DE48960C - Verfahren und Maschine zur Herstellung eckiger Schachteln - Google Patents

Verfahren und Maschine zur Herstellung eckiger Schachteln

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DE48960C
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box
strips
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cut
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DENDAT48960D
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J. MOHS in Philadelphia, 527 North third Street, V. St. A
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 54: Papiererzeugnisse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Januar 1889 ab.
Das Verfahren kennzeichnet sich dadurch, dafs der verwendete Papp- oder Stoffstreifen bei nur einmaligem Durchgang durch die Maschine zunächst an den Stellen, welche den an der Schachtel zu bildenden Ecken entsprechen, ausgestofsen und darauf auf den diese Ecken unter einander verbindenden Linien geritzt wird. Gleichzeitig wird, falls der Pappkasten an seiner Aufsenfläche mit einer Inschrift versehen werden soll, diese Aufsenfläche bedruckt. Nach dem Eckenausstofsen, Anritzen und Bedrucken wird das zur Bildung der Schachtel dienende Stück vom Papierstreifen abgetrennt und der Einwirkung eines Stempels unterworfen, welcher die angeritzten Seitentheile des Papierstreifens rechtwinklig aufklappt. Während des Durchganges des letzteren durch die zum Stempel gehörige Matrize wird an jede Ecke des Kastens ein vorher mit Klebstoff versehener Streifen oder Bogen aus Papier, Pappe oder anderem Stoff herangeführt und durch eine' an jeder Ecke befindliche Druckrolle an die Ecke . angeprefst, so dafs sämmtliche Schachtelwände unter einander verbunden werden. .
Die sämmtlichen vorgenannten Vorrichtungen folgen der Reihe nach in der Weise, dafs das Ausstofsen, Ritzen und Bedrucken während des einen Niederganges einer auf- und abbewegten, die Ausstofs- und Ritzmesser tragenden Platte, dagegen das Abschneiden, Aufklappen und Zusammenkleben des so vorbereiteten Pappstückes beim zweiten Niedergang der Platte und nach inzwischen bewirkter Weiterschiebung des Streifens erfolgt, zu welchem Zwecke diese Platte aufser den genannten Messern an ihrer Unterseite noch einen'Stempel trägt. Dieser Stempel, welcher je nach der Form der zu bildenden Kasten vier-, sechs-, acht- und mehreckig sein kann, klappt die angeritzten Seitentheile des Kastens durch Einpressen in die zugehörige Matrize auf, während das Verbinden der Seitentheile an den Ecken gleichzeitig durch Anpressen der mit Klebstoff versehenen Papieroder Zeügstreifen erfolgt. ■
Die Zeichnung, zeigt in Seiten- und Kopfansicht, Fig. ι und 2, eine Maschine, in welcher der Kasten zunächst durch Eckenausstofsen, Ritzen und Bedrucken des eingeführten Papierstreifens und (nach erfolgter Weiterschiebung und dem Abschneiden des letzteren) durch Aufklappen und Zusammenkleben der Seitentheile gebildet wird. Fig. 3 zeigt im Grundrifs die Druckvorrichtung, die Matzize für den Prefsstempel und die die Zuführungsrollen für die an die Ecken anzuklebenden Streifen tragende Platte; in der Zeichnung sind, da die dargestellte Maschine beispielsweise zur Herstellung viereckiger Pappkasten bestimmt ist, vier Zuführungsrollen angebracht. Fig. 4 zeigt den ,ausgeschnittenen, geritzten und abgeschnittenen Streifen, der' nach erfolgtem Aufklappen seiner Seitentheile und nach vorgenommenem Zusammenkleben der. letzteren den in Fig. 5 ersichtlichen Kasten' ergiebt.
Der Materialstreifen 0 (Pappe, Leder u. s. w.) wird zunächst so weit in die Maschine eingeführt , dafs sein vorderes Ende unter die Plätte S1 zu liegen kommt. Diese Platte wird von der Maschinenwelle aus durch eine im Maschinengestell gelagerte Kurbel f dadurch auf- und abbewegt, dafs vier in Führungen h h gleitende Spindeln an ihren oberen Enden durch ein Querstück a a mit Schlitz verbunden sind, in welchem sich der von Lagerschalen umgebene Kurbelzapfen D abwechselnd zur Seite bewegt.
An der unteren Fläche der Platte S J sitzen, wie aus Fig. ι und 2 ersichtlich, die Eckausstofsmesser e, die Ritzmesser g, das Schneidmesser c und der Stempel K. Beim Niedergang der Platte S1 werden aus. dem zugeführten Materialstreifen nach Art der Fig. 4 an gewissen, der Zahl der .Ecken des herzustellenden Kastens entsprechenden Stellen (hier vier) Stücke ausgestofsen, der Streifen selbst auf den Verbindungslinien dieser Ecken geritzt und die Unterseite des Streifens bedruckt.
Zu letzterem Zwecke ist auf der festliegenden Platte S2, welche unter dem Streifen liegt, ein Farbwerk angebracht, welches in der Haupt- · sache aus einem Druckstempel d1, einer Gummiwalze i und einem mit Verreibwalzen ausgestatteten Farbebehälter χ besteht. Während des Niederganges der Platte S-1 wird durch eine unter Vermittelung eines Riemens oder einer Kette vom Rad A 1 abgeleitete Drehung des Rades A2 und durch eine Curvennuth d2 mit Gabelhebel ds zur Uebersetzung dieser Drehbewegung in eine geradlinige Bewegung die Gummiwalze ζ über den Druckstempel d1 geführt, der nach Annahme von Farbe und nach Rückgang der Walze i durch einen auf der Achse des Rades A2 sitzenden Hebedaumen r gegen die Unterfläche des Materialstreifens bewegt wird und eine Inschrift aufdruckt.
Durch in geeigneter Weise bewirktes Weiterschieben des ausgestofsenen, geritzten und bedruckten Materialstreifens gelangt letzterer unter den Stempel K, der denselben dann bei seinem nächsten Niedergang in ' die Matrize m eindrückt, nachdem zuvor das vorbereitete Papierstück durch Schneidmesser c von dem übrigen zugeführten Streifen abgeschnitten ist. Durch' Eintritt des Stempels K in seine Matrize in wird das abgeschnittene Stück in letztere eingedrückt und werden dabei die Seitenwände aufgeklappt. Zur gegenseitigen Verbindung der aufgeklappten Seitenwände ist folgende Einrichtung getroffen.
In jeder :Ecke der Matrize m ist eine kleine Druckrolle ^1 angebracht, die durch die Wand der Matrize hindurchgeht und den von einer Rolle \2 kommenden Verbindungsstreifen gegen die Kastenecke anlegt. Auf · dem Wege von der Rolle ^2 nach der Druckrolle ^1 wird ν die Oberfläche eines jeden'Eckverbindungsstreifens in geeigneter Weise mit Klebstoff bestrichen. Die Druckrollen ^1 mit ihren Rollen ^2 sitzen ebenso wie Matrize m auf der fest am Maschinengestell gelagerten Platte S2, auf welcher aufserdem noch die Gegenmesser b, Fig. 3, für die Eckausstofsmesser e sitzen., Beim Niedergang des Stempels K wird der von der Rolle ^2 kommende Verbindungsstreifen an jeder Ecke zwischen Kasten und Druckrolle ^1 eingeführt, so das infolge losen Abwälzens der letzteren auf der Kastenecke der Streifen fest an diese Ecke angeprefst wird. Es werden so immer je zwei Seitenwände des Kastens mit einander verbunden. Stempel K bewegt sich hierauf wieder nach oben, worauf der inzwischen an den Ecken ausgeschnittene und geritzte Materialstreifen von neuem unter den Stempel geschoben wird, um beim nächsten Niedergang des letzteren abgeschnitten in die Matrize m eingeführt zu werden.
Die auf die · beschriebene Weise gebildeten Pappschachteln gleiten bei jedem Niedergang des Stempels in der Matrize um eine Schachtelhöhe weiter abwärts.

Claims (2)

  1. Pate'n t- Ansprüche:
    ι . Die automatische Bildung eckiger Schachteln in der Weise, dafs der verwendete Materialstreifen (Pappe, Leder u. s. w.) zunächst unter Anwendung eines einzigen Druckes an sSmmtlichen den Schachtelecken entsprechenden Stellen gleichzeitig ausgestofsen, auf den Verbindungslinien dieser Stellen angeritzt und bedruckt wird, worauf das ausgeschnittene, geritzte und bedruckte Stück des Streifens abgeschnitten und der Einwirkung eines zweiten Druckes ausgesetzt wird, durch welchen die angeritzten Seitentheile gemeinsam aufgeklappt und durch Klebstoffstreifen unter einander verbunden werden.
  2. 2. Für diese automatische Schachtelbildung eine Maschine, gekennzeichnet durch Anordnung einer festliegenden Platte (S2) und einer periodisch gegen letztere herangeführten Platte (S1), von denen Platte (S2) das Druckwerk (d1 i x), die Gegenmesser (b), die mit Druckrollen fa1) ausgestattete Matrize (m) für den Stempel, sowie die an den Ecken der letzteren gelagerten Vorrathsrollen (^) für die Eckverbindungsstreifen trägt, während an der auf- und abbewegten Platte (S}) die Eckausstofs-' messer (e), die Ritzmesser (g), das Schneidmesser (c) und der, Stempel (K) sitzen, welch letzterer die ausgestofsenen, geritzten, bedruckten und abgeschnittenen Stücke der Reihe nach in der Matrize (m) hindurchdrückt , wodurch die Seitentheile der Schachtel gegen einander geklappt und hierauf durch Druckrollen fc1) mit verbindenden Streifen beklebt und verbunden werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT48960D Verfahren und Maschine zur Herstellung eckiger Schachteln Expired DE48960C (de)

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DE48960C true DE48960C (de) 1900-01-01

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