DE57597C - Selbsttätiger Gasvetkäufer - Google Patents

Selbsttätiger Gasvetkäufer

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DE57597C
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DE
Germany
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gas
wheel
pointer
lever
mark
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT57597D
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English (en)
Original Assignee
C. H. D. ZAHRTMANN in Kopenhagen
Publication of DE57597C publication Critical patent/DE57597C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F15/00Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity
    • G07F15/001Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity for gas

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Volume Flow (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. \4
KLASSE 44: Kurzwaaren.
Die bis jetzt bekannten selbstthä'tigen Gasverkäufer haben alle, ganz abgesehen von ihrem äufserst verwickelten Mechanismus, den grofsen Uebelstand, dafs sie nicht nur durch die für sie vorgeschriebenen Geldstücke, sondern auch durch gleich grofse oder gleich schwere Plättchen aus irgend einer anderen Masse oder aus geringwerthigerem Metall in Gang gebracht werden können, so dafs ein Mifsbrauch damit ohne Schwierigkeiten getrieben werden kann. Dann aber ist, falls der Preis des Gases aus irgend welchen Gründen erhöht oder erniedrigt wird, es bei den bekannten Apparaten nothwendig, sie der neuen Preislage entsprechend neu einzustellen oder aber zu ändern, damit durch die einmal vorgeschriebenen Geldsorten, welche den Apparat bethätigen können, entweder eine kleinere oder gröfsere Menge Gas wie vordem geliefert wird. Selbst die besten Apparate dieser Art, wie z. B. die von Brownhill in Birmingham, leiden an dem unangenehmen Fehler, dafs sie infolge der ungeheuren Anzahl von Theilen, aus denen sie zusammengesetzt sind, sehr leicht den Dienst versagen, aus welchem Grunde eine nennenswerthe Verbreitung solcher Apparate bisher nicht stattgefunden hat.
Unter Berücksichtigung der oben erwähnten Punkte hat der Erfinder einen selbsttätigen Gasverkäufer eingerichtet, welcher erstens durch eine bedeutende Verminderung der Theile gegen Versagen möglichst geschützt ist; zweitens durch falsche Marken nicht in Gang gebracht werden kann und drittens bei einer etwaigen Preisänderung des Gases weder einer Aenderung noch einer Einstellung bedarf. Es werden bei diesem Apparat nicht Geldstücke zum Inbetriebsetzen des Apparates verwendet, sondern man bedient sich hier Gegenmarken von eigenthümlicher Form, welche man vorher in beliebiger Anzahl kauft und bei sich trägt. Diese Gegenmarken sind mit Nuthen versehen und genau nach Lehre gearbeitet, so dafs rohe Nachahmungen den Apparat nicht zum Arbeiten bringen, während das einzelne genaue Nachahmen der Marken bedeutend kostspieliger werden würde als das Geld, um welches der Betrug ausgeführt werden soll. Die Marken werden entsprechend der gerade Geltung habenden Preislage des Gases verkauft, so dafs sie also einmal gröfseren, das andere Mal geringeren Werth haben, was natürlich nicht die geringste Aenderung der Apparattheile beansprucht.
In beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι einen senkrechten Schnitt durch den gesammten Apparat, Fig. 2 den wesentlichen Theil des Apparates in der Oberansicht bezw. im waagrechten Schnitt, während Fig. 3 die Gestalt der Gegenmarke verdeutlicht und Fig. 4, 5 und 6 einzelne Theile des Apparates darstellen.
Die bei diesem Apparat zur Verwendung kommende Gasuhr ist eine nasse Gasuhr mit Mefstrommel von gewöhnlicher Einrichtung; die Mefstrommel ist aber in der Zeichnung als überflüssig weggelassen und nur in Fig. 1 der das im Kasten K1 sitzende Gaszuflufsventil beeinflussende Schwimmer S1 und das Zählwerk aufgenommen, während Fig. 2 nur die wirklich neuen Theile darstellt.
Für gewöhnlich hält der Schwimmer S1 x das im Kasten K1 sitzende Zuflufsventil mehr
oder weniger geöffnet; derselbe wird aber, wenn ein in dem Apparat angebrachter Zeiger die Nullstellung angiebt, d. h. wenn die den eingeworfenen Marken entsprechende Gasmenge verbraucht ist, in der Weise herabgezogen und somit das Gaszuflufsventil geschlossen, dafs die Stange O in die Höhe steigt und durch Vermittelung des Hebels χ auf einen am unteren Ende des Schwimmers angebrachten Knopf x1 wirkt. Die Stange O ist von einer in die Flüssigkeit des Gasmessers hinabreichenden Röhre O1 umgeben, auf deren oberes Ende eine Schraubenfeder c aufgesetzt ist, welche durch Vermittelung des Bügels P stets bestrebt ist, die Stange O zu heben und somit das Gaszuflufsventil zu schliefsen. Diesem Bestreben wirkt ein um Achse iV1 drehbarer Hebel N entgegen, so lange der an dem einen Ende desselben befindliche Daumen η auf dem Kranz eines Rades M schleift; es wird also das Gaszuflufsventil geöffnet sein, wenn η auf dem Umfang des Rades Af gleitet, hingegen geschlossen sein, wenn dieser Daumen in eine am Umfang des Rades M angebrachte entsprechende Vertiefung fällt.
Das Rad M sitzt fest auf der Welle D, welch letztere an ihrem vorderen Ende mit einem über ein Zifferblatt schwingenden Zeiger h versehen ist (Fig. 2 bis 4). Steht dieser Zeiger auf Null, so ist die Vertiefung am Umfang des Rades M unterhalb des Daumens η angelangt, so dafs letzterer einspringt, die Feder c die Stange O in die Höhe heben kann und somit das Gaszuflufsventil bei Kl geschlossen wird.
Auf der Welle -D sitzt ferner das lose Zahnrad L, welches mit dem Zählwerk ^1 ^2 ^3 ^ ^5 in Verbindung steht und beim Durchströmen des Gases durch das Zählwerk in entsprechende drehende Bewegung versetzt wird. Gegen die Seitenfläche dieses Zahnrades L liegt eine starr mit der Achse D verbundene Bremsfeder k, Fig. 2, an, welche bei der Drehung des Zahnrades L infolge der Reibung mitgenommen wird und deshalb auch eine Drehung der Achse D veranlafst. Durch diese vom Zählwerk aus vermittelte Drehung der Achse D wird der Zeiger h in einem der Drehungsrichtung des Uhrzeigers entsprechenden Sinne bewegt.
Der Zeiger h bezw. das Rad M kann nun von aufsen her durch Drücken auf den Knopf T1 im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers gedreht werden, doch nicht eher, als bis durch den Kanal A1 Gegenmarken eingeworfen werden, und zwar ist die Drehung des Zeigers um so gröfser, je mehr Marken durch den Kanal A1 gelangen. Nehmen wir also an, der Zeiger h stände auf der Nullstellung, der Gaszuflufs sei also abgesperrt, so kann nach Einwurf etwa zweier Marken durch zweimaliges Drücken auf Knopf T1 der Zeiger h auf den Scalatheil 50 eingestellt werden; der Gaszuflufs ist also nunmehr gestattet, und es wird so lange Gas durch die Mefstrommel strömen, bis durch das Zählwerk der Zeiger h wiederum in die Nullstellung zurückgeführt wird.
Wird in den Kanal A1 eine Marke g geworfen , so fällt letztere vor das Ende der Stange T. Diese Stange T wird dann durch Drücken auf Knopf T1 vorgeschoben, wobei die Marke g vorrückt und durch Kanal U in den Sammelbehälter V fällt. Die Stange T geht dann infolge der Wirkung der Spiralfeder d wieder in ihre Normalstellung zurück. Beim Vorrücken der Marke g bewegt dieselbe, bevor sie in den Kanal U gleitet, den Hebel R aufwärts und veranlafst somit auch eine Schwingung des auf derselben Achse sitzenden Hebels H, Fig. 5 und 6. Durch die Schwingung dieses Hebels H wird aber eine Stange G, deren freies Ende mit einem gezahnten gelenkigen Daumen F versehen ist, zurückgezogen, so dafs die schräge Kante dieses Daumens an einem zur Stütze desselben dienenden Stift i herabgleitet, die Daumenzähne mit einem auf der Achse D festsitzenden Zahnrad E in Eingriff kommen und somit der Zeiger h um eine Theilung (etwa von ο bis 25) von rechts nach links gedreht wird. Stand der Zeiger h in der Nullstellung, so dafs die Nase η in der Vertiefung des Rades M lag, so wurde gleichzeitig durch die Drehung des Zahnrades E und des Rades M die Nase η gezwungen, aus der Vertiefung herauszutreten und auf den Umfang des Rades zu gleiten; infolge dessen drückt der Hebel N die Spiralfeder c zusammen und der Schwimmer S1 kann in die Höhe steigen, so dafs der Gaszuflufs geöffnet ist.
Ist die Marke g durch den Kanal U herabgefallen, so zieht die Feder J das ganze Hebelsystem G H K in seine Anfangsstellung zurück. Wenn durch Zurückziehen des Hebels G die Zähne des Daumens F das Zahnrad C von rechts nach links drehen, so wird das Zahnrad L und somit das Getriebe des Zählwerkes nicht mit beeinflufst, .da das Zahnrad L lose auf der Welle D sitzt und die Bremsfeder k das Zahnrad L infolge des Widerstandes des gesammten Zählwerkes nicht mitnehmen kann. Wohl aber kann, wie vorhin erwähnt, im umgekehrten Falle das Zahnrad L die Bremsfeder k und somit die Welle D mit dem Zeiger h mitnehmen, da dieser Bewegung kein beträchtlicher Widerstand entgegengesetzt wird.
Nach Einwurf einer zweiten Marke g kann der Zeiger h durch nochmaliges Drücken auf Knopf T1 um einen weiteren Scalatheil von rechts nach links gedreht werden, bis schliefslich nach Einwurf einer hinreichenden Anzahl von Marken der Zeiger auf den letzten vor Null befindlichen Scalatheil eingestellt werden kann. Je mehr Marken eingeworfen sind, je
weiter also der Zeiger h gedreht wird, um so längere Zeit braucht das Zählwerk, um durch Vermittelung des Zahnrades L und der Bremsfeder k den Zeiger h wieder in die Nullstellung zurückzudrehen, um so mehr Gas kann also verbraucht werden.
In dem Kanal A1 können geeignete Stifte ρ vorgesehen sein, über welche entsprechende Nuthen der Marke g gleiten, wenn letztere in den Kanal A1 eingeführt werden. Ferner ist es zweckmäfsig, in dem waagrechten Th eil des Kanals eine Feder vorzusehen, welche sich gegen die Marke anlegt und ein Schwanken derselben verhindert. Damit, wenn die Marke zufällig oder absichtlich in einer Mittelstellung festgehalten werden sollte, wobei das Gaszuflufsventil nicht beständig geöffnet bleibt, ist mit dem Hebel i?, Fig. 3, 5 und 6, durch einen Bügel ein Zapfen S starr verbunden, welcher, wenn der Hebel R durch die in der Mittelstellung befindliche Marke g gehoben ist, auf das frei schwingende Ende eines Hebels Q derart einwirkt, dafs das andere Ende dieses Hebels Q einen an der Stange O befestigten Stift α in die Höhe hebt und somit das Gaszuflufsventil schliefst; dieses Ventil wird erst wieder geöffnet, wenn die Marke g durch den Kanal U gefallen ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein selbstthätiger Gasverkäufer, bei welchem die Abgabe von Gas statt, wie bisher, durch ein Geldstück durch eine vorher zu kaufende Marke g, Fig. 3, vermittelt wird, deren Gestalt durch einen oder mehrere Führungsstifte p, Fig. ι, der Einwurfrinne A1 bedingt ist, und bei welcher die Marke die Druckstange T mit dem Hebelsystem KHG kuppelt, so dafs die Zahnung von G in die Zahnung des Rades E einfällt und durch die so bewirkte Linksdrehung des Rades E bezw. des Rades M eine die Abgabe von Gas ermöglichende Auslösung des Sperrhebels N aus dem Ausschnitt η des Rades M veranlafst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT57597D Selbsttätiger Gasvetkäufer Expired - Lifetime DE57597C (de)

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