DE802307C - Vorrichtung zur Herstellung von Beuteln - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Beuteln

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DE802307C DEP55300A DEP0055300A DE802307C DE 802307 C DE802307 C DE 802307C DE P55300 A DEP55300 A DE P55300A DE P0055300 A DEP0055300 A DE P0055300A DE 802307 C DE802307 C DE 802307C
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    • B31B2160/10Shape of flexible containers rectangular and flat, i.e. without structural provision for thickness of contents

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Description

  • Vorrichtung zur Herstellung von Beuteln Die Erfindung erstreckt sich auf eine halbautoma'tische Vorrichtung zum Kleben von Beuteln und . eignet sich insbesondere zur Herstellung von Beuteln, die aus verhältnismäßig dünnem Zellglas bestehen. Dieses dünne Zellglas kann bisher vollautomatisch infolge seiner sehr geringen Dicke nicht verarbeitet werden. -.Man war vielmehr genötigt, diese Beutel nach wie vor mit der Hand zu kleben, sei es nun, <iaß es sich um Flachbeutel oder um Bodenbeutel handelt.
  • Durch die Erfindung wird nun eine Vorrichtung angegeben, mit der es möglich ist, derartige auch aus sehr dünnem Zellglas bestehende Beutel halbautomatisch herzustellen, so daß eine schnellere und daher billigere Herstellung gewährleistet ist.
  • Darüber hinaus wird durch die erfindungsgemäße Vorrichtung noch eine bedeutend gleichmäßigere Form erzielt, und ferner wird die Haltbarkeit der Klebung an sich bedeutend besser, obschon -,weniger Klebstoff benötigt wird.
  • Grundsätzlich wird dieses bei der F"rfiii<luiig durch auf einem Klebetisch längs den zu klebenden Kanten angeordnete und auf diese Kanten einschwenkbare, den Klebstoff tragende Stempel erreicht.
  • Bei jeder Schwenkbewegung wird nun diesen Stempeln erneut Klebstoff zugeführt, und zwar geschieht dieses erfindungsgemäß dadurch, daß die Stempel in der einen Endstellung ihrer Schwenkbewegung auf ein mit Klebstoff getränktes Kissen und in der anderen Endstellung auf den Beutelrand aufschlagen.
  • Vorteilhafterweise wird nun die Druckfläche dieser Stempel von der Schmalseite einer Leiste gebildet, die gelenkig an einer Kurbelstange sitzt und bei ihrer SchwenkheNvegung durch einen Lenker in Lotrechtlage zum Klebetisch gehalten wird. Diese Ausbildung ist außerordentlich einfach und wegen ihrer geringen Einzelteile sehr betriebssicher.
  • Die Schwenkbewegung wird nun durch einen Fußtritt erzeugt, damit die Arbeiterin beide Hände zum Einfalten des Beutels frei hat. In diesem Falle sitzt erfindungsgemäß am Ende der Kurbelstange eine Rolle, über die ein Zugband läuft, an dessen einem Ende eine Schraubenfeder angreift, während das andere'Ende an dem Fußtritt befestigt ist. Neben der leichten Handhabung einer solchen Einrichtung ist auch die Gewähr dafür gegeben, daß die Stempelleisten verhältnismäßig kräftig auf die Blattränder aufschlagen und damit eine einwandfreie Klebstoffübertragung gewährleisten.
  • Nun läßt sich die erfindungsgemäße Vorrichtung nicht allein zur Herstellung von nur zweiseitig geklebten Flachbeuteln oder Bodenbeuteln benutzen, sondern auch für Beutel, deren Vorderwand beispielsweise aus dünnem Zellglas, deren Rückwand aber aus pergamentartigem Papier besteht.
  • In diesem Falle wird die Vorrichtung erfindungsgemäß so ausgebildet, daß eine der beiden längsseitig angeordneten Stempelleisten nebst Kurbelstangen in der Ruhestellung versenkt im Klebetisch lagern und ihre Zugbänder mit den einen Enden' zusammengefügt sind. Durch diese versenkte Anordnung wird erreicht, daß die Stempelleiste und die Kurbelstange der Arbeiterin, die an dieser Längsseite des Tisches sitzt, nicht hindernd im Wege stehen; trotzdem ist eine gemeinsame gleichzeitige Betätigung sämtlicher Stempelleisten und Kurbelstangen ermöglicht.
  • Dei beiden anderen, nicht versenkt angeordneten Stempelleisten sind nun auf einem Winkelblech befestigt, welches in der Breitrichtung des Klebetisches verschieb- und feststellbar ist. Diese beiden Stempelleisten stehen über ihre Kurbelstangen mit Kegelrädern untereinander in Verbindung.
  • Nun umrahmen weiterhin diese Stempelleisten erfindungsgemäß eine Schablone, die mit ihrem einen Ende auf dem Klebetisch befestigt ist, und unter' der die zu klebenden Blätter gestapelt sind, die mit ihrem Kleberand über die Schablone vorstehen.
  • Für den Fall, daß dreiseitig geklebte Beutel hergestellt werden sollen, erhält nun erfindungsgemäß diese Schablone auf der Oberseite noch einen Anschlag für ein auf die Schablone gelegtes und mit dem unter der Schablone liegenden Blatt zu verklebendes Blatt.
  • Die Arbeiterin legt dann die aus pergamentähnlichem Papier bestehende Rückenwand des Beutels gegen den Anschlag der Schablone, drückt auf den Fußtritt, so daß'die Stempelleisten einschlagen und damit die über die Schablone vorstehenden Ränder des unter der Schablone liegenden Blattstapels mit Klebstoff versehen werden. Nach Loslassen des Fußtrittes gehen die Stempelleisten zurück, und zwar die vordere Leiste in das Versenk, so daß die Arbeiterin die überstehenden Ränder um die Schablone herum auf die Beutelrückwand falten kann, dann wird der Beutel vom freien Ende der Schablone abgezogen. Während man bei solchen Flachbeuteln lediglich eine glatte und einteilige Schablone benötigt, wird erfindungsgemäß bei der Herstellung von Bodenbeuteln eine Schablone benutzt, auf deren verjüngt zulaufendem Ende noch eine ebenso verjüngte Klappzunge befestigt ist. Der besonders gestaltete Zuschnitt des Blattes gestattet dann ein Einfalten des Bodens um diese verjüngten zungenartigen Enden, wobei dann noch ein Bodenlappen mit Hilfe der gleichen erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Klebstoff versehen und dann von Hand eingeklappt wird.
  • Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine Draufsicht, Abb. 2 einen Schnitt nach der Linie A-B der Abb. i in vergrößertem Maßstab, Abb. 3 einen Schnitt nach der Linie C-D der Abb. i, Abb. 4 eine Draufsicht auf einen anderen Stempel, und zwar zur Bodenlappengummierung, Abb. 5 einen Schnitt nach der Linie E-F der Abb. 4 mit Klebekissen, Abb.6 den Zuschnitt für einen Bodenbeutel, jedoch in verkleinertem Maßstab.
  • Auf dem Klebetisch i liegt der Blechwinkel 2 mit den Schenkeln 3 und 4. In diesem Blechwinkel sind die in der Querrichtung des Klebetisches verlaufenden Schlitze 5, 6 und 7 angebracht. In diesen Schlitzen kann der Blechwinkel danf zum Klebetisch verschoben und mit Hilfe von Schrauben festgestellt werden, um die Einrichtung den verschiedensten Beutelgrößen anzupassen.
  • Auf diesem Blech 2 sitzen die Lager 8, 9, 1o und i i. In den Lagern 8 und 9 laufen die Enden der Kurbelstange 12, in den Lagern io und ii laufen die Enden der Kurbelstange 13. Diese beiden Kurbelstangen 12 und 13 sind durch die Kegelräder 14 und 15 miteinander gekuppelt, während auf dem anderen Ende der Kubelstange 12 eine Rolle 16 sitzt, über die ein Zugband 17 geführt ist. An dem einen Ende 18 dieses Zugbandes sitzt die Schraubenfeder i9, deren anderes Ende am Maschinenrahmen befestigt ist.
  • Der Kurbelstange 12 gegenüber liegt nun eine weitere Kurbelstange 2o, die aber bei Ruhestellung versenkt im Klebetisch lagert. Diese Kurbelstange wird ebenfalls von einer Rolle 21 betätigt, über die ein Zugband 22 läuft, dessen eines Ende 23 wiederum in eine Schraubenfeder eingehakt ist, die auch wieder am Maschinengestell befestigt ist.
  • Die beiden freien Enden 25 und 26 der Zugbänder sind miteinander vereinigt und führen zu dem Fußtritt 27, der unterhalb des Klebetisches angelenkt ist.
  • Auf den Kurbelstangen sitzen nun drehbar die Stempelleisten 28 bzw. 29, die von einer oder mehreren Schellen 30 gehalten werden. Durch diese Schellen 30 treten die Kurbelstangen hindurch, aber derart, daß die Schellen auf diesen Kurbelstangen drehbar sind. An diesen Schellen sind nun Lenker 31 befestigt, deren Enden sich in entsprechenden Schlitzführungen bewegen. Diese Schlitze laufen in der Waagerechten, so daß beim Schwenken der Kurbelstangen die Leisten 28 bzw. 29 immer lotrecht auf den Klebetisch bzw. auf die mit Klebstoff zu versehenen Blattränder auftreffen.
  • Bei der Ruhestellung der Vorrichtung befinden sich unterhalb dieser Leisten 28 bzw. 29 Kissen 32, die mit Klebmasse getränkt sind, so daß also bei jedem Arbeitsgang die Schmalseiten der Leisten 28 bzw. 29 mit Klebstoff versehen werden und nach Beendigung der Schwenkbewegung diesen Klebstoff auf die zu klebenden Kanten übertragen.
  • Die zu verklebenden Blätter 33 liegen nun gestapelt unter einer Schablone 34, die mit ihrem einen Ende 35 fest auf dem Klebetisch befestigt ist, deren anderes Ende 36 aber frei und mit einer Griffausnehmung 37 versehen ist. Die Blätter 33 stehen mit ihren Rändern 38 an allen drei Seiten über die Schablone 34 über. Diese Schablone 34 ist nun auf ihrer Oberfläche noch mit einem Anschlag 39 versehen. Gegen diesen Anschlag werden die beispielsweise aus pergamentartigem Papier bestehenden Rückwände 40 eines Beutels gelegt. Diese Rückwand entspricht in ihrer Breite der Breite der Schablone und in ihrer Länge der Länge der Schablone, gerechnet vom Anschlag 39 ab.
  • Zur Herstellung von Bodenbeuteln wird nun eine Schablone benutzt, bei der die Enden, wie in Abb. i dargestellt, verjüngt bzw. abgeschrägt sind, so daß eine Dachform entsteht. Hinzugefügt wird noch eine ebenfalls in Abb. i und 3 strichpunktiert dargestellte Zunge 4i, die gelenkig auf der Schablone befestigt ist. Der Zuschnitt für den Bodenbeutel erhält die Einschnitte 42 und 43 (vgl. Abb. 6). Auf Grund dieser Einschnitte ist man in der Lage, den Boden um die Schablone und um die Zunge 41 herumzufalten und dann den mit Klebstoff versehenen Bodenlappen 44 einzuschlagen.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Herstellung von Beuteln, insbesondere aus dünnem Zellglas, gekennzeichnet durch auf den Klebetisch längs den zu klebenden Kanten angeordnete und auf diese Kanten einschwenkbare, den Klebstoff tragende Stempel.
  2. 2. Vorrichtung zur Herstellung von Beuteln, insbesondere aus dünnem Zellglas, nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stempel in der einen Endstellung ihrer Schwenkbewegung auf ein mit Klebstoff getränktes Kissen und in der anderen Endstellung auf den Beutelrand aufschlagen.
  3. 3. Vorrichtung zur Herstellung von Beuteln, insbesondere aus dünnem Zellglas, nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfläche der Stempel von der Schmalseite einer Leiste gebildet wird, die gelenkig an einer Kurbelstange sitzt und bei ihrer Schwenkbewegung durch einen Lenker in Lotrechtlage zum Klebetisch gehalten wird.
  4. 4. Vorrichtung zur Herstellung von Beuteln, insbesondere aus dünnem Zellglas, nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende der Kurbelstange eine Rolle sitzt, über die ein Zugband läuft, an dessen einem Ende eine Schraubenfeder angreift, während das andere Ende an einem Fußtritt befestigt ist.
  5. 5. Vorrichtung zur Herstellung von Beuteln, insbesondere aus dünnem Zellglas, nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine der beiden längsseitig angeordneten Stempelleisten nebst Kurbelstangen in der Ruhestellung versenkt im Klebetisch lagern und ihre Zugbänder mit den einen Enden zusammengeführt sind.
  6. 6. Vorrichtung zur Herstellung von Beuteln, insbesondere aus dünnem Zellglas, nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden anderen, nicht versenkt angeordneten Stempelleisten nebst Kurbelstangen auf einem Blechwinkel befestigt sind, welcher in der Breitrichtung des Klebetisches verschieb- und feststellbar ist.
  7. 7. Vorrichtung zur Herstellung von Beuteln, insbesondere aus dünnem Zellglas, nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stempelleisten eine mit ihrem einen Ende auf dem Klebetisch befestigte Schablone umrahmen, unter der die zu klebenden Blätter gestapelt sind, die mit ihrem Kleberand über die Schablone vorstehen. B.
  8. Vorrichtung zur Herstellung von Beuteln, insbesondere aus dünnem Zellglas, nach Anspruch i bis 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablone auf der Oberseite mit einem Anschlag für ein auf die Schablone gelegtes und mit dem unter der Schablone liegenden Blatt zu verklebendes Blatt versehen ist.
  9. 9. Vorrichtung zur Herstellung von Beuteln, insbesondere aus dünnem Zellglas, nach Anspruch i bis 5 und 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von Bodenbeuteln auf dem verjüngt zulaufenden Schablonenende eine ebenso verjüngte Klappzunge befestigt ist.
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