DE79860C - - Google Patents
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- G03B17/48—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor adapted for combination with other photographic or optical apparatus
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- Cameras Adapted For Combination With Other Photographic Or Optical Apparatuses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE S7: Photographie.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Photographie-Automaten,
der nach Einwerfen eines oder mehrerer Geldstücke durch ein Gewicht oder eine Feder in Thätigkeit gesetzt wird und
so eingerichtet ist, dafs der Einwurf des oder der entsprechenden Geldstücke nur dann erfolgen
kann, wenn mittelst eines Zugknopfes das Gewicht aufgezogen bezw. die Feder gespännt
worden ist. Ist dies geschehen, so löst das eingeworfene Geldstück den im Apparat
befindlichen Mechanismus aus, so dafs derselbe in Thätigkeit treten kann. Vor dem
Einwerfen eines Geldstückes mufs sonach der Apparat jedesmal erst dadurch wirkungsfä'hig
gemacht werden, dafs das während der vorhergehenden Benutzung niedergesunkene Gewicht
oder die abgelaufene Feder wieder aufgezogen wird.
In den beiliegenden Zeichnungen stellt dar:
Fig. ι einen senkrechten Längsschnitt durch den ■ ganzen Apparat, die innere Einrichtung
desselben zeigend,
Fig. 2 desgleichen einen senkrechten Längsschnitt, unter 90° zu demjenigen der Fig. 1
genommen,
Fig. 3 und 4 einen senkrechten Schnitt bezw. einen Grundrifs des Behälters, in welchem sich
die lichtempfindlichen Platten befinden,
Fig. 5 den Mechanismus, welcher das Ausgiefsen der Entwickelungsflüssigkeit bezw. der
Fixirflüssigkeit bewirkt, welche Flüssigkeiten jede in einem Gefäfs von der in Fig. 6 gezeichneten
Form aufbewahrt sind,
Fig. 7 eine Vorder-, Seiten- und Draufsicht eines der Spülgefäfse, die die Entwickelungsbezw.
Fixirflüssigkeit enthalten, und in welche die Platte nach erfolgter Belichtung getaucht
wird;
Fig. 8 und 9 veranschaulichen die Daumenscheiben zum Ausgiefsen der Entwickelungsbezw.
der Fixirflüssigkeit aus ihrem Behälter (Fig. 6) in das zugehörige Gefäfs,
Fig. 10 in einer Ansicht mit theilweisem Schnitt den Mechanismus, der die Belichtungszeit
der photographischen Platte bemifst,
Fig. 11 in Oberansicht die Einrichtung zur
Entnahme der lichtempfindlichen Platte aus ihrem Behälter und zur Bewegung derselben
nach der Stelle im Apparat, wo dieselbe exponirt werden soll,
Fig. 12 in einer Draufsicht mit theilweisem Schnitt die Vorrichtung, welche das Exponiren
der Platte einleitet,
Fig. 13 einen Schnitt nach Linie 1-2 der
Fig. 2, die Seilrolle mit daran befestigtem Gesperre zeigend, durch welche der Apparat aufgezogen
wird, ' ■
Fig. 14 einen Schnitt nach Linie 3-4 der Fig. 2, und endlich
.i Fig. 15 einen Schnitt nach Linie 5-6 derselben
Fig. 2.
Sobald der Apparat mittelst des Knopfes aufgezogen worden ist, verrichtet derselbe nach
Einwurf der entsprechenden Münze folgende Arbeiten:
ι. der Objectivverschlufs wird für einen Augenblick geöffnet, wodurch die photographische
Platte belichtet wird,;
2. die so belichtete Platte wird in das Spül-r
gefäfs mit dem Entwickelungsbad getaucht;
3· das Entwickelungsbad wird aus dem Spülgefä'fs ausgegossen und die Platte aus dem
Spülgefäfs entfernt;
4. die Platte wird in ein zweites Spülgefä'fs mit dem Fixirbad getaucht;
5. das Fixirbad wird aus diesem zweiten Spülgefäfs ausgegossen und sodann die Platte
aus diesem Gefäfs entfernt;
6. die Platte, die das nun fixirte photographische
Bild trägt, wird durch einen Wasserstrahl gewaschen;
7. die Photographie wird aus dem Apparate herausbefördert.
Der diese Arbeiten verrichtende Mechanismus befindet sich in einem Gehäuse α, das seinerseits
von dem Hauptgehäuse al umgeben ist.
An dem aus dem Hauptgehäuse hervorragenden Ende eines Bolzens' bl sitzt der Knopf b, mittelst
welchem der Bolzen bl in Richtung seiner Längsachse aus dem Gehäuse al herausgezogen
wird. Dadurch wirkt eine Zahnstange b2 auf einen Trieb c, der durch den mit ihm aus
einem Stück gefertigten Trieb c1 eine Zahnstange d1 und das an letzterer hängende Gewicht
d- hebt. Hierdurch ist der Apparat aufgezogen. Die Zahnstange d1 steht mit ihrem
oberen Theil mit einem Trieb d3 in Eingriff, der auf der Welle d frei drehbar angeordnet
ist. Die Welle d ist die Hauptwelle des Apparates; durch sie werden, wie aus Nachfolgendem
ersichtlich ist, alle Theile des Apparates in Thätigkeit gesetzt.
In den Zeichnungen ist der Apparat mit aufgezogenem Gewichte dargestellt.
Wird ein Geldstück (z. B. 1 ο Pfennige) durch den Schlitz e eingeführt, so fällt es in den
gabelförmigen Theil /° eines Hebels /. Dieser Hebel, der auf einer in Lagern beweglichen
Welle f1 aufgekeilt ist, schwingt unter der
Gewichtswirkung des Geldstückes nach unten, wobei sich die auf derselben WeIIe1/1 sitzende
hakenförmige Klinke /3 aus dem Einschnitt/* der Scheibe d5 herausbewegt. Aufserdem trägt
die Welle /] noch den Hebel /2, der sich
ebenfalls mit derselben zwangläufig bewegt und nach oben ausschlägt, wodurch der Windfang-Regulatur
v7, dessen Zweck aus Nachstehendem hervorgehen wird, sich zu drehen anfängt.
Während der Ruhelage des Hebels/2 legt sich letzterer in einen Einschnitt des Regulators in
der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise ein und hält denselben in Ruhe. Die Windflügel des Regulators
sitzen auf der letzten Welle eines Räderwerkes, von welchem die erste Welle mit der treibenden Zahnstange d1 in Zahneingriff
steht, die ihre Bewegung unmittelbar durch die Wirkung des Gewichtes d- erhält.
Sobald der Regulator vom Hebel /2 freigegeben
ist, beginnt die Zahnstange d1 sich zu senken und versetzt dadurch den Trieb d3 und
die mit letzterem verbundene Daumenscheibe af*
in Umlauf. Die Daumenscheibe dl legt sich mit ihrem Daumen gegen den Anschlagestift de
der Scheibe d5 und zwingt letztere dadurch,
an der Umdrehung Theil zu nehmen und dieselbe auf die mit ihr zwangläufig verbundene
Hauptwelle d zu übertragen. Der Trieb d3 sitzt auf der Welle d lose drehbar. Sobald
sich also der Hebel/ in vorbeschriebener Weise um seine Achse gedreht hat, wird die Welle d
der Wirkung des Gewichtes d2 unterworfen
und in Umdrehung versetzt. Da der Regulator durch ein Räderwerk mit der Zahnstange d1 in
Verbindung steht, so bewirkt derselbe, dafs sich die Zahnstange mit gleichmäfsiger Geschwindigkeit
senkt und somit auch die Umdrehung der Welle d in gleichmäfsiger Weise stattfindet.
Das eingeworfene Geldstück rollt, durch die Führungen in 'der Gabel f° des Hebels / in
aufrechter Lage erhalten, auf dem bogenförmig gekrümmten Blechstreifen /21 herab. Ist das
Geldstück am unteren Ende dieses Blechstreifens angekommen, so fällt es aus der Gabel/0 heraus
und in einen Schacht hinein, der durch die verlängerten Führungen gebildet wird; der
Hebel/ hat sodann das Bestreben, in seine ursprüngliche Lage zurückzugehen. Da sich
jedoch inzwischen auch die Scheibe ds gedreht hat, so trifft die Klinke /3 nicht mehr in den
in db befindlichen Einschnitt, sondern legt sich
gegen den Umfang der Scheibe an, wodurch auch der Hebel/ verhindert ist, völlig in seine
horizontale Anfangslage zurückzuschwingen. Der Hebel / verharrt vielmehr in etwas nach
unten geneigter Lage und verschliefst dadurch die zum Einwurf des Geldstückes bestimmte
Oeffnung im Gehäuse al so lange, bis die in
eben beschriebener Weise eingeleitete Arbeitsperiode des Apparates beendigt und das Bild
fertig gestellt ist. Durch diese Anordnung wird verhindert, dafs zwecklos Geldstücke in den
Apparat geworfen werden können.
Mit der Hauptwelle d dreht sich eine auf ihr festsitzende Scheibe i, Fig. 1, 10 und 12,
die auf ihrem Umfang eine Nase trägt, mit welcher sie gegen den auf der senkrechten
Welle z"2 sitzenden Arm i1 anstöfst. Dadurch
dreht sich Welle z'2 um ihre Achse und ertheilt ihrem am oberen Ende sitzenden Arm z'3,
Fig. 2, eine geringe Seitenschwingung, welche genügt, um den bisher von dem Arm i3 festgehaltenen
Hebel z'4 frei zu lassen, so dafs sich die mit letzterem- verbundene Welle Ar, die
aufserdem noch die Schnurscheibe z'6 sowie die
Kurbelscheibe k~ trägt, mit diesen Scheiben um ihre Achse drehen kann. Um die Schnurscheibe
z6 läuft ein endloses Seil i 7, das durch
die mit Gewicht i9 versehene Rolle z'8 gespannt
wird. Nachdem das Seil i7 die Rolle z'8 verlassen hat, läuft dasselbe über die auf der
Welle Z1 festgekeilte Seilscheibe /, ohne dafs
dies'e Welle Z1 im Stande wäre, sich unter Einflufs
des Gewichtes z'9 zu drehen. Diese Drehung wird nämlich durch das Sperrrad Z2
und dazugehörige Klinke /3, welche letztere an der linken, Gehäusewand (Fig. 2· und 14)
um einen Bolzen schwingend befestigt ist, verhindert.
Nach der Rolle oder Seilscheibe / läuft das Seil i1 unten um die das Gewicht z'11 tragende
Scheibe i10 herum und geht danach nach der Seilscheibe z'6 zurück.
Das Gewicht i9 ist schwerer als das Gewicht iM,
weshalb das letztere in die Höhe steigt, sobald in eben beschriebener Weise sich die Scheibe i%
unter Wirkung des Gewichtes z'9 dreht, nachdem sie nach Drehung der Welle i2 frei geworden
ist. Sobald die Welle k der Seilscheibe fe eine halbe Umdrehung beendigt hat,
legt sich ihr zweiter mit ihr fest verbundener Arm i5 unter den Arm z3 und die Welle k
steht still. Währenddem ist das Objectiv enthüllt worden, und zwar auf folgende Weise:
Die auf Welle k, wie schon erwähnt, festgekeilte Kurbelscheibe k2 greift mit ihrem Kurbelzapfen
k1 in den waagrecht liegenden Schlitz k3
der Schieberdeckplatte ki (dieselbe ist durch strichpunktirte Linien angegeben) und hat
dadurch während ihrer Umdrehung diese Schieberdeckplatte in senkrechter Richtung nach
unten gezogen, so weit, bis die Schieberplatte mit ihrer Oeffnung /c5 sich vor dem Objectiv
befindet, welches in einem kreisrunden Ausschnitt ke in dem Gehäuse befestigt ist. Dadurch
wird die lichtempfindliche Platte, die sich-bei η befindet, belichtet. Auf welche
Weise die Platte' nach η gelangt ist, soll später erklärt werden.
Auf der Hauptwelle d sitzt ferner noch frei drehbar die Scheibe i1'2, Fig. 2 und 12, sowie
die beiden gleich grofsen und mit den Scheiben z12 und ζ aus einem Stück geformten
Winkeltriebe d1 und <i8, die beide mit dem
Winkeltrieb d9 in Eingriff stehen. Infolge
dessen besitzen die beiden Scheiben f12 und i
entgegengesetzten Drehungssinn. Der Winkeltrieb d9 dreht sich um einen an der Hauptwelle
d senkrecht und drehbar aufgesteckten Arm d10. Diese Anordnung bewirkt, dafs,
sobald sich die senkrechte Welle z'2 unter Wirkung der Scheibe i gedreht hat, der Arm z'13,
der demjenigen/1 auf Welle z'2 gegenübersteht
(um i8o° versetzt), sich der sich im entgegengesetzten
Sinne wie Scheibe i drehenden Scheibe z'12 nähert, welche im nächsten Augenblicke
mit ihrer Nase gegen den Arm i13 anstöfst
und hierdurch die Welle i 2 in entgegengesetzter
Richtung um ihre Achse zurückdreht. Der am oberen Ende sitzende Anschlagarm z3,
der bis jetzt den unter ihm anliegenden Arm i 5
der Welle k festhielt, bewegt sich somit zur Seite, so dafs die Welle k zum zweiten Male
frei beweglich wird und sich unter Einflufs der Seilscheibe z6 (bezw. des an letzerer hängenden
Gewichtes) weiter dreht, so lange, bis sie wieder eine halbe Umdrehung gemacht hat, nach deren
Verlauf der Arm z* wieder mit dem Arm z'3
zusammentrifft und dadurch Welle k von neuem anhält. Die auf eben beschriebene Weise erfolgte
zweite Umdrehung der Welle.k bewirkt mittelst der Kurbelscheibe k'2, dafs der vorher
herabgezogene Deckschieber wieder gehoben wird, seine ursprüngliche, in Fig. 2 dargestellte
Lage einnimmt und damit das Objectiv wieder verdeckt.
Die Platte wird in der Dunkelkammer durch den am Hebel o1 sitzenden Stift 0 gehalten.
Der Hebel o1 schwingt mit einer Welle, die ihre Drehung mittelst eines auf ihr sitzenden
zweiten Hebels o3 erhält. Ist nun die Aufnahme beendet, so stöfst ein Anschlag o4 auf
Scheibe d5 gegen den Hebel o3, so dafs der
Hebel o1 seinen Stift 0 aus der Dunkelkammer
herauszieht und die belichtete Platte vermöge ihres eigenen Gewichtes in das darunter befindliche
Spülgefäfs m fällt. Bevor dieses aber stattfindet, wurde dieses Spülgefäfs mit Entwickelungsflüssigkeit
auf folgende Weise angefüllt:
Auf der Hauptwelle d ist eine Scheibe m1
festgekeilt (Fig. 2 und 5), auf deren Umfang eine Führungsrolle ,läuft, die auf dem Schenkel m3
eines Winkelhebels ma m* sitzt, der am entgegengesetzten
Ende (dem Schenkel ml) ein Näpfchen m5 mit Quecksilber trägt. Der Winkelhebel
ms m* ist auf seiner Welle m6 frei drehbar.
In das Näpfchen m5 mit Quecksilber taucht eine aus dem Behälter m8, Fig. 6, der
Entwickelungsflüssigkeit enthält, kommende Röhre m7. Der Behälter m8 besitzt eine AusflufsröJhre
m9, die über dem Spülgefäfs m endet. Dreht sich nun die Scheibe m1, so bewirkt sie
mittelst ihres Vorsprunges m10 eine Schwingung
des Winkelhebels m3 m*, so dafs das Näpfchen
m5 sich senkt, die Röhre m7 aus dem
Quecksilber heraustaucht und Luftzutritt zum Behälter m8 erlangt, worauf so lange Entwickelungsflüssigkeit
in das Spülgefäfs fliefst, bis sich der Vorsprung m10 unter der Rollern2 vorbeibewegt
hat, der Hebel also in seine Anfangslage zurückgeht und die Röhre wieder in das Näpfchen m5 eintaucht.
Das Spülgefäfs m sitzt auf einer Welle p,
Fig. i, 2 und 7, die einen Trieb q trägt. Der Trieb q steht im Eingriff mit einem Uebersetzungsrädchen
q1, welches wiederum von der senkrechten Zahnstange q2 Antrieb erhält. Diese
Zahnstange steht mit ihrem unteren Ende auf der Daumenscheibe q3, welche mit der Scheibed5
verbunden ist, auf. Das Bogenstück q* q^ dieser
Daumenscheibe läuft concentrisch um die Welle d. Gleitet nun während einer Drehung der Daumenscheibe
die Zahnstange von dem Bogen-
stück q* qi herunter, so fällt sie eine Stufe tiefer
auf das Bogenstück q5 und dreht hierbei die
Welle ρ und somit das Spülgefäfs um 45 °. Das gebrauchte Bad im Spülgefäfs ergiefst sich
aus diesem in den Ausgufs^?1 und von da aus
durch Röhre p2 in ein auf dem Boden des Gehäuses a1 stehendes Sammelgefäfs. Während
des Ausgiefsens des Spülgefäfses wird die fertig entwickelte Platte in demselben noch so lange
durch im Ausgufs p1 angebrachte, halbkreisförmige,
ausgeschnittene Bleche p3 und pi, auf
welche die Platte aufstöfst, festgehalten, bis die Zahnstange q2 beim Weiterdrehen der Daumenscheiben
q3 von dem Bogenstück qs auf den zu
der Welle excentrischen Theil der Daumenscheibe fällt, der von dem Bogenstück q5 an
bis zu demjenigen qi q* sanft ansteigend verläuft.
Die Zahnstange sinkt dadurch noch weiter und dreht hierbei die Welle ρ so weit, dafs
das Spülgefäfs mit seiner Oeffnung nach unten eine senkrechte Lage einnimmt, bei welcher
dann die Platte nicht mehr auf den Blechen p3pi
aufsteht und daher in das senkrecht darunter befindliche zweite Spülgefäfs r, dessen Oeffnung
nach oben gerichtet ist, hineingleitet. Dieses zweite Spülgefäfs ist auf gleiche Weise, wie
dies bei dem ersten beschrieben wurde, vorher aus einem ms ähnlichen Gefäfse mit Fixirflüssigkeit
angefüllt worden. Der hierzu gehörige Mechanismus, der ganz dem in Fig. 5 dargestellten gleicht, ist in Fig. 2 zu ersehen;
die den Winkelhebel bethätigende Scheibe ist r1, die Führungsrolle r3 und das Näpfchen mit
Quecksilber r5. Sobald das Spülgefäfs m völlig umgekippt ist, hebt der excentrische Theil der
Daumenscheibe q3 die Zahnstange q2 nach Mafsgabe der Weiterdrehung der Hauptwelle d
wieder in die Höhe und die Welle ρ mit Spülgefäfs m drehen sich weiter, bis letzteres
wieder die in der· Zeichnung dargestellte senkrechte Anfangslage einnimmt.
Das zweite Spülgefäfs sitzt auf einer Welle j>5,
die, ähnlich wie Welle p, durch eine andere senkrechte Zahnstange p6 gedreht wird, wobei
diese Zahnstange ebenfalls auf einer Daumenscheibe läuft (in Fig. 1 punktirt gezeichnet),
welche in gleicher Weise wirkt wie die Daumenscheibe q3. Im gewollten Augenblicke kippt
daher auch dieses zweite Spülgefäfs um 45 ° und entleert sein Fixirbad nach Gebrauch in
den Ausguis s; die das nunmehr fixirte Bild tragende Platte verbleibt wieder, gehalten durch
die beiden im Ausgufs befindlichen Bleche s2 und s3, in dem Spülgefäfs, bis letzteres eine
senkrechte Lage, mit seiner Oeffnung nach unten, annimmt, worauf dann die Platte durch
ihr Eigengewicht auf die schiefe Ebene s4 gelangt',
auf welcher sie herabgleitet, bis sie auf den Kopf s6 einer zweiten schiefen Ebene s10,
Fig. i, aufstöfst.
Die Hauptwelle d trägt ferner noch eine dritte Scheibe s6, die genau so wie diejenige m1
gestaltet ist und in ganz entsprechender Weise den Winkelhebel ss und ein drittes Quecksilbernäpfchen
s9 bethätigt. Dieses sinkende Quecksilbernäpfchen läfst wieder ein Röhrchen
austauchen, das in einen Wasserbehälter mündet, worauf in bekannter Weise sich über die gegen
s5 liegende Platte ein Wasserstrahl ergiefst und
diese Platte wäscht, so lange, bis das Quecksilbernäpfchen jene Röhre wieder eintaucht.
Die schiefe Ebene s* ist um eine Welle 11,
Fig. 2, drehbar. Stöfst nun der auf der Scheibe se
sitzende Stift i1 gegen die schiefe Ebene s4, so
dreht sich diese so, dafs sie mit der zweiten schiefen Ebene s10 bündig zu liegen kommt;
der Kopf s5 der schiefen Ebene s10 verschwindet
und die Platte mit dem fertigen photographischen Bilde gleitet über die Ebene sw aus dem
Automaten heraus und kann in Empfang genommen werden.
Die Triebe c, c1 und c2, sowie die Daumenscheibe'
c3, Fig. ι, 2 und 13, sitzen alle fest
auf einer um die Welle ll drehbaren Hülse. Die Welle ll ist nur in dem in Fig. 14 durch
den Pfeil bezeichneten Sinne drehbar, sie wird dagegen an einer entgegengesetzten Drehung
durch das Sperrrad Z2 in Verbindung mit der an der Gehäusewand angebrachten Klinke I3
verhindert.
Der Trieb c1 steht mit der treibenden Zahnstange
d1 in Zahneingriff, während in den Trieb c die Zahnstange b2 eingreift, welche
in der am Gehäuse sitzenden Schwalbenschwanzführung b3 geführt ist. Die Zahnstange
b2 besitzt einen gabelförmigen Ansatz b4,
Fig. i, in welchem ein Hebel b° schwingend aufgehängt ist, der mit seinem einen Ende in
einen Haken b6 und mit seinem anderen Ende
in einen federnden Theil b1 ausläuft. Der Hebel b5 ist aufserdem noch mit einem Stift bs,
Fig. 2, versehen, welcher entweder über oder unter einer Winkelschiene b9 gleitet, die an
dem Gehäuse fest angebracht ist, wie dies aus der Zeichnung ersichtlich ist. Die Zahnstange b2
ferner besitzt zwei senkrecht nach unten von ihr abstehende Anschlagarme u und w1, die sich
mit ihr zusammen bewegen (Fig. 11).
Die mit dem Knopf b versehene Zugstange b1
trägt einen Anschlag b11, in welchem sie sich
drehen kann, während der Anschlag selbst sich gegen Drehung an einer zweiten Stange b12
führt; der Anschlag b11 besitzt des Weiteren
noch einen Stift b13, der in eine Längsnuth bli
der Zahnstange b2 hineinragt (Fig. 1 und 2). Das Zahnrad c2 kämmt in einen Trieb v, der
auf einer mit dem Sperrrad v2, Fig. 2 und 1 5,
ausgerüsteten Welle v1 sitzt. Aufserdem ist ,auf
Welle v1 noch ein Zahnrad ν* lose drehbar
angeordnet, welches die zum Sperrrad v2 gehörige Klinke v3 besitzt und dadurch von
Welle ν1 in einem Sinne mitgenommen wer-
den kann. Das Zahnrad v4 greift in eine auf der Welle v6, die den Regulator trägt, sitzende
Schnecke v5. Aus dieser eben beschriebenen Anordnung erhellt, dafs die Welle v1 und somit
auch der Regulator nur in einem Sinne in Umdrehung versetzt werden können, d. h. sich
nur dann bewegen, wenn eine Photographic in der Herstellung begriffen ist.
In dem Augenblick, wo die Herstellung einer Photographie beginnt, ist die Welle Z1 unbeweglich,
während die Welle vl den Regulator, welcher verhindert, dafs die Zahnstange d] eine
beschleunigte Bewegung annimmt, dreht.
Die Zahnstange b2 wird von links nach
rechts (Fig. i) durch ein Gewicht bm zurückgezogen,
wobei der Stift bs unterhalb der Winkelschiene Zj>9 entlang gleitet. Ist die Photographie
fertig und dem Kunden übergeben worden, so ist die Zahnstange b'2 in ihre weiteste
Stellung nach rechts zurückgekehrt und stöfst dann gegen den Anschlag &15, worauf
der ganze Mechanismus stillsteht. Zu gleicher Zeit hat sich auch die Feder b7 am Hebel Z?5
gegen die Rast bld angelegt und dabei gespannt,
nachdem vorher der Stift bs des Hebels bh
unter der Winkelschiene' b% entlanggeglitten war, so dafs er sich nahe dem (Fig. 2 rechten)
Ende der letzteren befindet. Sowie die Photographie fertiggestellt ist, gleitet dieser Stift ba
ganz aus der Winkelschiene heraus, wodurch der Hebel bh der Wirkung der gegen die
Rast b10 gespannten Feder b1 folgen kann und
mit seinem hakenförmigen Theile b6 nach oben
ausschlägt. Der hakenförmige Theil be dringt
dann in den Längsschlitz bw der Zahnstange b2,
der mit demjenigen Z?14 räumlich in Verbindung steht (Fig. 2), ein. Bis zu dem Augenblick,
wo diese bis jetzt beschriebenen Vorgänge im Apparate vor sich gehen, ist der Einschnitt f*
der Scheibe db in die Nähe der Klinke/3
gekommen, ohne dafs dieselbe bereits in den Einschnitt f4 wieder eindringen könnte, so
dafs noch kein Geldstück in den Automaten geworfen werden kann.
Zieht man, wenn der Automat sich in Ruhe befindet, an dem Zugknopf b, so ergreift der
Anschlag Z?11, wie nach Vorstehendem verständlich,
den Haken be des Hebels Z?5, und die Zugstange b1 zieht die Zahnstange Z?2 nach
links, wobei die Triebe c, c1 und c2 in Umdrehung
gesetzt werden und die Zahnstange d1 in die Höhe steigt, ohne jedoch die Hauptwelle d
zu bewegen. Die mit dem Trieb c zwangläufig verbundene Daumenscheibe c3 geräth in Eingriff
mit der Klinke c4 und setzt dadurch auch die Scheibe / mit ihrer Welle Z1 in Umdrehung,
so dafs das Gewicht z9 um dieselbe Strecke
wieder aufgezogen wird, um welche es bei dem vorhergehenden Arbeitsgange gesunken war. Das
Gewicht iu hingegen sinkt herab. Hierbei läuft die Welle vl frei mit, ohne das Zahnrad v4
zu drehen, so dafs also der Regulator in Ruhe verharrt. Während der Automat aufgezogen
wird, gleitet der Stift Z?8 oben auf der Winkelschiene Z>9 entlang, deren (in Fig. 1 linkes) Ende
er erreicht, sobald das Aufziehen beendet ist, worauf er von dieser Winkelschiene herab- und
somit der Hebel Z?5 in seine Anfangslage zurückfällt. Auf diese Weise ist von nun ab jede
von aufsen kommende Einwirkung auf den Mechanismus, der nunmehr einzig unter dem
Einflufs des Bewegungsgewichtes d2 steht, unmöglich
gemacht. Sobald das Gewicht d'2, nachdem es völlig aufgezogen ist, in Wirkung
tritt, wird die Welle Z1 durch ihre Sperrscheibe Z2 und Klinke Z3 angehalten, während
die Welle v1 ihren Drehungssinn umkehrt und dann den Regulator in Bewegung setzt. Ebenso
beginnt die Hauptwelle d sich zu drehen, wodurch sofort die Falle f3 in den Einschnitt/"4
einfallen, somit der Hebel f'2 sich senken und den Regulator aufser Thätigkeit setzen kann.
Der ganze Mechanismus seht also still und befindet sich in . der Anfangslage. Die Einrichtung
des Mechanismus läfst es zu, dafs, während eine Photographie in der Herstellung begriffen
ist, das Publikum den Zugknopf gebrauchen kann, ohne den Mechanismus zu
beeinflussen, und dadurch etwas zu verderben, selbst wenn es den Knopf um seine Achse
drehte.
Es erübrigt nun noch, zu beschreiben, in welcher Weise die photographischen Platten
im Apparate aufgestapelt sind und wie dieselben, eine nach der anderen, in die Dunkelkammer
gelangen.
Die photographischen Platten sind in einem kreisrunden Behälter (Fig. 3 und 4) radial aufgestellt;
sie stehen in den Einschnitten eines radartigen Körpers y', der aus dem cylindrischen
Mitteltheile y5, dessen Endseiten die
Scheiben y* undj^4 begrenzen, und aus den
beiden Reifeny6 und y 7 besteht. Die Reifeny6
und jv7 sind mit dem cylindrischen Mitteltheile
speichenartig durch Bleche verbunden.
Dieser so gebildete Körper, der das Aussehen eines Rades besitzt, ist in dem Behä'lterj/'9
mit Deckel y lu, Fig. 1, auf einer senkrechten
drehbaren Welle u 2 angeordnet; die Welle
trägt oben einen viereckigen Ansatz, der in die viereckige Lochung y11 in der Mitte des
Körpers yl eingesteckt ist. In den Behälter j-"9
ist ein kleiner Schieber y12 eingefügt, der,
sobald er in den Behälter hineingeschoben wird, einen Schlitz von rechteckiger Gestalt^13,
Fig. j, verdeckt. Der Behälter y9 kann zusammen
mit dem Körper yl aus dem Automaten,
herausgenommen werden, um den Körper y' bequem mit Platten anfüllen zu
können. Ist dies geschehen, so wird der Behälter wieder über die Welle u2 gesetzt, wobei
das Vierkant der Welle w2 in die Lochung des
Körpers yl eindringt und denselben mit der
Welle zwanglä'ufig verbindet, während der Behälter mittelst seiner in das Gehäuse α eindringenden
Stifte auf letzteres fest aufgesetzt wird. Auf dem unteren Ende der Welle iC2
ist ein Sperrrad u3 aufgekeilt (Fig. 11), welches
ebenso viel Zähne hat, als der Körpery1 photo-,
graphische Platten fafst. Dicht über dem Sperrrad u3 ist ferner auf Welle u2 ein frei beweglicher
Hebel m4 mit Klinke M5 angeordnet,
welcher abwechselnd durch die Arme u und u1
der Zahnstange b'2 hin- und herbewegt wird.
Sobald der Behälter y9 (welcher z. B.
too Platten aufnehmen kann, in welchem Falle auch das Sperrrad u3 100 Zähne besitzen mul's)
in eben beschriebener Weise über die Welle u2 gesetzt und der kleine Schiebery12 im Boden
dieses Behälters zurückgezogen worden ist, steht der letztere mit der Dunkelkammer η in räumlicher
Verbindung.
Wird nun der Apparat aufgezogen, so bewegt der Arm w1 den Hebel m4, und die Scheibe u3
macht Y100 Umdrehung und die über den
Schlitz^13 zu stehen kommende Platte fällt in die Dunkelkammer η hinein. Ist diese Platte
fertiggestellt, so bewegt der Anschlag u gegen Ende des Arbeitsvorganges den Hebel «4
zurück, wobei die Klinke «s frei über die
Rückenseite der Zähne gleitet, ohne das Sperrrad u3 zu bewegen. Bei erneutem Aufziehen
des Automaten wirkt wieder der Arm w1 auf
den Hebel M4 und das Sperrrad dreht sich um
1Z100 Umdrehung weiter, so däfs die nächste
Platte in die Dunkelkammer fällt u. s. w.<
Um die Belichtungszeit verändern zu können, ohne zu diesem Zweck auf die Ganggeschwindigkeit
des Automaten einwirken zu müssen, dient folgende Vorrichtung:
Das Kegelrädchen d9 ist in bereits beschriebener
Weise zwischen den beiden Scheiben i und i12 aufgehängt und auf dem Arm d10, mit
dem es um die Hauptwelle d, Fig. ι und io,
schwingt, frei drehbar angeordnet.
Der Arm rf10 besitzt eine Verlängerung dn
mit einem zur Welle d concentrisch laufenden Schlitz dv2. Durch den Schlitz d1'2 ragt ein
Bolzen mit Gewinde hindurch, der in der Gehäusewand festgeschraubt ist und eine Mutter
besitzt, so dafs man den Arm d[0 mit seinem
Kegelrädchen d9 in bestimmter Lage an der
Gehäusewand anschrauben, d. h. sichern kann. Will 'man nun die Belichtungszeit verändern,
d. h. das Wiederverschliefsen der Dunkelkammer durch den Deckschieber ki beschleunigen oder
verzögern, so löst man die Mutter auf dem durch den Schlitz d12 hindurchragenden Bolzen
und dreht den Arm d10 um einen bestimmten Winkel; die Nase der auf der Welle d frei
drehbaren Scheibe z12 erlangt dadurch gegen diejenige der auf der Welle d festen Scheibe
eine Voreilung, doppelt so grofs als der Winkel, um welchen der Arm dw gedreht wurde. Man
hat es also in der Hand, die Zeit zwischen der Wirkung der Nase der Scheibe i und derjenigen
der Scheibe i !2 auf die senkrecht stehende
Welle /2, d. h. die Zeit zwischen einer Auf-
und darauf folgenden Abbewegung des Deckschiebers A:4 nach Belieben zu verlängern oder
zu verkürzen.
Der Automat ist noch mit einer Schlagglocke ausgerüstet, die durch die Umdrehung der
Scheiben z12 und i zum Ertönen gebracht wird
und die dadurch den Anfang und das Ende der Aufnahme ankündigt.
Ferner kann man noch einen Leuchtapparat anbringen, der selbstthä'tig in Wirkung tritt
und die Person, welche sich des Apparates behufs ihrer Aufnahme bedient , beleuchtet.
Die Beleuchtung kann mittelst Elektricität, Magnesiumpulvers u. s. w. geschehen.
Endlich kann der Mechanismus des Automaten noch so weit vervollkommnet sein, dafs derselbe
selbstthätig Rahmen zur Aufnahme der fertigen Photographie vertheilt.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung hervorgeht, ist der Apparat zusammengesetzt
aus einer Bewegungsvorrichtung mit den zugehörigen Theilen, einer Vertheilungs- und einer
Belichtungsvorrichtung für die Platten, sowie endlich einer Vorrichtung zum Entwickeln,
Fixiren und Waschen der Platten.
Als geschützt ist nur die beschriebene Verbindung der einzelnen Vorrichtungen mit einander
zu erachten, während jede dieser Vorrichtungen für sich, als auch andere Combinationen
derselben nicht unter das Patent fallen, also Jedem zur freien Verfügung gestellt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Photographie-Automat, gekennzeichnet durch das Zusammenwirken: ,a) einer Vorrichtung zum Aufziehen eines Bewegungsgewichtes (d'2J, das die Aufgabe hat, durch seinen Fall die für einen Arbeitsgang nöthige Energie zu erzeugen, bestehend aus einer senkrechten Zahnstange (d1), an der das Bewegungsgewicht befestigt ist, und die durch ein Doppelzahnrad (cc1) mit einer gezahnten Zugstange (b2) in Verbindung steht, welche Zugstange an einem aus dem Gehäuse (al) hervorragenden Zugknopf (b) angezogen werden kann;b) einer Vorrichtung, die das Bewegungsgewicht erst auslöst, sodann dessen Bewegung regelt und schliefslich hemmt, bestehend aus einem mit einer Achse (f) schwingenden doppelarmigen Hebel (ff'), dessen einer gegabelter Arm (f) das in den Automaten eingeworfene Geldstück aufnimmt, worauf der Hebel unter Wirkung des Gewichtes des Geldstückes eine solche Schwingung aus-führt, dafs der Einwurfsschlitz durch den gegabelten Arm (fj während der Dauer eines Arbeitsganges verschlossen wird, während der andere Arm (f2) des Hebels- ein Regulirgewicht (v7j, das durch ein passendes Getriebe mit der Zahnstange (dlj in Verbindung steht, auslöst und eine gleichfalls auf der Achse ff 1J festsitzende Klinke ff3) aus dem Einschnitt ff*) einer auf der Hauptwelle fdj aufgekeilten Scheibe fd5) heraustritt, so dafs ein auf der Hauptwelle fest aufgekeilter Trieb fda); der mit der das Bewegungsgewicht tragenden Zahnstange (dl) kämmt, frei wird und das Bewegungsgewicht zur Wirkung gelangt;c) einer Vorrichtung zum Vertheilen der lichtempfindlichen Platten, bestehend aus einem auf einer senkrechten Welle fu2) sitzenden radförmigen Körper (y1)-, zwischen dessen Speichen (Bleche y8) die Platten einzeln aufgestellt sind und welcher unter Wirkung eines beim Anziehen des Zugknopfes aufgezogenen Gewichtes sich dreht, sobald ein auf dem unteren - Ende , der senkrechten Welle fu'2) sitzendes Sperrrad fu3) mit ebenso viel Zähnen, als der Körper (yx) Platten fafst, von seiner Klinke fusj gedreht wird, welche Klinke auf einem von Armen fuulj der Zugstange bewegten Hebel fu*J sitzt, wobei die Drehung des Sperrrades fu3) stets nur um einen Zahn erfolgt, so dafs sich der radförmige Körper (yl) nur urn so viel dreht, als die Entfernung, zweier benachbarter Platten beträgt, und somit diese Platten nach einander durch einen Schlitz (y13j in die Dunkelkammer fallen, nachdem der diesen Schlitz verdeckende Schieber fy12j geöffnet wurde;d) einer Vorrichtung zum Belichten der Platten, bestehend aus der rohrförmigen Dunkelkammer (Ic1J, deren Oeffnung (ke) gewöhnlich durch einen mit einer Oeffnung (k°) versehenen Deckschieber (k^J geschlossen ist, der abwechselnd diese Oeffnung verdecken und aufdecken kann, je nachdem sich der Schieber hinauf- oder herabbewegt,- zu welchem Zweck der Schieber einen Querschlitz (ksj hat, in den ein Zapfen (kl) einer Kurbelscheibe fk2j eingreift, die, auf einer Welle (kj aufgekeilt, durch die Wirkung eines Gewichtes in Umdrehung gesetzt werden kann, welche mittelst eines Seiles die Seilscheibe (i6) auf der Welle (k) an-•greift;e) einer Vorrichtung zur Bethätigung des Objectivverschlusses, bestehend aus zwei Scheiben, von denen die eine (i1'2) lose und die andere (i) fest auf der Hauptwelle (d) angeordnet ist, aus einem mit einem Arm fdloj, frei drehbaren Kegelrädchen fd^J, welcher Amf (ej an der Hauptwelle drehbar aufge- : hängt ist, sowie einer senkrechten; mit .Armen (i P3J ausgestatteten Welle fi2) in der Weise, dafs abwechselnd der eine : Arm fPJ mit der Nase der Scheibe fij und der andeve(i13) mit derjenigen der Scheibefii2j in Berührung gelangt, wodurch die Welle (i 2J ■ durch die eine oder die andere Scheibe in dem einen oder anderen Sinne gedreht wird und ein am oberen Ende der Welle befestigter Arm (i3) die Bewegung der den Deckschieber bethätigenden Welle durch Anstofsen gegen die Anschlagarme (i* i5j dieser Welle nach jeder Halbdrehung unterbricht; .f) einer Vorrichtung, um die Belichtungszeit der Platten nach Belieben zu ändern, bestehend aus einer von der Außenseite des Gehäuses (aj zugänglichen Knopfschraube, durch die der Voreilungswinkel der Scheibe (ili) zu der auf der Welle (d) festen Scheibe (i) geändert werden kann, indem man den Arm des Kegelrädchens (dy, welcher die Drehung der Scheibe (i) aiii die Scheibe (in) überträgt, in der einen oder anderen Richtung um die Welle (d) dreht und darauf wieder mittelst der Knopfschraube am Gehäuse (aj feststellt;g) einer Vorrichtung zur Entwickelung und Fixirung des photographischen Bildes, bestehend aus einem die Entwickelungsflüssigkeit enthaltenden Trog oder Spülgefäfs fm), das sich zuerst um einen Winkel von 45 ° dreht, um die Flüssigkeit zu entleeren, sodann um i8o°, so dafs die Oeffnung des Gefäfses ganz nach unten gekehrt ist, um die photographische Platte in ein anderes Spülgefäfs fr) gleiten zu lassen, welches die Fixirflüssigkeit enthält, genau unter dem ersten Spülgefäfse angeordnet und in gleicher Weise wie letzteres bewegt wird, so dafs die Platte nach Verlassen des Fixirbades auf eine schiefe Ebene (s^J gelangt, um daselbst mit Wasser abgespült zu werden, und wobei die Bewegungen der Spülgefäfse durch senkrechte Zahnstangen geschieht, die, mit ihren unteren Enden auf auf der Hauptwelle sitzenden Daumenscheiben schleifend, im geeigneten Augenblicke gehoben werden;h) einer Vorrichtung zum Waschen der entwickelten und fixirten Platte, bestehend aus einer schiefen Ebene (s*J, an deren unterem■ Ende der einen Anschlag für die mittelst eines Wasserstrahles zu waschende Platte bildende Kopf fs hj einer zweiten festen schiefen Ebene hervorragt, während die erste schiefe Ebene so auf einer Welle ft) angeordnet ist, dafs sie nach beendeter Waschung der Platte um diese Welle schwingen und da-, durch die Platte aus dem Automaten hinaus-.. gleiten. lassen kann;einer Vorrichtung zum selbstthätigen Füllen der Tröge mit Entwickelungs- bezw. Fixirflüssigkeit, sowie zum Anstellen des Waschstrahles, bestehend aus Behältern (maj, deren Luftzutrittsröhre (ηί1) und dadurch auch die Abflufsröhre für die Flüssigkeit (m9) für gewöhnlich geschlossen ist, indem das aus dem Behälter herausragende Ende dieser Röhre in ein mit Quecksilber gefülltes Näpfchen (m5) taucht, welches auf einem schwingenden doppelarmigen Hebel fm3 m*) angeordnet ist in der Weise, dafs, wenn der dieses Näpfchen tragende Arm (m*) dieses Hebels abwärts schwingt, die Röhre (m1) aus dem Näpfchen (mh) austaucht und dadurch die Flüssigkeit aus der Abflufsröhre fm9) ausfliefsen kann;
einer Vorrichtung, welche verhindert, dafs der in Arbeit begriffene Automat durch erneutes Ziehen am Zugknopfe (b) gestört und das Bild verdorben werden kann, bestehend aus einem an der Zahnstange (V1J schwingenden doppelarmigen Hebel fb5), dessen einer Arm einen Haken (bej und dessen anderer Arm eine Feder (b1) trägt, und welcher Hebel mittelst eines Stiftes (b8) unter bezw. auf einer Winkelschiene (b9) geführt wird in der Weise, dafs, nachdem der Automat abgelaufen ist, der Stift (bs) beim Zurückziehen der Zahnstange (b*) durch ein Gegengewicht (b12) mittelst der Feder (b1) auf die Winkelschiene (b9) gehoben wird, wodurch der Haken fbe) in einen in der Zahnstange befindlichen Schlitz fb16) eindringt und dort von dem auf der Zugstange sitzenden Gleitstück (bi]) erfafst wird, so also, dafs die Zahnstange durch Anziehen des Knopfes (b) erst dann bewegt wird, wenn der Apparat zuvor völlig abgelaufen war.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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