DE833699C - Verfahren zur Herstellung einer furnierten Platte mit mindestens einer Woelbung und nach dem Verfahren hergestellte furnierte Platte - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer furnierten Platte mit mindestens einer Woelbung und nach dem Verfahren hergestellte furnierte PlatteInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung einer furnierten Platte mit mindestens einer Wölbung und nach dem Verfahren hergestellte furnierte Platte Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer furnierten Platte mit mindestens einer Wölbung an ihrer Oberfläche.
- Bisher hat man als Mittellage für furnierte Platten mit Wölbung eine Tischlerplatte verwendet, an welcher man die gewünschte Wölbung in teurer Arbeit herstellen mußte, worauf man erst das Furnier auf die gewölbte Tischlerplatte aufpreßte. Dieses Verfahren hat den weiteren Nachteil, daß z. 13. beim Furnieren einer auf Gehrung gekehlten und gewellten Tischlerplatte das Furnier reißt und sich an den Kanten überstößt.
- In einem anderen bekannten Herstellungsverfahren gewölbter furnierter Platt-en wird die Mittellage durch Verleimung mehrerer gewölbter Furniere hergestellt und nachher die gewünschte äußere Furnierschicht auf diese Mittellage atifgepreßt und aufgeleimt. Das erhaltene Produkt ist in seiner Qualität vorzüglich, aber sehr teuer in der Herstellung.
- Das erfindungsgernäße Verfahren zur Herstellung einer furnierten Platte mit mindestens einer Wölbung an ihrer Oberfläche ist dadurch gekennzeichnet, daß man rnindestens eine Furnierschicht unter gleichzeitiger Verformung einer aus Kunstholz bestehenden Mittellage auf letztere aufpreßt. Da die Kunstholzmittellage beim Aufpressen der Furnierschicht nachgibt, tritt ein Reiß-en des Furniers und ein Überstoßen desselben an den Kanten nicht auf.
- In einer besonderen Ausführungsform des Verfahrens kann man mindestens zwei Furnierschichten mit quer zueinander liegenden Fasern aufeinanderlegen, nachdem man zwecks gegenseitiger Verleitnung der Schichten mindestens auf die eine dieser Schichten Leim aufgetragen hat, diese Schichten nach Auftragung von Leim auf mindestens die eine der sich berührenden Flächen einer der Schichten und der 'Mittellage auf letztere auflegen und hernach Furnierschichten und Mittellagt gleichzeitig durch Druckwirkung verforrnen.
- Die Anordnung der beiden Furnierschichten mit quer zueinander verlaufenden Fasern hat den Vorteil, daß keine der Schichten in der fertiggestellten Platte sich nach irgendeiner Seite bewegen kann, (la die beiden Furnierschichten sich gegenseitig absperren. Hat z. B. die Mittellage einen unerwünschten Hohlraum, so würde sich eine einzige Furnierschicht in diesen Hohlraum einziehen. Das ist nicht 1 der Fall bei zwei sich gegenseitig absperrenden Fürnierschichten. Da sich während der Herstellung außerdem zwischen beiden Furnierschichten eine noch nicht abgebundene Leimmasse, z. B. Kunstharz, befindet, so gleiteen die beiden Furnierschichten beim Pressen aufeinander, was ein Reißen derselben -,-erhindert.
- Die nach dem Verfahren hergestellte furnierte Platte mit mindestens einer Wölbung an ihrer Oberfläche ist dadurch gekennzeichnet, daß das Furnier an einer Mittellage aus Kunstholz befestigt ist.
- Die Zeichnung zeigt in einer einzigen räumlichen Darstellung eine beispielsweise Ausführungsform der gewölbten furnierten Platte, an Hand welcher auch gezeigt werden soll, wie das Verfahren beispielsweise durchgeführt werden kann.
- Die Platte hat außer einem auf Gehrung gekehlten Rand i verschiedene Wölbungen in Form von gewellten Partien 2. Ihre Mittellage 3 besteht aus Kunstholz, an deren 01-wrseite eine Furnierschicht.4 mit Fasern # festgeleimt ist, während auf dieser Furnierschicht 4 eine weitere Furnierschicht 6 mit l# asern 7 aufgeleimt ist. Die Fasern 7 laufen quer züi den Fasern 5. An der den Furnierschichten 4 und 6 entgegengesetzten Seite der Nf ittellage 3 ist eine ebene Furnierschicht 8 und auf dieser eine ebene Furnierschicht 9 aufgeleimt, deren Fasern quer zu den Fasern der Furnierschicht 8 verlaufen. Die ge- schilderte Platte kann auf folgende Weise hergestellt werden.
- Auf eine ujitere Druckplatte mit ebenem Boden wird die Furnierschicht 9 aufgelegt, nachdem man auf deren obere Fläche eine Leimschicht, z. B. in Form von Kunstharz, aufgebracht hat. Hierauf legt man auf die Furnierschicht 9 die Furnierschicht 8. nachdem man gegebenenfalls auf die der Furnierschicht 9 zugekehrte Seite dieser letzteren ebenfalls Leim aufgetragen hat. Nunmehr bringt man Kunstholz in gewünschter Dicke auf die Furnierschicht 8 und legt auf diese Kunstholzschicht die Furnierschicht 4, nachdem man diese an ihrer unteren Seite mit Leim versehen hat. Hierauf legt man die Furnierschicht 6 so auf die Furnierschicht 8, daß die Fasern beider Schichten sich kreuzen, nachdem man vorher die obere Seite der Furiiierschicht 4 oder/und die untere Seite der Schicht 6 mit Leim belegt hat. Hierauf bewegt man eine geNN-öll)te Preßplatte, deren Wölbungen dem Negativ der Wölhungen der herzustellenden Platte entsprechen, gegen die obere Furnierschicht 6 und damit gegen die untere Druckplatte. Dies geschieht z. 13. bei einer Temperatur von 8o bis ioo'. Beim Aufdrücken der oberen gewölbten Preßplatte verformen sich gleichzeitig die Furnierschichten 4 und 6 und das Kunstholz der Mittellage 3 und nehmen dabei die in der Zeichnung dargestellte Form an. Nach dem Abbinden des Leims zieht man die obere gewölbte Preßplatte zurück und kann die fertig hergestellte furnierte Platte aus der unteren Druckplatte herausnehmen.
- Anstatt zwei Furiiierschichten auf jeder Seite der Mittellage vorzusehen, könnte man auch nur je eine Furnierschicht ver-%venden. Auch könnten es deren mehr als zwei sein, wobei man darauf zu achten hätte, daß die Fasern benachbarter Schichten sich kreuzen. Man kann der furnierten Platte die verschiedenartigsten Wölbungen geben. So könnte sie z. B. auch an ihrer Unterseite gewölbt sein. Man kann z. B. Platten herstellen, die als Bettladenrundung Verwendung finden.
- Anstatt züi beiden Seiten der -Mittellage eine oder mehrere Furnierschichteii anzubringen, könnte man auch nur auf einer derselben eine oder mehrere solcher Schichten vorsehen.
- Unter Kunstholz versteht man in der Praxis allgemein Säge- oder Hack- oder Hobelspäne oder Ligninabfälle oder andere Holzabfälle oder Torfmull tisw. vermischt mit Leini oder Harz.
Claims (2)
- P A TENITA NS PR Ü CHE: 1. Verfahren zur Herstellung einer furnierten Platte mit mindestens einer Wölbung, dadurch gekennzeichnet, daß man mindestens eine Furnierschicht unter gleichzeitiger Verformung einer aus Kutistholz bestehenden Mittellage auf letztere aufpreßt.
- 2. Furnierte Platte mit mindestens einer Wölbung an ihrer Oberfläche, hergestellt nach dem Verfahren gemäß Anspruch i. dadurch gekennzeichnet, daß das Furnier an einer Nlittellage aus Kunstholz befestigt ist. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man mindestens zwei Furnierschichten mit quer zueinander liegenden Fasern aufeinanderlegt, nachdem man zwecks geg#enseitiger Verleimung der Schichten mindestens auf die eine dieser Schichten Leim aufgetragen hat, diese Schichten nach Auftragung von Leim auf mindestens die eine der sieh berührenden Flächen einer der Schichten und der _Mittellage auf letztere auflegt und hernach Furnierschichten und Mittellage gleichzeitig durch Druckwirkung verformt. 4. Furnierte Platte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an mindestens einer Fläche der -Mittellage mindestens zwei miteinander ver - leimte, mindestens eine Wölbung aufweisende Furnierschichten befestigt sind, deren Fasern sich kreuzen. 5. Furnierte Platte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden miteinander verleimten Furnierschichten auf die Mittellage aus Kunstholz aufgepreßt sind und die auf der Mittellage aufliegende Furnierschicht mit letzterer verleimt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH833699X | 1949-05-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE833699C true DE833699C (de) | 1952-03-10 |
Family
ID=4540517
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH2682A Expired DE833699C (de) | 1949-05-14 | 1950-05-06 | Verfahren zur Herstellung einer furnierten Platte mit mindestens einer Woelbung und nach dem Verfahren hergestellte furnierte Platte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE833699C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2400432A1 (fr) * | 1977-08-17 | 1979-03-16 | Gottlieb Victor | Procede de fabrication de pieces moulees en particules de fibres de bois et en placage de bois, presentant notamment des reliefs complexes, et piece moulee ainsi obtenue |
| DE3636587A1 (de) * | 1986-10-28 | 1988-05-11 | Pelz Ernst Erpe Vertrieb | Verfahren zum herstellen eines furnierwerkstueckes mit ausschnitt sowie pressstanzwerkzeug zu seiner durchfuehrung |
| EP0592347A1 (de) * | 1992-10-08 | 1994-04-13 | Agustin Sansano Sanz | Profilierte Holzplatte für dekorative Verkleidungen |
-
1950
- 1950-05-06 DE DEH2682A patent/DE833699C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2400432A1 (fr) * | 1977-08-17 | 1979-03-16 | Gottlieb Victor | Procede de fabrication de pieces moulees en particules de fibres de bois et en placage de bois, presentant notamment des reliefs complexes, et piece moulee ainsi obtenue |
| DE3636587A1 (de) * | 1986-10-28 | 1988-05-11 | Pelz Ernst Erpe Vertrieb | Verfahren zum herstellen eines furnierwerkstueckes mit ausschnitt sowie pressstanzwerkzeug zu seiner durchfuehrung |
| EP0592347A1 (de) * | 1992-10-08 | 1994-04-13 | Agustin Sansano Sanz | Profilierte Holzplatte für dekorative Verkleidungen |
| US5665190A (en) * | 1992-10-08 | 1997-09-09 | Sansano Sanz; Agustin | Molded wooden panel for decorative coverings |
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