DE58613C - Apparat zur selbstthätigen Aufnahme und Fertigstellung von Photographien - Google Patents

Apparat zur selbstthätigen Aufnahme und Fertigstellung von Photographien

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DE58613C
DE58613C DENDAT58613D DE58613DA DE58613C DE 58613 C DE58613 C DE 58613C DE NDAT58613 D DENDAT58613 D DE NDAT58613D DE 58613D A DE58613D A DE 58613DA DE 58613 C DE58613 C DE 58613C
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DE
Germany
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frame
lever
plate
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drum
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT58613D
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English (en)
Original Assignee
C. BERNITT in Hamburg, St. Pauli, Marktstr. 5
Publication of DE58613C publication Critical patent/DE58613C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B17/00Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
    • G03B17/48Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor adapted for combination with other photographic or optical apparatus
    • G03B17/50Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor adapted for combination with other photographic or optical apparatus with both developing and finishing apparatus
    • G03B17/53Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor adapted for combination with other photographic or optical apparatus with both developing and finishing apparatus for automatically delivering a finished picture after a signal causing exposure has been given, e.g. by pushing a button, by inserting a coin

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photographic Developing Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 57: Photographie.
Der in der Zeichnung dargestellte Apparat soll durch Einwurf einer bestimmten Münze in Thätigkeit gesetzt werden und dann selbstthätig das Bild aufnehmen, entwickeln, fixiren, färben und es endlich abliefern.
Die Person, deren Bild aufgenommen werden soll, stellt sich vor den Trichter α und wirft selbst die bestimmte Münze in den , Kanal a1 ein, um durch dieselbe ein hier nicht in Frage kommendes Gesperre aus dem eine Trommel b betätigenden Triebwerk a2 auszulösen. Diese Trommel δ ist mit entsprechend angeordneten Vertiefungen oder Erhöhungen versehen, durch welche die Mechanismen zur Ausübung der verschiedenen Thätigkeiten in geeigneter Weise in Bewegung gesetzt werden.
Die mit einem kleinen vorstehenden Rand bezw. Rahmen versehenen lichtempfindlichen Platten c° sind in dem auf einer Gleitbahn cx verschiebbaren Kasten c in senkrechten Nuthen hinter einander eingesetzt. Dieser Kasten c wird durch die Bewegung der Trommel b mittelst des sich mit seinem freien Ende auf derselben führenden Fühlhebels c1 der Zugstange c2 und der an dem Winkelhebel c4 angebrachten Schaltklinke c5, welche in die mit dem Kasten c verbundene Zahnstange c6 eingreift (vorzugsweise bei jeder Trommelumdrehung einmal), so weit vorgeschoben, dafs jeweilig eine neue Platte über den Schlitz c3 der Gleitbahn cx gebracht wird. Durch diesen Schlitz c3 fällt dann die betreffende lichtempfindliche Platte in den um Schildzapfen/1 drehbaren Rahmen f, in welchem sie sich auf die in denselben hineinragende Bahn ρ stützt.
Bei der weiteren Drehung der Trommel b wird der am Trichter α angebrachte regulirbare Momentverschlufs m durch Einfallen des Hebels m2 in den Ausschnitt m3 der Trommel b zunächst geöffnet und im nächsten Augenblick wieder geschlossen, infolge dessen das in dem Trichter α gefafste Objectiv blofsgelegt, die in dem Rahmen f gehaltene Platte c° belichtet und das Bild erzeugt wird.
Zur weiteren Behandlung und endlichen Verabfolgung dieser Platte wird dann der Rahmen f, dessen einer Schildzapfen fl eine Rolle gz trägt, durch eine über letztere geführte Kette gl mit Gegengewicht g'2 unter dem Einflufs des sich in einer Nuth der Trommel b führenden Hebels g abwechselnd in eine waagrechte und dann in eine nach abwärts geneigte Lage gebracht, damit in der ersteren das Bild entwickelt, fixirt und gefärbt und in der letzteren nach jeder Behandlung gespült werden kann.
Nachdem die Platte zum ersten Mal in ihrer waagrechten Stellung angelangt ist, fällt der Hebel d dl in einen Ausschnitt der Trommel b ein, wobei sein Arm d1 einen Hebel d2 freigiebt, dessen oberes gebogenes Ende mit dem vom Behälter il ausgehenden Schlauch i verbunden ist und das Mundstück d 3 desselben über die belichtete Platte führt. Gleichzeitig wird infolge dieser Bewegung des Hebels d2 durch eine mit demselben verbundene Stange ds der den Schlauch i umschliefsende Quetschhahn dA geöffnet und beim Zurückschwingen des Hebels d d1 wieder geschlossen, so dafs sich eine bestimmte Menge Entwickelungsflüssigkeit über die ■ belichtete Platte ergiefst und beim Schliefsen des Hahnes
gleichzeitig die Schlauchmündung d3 wieder mittelst des Armes d- zurückgezogen wird. Diese FlUssigkeitsmenge, welche so bemessen ist, dafs sie gerade zur Entwickelung des Bildes genügt, wird in der durch den erhöhten Rand der Platte erlaubten Schichthöhe die zur Entwickelung des Bildes erforderliche Zeit mit demselben in Berührung gehalten, der Rahmen / durch eine von dem Hebel g und der stetig bewegten Trommel b ausgehende Schaukelbewegung während der ganzen Zeit der Entwickelung hin- und herbewegt und endlich erstere ausgegossen. In der nach abwärts geneigten, in Fig. 2 punktirt gezeichneten Stellung des Rahmens erfolgt dann das Waschen der Platte, indem der Fühlhebel h1 in eine der Vertiefungen der kreisenden Trommel b einfällt, dadurch mittelst der Stange /z4 einestheils den Quetschhahn h5 des Wasserleitungsschlauches k hinreichende Zeit offen hält und anderentheils durch einen auf der Stange /z4 sitzenden Stift hx die um Zapfen h- schwingende Brause h in die punktirte Stellung (Fig. 2) dreht, so dafs die Strahlen der Brause unmittelbar auf die geneigte Bildplatte c° fallen können.
Zur Aufnahme des Spülwassers, sowie der verbrauchten Lösungen ist unterhalb des Rahmens/ ein Behälter^ angebracht, an welchem ■ an geeigneter Stelle ein Schlauch zur Weiterleitung der Flüssigkeit befestigt ist.
Beim Austritt des Hebels hl aus dem ersten Ausschnitt der Trommel b wird der Quetschhahn hB wieder geschlossen, die Brause h angehoben und alsdann der Rahmen/ durch die Bewegung des Hebels g wieder in die waagrechte Lage gebracht.
In dieser werden, in gleicher Weise wie zuvor, durch Einfallen des Hebels/Z1 in einen Ausschnitt der Trommel b ein Hebel P und eine Stange Z5 derart bethätigt, dafs sie den Quetschhahn Z4 eines zweiten Gefäfses z1 öffnen und die Schlauchmündung Z3 über die schaukelnde Platte führen, um eine bestimmte Menge Fixirflüssigkeit auf dieselbe zu ergiefsen. Nach Verlauf einer bestimmten Zeit wird der Rahmen / wieder in die nach abwärts gerichtete Lage gebracht, damit die Fixirflüssigkeit von der Platte abfliefsen und in der vorhin beschriebenen Weise beim Einfallen des Hebels hl in einen zweiten Ausschnitt abgespült werden kann, worauf alsdann durch Vermittlung des Hebels ν v\ des Armes v2 und der Stange Vs der Quetschahn v4 eines dritten Gefäfses f1 geöffnet wird, um die Färbeflüssigkeit über das um die waagrechte Lage schaukelnde fixirte Bild zu ergiefsen. Die Färbeflüssigkeit wird auch wieder durch Neigen des Rahmens/ abgegossen, nach abermaligem Einfallen des Hebels hl in einen Ausschnitt abgespült und der Rahmen/ alsdann unter dem Einflufs des Hebels g und der Kette gl so weit aufgerichtet (Fig. 3), dafs er die Verlängerung einer Gleitbahn w bildet. In dieser Stellung des Rahmens / wird das Segment p1 der die Platte c° stützenden Bahn ρ pl unter dem Einflufs eines gegen die Naser0 der Trommel b stofsenden Winkelhebels r1 r2 durch die Stange r so weit um seine Schildzapfen rx gedreht, dafs die Platte c° ihren Stützpunkt verliert und nach abwärts über die Bahn w zur Ausgabestellung wx gleitet. Sobald der Hebel r1 wieder von der Nase r° der Trommel b abgleitet, schwingen sowohl das Segment p1 als auch der Rahmen / in ihre Anfangsstellung zurück, und das durch die Münze ausgelöste Gesperre fällt wieder in das Triebwerk ein. Da auch inzwischen die Trommel b wieder in ihrer Anfangsstellung angelangt ist, so ist nunmehr der ganze Apparat zu einer neuen Aufnahme, welche in gleicher Weise erfolgt, bereit.
Um das Herausfallen der Platte beim Senken des Rahmens zu verhindern, ist an letzterem eine Feder χ angebracht, welche bei der Rückkehr des Rahmens in die senkrechte Stellung gegen einen Vorsprung χ' seitlich vom Schlitz c3 stöfst und zurückgedrängt wird, um die Eingangsöffnung für die Platten aus dem Behälter c nicht zu versperren. Beim Senken des Rahmens / greift alsdann die Feder über den oberen Rand der Platte oder legt sich gegen die Rückseite derselben an und verhindert auf diese Weise das Herausziehen der Platte während des Herstellungsprocesses des Bildes.
Auf der Trommelachse kann eine kleine Seilscheibe t angebracht werden, welche durch ein Seil t1 eine zweite Scheibe t- treibt, um mittelst eines auf der Achse der letzteren angebrachten, aufsen am Apparat sichtbaren Zeigers die verschiedenen Stadien der Behandlung des Bildes anzuzeigen.
Die vorbeschriebenen Einrichtungen haben gegenüber bekannten Anordnungen die wesentlichen Vortheile, dafs erstens sämmfliche Mechanismen von nur einem Triebwerk abhängen, und ferner, dafs die zum Entwickeln, Fixiren und Färben des Bildes erforderliche Flüssigkeitsmenge nach dem Gebrauch stets abgegossen wird. Infolge dessen bleiben auch die betreffenden Lösungen der auf einander folgenden Bäder unverändert und werden nicht, wie dies beim Eintauchen der Bilder in einen Behälter geschieht, die Lösungen durch Uebertragung der Rückstände verunreinigt und geschwächt. Die zuletzt angefertigten Bilder werden daher auch ebenso rein und klar wie die ersten, was bei keinem der bekannten selbstthätigen Apparate zur Herstellung von Photographien erreicht worden ist. Dieser sehr wesentliche Fortschritt ist neben der Be-
handlungsart der Einfassung der Platte in einen auf der Bildseite vorspringenden Rahmen zuzuschreiben, durch welche die Platte für die wirksame Behandlung mit den erforderlichen Flüssigkeiten die Form einer flachen Schale und gleichzeitig einen gefälligen Rahmen für das Bild erhält.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    . Ein Apparat zur selbsttätigen Aufnahme und Fertigstellung von Photographien, bei welchem die lichtempfindlichen Platten von einem Rahmen (J) aufgenommen werden, der vermittelst eines in Vertiefungen einer durch einen Motor gedrehten Trommel (b) einfallenden Hebels (g) und einer mit
    , diesem verbundenen, über eine auf dem Zapfen (f'J des Rahmens angeordneten Rolle geführten Kette oder Schnur aus der für die Belichtung der Platte (c°) erforderlichen senkrechten Lage abwechselnd in die waagrechte und eine geneigte Lage gebracht wird, in welchen Lagen die zum Hervorrufen, Fixiren und Färben des Bildes erforderlichen Flüssigkeiten auf die Platte gebracht, wieder abgegossen und abgespült werden.
    Bei dem unter i. gekennzeichneten Apparat die Anordnung einer Curvenbahn ppl unter dem Rahmen f, auf welche sich die lichtempfindlichen Platten stützen, welche sich indessen bei der nach Fertigstellung des Bildes erfolgenden Aufrichtung des Rahmens theilt und das Bild auf eine geneigte, zur Ausgabestelle führende Ebene fallen läfst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT58613D Apparat zur selbstthätigen Aufnahme und Fertigstellung von Photographien Expired - Lifetime DE58613C (de)

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