DE600889C - Verfahren und Vorrichtung zum Einlegen eines Reissfadens in Briefumschlaege - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Einlegen eines Reissfadens in BriefumschlaegeInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Einlegen eines Reißfadens in Briefumschläge Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen und Einkleben von Aufreißfäden in bzw. auf Briefumschläge oder sonstige Umschläge aus zerreißbarem Stoff ohne Verwendung von nassem Klebstoff mittels eines trocken vorgummierten Papierstreifens, der ungleich gefaltet in seiner Falzkante einen Aufreißfaden birgt, nach Befeuchtung zusammengeklebt und mit der überstehenden nassen Klebefläche des längeren Faltungsschenkels auf eine Papierbahn oder ein Blatt oder in Briefumschläge u. dgl. geklebt wird.
- Durch die Erfindung wird eine einwandfreie und saubere Klebung erreicht und ein Herausdrücken von Klebstoff bei der Anpressung dieses Reißfadenpapierstreifens verhindert, zugleich auch eine Vereinfachu ag der erforderlichen Vorrichtung erzielt.
- Die im nachstehenden an Hand der Zeichnung beschriebene Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens ist eine Verbindung der Herstellung des Reißfadenpapierstreifens und der kontinuierlichen Zuführung der zu beklebenden Umschläge. .
- Abb. r zeigt einen Briefumschlag, bei welchem der Papierstreifen 2 mit dem in seine Falte eingeklebten Reißfaden 3 in den Falzwinkel unter der Verschlußklappe 4 des Briefumschlages eingeklebt ist. Letzterem ist dabei eine derartige Ausstanzform gegeben, daß seine seitlichen Klappen 5 nicht bis nach öben reichen, sondern so niedrig bemessen sind, daß zwischen ihrer Oberkante und der Falzkante der Verschlußklappe 4 genügend Raum zum Einkleben des Papierfadenstreifens verbleibt.
- Abb. 2 zeigt in vergrößertem «Maßstab, wie der einseitig innen gummierte Papierstreifen 2 in seiner Falte den Reißfaden 3 einschließt, während er mit seiner noch freien, aber befeuchteten,, gummierten, längeren Falzseite 2' auf den Papierbogen bzw. auf die Innenfläche des Briefumschlages aufgeklebt ist, und zwar in seiner Falzkante unter der Verschlußklappe 4. Da der obere umgeklappte Teil des Papierstreifens 2, welcher den Reißfaden 3 in seinem Falzwinkel einschließt, zur Außenfläche gehört und nicht gummiert ist, so ist er hier nicht aufgeklebt, sondern steht von dem Papier des Umschlages ab bzw. liegt frei darauf auf, wie aus Abb. 2 zu erkennen ist. Dadurch wird es ermöglicht, nach Abreißen einer der Ecken 4' des Umschlages, die auch zur Erleichterung des Abreißens durchlocht sein kann, den Reißfaden freizulegen und durch Aufreißen den Umschlag zu öffnen. Der Reißfaden bzw. der ihn einschließende gefaltete Streifen braucht also nicht mehr aus dem Briefumschlag herauszuragen, so daß er bei der Postbehandlung nicht mehr hinderlich ist.
- Abb. 3 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung teils im Schnitt, Abb. 4 eine Draufsicht auf _ die Vorrichtung, Abb. 5 eine V orderansicht mit den Walzenlagern, Abb.6 eine Draufsicht auf den Streifen-, Falz- und Einklebeapparat, Abb. ; eine Seitenansicht. Abb. S und 9 sind Einzelheiten.
- In Abb. 3 und 4 ist a die Entnahmeplatte, auf der die Papierbögen oder Briefumschläge gestapelt liegen. Aus dem Stapel wird jeweils der unterste Bogen oder Briefumschlag mittels der sich hin und her bewegenden Sauger b und der Nocken cl in entsprechenden Abständen in die 'Maschine eingezogen und fortlaufend über die Tischplatte z in das erste Walzenpaar c gebracht, das ihn weiterbefördert. Dabei bläst das Blasrohr o Luft unter seine Verschlußklappe, wodurch diese gehoben und im Weitergehen durch den winkelförmigen Umleger e vollständig umgelegt wird. In diesem geöffneten Zustande geht der Umschlag weiter und wird dem zweiten Walzenpaare f zugeführt, das ihn ergreift und durch welches auch der mit dem Reißfaden versehene gefalzte Papierstreifen 2 von der Trommel i aus im Winkel von etwa 45' zugeführt und in die Falzkante eingelegt wird. Die obere Walze des UValzenpaares f hat einen etwas kleineren Durchmesser als die untere Walze, damit sie nicht auf den Verbundstreifen drückt. Diese Walze kann aber auch mit einem Lochungsrad versehen sein, um den Umschlag in der Falzkante zu lochen, wodurch das Aufreißen erleichtert wird. Hinter den Walzen f ist ein zweites Walzenpaar f zur Weiterbeförderung des Umschlages angeordnet. Nach dem Austritt aus den Walzen f' geht der Umschlag unter einem feststehenden Bügel sm hindurch, der durch seine gebogene Form die Verschlußklappe wieder umlegt und den Umschlag schließt. Hinter diesem Bügel na ist ein Walzenpaar u zum Eindrücken des Streifens in den Umschlag angeordnet. Das eigentliche Einkleben des Streifens erfolgt durch dieses Walzenpaar. Dann geht der Umschlag unter eine kreisend,-Messerwalze it, die den Papierfadenstreifen durchschneidet. zweckmäßig unmittelbar an der Umschlagkante, so daß der Streifen nicht mehr aus dem Umschlag herausragt (s. Abb. i). Die obere, mit einem oder zwei Messern versehene Walzen trennt den Papierstreifen durch, indem sie jedesmal auf eine darunter befindliche Walze n' schlägt. Die obere Messerwalze n läuft im gleichen Zeitmaß wie die Sauger b und Einzugsnocken c. Dagegen läuft die untere Walze n' in einem anderen Zeitmaß, so daß diese den Schlag des 1lessers immer an einer anderen Stelle empfängt. Der fertige Umschlag wird dann von (lern Walzenpaar p ergriffen. Die äußere und untere von-diesen @Valzen kann mit einer Gravierung versehen und mit einer an sich bekannten Einfärbv orrichtung und einem Locher verbunden sein, wodurch ein Aufdruck, wie etwa »Ecke abreißen«, auf dem Umschlag angebracht und gleichzeitig die Ecke durchlocht wird (s. q.' in Abb. i).. Dann geht der Umschlag der Ablage q zu, in welcher sich die Umschläge über- oder untereinanderstapeln, so daß sie bequem entnommen werden können.
- Diese Ablage- und Stapelvorrichtung q besteht aus Gummibändern r, welche durch die mit der. Maschine verbundenen Walzen s' angetrieben werden und ihre erforderliche Spannung durch eine Beschwerungswalze r" erhalten. Diese läuft frei in besonderen Lagern und wird nur durch die gespannten Gummibänder mitgetrieben. Die erste der Walzen ist etwas höher gelagert, so daß die obere Fläche der Gummibänder eine schiefe Ebene nach hinten bildet. Dadurch wird bewirkt, daß der. Umschlag, der an die Ablageschiene anstößt, etwas vorstehen bleibt, so daß der nachfolgende Umschlag sich unter ihn schieben kann.
- Sollten bei den fertigen Umschlägen .die Verbundstreifen noch etwas vorstehen, dann können ihre Enden in bekannter Weise mittels kreisender Messer o. dgl. unmittelbar an der Umschlagkante abgeschnitten werden.
- Die Faltung des Papierstreifens 2 und das Einlegen und Einkleben des Reißfadens 3 geschieht in folgender Weise.
- Der Reißfaden 3 läuft von der Spule i und der noch glatte, auf einer Seitenfläche mit einer trockenen Klebeschicht versehene Papierstreifen 2 (z. B. gummiertes Rollenpapier) von der Spule 'a auf der Achse g oberhalb der Maschine ab. Der Papierstreifen 3 kann in fertig geschnittener Breite aufgespult oder es kann eine breitere Papierrolle aufgespult sein, die beim Drehen der Spule 'a in Streifen von der gewünschten Breite zerschnitten wird: Der Abzug erfolgt lediglich durch den Zug der unteren Maschinemvalzen. Der Papierstreifen 2 läuft nun durch den Falt- und Klebeapparat h, der in Abb. 6 und 7 in vergrößertem Maßstab dargestellt ist, und zwar geht er zunächst unter dem Ritzer s (INTadel o. dgl.) hindurch, der ihn auf etwa =13 seiner Breite an derjenigen Stelle, wo er umgefaltet werden soll, d.li. am Faltwinkel, leicht einritzt. Dadurch wird. die Arbeit des Falzapparates erleichtert, und dies hat auch noch den Zweck, zu verhindern, daß sich der Papierstreifen infolge des darauf befindlichen Klebstoffes nach der entgegengesetzten Seite d dreht. Dann geht der Streifen 2 durch den Anfeuchter t, der z. B. aus einer Anfeuchtwalze, einem Dampfröhrchen oder aus einem Schwamm mit einem Tropfglas bestehen kann, wo die hier obenliegende trockene Gummischicht angefeuchtet wird. Nun geht der Streifen durch den Vorfalter ##, der eine t@fi nung von etwa Papierstärke, wie in Abb. S gezeigt, besitzt, so daß er hier in etwa V-Form, jedoch in einen urigleichschenkligen Winkel, gebogen bzw. gefaltet wird, wobei jetzt nur seine Innenfläche naß gummiert ist. Der Reißfaden 3 ist bisher durch Führungen x nebenher gelaufen. Nun wird er durch eine Führungsöse x' von dein Falter y erfaßt und in den von dem Papierstreifen 2 gebildeten urigleichschenkeligen Faltwinkel eingelegt, wie in Abb. 8 gezeigt. Dieser Faltwinkel verengert sich in dem Falter immer mehr und «wird immer spitzer (s. Abb. 9). Der so vereinigte Papierbandstreifen geht dann zwischen den Führungsstiften v hindurch, welche den Streifen nur an dem klebstofffreien Teile erfassen, und durch die Druckwalzen iv (4bb. 3), wo er mit seinem Oberteil fest zusammengedrückt und aus seiner senkrechten in die waagerechte Stellung gedreht wird, so daß der Faden fest in den Faltwinkel des Streifens eingeklebt und eingeschlossen wird. Dei fertige Verbundstreifen, dessen längere, jetzt feucht gummierte Seitenfläche noch teilweise freiliegt, wird nun um die Trommel l herum und durch eine Führung l' den Walzen f so zugeführt, daß er mit seiner feuchten, gummierten, längeren Seitenfläche auf die Innenfläche des Umschlages am Falzwinkel unter der Verschlußklappe zu liegen kommt und dort eingeklebt wird.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Einlegen eines Reißfadens in Briefumschläge oder sonstige Verschlüsse aus zerreißbarem Stoff, bei denen der Reißfaden in einen gefalzten Papierstreifen eingelegt ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein vorguminierter Papierstreifen nach Anfeuchtung der Gummierung derart vorgefalzt «wird, daß die beiderseits der Falzkante verbleibenden Papierschenkel ungleich lang und deren nunmehr angefeuchtete gummierte Flächen einander zugekehrt sind, worauf der Reißfaden in den gefalzten Papierstreifen ununterbrochen einfließt und auf Grund des Falzes gezogen wird, und daß alsdann der kürzere Papierschenkel mit dem längeren verklebt wird, worauf der so vorgearbeitete Streifen mit dem darin liegenden Reißfaden in den Briefumschlag eingeführt und mit dein über den kürzeren Schenkel noch vorragenden angefeuchteten gummierten Teil des längeren Schenkels an den Briefumschlag o. dgl. festgeklebt wird.
- 2. \-erfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderung des ununterbrochen den durchlaufenden Briefumschlägen zugeführten Papierstreifens mit dein darin befindlichen Faden durch den Zug erfolgt, den die dem Andrücken des Streifens auf den Briefumschlag dienende umlaufende Anpreßwalze auf den Streifen ausübt, wobei durch V-förmige Stellung des noch geöffneten und vorgefalzten Papierstreifens unter gleichzeitiger Ablenkung nach abwärts eine Spannung hergestellt wird, die den von der Rolle ablaufenden und durch einen Führungsteil kurz vor dieser Stellung zulaufenden Reißfaden zwangsläufig auf den Grund des Falzes zieht.
- 3. Maschine zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß vor -einer Abziehwalze (u), die zugleich Anpreßwalze für den einzulegenden Streifen ist, eine Anpreßeinrichtung zum Zusammenpressen der beiden Schenkel des Falzes liegt, in die der Streifen aus einer Vorfalzeinrichtung hineinläuft, die zum Vorfalzen des Papierstreifens und zum gleichzeitigen Zuführen des auf einer besonderen Trommel (i) aufgewickelten Reißfadens dient. .. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum _Vorfalzen des Papierstreifens ein Kanal (y) von etwa V-förmiger, lichter Öffnung dient, bei dem der eine seitliche Schenkel länger ist als der andere, wobei in diesen Kanal eine Zuführrinne mündet, durch die der Reißfaden zuläuft. j. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß hinter der Anpreßwalze (u) zum Anpressen des Reißstreifens auf dein Briefumschlag eine Stanz- und eine Schneidv orrichtung (ii-, ii ) angeordnet sind, die zum Zerteilen des beständig zulaufenden Reißstreifens dienen und gegebenenfalls auch in an sich bekannter Weise durch Lochen eine Abreißecke am Briefumschlag markieren.
Priority Applications (1)
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| DESCH97658D DE600889C (de) | 1932-05-03 | 1932-05-03 | Verfahren und Vorrichtung zum Einlegen eines Reissfadens in Briefumschlaege |
Applications Claiming Priority (1)
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE600889C true DE600889C (de) | 1934-08-02 |
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ID=7446189
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DESCH97658D Expired DE600889C (de) | 1932-05-03 | 1932-05-03 | Verfahren und Vorrichtung zum Einlegen eines Reissfadens in Briefumschlaege |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE600889C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3259031A (en) * | 1963-08-05 | 1966-07-05 | Paulson Machine Company Ltd | Tear strip applying machine |
| DE1761295B2 (de) * | 1965-02-24 | 1971-12-09 | Alexandrou Georges A | Transporteinrichtung in einer Maschine zum kontinuierlichen Ausruesten von Briefumschlaegen mit Abreissbaendern |
-
1932
- 1932-05-03 DE DESCH97658D patent/DE600889C/de not_active Expired
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| DE1761295B2 (de) * | 1965-02-24 | 1971-12-09 | Alexandrou Georges A | Transporteinrichtung in einer Maschine zum kontinuierlichen Ausruesten von Briefumschlaegen mit Abreissbaendern |
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