DE800993C - Tischlerplatte - Google Patents
TischlerplatteInfo
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- DE800993C DE800993C DEP24047A DEP0024047A DE800993C DE 800993 C DE800993 C DE 800993C DE P24047 A DEP24047 A DE P24047A DE P0024047 A DEP0024047 A DE P0024047A DE 800993 C DE800993 C DE 800993C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
- Tischlerplatte Zur Herstellung größerer Flächen, wie Türen, Seiten usw. von Möbeln, ist es üblich, sog. Tischlerplatten anzufertigen. Hierzu benutzt man entweder lose, nebeneinander gelegte Holzstäbe, die durch ein Blindfurnier unter Druck und gegebenenfalls Hitze zu einer festen Platte verleimt werden, oder aber einen Rahmen, auf dem einseitig oder beiderseitig eine Sperrholzplatte meist von geringer Stärke geleimt wird. Die erste Arbeitsweise erfordert Maschinen, insbesondere Spindel- oder sogar hydraulische Pressen, z. T. mit besonderen Heiz-und Abkiililvorriclittingen,sowie Schäl- oder Messermaschinen für die Herstellung des Blindfurniers, für welches darüber hinaus der Rohstoff gewöhnlich aus besonderen in- oder ausländischen schälfähigen Hölzern bestehen muß. Die notwendige Leimmenge ist beträchtlich. An den Stirnflächen der Stäbe besitzt die Platte keine geschlossene Oberfläche und muß gegebenenfalls durch eine besondere Leiste
Blindfurnier meist als Stirnholz auftritt. Die Rundung wird häufig auch nicht ganz glatt und neigt selbst nach längerem Gebrauch der Möbel noch dazu, an dieser Stelle eine Rauhigkeit entstehen zu lassen.abgeschlossen werden, besonders dann, wenn eine solche Kante mit einer Rundung oder einem Profil `ersehen werden soll. Im Innern entstehen Hohl- räume, so daß es vorkommt, daß Schrauben von Scharnieren u. dgl. in einen solchen Hohlraum ge- raten und lose sitzen. Besonders häufig tritt der Fall ein, claß beim Beschneiden einer Platte ein Hohlratun freigelegt wird. Dann muß ein weiteres Stück abgeschnitten werden und eine Leiste als An- leinier angesetzt werden, vor allem dann, wenn eine solche Kante mit einer Rundung oder einem Profil versehen werden soll. Darüber hinaus ist nicht ein- mal Gewähr gegeben, daß die Platte nicht schon nach kurzer Zeit sich zieht, d. h. windschief wird, wie die Erfahrung zeigt. Die üblichen Abrundungen der Plattenkanten haben einen hohen Verschleiß der Schnittwerkzeuge zur Folge, einmal dadurch, daß an dieser Stelle entlang der ganzen Kante stets harter Leini sich befindet, zum andern, weil das - Bei der andern Arbeitsweise werden Türen. Seiten usw. von -Möbeln hergestellt durch Rahmen mit aufgeleimter Sperrholzplatte bzw. Platten. Die heute verfügbaren Sperrholzplatten jedoch sind aus Buche o. dgl. und haben häufig Neigung zum Reißen und zur Wellenbildung infolge des großen inneren Ilohlraumes, so daß sie früher nur für Innen- und Rückwände und seit Wegfall der ausländischen Hölzer nur als Notbehelf für Außenflächen in Betracht kommen.
- Demgegenüber ist der Gegenstand der Erfindung eine Tischlerplatte, welche durch ihre vielseitige Ver-,#%-eiidl>arkeit nicht nur bei Möbeln, sondern auch für alle möglichen anderen Zwecke,z.B.F nßböden,Wand-und Deckenvertäfelungen, Bügeltische, gewöhnliche Tischplatten, anwendbar ist. Die Erfindung besteht in einer Tischlerplatte, die aus Streifen oder Teilen zusammengesetzt ist, welche so geschnitten sind, ciaß die Faser unter einem Winkel zur Schnittrichtung verläuft. Die benachbarten Streifen haben verschiedene Faserrichtung, wodurch die Kraft des Holzes vollständig gebrochen wird. Zur Herstellung solcher Platten werden am besten zunächst übliche, entlang der Faserrichtung geschnittene Bretter oder Brettstreifen zu einer genügend breiten Platte verleimt und dann durch Schnitte schräg zur Faserrichtung in Streifen zerschnitten, die mit wechselnden Faserrichtungen zu Tischlerplatten von gewünschter Größe auf Fuge mit oder ohne Nut und Feder verleimt werden.
- Auf diese Weise erhält man eine Tischlerplatte, die keine -Möglichkeit hat, zu arbeiten und die die vorteilhaften Eigenschaften einer gewöhnlichen Sperrplatte besitzt, ohne deren Nachteile, wie Hohlräume, Reißstellen, Ziehen und Wellenbildung, aufzuweisen. Die Platte hat ein völlig homogenes Gefüge, eine glatte Oberfläche, die jeder gewünschten Olierfl<ichenliehandlung, wie Mattieren, Lackieren usw., unterzogen oder finit Edelfurnier belegt werden kann, wobei ein Blindfurnier nicht erforderlich ist.
- Die Wahl der Holzart für diese Platten ist völlig beliebig. Während für das übliche Sperrholz z. 13. Fichten- und Kiefernholz praktisch ausscheidet, ist hier gerade dieses Holz, wie die Erfahrung gezeigt hat, sehr gut geeignet. Ebenso kann aber auch irgendein Laubholz, wie Buche, Eiche, Verwendung finden. Das bei den bisherigen Tischlerplatten verwandte Blindfurnier ist, wie erwähnt, bei den neuen Platten an sich überflüssig, obwohl natürlich nichts im 11-ege steht, es dennoch zu verwenden. Da Hohlräume gänzlich vermieden sind, entfällt die bisher erforderliche häufige Flickarbeit ebenso wie auch der Anfall von Ausschuß.bei der Verarbeitung. Infolge der geringeren Leimflächen tritt auch eine beachtliche Leimersparnis ein. Verbunden mit dem geringeren Arbeitsaufwand und dem wohlfeilen Schnittholz werden trotz erhöhter Leistungsfähigkeit die Gestehungskosten gesenkt. Ganz besonders ins Gewicht fallend ist auch der niedrige Aufwand an Werkzeugmaschinen bzw. Vorrichtungen.
- Die erfindungsgemäße Tischlerplatte kann auch in jedem Klein- oder Kleinsthetrieb hergestellt werden, da man finit einfachen Fugenverleimlxicken o. dgl. zum Einspannen der Bretter sowie den 'in jeder kleineren Tischlerei vorhandenen Sägen, I-lobeln usw. auskommt.
- Die Erfindung wird an Hand der Abbildungen noch näher erläutert.
- Abb. i zeigt eine aus mehreren Brettern oder Brettstreifen auf Fuge zusarninengeleinite Platte r, deren Stärke an sich beliebig sein kann und von dem Verwendungszweck abhangt, wobei sich eine Stärke von 15 bis 2o mm als vorteilhaft erwieset. hat. Diese Platte, bei welcher die Einzelbretter zweckmäßig gleich etwas versetzt angeordnet sind, wird durch Schrägschrütte 2 in einzelne Streifen 3 zerschnitten, die geinäli .11h. 3 nebeneinandergelegt und verleimt werden. Die Schräge beträgt zweckrnäßig 30 bis 45°.
- Um den Abfall zu verringern, können gemäß Abb.2 die ursprünglichen Bretter von vornherein schräg abgeschnitten @\ erden, ebenso wie die überstehenden Enden der Abb. 3 durch einen Schnitt 5 abgenommen und an der entgegengesetzten Seite wieder angesetzt werden können. derart, daß niari eine endgültige rechteckige Platte ohne wesentlichen Abfall erhält. Wie man ausAbb.3 erkennt, wechseln die Faserrichtungen der einzelnen Streifen regelmäßig ab, so daß der Platte die Möglichkeit genommen ist, zu arbeiten. Wie -'ersuche gezeigt haben, ändern derartige Platten. selbst nachdem sie längere Zeit schärfsten 13e<iinguiigeii aii '1'emperatur-und Feuchtigkeitsänderungen ausgesetzt waren, ihre Abmessungen und Form nicht.
- Hat man ein quadratisches oder nahezu quadratisches Brett, so kann dieses in Schrägstreifen zerschnitten und unter Umdrehen und gegebenenfalls Vertauschen der Streifen a-g gemäß Abb. 4 und 5 wieder zii einer quadratischen Platte zusammengesetzt werden, die dann nicht mehr arbeitet. Sind die Platten statt quadratisch rechteckig, so werden jeweils zwei Rechtecke mit entgegengesetzter Schräge zerteilt (Abb. G und 7) und sodann die Streifen der einen Platte mit denen der andern wechselweise ausgetauscht. Auch in diesem Falle erhält man nach dein Austauschen wieder zwei rechteckige Platten der ursprünglichen Größe. Schließlich ist es auch denkbar, quadratische oder rhombische Teilplatten herzustellen und diese durch regelmäßige Abwechslung der Faserrichtungen wieder zu Streifen und letztere zu Platten oder beides in einem einziger. Arbeitsgange zusammenzusetzen (vgl. Abb. 8 und 9).
- Das restliche Arbeiten der erfindungsgemäß hergestellten Platten ist so gering, daß selbst größere Flächen, wie Fußböden, Wand- und Deckenvertäfelungen, aus einer einzigen zusammenhängenden Fläche hergestellt werden können, ohne claß Risse oder Wellenbildungen zu befürchten sind. Da der Transport so großer Flächen nicht tunlich ist, werden sie in diesem Falle in geeigneter Größe, z. B.
als Platten oder Dirlcil, mit ()der ohne Nut und Feder in der I ahrik hcrgcstellt und an Ort und Stelle ciltsprucheild den 1'a@llllllchell :@l)Ill<'11tlI1g@il ztireclttgcsclillittcii und cildgültig verleiht, z. I1. mit haltleirn o. dgl. Die Ilerstellulig voll I>ielen erfolgt zweckmäßig so, daß zmtä cllst erforderlich lange Streifen cillhcit- licher Fascrrichtung hergestellt werden und dann zwei ()der mehr derartige Streifen mit oder ohne Nut tuld Fc(ler zu einer Diele verleiht werden. Fußbaden liieser Art haben das Aussehen und (sie Eigeitsclla ftni eines Ichwertigen Parkettful.i- hodens. 1)ic ( )bertläche dieser Dielen ist vollständig geschlosscll, eine @u@cnl>ildun@@ ist nicht möglich. und es ist nicht crfirderlich. einen besonderen Zernend)odcn anzufertigen: Man kann die er- filtdiiiigsgeili:i13eil Platten vielmehr wie gewöhnliche Dielen unmittelbar auf ltalkcn verlegen. Bei der Ilerstcllung von 1':ilizcll)liittcti zur Auf- stellung besonders enlptindlichcr Geräte mit hoher Anforderung all die Ebenmäßigkeit der Fläche werden mehrere Hatten übereinander angeordnet, hei dellen die Faserrichtmw nicht nur in horizmiailer Richtung, sondern auch in vertikaler Richtung ge- wechselt wird. Dies geschieht dadurch, dal.i zwei gleichartige Platten einfach trin eine Streifenbreite gegeneinander verschoben und darin zu einer ge- ineinsainen Platte verleimt werden. Ebenso kann inan natürlich auch umgekehrt vorgehen Lind zu- nächst Streifen licrstelle'n, bei denen die Faser- richtung irr vertikaler I#,iclittilig abwechselt und fliese (1a1111 7.t1 einer Gesamt- platte, wie sie ist .\111l. io dargestellt ist. verbinden.
Claims (1)
-
VTE\TA\SPitCCilE: r. Tisclllerl)latte. insbesondere für \IÖlwl-. Wand- und I)cckelivert<ifcltiligen.Fußböden und Tischplatten, dadurch gc'keniizeicliiiet, da13 die Platte aus Streifen (3) verleimt ist. die so ge- sclnlitten sind. date die Faser unter ehern Winkel zur Schnittrichtung verläuft, und daß benachbarte Streifen (3) verschiedene Faser- richtung husitz@ll. 2. Hatte nach Anspruch i, dadurch gekenn- zeichnet, daß entlang der Faserrichtung ge- schnittene l,i-etter oder l)rettstreifen (3) zu einem Brett (i) verleimt werden, das durch Schnitte ihn Willkes voll 30 1)i1 40' schräg zur Faser- richtung in neue Streifen (3) zerschnitten wird, die 1111t abwechselnden Faserrichtungen zu "hischlcrplatten voll gewünschter Grül.ie auf Fuge mit oder ohne Nut und Feder verleimt werden. 3. Platte nach _lnsprtwh i und 2, dadurch ge- kennzrichnet, da[idie Ausgangsbretter (1) gegen- einander versetzt und zweckmäßig v)ni vnril- hcrein schräg allgeschnitten sind. um _USA zti vcrineiden. platte flach Wlspruch I bis 3, dadurch ge- kennzeichnet, daß die fertige Platte olnie Zwischenwhalttmg eines Blindfuriliers unlnittrl- 1)ar finit einem Edelfurnier belegt ist. 3. Hatte nach Anspruch i bis d, dadurch ge- kennzeichnet. daß die Platte selbst edier O1)er- flächenl)cllaiiddng. a11 \lattierell. I_ackicreli usw., unterzogen wird. 6. Platte stach Anspruch i his 3, dadurch ge- kennzeichnet. dall beim Zusammensetzest der Streifen (3) diese so ausgewechselt werden, daß vorher benachbarte Streifen nachher ins Ab- stand voneinander angeordnet sind. ;. Platte nach Anspruch i bis 6, dadurch ge- kennzeichnet, dal.l bei einer quadratischen Platte die Streifen (3) umgedreht und gegebenenfalls ausgewechselt werden, derart, daß wieder eine dtmdratische Platte mit wechselnden FamrIcll- ttlllgell entstellt. B. Platte nach _bisprttcli i bis 7, dadurch ge- kennzeichnet, daß rechteckige Platten jeweils Imarweisc mit entgegengesetzter Schräge in Streifen zerschnitten und die Streifen (3) beider Platten wechselweise ausgetauscht werden. Platte nach Anspruch i bis B. dadurch ge- kennzeiclnlet, daß rhombisch oder dtladratisch geschnittene Brettehen mit wechselnden Faser- richtungen zu einer größeren Platte zusammen- geleimt werden. io. Platte nach Anspruch i 11i1 c), dadurch ge- kennzeichnet, daß für besondere Anforderungen an die la)enmäßigkeit mehrere Platten mit in vertikaler Richtung altwechselnder Faserrich- tung übereinandergeleimt werden. i r. Platte nach Anspruch, i his io, dadurch gekemmeiclmet, daß sie in zwei Arbeitsgängen hergestellt ist, indem zunächst fal)rikmäßig kleinere Platten oder Dielen von transport- fähiger Größe hergestellt, diese an Ort und Stelle zurechtgeschnitten und zu einer neuen Platte voll beliebiger Größe zusammengeleimt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEP24047A DE800993C (de) | 1948-12-08 | 1948-12-08 | Tischlerplatte |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE800993C true DE800993C (de) | 1950-12-18 |
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ID=7369477
Family Applications (1)
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| DEP24047A Expired DE800993C (de) | 1948-12-08 | 1948-12-08 | Tischlerplatte |
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| DE (1) | DE800993C (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1214382B (de) * | 1961-08-23 | 1966-04-14 | Carl Busch | Sperrholzplatte |
| EP0038041A3 (de) * | 1980-04-11 | 1982-04-14 | Team Form Ag | Rechteckige Holzverbundplatte und Verfahren zu deren Herstellung |
| US5507905A (en) * | 1991-11-18 | 1996-04-16 | Kairi; Matti | Diagonal veneer laminate |
| EP1231038A3 (de) * | 2001-02-12 | 2006-12-06 | Cosmo S.R.L. | Struktur mit mehreren Holzbauteilen, insbesondere für eine Decke |
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| AT15668U1 (de) * | 2017-02-22 | 2018-04-15 | Albin Kraus Gmbh | Verfahren zur Herstellung von Sesselleisten oder Trittstufen aus Fertigparkett- und Melaminbodenelementen |
-
1948
- 1948-12-08 DE DEP24047A patent/DE800993C/de not_active Expired
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