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Adressen-Druckmaschine Die Erfindung betrifft Adressendruckmaschinen,
bei denen mittels Zahnscheiben und einer diese antreibenden Klinke die Druckplattenförderung
während gewisser Arbeitsspiele der Maschine unterbrochen werden kann, so daß die
an der Abdruckstellee befindliche Druckplatte mehrfach abgedruckt wird. Zu diesem
Zweck werden durch die Zahnscheiben Nocken gesteuert, durch die die Triebverbindung
der Druckplattenfördereinrichtung mit ihren Antriebsteilen zeitweilig unterbrochen
werden kann. Ziel der Erfindung ist es, die Vorrichtung zum Einstellen des jeweils
gewünschten Mehrfachdruckes möglichst einfach zu gestalten und ohne Auswechseln
oder Verschieben von Zahnrädern und ohne Einbau je besonderer Schaltglieder
für die verschiedenen Arbeitsweisen von Einfach- auf Zweifach- oder Mehrfachdruck
übergehen zu können, wobei außerdem dafür gesorgt werden soll, daß, wenn z.B. mitten
im Mehrfachdruck einer Druckplatte aufgehört wird, bei Wiederaufnahme der Arbeit
in anderer Arbeitsweise, z. B. mit Einfachdruck, sofort die neue Druckplatte in
die richtige Stellung gelangt und nicht erst die alte Platte nochmals abgedruckt
wird.
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Zu diesem Zweck werden die mit verschiedenen Schaltzähnen versehenen
Schaltscheiben des Nockenwerks zu einem einzigen Zahnscheibenkörper vereinigt, der
mit einer einzigen Nockenscheibe bzw. durchgehenden als Nockenstifte wirkenden Bolzen
verbunden ist. Zwischen diesem Zahn#cheibenkörper und der Schaltklinke ist ferner
eine den Zahnteilungen entsprechend abgestufte Abdeckscheibe eingeschaltet, der
gegenüber die Schaltklinke so verschiebbar ist, daß sie auf das der jeweiligen Schaltung
entsprechende Zahnrad bzw. auf den der jeweils gewünschten Arbeitsweise entsprechenden
Ab-
schnitt der Abdeckscheibe eingestellt werden kann. Auf diese Weise
ist es möglich, in einfachster Weise beliebig mehrfache Abdrucke von Platten zu
nehmen, indem nur die Schaltklinke gegenüber dem Abdeckblech verschoben wird. Die
Verwendung der abgestuften Abdeckscheibe in Verbindung, mit den einz-elnen verschieden
gezahnten Schalträdern und der gemeinsamen 1%,ockenscheibe hat dabei den Vorzug,
daß bei unzeitigem Abstellen der Maschine die Mehrfachdruckvorrichtung nicht außer
Tritt fällt. Es werden also bei Wiederaufnahme der Arbeit trotz Umstellens der Schalteinrichtung
auf eine andere Anzahl von Drucken keine Wiederholungs-drucke in der alten Reihenfolge
geliefert, sondern es tritt sofort der neu eingestellte Einfach- oder
Mehrfachdruck
ein, weil durch die der je-
weiligen Verzahnung entsprechend abgestufte Abdeckscheibe
beim Verschieben der Klinkeder wirksame Hub in Verbindung mit der entsprechenden
Teilung der- Zahrischeibefort geändert wird.
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Durch diese Anordnung werden gewisse-Mängel derbisher bekannten Mehrfachdruckvorrichtungen
behoben. So ist es z. B. bekannt, den Wechsel des Mehrfachdruckes bei einem die
Druckplattenförderung überwachenden Nockenschaltwerk dadurch herbeizuführen, daß
gewisse Schaltklinken#mit entsprechenden - verschiebbaren Zahnrädern durch
Niocken in Eingriff gebracht werden. Eine bestimmte Arbeitsweise ist dabei aber
immer ae das jeweils eingestellte Zahnrad gebunden. Denn der Klinkenhub- ist immer
der gleiche. Soll also auf einen Mehrfachdruck Übergegangen werden, so ist nicht
nur ein neues Zahnrad und eine neue Schaltklinke, sondern auch ein neuer, den Schaltklinkeneingriff
überwachender Hebenocken erforderlich. Der Wechsel -des Mehrfachd,-uckes
setzt also einen erheblichen Umbau voraus, abgesehen davon, daß dort eine Sicherung
gegen das Außertrittfallen der Druckplatten beim vorzeitigen Umschalten nicht vorgesehen
ist. Eine andere bekannte Anordnung arbeitet wieder mit Nockenscheiben, die wahlweise
in Steiierstellung gebracht werden und dann durch Winkeldrehung eines Kurvenstücks
eine Kupplungsklinke für den Druckplattenförderantrieb verschieden abschalten. Auch
hier fehlt eine besondere Kontrolle der Schaltung durch ein Nockenwerk, das im Gleichtakt
mit der Druckplattenfördeiung den Antrieb unterbricht. Bei Änderung der Arbeitsweise,
d. h. der jeweils gewünschten Anzahl von Ab-
drucken jeder Platte,
' müssen auch hier SchaJträder ausgewechselt bzw. neu eingesetzt werden.
Außerdem ist sogar noch eine entsprechende Ergänzung der Schaltklinke erforderlich.
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Diesen bekannten Anordnungen gegenüber hat der Erfindungsgegenstand
den Vorteil, daß bei ihm nur die Schaltklinke axial ver'-schoben und zu einem neuen
Schaltrad ausgerichtet zui, werden braucht. Sitzt die Klinke aber bereits a-uf einem
Zahnrad mit sehr großer Zähnezahl, so ist lediglich die Abdeckscheibe zu verstellen,
damit der auf das Schaltrad wirksame Eingriffsbogen der Schaltklinke, deren Hubbewegung
an sich gleich groß bleibt, verändert wird. Dabei hat die Einrichtung den Vorteil,
daß bei vorzeiti-,ein UmsdhaIten der Maschine auf eine- an-#dere Arbeitsweise ein
Außertrittfallen der Druckplattenfördervorrichtung vermieden wird, weil die Nocken
für alle Zahnräder gleiche Teilung haben und weil immer auf einem ganzzahligen Bruchteil
des Zahnscheibenumfanges das Nockenschaltwerk be-:tätigt wird. Dadurch ist eine
erhebliche Ver-':#bfachung der Maschine und eine erhöhte triebssicherbeit gegeben.
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sich ist die Verwendung von Zahnmit Abdeckschienen natürlich längst
bekannt, bei denen zur Änderung der Drehung eines-Maschinenteils die Schaltklinken
in der Schaltrichtung über die Abdeckschiene gleiten und erst an deren Ende in die
Zähne des Schaltrades einfallen können. Es handelt sieh bei diesen Einrichtungen
jedoch um nach Art und Wirkungsweise vom Erfindungsgegen-Z> el stand ganz verschiedene,
zumal keiner der be-
kannten Schaltvorrichtungen die Erkenntnis zugrunde lag,
daß es möglich ist, mit einem in ganz bestimmter Weise abgestuften Abdeckblech und
einer in axialer Richtung gegenüber -mehreren zu einem einzig-en Schaltkörper vereinigten
Zahnscheiben mit verschiedener Schaltzahnteilung verschiebbaren Klinke ein damit
in Verbindung stehendes Nockenschaltwerk so zu steuern, daß die Druckplattenförderung
auch bei vorzeitigem Umschalten keine Störung und der gewünschte Mehrfachab-druck
keine ungewollte Änderung erfährt. Unter Verwendung gewisser an sich bekannter Teile
ist also eine mit einfachsten Schaltmitteln arbeitende betriebssichere Einrichtung
geschaffen worden, die es ermöglicht, die Wiederholungsmöglichkeiten des Äbdruckes
zu erhöhen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist an Hand der Zeichnungen
beschrieben. In diesen #stellt dar: Fig. i eine teilweise Vorderansicht einer mit
der Mehrfachdruckvorrichtung nach der Erfindung ausgerüsteten Maschine, bei der
gewisse Teile im Schnitt dargestellt sind, Fig. 2 einen Querschnitt durch die in
Fig. i dargestellte Maschine, Fig. 3 einen horizontalen Schnitt durch die
Maschine im wesentlichen nach der Linie 3-3
der Fig. 4, Fig. 4 eine teilweise
Rückansicht, Fig. 5 einen Teilschnitt im wesentlichen nach der Linie
5-5 der Fig. 4, -Fig. 6 einen Teilschnitt nach den Linien
6-6
der Fig. 4 und 5 und Fig. 7 die Teilansicht des mit dem
Ab-
druckblech. zusammenarbeitenden Nockenschaltwerks.
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Das dargestellte Aus-führungsbeispiel zeigt eine Adressendruckmaschine,
deren Antrieb über eine etwa durch einen. Elektromotor angetriebene Riemenscheibe
9 und" Zwischenwelle 8 (Fig- i) erfolgt. Diese Welle 8 trägt
ein Zahnrad io, das mit einem drehbar auf der Hauptwelle 1:2 gelagerten Zahnrad
i i in Eingriff steht. Durch eine Stetierstange 13
kann mittels
der Kupplung 14 das Triebzahnrad i i mit der Welle 12 gekuppelt werden, wodurch
die der Riemenscheibe 9 erteilte Bewegung über die Zwischenwelle
8, das Zahnrad i o, das Triebrad i i und die Kupplung 14 auf die Hauptantriebswelle
12 übertragen wird. Von dieser erhalten sowohl die im Ausführungsbeispiel als auf
und ab gehender Druckarm ausgebildete Abdruckvorrichtung als. auch die Druckplattenfördervorrichtung
ihren Antrieb. Die Einzelheiten des Druckarmantriebes werden nicht beschrieben,
da sie nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden. Es genügt zu bemerken,
daß es sic1.1 uni einen sogenannten frei fallenden Druckarm handelt, der kurz vor
Erreichen der Drucklage durch eine hin und her gehende Stoßklinke oder Schulter
45 den Druckirnpuls erhält und der bei jedem Arbeitsspiel durch einen Rückzugshaken
49 wieder angehoben wird. Die Zwischenwelle 8 und die Hauptantriebswelle
12 sind am Maschinenrahmen 15 drehbar gelagert, an dessen Oberteil gleichzeitig
der Drucktisch (Druckbett) 16 der Maschine sitzt. An einer Seite der Maschine trägt
das D#ruckbett 16 einen Behälter M zur Aufnahme der Druckplatten D.
Aus diesem
Behälter werden die Platten nacheinander fortgezogen und zur Druckstelle auf einen
Amboß gefördert, wo sie mit Hilfe eines nicht gezeigten Farbbandes von einem Druckkissen
P abgedruckt werden.- Das Druckkissen P ist an einem Druckkopf 17 gelagert,
der wiederum am Ende eines Druckarmes iS sitzt. Der Druckarm kann um die vom Maschinenrahmen
getragene Welle ig schwingen. Von dem Druckarm 18 ra 'gt nach unten über
die Welle ig ein Arm 2o herab, an dern sowohl die obenerwähnte Druckantriebstoßklinke
als auch der Rückzughaken angreift und der außerdem an seinem unteren Ende einen
halbrundenAnsatz 2 1 trägt. Dieser kann von einem mit einer Nut 25 ausgerüsteten
Schwenkarm 22 festgehalten werden, um den Druckann in seiner oberen unwirksamen
Stellung zu verriegeln. Diese Verriegelungseinrichtung kann, z. B. mit einer selbsttätigen
Druckplattenauswähl- und -überspringvorrichtung zusammenarbeiten, die jedoch nicht
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist.
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Von dern in Fig. i rechts sichtbaren Druckplattenmagazin M aus läuft
über die ganze Maschine durch die Druckstelle hindurch ein Druckplattenführungsweg
5 1 (Fig.:2), der in einen nicht gezeigten Druckplattenaufnahm& behälter
mündet. Unterhalb des Führungsweges 51 liegt eine Mittelstange
52 mit einer Deckplatte 53, auf der die Druckplatten D
aufliegen,
während sie vom Magazin durch die Druckstelle zum Ablegebehälter gefördert werden.
An beiden. Seiten der Mittelstange 52 ziehen sich Schienen 54 und
55 hin. 'Im Innern der Schiene 54 ist eine Schieberstange 56 angebracht
mit Förderklinken 57 (Fig. i), die durch Federn 58 hochgedrückt werden.
An dem dort gezeigten rechten hinteren Ende besitzt die Förderstange eine Schulter
59, die die unterste der Druckplatten im Magazin M angreift. Wenn sich die
Schieberstange nach links bewegt, so wird die unterste Druckplatte aus dem Magazin
auf die Deckplatte 52 des Führungsweges geschoben. Der hinter der Schulter
59 befindliche Teil der Schubstange 56 liegt etwas höher als der übrige
Teil der Schtibstange. Auf diesem höher gelegenen Teil liegen also die über
der untersten Druckplatte gestapelten Platten auf, wenn die Schulter 59 die
-unterste Platte auf den Füthrungsweg geschoben hat. Die Schubstange erhält eine
Hinundherbewegung, und die Klinken 57 schieben dabei die Druckplatten schrittweise
weiter, zuerst in die Druckstellung und danach in den Ablegebehälter. Wenn die Schubstange
wieder zurück-, also nach rechts geht, so fassen geeignete Sperrklinken, die in
den Figuren nicht dargestellt sind, die Druckplatten an und halten sie gegen Zurückgehen
gesperrt. Die Förderklinken 57
laufen dabei gegen die festgehaltenen Druck'
platten an, werden von diesen gegen die Wirkung der Federn 58 heruntergedrückt
und ,gehen unter den Druckplatten hinweg. Wenn D ZD die Schubstange ihre nach rechts
gerichtete Bewegung beendet hat, haben sich also alle Förderklinken um die ganze
Länge einer Druckplatte nach rechts bewegt und warden durch die Federn
58 wieder hochgedrückt, so daß sie sich hinter die Kante derjenigen Druckplatte
legen, unter der sie eben hindurchgegangen sind.
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Die hin und her gehende Schubstange erhält ihren Antrieb in folgender
Weise: An einem in der Schiabstange gelagerten Bolzen 62 (Fig. i)
ist ein Arm 61 angelenkt, mit dem das eine Ende einer Stange 6o verbunden ist. Das
andere Ende der Stange ist am oberen Ende eines Schwinghebels 63 angelenkt,
der lose auf einer Welle 64 sitzt. Diese Welle ist in einein Ansatz 65 des
Rahmentrag eils 24 drehbar gelagert. Ein anderer, in Fig. i hinter und in Fig.
3 neben dem Schwinghebel 63
erscheinender Schwinghebel 66 sitzt
fest auf der Welle 64 nahe dem Schwinghebel 63. Auf
der Rückseite des Schwinghebels
66 und an seinen Kanten ragen Leisten 67 und 68 hervor, die
zwischen sich eine Gleitführungsrinne 69 bilden. Diese Führungsrinne nimmt
eine Rolle 70 auf, die an einer Kurbel 71 (Fig. 3) sitzt. Die Kurbel
ist am Ende einer Welle 72, befestigt, die ihrerseits im Tragteil 24 drehbar
ist. Die Welle 72 trägt ein Kegelrad 73,. das mit einem fest auf der
Hauptantriebswelle
1.2 verkeilten Kegelrad 74 in Eingriff steht.
Wenn die Hauptantriebswelle 12 umläuft, so wird also die Bewegung über die Kegelräder74
und 73 und die Welle72 auf die Kurbel 71 übertragen, und dabei wird die an
der Kurbel sitzende Rolle 7o, die in der Gleitführung 69 läuft, hin und her
geschwenkt, so daß der Schwingliebel 66 eine hin und her gehende Bewegung
erhält. Der Schwinghebel 66 trägt seitlich einen senkrecht zu seiner Bewegung
,sebene liegenden, in Fig. 3
nach rechts gerichteten Ansatz 75, der
noch -Über den benachbarten Schwinghebel 63 hinausgreift. Dieser Hebel
63 trägt wiederum .an einer in Fig. i rechts erscheinenden AusbiLichtung
in der Nähe seiner Umfangslinie eine an einem Zapfen 76 angelenkte, parallel
zur Bewegungsebene des Hebels 63 liegende Klinke 77 mit eineni Haken
78, der in angehobener Lage den Ansatz 75 des Schwinghebels
66 erfassen kann. - Auf diese -Weise können die Hebel-63 und
66 miteinander gekuppelt werden, wobei eine zwischen einem Zapfen des Hebels
63 und der von ihm getragenen Klinke 77 gespannte F eder
79 den Haken in angehobener Stellung, also in Eingriff mit dem Halteansatz,
zu halten sucht. Solange das der Fall ist, schwingt der Hebel 63 mit dein
durch den oben beschriebenen Kurbeltrieb angetriebenen Hebel 66 mit, und
diese Bewegung wird über die Stange 6o und den Arm 61 auf die Schubstange
56 übertragen, die auf diese Weise die oben geschilderte Hinundherbewegung
erhält.
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Wenn von einer Druckplatte mehr als ein Abdruck genommen werden soll,
so wird die Tätigkeit der Fördermittel unterbrochen, und das geschieht in dem beschriebenen
Ausführungsbeispiel durch Ausklinken des Hakens 78 vom Ansatz 75,
ohne daß dabei die Bewegung des Schwingliebels 66 unterbrochen wird. Zu diesem
Zweck ist an einem Drehzapfen8i des Rahmenteilesf24 ein Arm8o angelenkt (Fig. i).
Dieser trägt an seinem einen (rechten) Ende einen zweckmäßig mit einer Anlaufrolle
ausgerüsteten Stift 8:2, Jessen Anlauffläche sich an einen geneigten Stift
83 anlegt, der im hinteren Ende der Kupplungsklinke 77 sitzt. Durch
den Stift 82 ist eine Stange 84 geführt, die an ihrem oberen freien Ende
eine Einstellmutter 86 trägt und an ihrem nicht dargestellten unteren Ende
einen mit dem - Fuß oder mit der Hand zu betätigenden Zuggriff lo. dgl. besitzt.
Zwischen derMutter86 und demStift82 ist eine Schraubenfeder 85 um die Stange
gelegt. Wird die Stange 84 durch den erwähnten Griff herabgezogen, so läuft der
Stift 82 bzw. dessen Rolle auf den Stift 83 auf und schwenkt die Klinke
77 entgegen,der Uhrzeigerrichtung, so daß der Haken 78 von dem Ansatz
75 freikommt. Diese Anordnung gestattet also, von Hand die Tätigkeit des
Druckplattenförderers zu unterbrechen.: Diese Unterbrechung kann, wie im folgenden
beschrieben wird, auch durch selbsttätige, Verschwenkung des Armes So und damit
des Anlaufstiftes 82 herbeigeführt werden, wenn mehrere Abdrucke von einer Druckplatte
gewünscht werden.
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Dh Maschine kann auf fortlaufenden, doppelten, dreifachen oder vierfachen
Druck eingestellt werden, jedoch ist es möglich, durch geeignete Ausbildung auch
eine größere Anzahl von Abdrucken als vier hintereinander selbsttätig herbeizuführen.
Zu diesem Zweck trägt ein von dem Rahmenteil 24 gehaltener Ansatz eine Welle
87 (Fig. 2, 3, 7), auf der mehrere mit Zähnen versehene Scheiben drehbar
angeordnet sind. Diese Scheiben können mittels einer Schaltklinke 88 gedreht
werden, die am äußeren Ende eines Armes 89 angelenkt ist (Fig. :2), der seinerseits
an einer lose um die Welle ig gelegten Muffe go sitzt. Von dieser Muffe ragt ein
Ansatz gi herab, und zwischen diesem und dem Rahmentragteil ist eine Feder 92 gespannt,
die den Arm 89 nach oben zu -schwenken sucht. In dem Arm
89
sitzt eine Einstellschratibe 93 mit einer Feststellmutter 94. Das
freie Ende dieser Schraube stößt gegen die Kante eines bogenförmig profilierten
Armes 95 (Fig. 2, 4, 5),
der mit dein Druckarm 18 verbunden
ist und sich rechtwinklig von diesem über die Welle ig erstreckt. Wenn der Druckarni.
heruntergeht, so drückt die Kante des Armbogens 95
auf die Einstellschraube
93 und schwenkt den Arm 89 gegen die Wirkung der Feder 9?-nach unten.
Dabei wird dürch eine zwischen dem Arm 89 und denr hinteren Ende der von
ihm getragenen Schaltklinke 88 ausgespannte Feder 96 (Fig. 2) das
freie Ende der Klinke in Anlage an die vordere Fläche einer abgestuften Abdeckscheibe
97 gehalten, die an dem Tragteil 24 sitzt und vor auf der Welle
87 sitzenden Zahnscheiben liegt (Fig. 7). In dem gezeigten Ausführungsbeispiel,
in dem die Maschine für fortlaufenden, doppelten, dreifachen oder vierfachen Abdruck
bestimmt ist, sind drei solcher Scheiben 98, 99 und ido vorgesehen. Die Abdeckscheibe
ist etwas breiter als die drei Scheiben einschließlich ihrer Zwischenräume. Die
Schaltklinke 88 ist vor der Abdeckscheibe in uhten näher beschriebener Weise
axial verschiebbar, so daß sie je nach der gewünschten Arbeitsweise zu den
verschiedenen, hinter der Abdeckscheibe angeordneten Zahnscheiben wahlweise ausgerichtet
werden kann.
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Wenn z. B. von'einer Druckplatte zwei Ab-
drucke genommen werden
sollen, so greift die Schaltklinke 88 an der in dem Cargestellten Ausführungsbeispiel
mit zwölf Zähnen ausgerüsteten
Scheibe 98 an. Sollen drei
Ab-
drucke von einet Druckplatte hergestellt werden, so wirkt die Schaltklinke
auf die Scheibe 99 mit achtzehn Zähnen, und zum vierfachen Abdruck dient
die Scheibe ioo mit vierundzwanzig Zähnen. Die Schaltklinke 88 legt sich
gegen die Abdeckscheibe 97, und diese dient dazu, die Klinke je nach
ihrer Einstellung eine bestimmte Zeitlang von den Zähnen der betreffenden Scheibe
abzuhalten. Wenn nämlich die Schaltklinke auf die Scheibe 98 mit ihren zwölf
Kerben eingestellt ist, so wird der Scheibenkörper bei jedem Schalthub der Klinke
um einen größeren Winkel verdreht, als wenn die Klinke auf die Scheibe ioo eingestellt
wäre, die vierundzwanzig Zähne trägt. Das Abdeckblech 97 ist an den Stellen,
wo sie vor den Zahnscheiben liegt, ausgeschnitten, vor der Scheibe 98 'beispielsweise
bei ioi, so daß die Schaltklinke die Scheibe 98 schon kurz nach dem Beginn
ihres Schaltweges angreift und während des größten Teiles ihrer Schaltbewegung in
Eingriff mit der Scheibe bleibt. Bei io2 ist das Abdeckblech vor der Scheibe ioo
weniger ausgeschnitten, so' daß die Schaltklinke nur eine verhältnismäßig kurze
Zeit auf die betreffende Scheibe einwirken kann. Die Größe des Ausschnittes 103,
der vor der mittleren Scheibe 99 liegt, hält die Mitte zwischen den Ausschnitten
ioi und io2, so daß die Dauer der Betätigung der Scheibe 99 zwischen der
Dauer bei den beiden anderen Scheiben liegt. Der Rest 104 des Abdeckbleches ist
gar nicht ausgeschnitten. Wenn die Schaltklinke daher auf diesen Teil ausgerichtet
ist, so gleitet sie über das Blech hinweg und kommt überhaupt mit keiner Scheibe
in Eingriff. Diese Einstellung wirdgewählt, wenn nur ein einziger Abdruck von einer
Druckplatte gemacht werden soll.
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Diese je nach der Einstellun.- der Klinke verschieden große
Drehung des Zahnscheibenkörpers dient nun dazu, die KuPP1ung75 selbsttätig zu steuern.
Zu diesem Zweck ist, wie Fig. i zeigt, auf einem Zapfen io6 des Tragteiles 24 ein
Arm io.5 angelenkt. Dieser Arm besitzt ein abgestuftes Ende ' 107, durch
das eine Schraube io8 hindurchgeht. Diese Schraube stößt gegen- ein eingekerbtes
Ende iog des Armes 8o, das dem mit dem Stift 82
ausgerüsteten Ende dieses
Armes entgegengesetzt liegt. Das entgegengesetzte Ende des Armes io5 ragt durch
eine Öffnung iio (Fig. 2 und 3) des Tragteiles 24 hindurch und kommt unter
einen Stift i i i -zu liegen, der am oberen Ende eines an einem festen Drehzapfen
113 gelagerten Armes 112 sitzt. Weiter unten trägt dieser Arm einen Stift 114 (Fig.
2). Durch die drei Zahnscheiben 98,
99 und ioo sind sechs Anschlagbolzen
115 b
geführt, die in gleichem Abstand voneinander rings um die Welle des
so gebildeten Scheibenkörpers angeordnet sind. Es sind sechs Anschlagbolzen vorhanden,
so daß also die Anzahl der auf jeder Scheibe vorhandenen Zähne eine durch die Zahl
der Bolzen (sechs) teilbare Zahl ist, nämlich zwölf, achtzehn und vierundzwanzig.
Der von dem Arm 112-getragene, als Gegenanschlag wirkende Stift 114 arbeitet nun
mit den durch die Scheiben geführten Bolzen in folgender Weise zusammen: Wenn die
Maschine auf fortlaufenden Druck eingestellt ist, d. h. wenn der Zahnscheibensteuerkörper
überhaupt nicht weitergeschaltet wird, so bleibt der Gegenanschlag 114 dauernd in
Anlage mit einem der Bolzen 115, gegen den er durch eine zwischen dem Tragteil.
24 und dem Arm 112 ausgespannte Feder i 16 gezogen wird. Wenn die Schaltklinke
88 beispielsweise mit der Scheibe 98, die zwölf Zähne trägt, ausgerichtet
ist und eine Schaltbewegung ausführt, so greift sie in einen der Zähne dieser Scheibe
und erteilt der- Scheibe eine zwölftel Umdrehung. Dadurch kommt der Bolzen 115,
der vorher mit dem Anschlagstift 114 in Eingriff gestanzlen hat, von diesem Stift
frei, und die Feder 116 (Fig. 2) kann nunmehr den A im i 12 im Uhrzeigersinn
verschwenken, so daß sein Ansatz i i i nach unten geht. Dieser Ansatzstift i i i
drückt dabei das durch die Rahmenöffnung i io ragende Ende des Armes 105 nach unten,
und dabei bewegt sich die im anderen Ende des Armes io5 sitzende Schraube io8 nach
oben. Sie stößt gegen den Arm 8o (Fig. i), verschwenkt ihn irr. Uhrzeigersinn und
veranlaßt dadurch den Stift 82 bzw. seine Anlaufrolle, gegen dell geneigten
Teil des Stiftes 83 anzulaufen. Auf diese Weisem wird der Haken
78 von dem Ansatz 75 gelöst und die Schwinghebel 63 und
66 voneinander abgekuppelt, so daß, wie oben beschrieben wurde, die Druckplattenförderung
unterbrochen wird. Da. die Schraube io8 einstellbar ist, kann die dem Arm
8o erteilte Bewegungsgröße leicht verändert werden. Bei der nächsten Schalttätigkeit
der Klinke 88 wird die Scheibe 98 wieder um eine zwölftel Umdrehung
gedreht, und daher kommt nun der Anschlagstift 11-4, der beim vorigen Schaltschritt
zwischen zwei Bolzen i 15 gelegen hatte, mit dem darauffolgenden Bolzen i
15 in Eingriff" und der Arm 112 wird wieder von dem Nolzkenscheibenkörper
fortgedrückt, wodurch der .Ansatz i i i nach oben geht. Da nun eine Feder
117 zwischen den Armen io5 und 8o gespannt ist und die Enden dieser Arme
miteinander in Eingriff hält, so bewegt sich gleichzeitig das die Schraube io8 tragende
Endb des Armes 105 wieder nach unten, und
die Feder 117 bringt den
Arm 8o wieder in die in Fig. i dargestellte Lage. Die Schwin.-, hebel
63 und 66 werden also wieder miteinander gekuppelt, und die Druckplattenfördertätigkeit
nimmt ihren Fortgang.
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Wenn die Schaltklinke 88 zu der Scheibe 99 ausgerichtet
ist, so gleitet sie beim Ab# wärtsgehen zunächst über einen Teil der Abdeckscheibe
97 hinweg und greift dann in einen der Zähne der Scheibe 99. Die Scheibe
erhält darauf eine achtzehntel Umdrehung. Auf diese Weise kommt einer der Bolzen
i 15,
der gerade an dem Anschlagstift 114 ang&-legen hat, von diesem Stift
frei, und die Druckplattenfördervorrichtung wird abgekuppelt, wenn der Ansatzstift
i i i nach unten geht. Dabei kommt aber der Stift 114 nicht in die Mitte
zwischen zwei der Bolzen I 15 zu liegen, sondern nur in eine Stellung, die
einem Drittel der Entfernung zwischen zwei benachbarten Bolzen en tspricht. Beim
nächsten Schaltschritt werden die. Scheiben wiederum eine achtzehntel Umdrehung
weitergedreht, der Stift-114 nimmt eine zweite Zwischenstellung zwischen zwei Bolzen
ein, und die ,Druckplattenförderung bleibt immer noch unterbrochen. Erst beirn nächsten
Schaltschritt der Klinke88, wenn die Scheibegg wieder eine achtzehntel Umdrehung
erfährt,-kommt der Stift 114 mit dem folgenden Bolzen I 15 in Eingriff, und
die Druckplattenfördervorrichtung wird wiedee eingekuppelt.
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Entsprechende Vorgänge finden statt, wenn die Schaltklinke
88 zu der dritten Scheibe ioo mit vierundzwanzig Zähnen ausgerichtet ist.
Dabei wird also die Druckplattenförderung während dreier Schaltschritte der Klinke
88
unterbrochen. Da sich die Klinke in zeitlicher Übereinstimmung mit dem
Druckkissenarm --bewegt, - so steuert sie also die Tätigkeit der Druckplattenfördervorrichtung.
derart, daß je nach ihrer Einstellung entweder ein fortwährender Druckplattenwechsel
erfolgt oder daß die einzelnen Druckplatten zweimal, dreimal oder viermal hintereinander
abgedruckt: werden.
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Zur Einstellung der Schaltklinke 88 in bezug auf die Abdeckscheibe
97 dient folgende, in den Fig. 4, 5 und 6 veranschaulichte
Einrichtung: Längs der Welle ig erstreckt sich eine Nut 118, in der eine Stange
iig verläuft. Ein Ende dieser Stange ist mit der den Arm der Schaltklinke tragenden
Muffe go verbunden. Das andere aus der Nut i 18 seitlich her-#usragende Ende
der Stange ist in einer Gabe-_ z# Hebels 1:21 gäla:g#rt- (Fig#-'6,i lung i2o- eines
Der Hebel 12-1 sitzt fest auf einerWelle 1:22, die-am hititeren Ende des Maschinenbettes
16 gelagert 'ist (Fig. 4, 5). An der Welle 122 sitzt eih Handgriff
1:23, der in verschieden gekennzeichnete Einstellagen gebracht werden kann.
- Die verschiedenen Einstellagen sind auf einem Schaltbrett auf dem Drucktisch
angegeben, so daß also, dort die jedesmalige Einstellung abgelesen werden kann.
Entsprechende Verriegelungsmittel sind vorgesehen, um den Handgriff in der gewählten
Lage festzubalten. Soll also auf Einfach-, Zweifach-oder Mehrfachdrück eingestellt
werden, so wird die Kurbel 1:23 in die entsprechende Lage gebracht. Dadurch wird
mittels des Gabelstückes 1.21 die Stange iig in der -Nut 118 längs der Welleig verschoben.
Sie nimmt dabei. die lose auf dieser Welle.sitzende Muffe go mit und richtet auf
diese Weise die von der Muffe getragene Schaltklinke 88 auf das jeweils gewünschte
Zahnrad bzw. auf -den die gewünschte Arbeitsweise bestimmenden Abschnitt der Abdeckscheibe
97 aus. "