DE101673C - - Google Patents

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DE101673C
DE101673C DENDAT101673D DE101673DA DE101673C DE 101673 C DE101673 C DE 101673C DE NDAT101673 D DENDAT101673 D DE NDAT101673D DE 101673D A DE101673D A DE 101673DA DE 101673 C DE101673 C DE 101673C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B11/00Details of, or accessories for, machines for mechanical composition using matrices for individual characters which are selected and assembled for type casting or moulding
    • B41B11/52Moulding or casting devices or associated mechanisms

Landscapes

  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

6x
Gegenstand der Erfindung ist eine verbesserte selbstthätig wirkende Schliefsvorrichtung für die Giefsform von Zeilengiefsmaschinen beim Gufs sogen. Ausgangszeilen von kürzerer Länge als Columnenbreite.
Die bisher für diesen Zweck angegebenen Constructionen haben den Mangel, dafs die Vorrichtung lediglich durch Federdruck in Schliefsstellung gehalten wird. Die Folge davon ist, dafs mangels einer festen Grenze für die Spreizung der Matrizenzeile einmal die Ausschlufskeile sich bis zur ä'ufsersten Grenze zusammenschieben lassen und einen Ausschlufs von unzulässiger Weite ergeben, sodann beim Eintreiben des flüssigen Materials in die Form, was bekanntlich unter sehr starkem. Druck geschieht, das Metall zwischen die Matrizen eindringt bezw. verspritzt wird und dadurch einen mangelhaften Gufs sowie bedeutende Betriebsstörungen verursacht. Ein weiterer Mangel der bisherigen Constructionen besteht darin, dafs die Vorrichtung ununterbrochen functionirt, auch wenn sie nicht gebraucht wird, mithin unnöthigerweise sich abnutzt.
Der Erfindungsgegenstand beseitigt diese Mangel dadurch, dafs die neue Schliefsvorrichtung in der Schlufslage positiv festgehalten wird und je nach Bedarf eingeschaltet bezw. ausgeschaltet werden kann.
Die Vorrichtung ist in den Zeichnungen an einer Linotype-Maschine angebracht gedacht, läfst sich aber mit geringfügigen Abänderungen auch an anderenZeilengiefsmaschinen anbringen. Fig. ι zeigt die Vorrichtung in Vorderansicht, angebracht am Maschinengestell A einer Linotype, an dem sich, auch der bekannte Schieberrahmen B auf und ab bewegt, und Fig. 2 in Oberansicht. Die Function des Rahmens B besteht darin, die Matrizenzeile mittelst eines an ihm befestigten Behälters in seiner oberen Stellung ' in Empfang zu nehmen, sie alsdann in den Bereich der Giefsform zu senken und nach dem Abgufs wieder hoch und in den Bereich der Ablegevorrichtung zu führen. In der gesenkten Lage befindet sich die Matrizenzeile in Linie mit zwei in Fig. 1 punktirt dargestellten Backen LR, deren Wirkungsweise aus den Fig. 3, 4 und 5 hervorgeht. Fig. 6 ist eine vergröfserte Vorderansicht des Sperrmechanismus und Fig. 7 eine Oberansicht der Theile 1, 2, R der Fig. 6, während Fig. 8 einen Schnitt, nach 8-8 der Fig. 6 darstellt. Fig. 9 zeigt in schematischer Oberansicht eine Ausgangszeile in Giefsstellung und Fig. 10 die so gegossene Typenzeile selbst.
Der Backen L sitzt fest am Maschinengestell A (Fig. 2) und dient stets als linksseitiger Anschlag für die in Giefsstellung befindliche Matrizenzeile (Fig. 9, auch Fig. 4 und'5) sie mag lang oder kurz sein. Der Backen R (Fig. 6 und 7) sitzt an einem im Maschinengestell geführten, mit einer Schiene 1 versehenen Gleitstück. Schiene 1 ist mit oberen und unteren Sperrzähnen ausgestattet, in die um feste Zapfeng schwingende Sperrklinken 4, 5 eingreifen können. Es sind zweckmäfsig je zwei obere und untere Klinken vorhanden, deren Schneiden paarweise um l/.z Zahntheilung versetzt sind, damit der Schritt der Schaltung bezw. Sperrung bei gröberer Theilung klein ausfällt. Die Klinken haben Bohrungen 10, in welche Zapfen 8 eines Gelenk-

Claims (1)

  1. Stückes 7 mit Spiel hineinragen. Der Abstand der Zapfen 8 ist so bemessen, dafs jeweilig nur das obere oder das untere Klinkenpaar in Eingriff mit den Sperrzähnen 2 bezw. 3 sein kann. Gelenk 7 ist mittelst eines zweiten Gelenks 12 an einem in seiner Mitte drehbar gelagerten Hebel 1 1 aufgehängt, während die Klinken unter dem Einflufs von Zugfedern 6, 6 stehen. Die auf die oberen Klinken 4 wirkende Feder 6 ist stärker als die untere Feder 6, so dafs das Klinken- und Hebelsystem, sich selbst überlassen, die in Fig. 6 dargestellte Lage annimmt, in der die Klinken 4 wirksam, dagegen die Klinken 5 unwirksam sind. Dabei läist die Luft des Zapfens 8 in der Bohrung 10 das zur Rechtsverschiebung der Schiene 1 erforderliche Klinkenspiel zu.
    Schiene 1 ist mit einem an seinem oberen Ende drehbar gelagerten Hebel 18 durch Schlitz 19 und Stift 20 verbunden, während dieser Hebel durch eine an ihn angelenkte Stange 17 mit einem bei 15 drehbar gelagerten Hebelpaar 16, 14 in Wechselwirkung steht.^, Um die Einwirkung stofsfrei zu gestalten, ist Stange 17 (Fig. 2) durch den Kopf 21 eines im Hebel 16 drehbaren Zapfens geführt und wird einerseits durch eine Mutter 22, andererseits durch eine um 17 gelegte Druckspirale 23, die sich gegen einen Stift 24 legt, in Lage gehalten. An Hebel 14 endlich greift eine lange Spirale 13 an (Fig. 1), deren unteres Ende an einer Kurbel 25 sitzt. Hat letztere die in Fig. ι dargestellte Lage, in der sie durch einen lösbaren Anschlag 26 gehalten wird, so ist die Spirale 13 gespannt. Entfernt man den Anschlag 26, so zieht sich die Spirale 13 so weit zusammen, bis sie die Spannung verliert, und legt dabei die Kurbel 25 um nahezu i8o° um in die punktirt dargestellte Lage.
    Die beschriebene Vorrichtung wirkt in folgender Weise. Wird nach Umlegen der Kurbel 25 in die wirksame Lage die kurze, aus den Matrizen M und den Ausschliefskeilen J bestehendeZeile (Fig. 3) zwischen dieBackenLjR, deren letzterer sich in seiner Normallage befindet , eingeführt, so trifft schliefslich die regulirbare Anschlagschraube 28 des Zapfens 27 (vergl. Fig. 1) das freie Ende des Hebels 11, die Klinken 4 auslösend und die Klinken 5 einrückend. Infolge dessen schnellt das den Backen R tragende Gleitstück unter der Wirkung der gespannten Spirale 13 nach links, die Matrizenzeile in ihrem Behälter mitnehmend (Fig. 4), bis deren linkes Ende gegen den Backen L stöfst, während Backen R sich gegen das rechte Zeilenende legt. Wie aus Fig. 9 ersichtlich, ist nunmehr der Giefsschlitz F durch den an die Giefsform dicht anliegenden Backen R so weit geschlossen, als ihm keine Matrizen M gegenüberliegen. Es erfolgt nunmehr das Ineinanderschieben der Ausschliefskeile J durch eine aufwärtsgehende Schiene und das Spreizen der Zeile. Während nun früher der Backen R dabei unbegrenzt zurückgehen konnte, ist dies nunmehr nicht möglich, da die nun wirksamen Klinken 5 ein Ausweichen um höchstens Y0 Zahntheilung gestatten. Die Ausschliefskeile können daher nur eine minimale Spreizung der Zeile bewirken, so dafs der Ausschlufs normal bleibt, während die Zeile durch das Eintreiben der Ausschliefskeile vollkommen fest zusammengeprefst wird. Erfolgt jetzt der Gufs (Fig. 9), indem sich die Giefsdüse S hinter den Formschlitz legt, so verhindert der absolut dichte Abschlufs seiner Vorderseite durch die fest zusammengeprefste Matrizenzeile M und den positiv gesperrten Backen R das Durchspritzen von Metall. Man erhält somit eine tadellose Ausgangszeile Z (Fig. 10).
    Ist der Abgufs erfolgt, so beginnt der Rahmen B seinen Hochgang, die Matrizen mitnehmend, während die Ausschliefskeile vorübergehend zurückgehalten werden. Infolge dessen verdünnt sich der Ausschlufs und lockert sich die Zeile. Gleichzeitig wird aber auch Hebel 1 1 vom Stift 28 frei und die Klinken 4 treten in Wirkung, dadurch ein erneuertes Vorgehen des Backens R nach links und ein erneuertes Einklemmen der bereits gelockerten Zeile verhindernd. Dieselbe kann mithin ohne weiteren Widerstand aus der Giefslage heraus und durch den Rahmen B emporgehoben werden. Letzterer trägt nun eine schräge Schiene 29, die schliefslich gegen die Rolle 30 des Hebels 14 wirkt und dadurch den Backen JR in seine Normallage nach rechts (Fig. ι und 3) zurückführt. Die immer noch in Eingriff befindlichen Klinken 4 gestatten die Rechtsverschiebung, während sie den Rückgang nach links sperren. Die geschilderten Vorgänge wiederholen sich nun für die nächste kurze Zeile.
    Bei langen Zeilen entfernt man den Anschlag 26 (Fig. 1) und hebt dadurch die Spannung der Feder 13 auf. Backen R bleibt infolge dessen beim Gufs der langen Zeile in seiner Normallage bezw. wird beim Ineinandertreiben der Ausschliefskeile gegen einen festen Anschlag nach rechts bewegt.
    Es mag noch bemerkt werden, dafs statt der Spirale 13 auch ein Gewicht angeordnet werden kann, das man durch Stützung in entsprechender Höhe je nach Bedarf unwirksam macht.
    Pa τ en τ -Ansprüche:
    ι . Schliefsvorrichtung für die Giefsform von Zeilengiefsmaschinen beim Giefsen kurzer sogen. Ausgangszeilen, bei der ein fester und ein beweglicher, an der Giefsform dicht
    anliegender Backen zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, dafs der bewegliche, gegen den festen angetriebene und mit zwei Systemen von Sperrzähnen versehene Backen unter der Einwirkung von zwei ,Klinken bezw. Klinkengruppen steht, die wechselweise in und aufser Eingriff mit den Sperrzahnsystemen treten, derart, dafs der bewegliche Backen durch die eine Klinke bezw. Klinkengruppe gegen Zurückweichen aus der Schliefslage im Wesentlichen gesichert ist, während er durch die andere Klinke bezw. Klinkengruppe gegen seinen Antrieb und in der Normallage gehalten wird.
    Ausführungsform der Schliefsvorrichtung nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, dafs der bewegliche Backen (R1J durch Hebel- und Stangenverbindungen (18, 17, 16,14) unter dem Einflufs einer Feder (13) oder eines Gewichtes steht und abwechselnd durch federbelastete Klinken (4, 5) gesperrt wird, die durch ein Gelenk (7) und Zapfen (8) auf einander einwirken und durch einen Hebel (11) kurz vor bezw. nach dem Abgufs umgesteuert werden, während die Zurückführung des beweglichen Backens in seine Normallage durch Einwirkung auf das Hebel- und Stangensystem (18, 17, 16, 14) erfolgt.
    3. Ausführungsform der Schliefsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs der Antrieb des beweglichen Backens ausgeschaltet werden kann, indem man beispielsweise die Feder (13) an einem umlegbaren Kurbelarm (25) angreifen läfst oder das antreibende Gewicht in erforderlicher Höhe abstützt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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