinander zentrieren. Diese Mittel bestehen im Beispiel der Fig. 1 aus einem in dem unteren Rand des Schachtdeckels 6 angeordneten Führungsloch 222 und einem an der Druckplatte 202 angebrachten, an seiner Spitze konisch abgeschrägten Führungsdorn 223.
Bei der Abwärtsbewegung des Schachtdeckels 6 nach seiner Entriegelung könnte es geschehen, dass infolge irgendeines Fremdkörpers ein Verklemmen des Schachtdeckels 6 eintritt, so dass die Druckplatte 202 (gegebenenfalls mit dem von ihr getragenen Fahrkorb) allein weiterfährt, während der Schachtdeckel hängenbleibt. Um dieser Möglichkeit Rechnung zu tragen, kann bei Abwärtsfahrt des Schachtdeckels 6 eine Verriegelung zwischen der Druckplatte 202 und dem Schachtdeckel 6 vorgesehen sein, beispielsweise dadurch, dass sich ein an der Druckplatte 202 angebrachter Haken 224 bei Abwärtsfahrt des Schachtdeckels 6 in einen an dem Schachtdeckel angebrachten Bolzen 225 einhakt (wie dies in der strichpunktierten Position 224'dargestellt ist).
Der Haken 224 ist an der Druck- platte 202 im Lager 226 schwenkbar gelagert und kann z. B. mittels eines Magneten 227, der an einem seitlichen Arm 228 des Hakens 224 angreift, mit dem Bolzen 225 im Bedarfsfall verriegelt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Losbrechen und Abheben eines Schachtdeckels od. dgl., dadurch gekenn- zeichnet, dass an dem Schachtdeckel (6) od. dgl. mindestens ein Hebel (203) angeordnet ist, zu dessen Abstützung ein Gegenlager (207, 207') vorzugsweise an der Schachtwand vorgesehen ist, wobei der Hebel (203) nach Rollkurven gekrümmte, zum Angriff einer Druckplatte (202), die gegebenenfalls mittels mindestens einer Bohrung (222) und eines in diese einführbaren Dornes (223) zentrierbar ist, bzw. zur Abstützung an dem Schachtdeckel (6) dienende Stützflächen (205,210) aufweist, mittels der zum Losbrechen des Schachtdeckels eine Vervielfachung der Hubkraft erreicht wird, die sich allmählich bis zur Erreichung der einfachen Hubkraft vermindert.
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