DE79769C - - Google Patents

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DE79769C
DE79769C DENDAT79769D DE79769DA DE79769C DE 79769 C DE79769 C DE 79769C DE NDAT79769 D DENDAT79769 D DE NDAT79769D DE 79769D A DE79769D A DE 79769DA DE 79769 C DE79769 C DE 79769C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B25/00Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems
    • G08B25/12Manually actuated calamity alarm transmitting arrangements emergency non-personal manually actuated alarm, activators, e.g. details of alarm push buttons mounted on an infrastructure

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT^
KLASSE 74: Signalwesen.
(V. St. A.).
Elektrische Anrufvorrichtung.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf diejenige Klasse von Vorrichtungen, bei welchen von einem Sender aus in bestimmter Folge Stromstöfse durch eine Hauptleitung gesendet werden, wodurch dann einer von den in der Hauptleitung hinter einander geschalteten Empfängern ausgerückt wird.
Jeder dieser Empfänger ist so eingerichtet, dafs er nur auf in ganz bestimmter Reihenfolge durch die Hauptleitung gehender Stromstöfse ausgerückt wird, dann ein Signal in Thätigkeit setzt, eine Rückantwort absendet und in seine Anfangsstellung wieder zurückkehrt. Die Vorrichtung zeichnet sich von den bisher im Gebrauch befindlichen durch grofse Betriebssicherheit und Einfachheit aus.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstarid veranschaulicht, und zwar bedeuten:
Fig. ι denselben in Verbindung mit einer Telegraphenstation und einem Leitungsschema, Fig. 2 in Oberansicht,
Fig. 3 in Vorderansicht,
Fig. 4 und 5 in Seitenansichten.
Fig. 6 bis 8 veranschaulichen Einzelheiten.
Fig. 9 und 10 zeigen einen zur Verwendung kommenden Antwortgeber, während
Fig. 11 bis 19 eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes darstellen.
Auf einer geeigneten Grundplatte (Fig. 2 und 3) sind drei Elektromagnete ABC angeordnet, von denen jeder mit einem Anker albl c1 versehen ist, welche sämmtlich unter der Einwirkung je einer Feder stehen.
An den Enden der Hebel λ1 δ1 sind federnde Sperrklinken a'2 und V2 angebracht, während der Anker cy einen starren Arm c'2 erhält. Der Magnet A kann durch seinen Anker ein mit Zähnen zur mechanischen Wiedergabe einer bestimmten Folge von Stromstöfsen ausgestattetes Rad oder Segment in Thätigkeit setzen, während der Magnet B auf ein Spatienrad oder Segment einzuwirken vermag.
Der Magnet C soll endlich dazu dienen, ein Auslösetriebwerk in Gang zu setzen, welches dafür Sorge trägt, dafs die Vorrichtung auf ihren Ausgangspunkt zurückkehrt. Im Nachstehenden soll nun diese Vorrichtung genau beschrieben werden.
Eine Welle D, welche geeignet gelagert ist, trägt drei Räder dl d'2 dB. Rad d1 ist an seinem Umfang mit Zähnen oder Vorsprüngen versehen, welche den für die jeweilige Station bestimmten Stromstöfsen entsprechen.
Auf der Zeichnung ist eine Stromstofsfolge gewählt, die aus Fig. 6 und 7 deutlich zu ersehen ist. Es liegt immer eine Anzahl Zähne hinter einander, worauf ein Zwischenraum oder gröfserer Ausschnitt folgt. Jede Anzahl zusammenliegender Zähne sei ein Radglied genannt. Zwei benachbarte Glieder werden durch eine tiefe Kerbe oder Aussparung von einander getrennt.
Das Rad d" ist auch mit Zähnen versehen, welche aber derart angeordnet sind, dafs sie, sobald das Rad dl durch richtig gewählte Stromstöfse in Thätigkeit gesetzt wird, durch seine Sperrklinke bz die Welle D und mit dieser das Rad d1 in Drehung versetzen, zum Zwecke, zu verhindern, dafs die Sperrklinke a2 nicht in eine Kerbe springt, welche zwei benachbarte Glieder von einander trennt, sondern vor den ersten Zahn des nächsten Gliedes sich zu legen vermag. Das Rad ofs ist aus diesem Grunde Spatienrad genannt.
Zwischen den Rädern dl und d'2 sitzt auf derselben Welle ein Sperrrad d3, welches in Verbindung mit einer federnden Sperrklinke d* arbeitet und den Zweck hat, bei jedem durch den Magnet gehenden Stromstofs in einen Zahn des Rades d3 zu treten und die Welle mit ihren Rädern zu sperren.
Eine schwingende Welle d5 ist im Gestell geeignet gelagert; an derselben ist das untere Ende der Sperrklinke af4 befestigt, so dafs eine Auswärtsbewegung der Sperrklinke di_ der Welle dh eine entsprechende schaukelnde Bewegung ertheilen würde. An der letzteren sind ferner Arme d6 und d"' angebracht, deren obere Enden so gebogen sind, dafs sie sich hinter die Sperrklinken α2 und b2 zu legen vermögen.
Wird nun der Arm d^ nach auswärts gestofsen und bewegt die Welle d5, so werden die beiden Arme sich mit bewegen und die Sperrklinken a2 und b2 von den Rädern dl und d2 abdrucken, so dafs diese freigegeben werden und auf ihren Ausgangspunkt zurückkehren können.
■ Die Bewegung der Welle d5 findet dann statt, wenn der Anker c1 angezogen wird und durch seinen Arm c'2 auf die Sperrklinke dl einwirkt.
Auf der Welle D wird eine Trommel ds angebracht, an welcher eine Schnur d9 befestigt ist, so dafs sie um die erstere gewunden werden kann; das andere Ende dieser Schnur trägt ein Gewicht, welches in einen geeigneten Führungscylinder d10 herabzusteigen vermag. An Stelle des Gewichtes würde natürlich auch eine Feder treten können.
Werden die Räder vorwärts gedreht, so wird das Gewicht gehoben und Kraft aufgespeichert, welche dann in Wirkung tritt, wenn der Auslöseanker die Sperrklinke herausdrückt und die Welle D freigiebt.
Ist die Vorrichtung in Thätigkeit, so geht der Strom entweder durch den Magneten A, B oder C, aber niemals durch zwei derselben gleichzeitig, d. h. wird das Rad dl angetrieben, so läuft der Strom durch den Magneten A, wird das Spatienrad in Thätigkeit gesetzt, so verläfst der Strom den Magneten A und nimmt seinen Weg durch den Magneten B, und wenn falsche Stromstöfse übermittelt werden oder wenn das Combinationsrad in seine Endstellung gelangt ist, so, wird der Strom durch den Auslösemagneten C geleitet, urri die Räder dl und d2 auszulösen und dem Gewicht zu gestatten, dieselben in ihre Ausgangsstellung zurückzubringen.
Die Ströme, welche die Anker αlbl und c1 in Thätigkeit setzen (Fig. i), gehen alle von dem Ankerhebel eines Relais aus und enden auch in demselben. Sie wechseln mit dem vorderen und hinteren Stromschlufsstück χ und y desselben, d. h. die Magnete A und C werden durch den Strom erregt, welcher von dem vorderen Stromschlufsstück χ kommt, während der Spatienmagnet B durch einen Strom erregt wird, welcher von dem hinteren Stromschlufsstück y des Relais ausgeht.
Der Strom, welcher von dem vorderen Stromschlufsstück kommt, setzt gewöhnlich das Rad dl in Thätigkeit, bis ein falscher Stromstofs ausgeschickt wird oder sämmtliche Glieder des Rades rf1 ausgerückt sind. Dann nämlich wird der Strom selbstthätig ausgeschaltet und geht durch den Auslösemagneten C. Zu diesem Zweck sind die Einschnitte oder Aussparungen zwischen den einzelnen Gliedern vorgesehen.
In Fig. 6 und 7 ist ein geeignet drehbarer Winkelhebel E angeordnet, welcher auf der Welle D gelagert ist. Das Ende seines oberen Armes liegt unmittelbar in der Bahn der Klinke a1.
Während diese Klinke das Rad d1 in Thätigkeit setzt, wird sie durch dessen Zähne verhindert, mit dem Ende des Hebels E, Fig. 6, in Berührung zu treten; steht jedoch die Sperrklinke a1 einem Einschnitt des Rades d1 gegenüber, oder sind sämmtliche Glieder ausgerückt (Fig. 7), so wird der Hebel E durch die Klinke a1 bewegt und leitet den Strom in den Auslösemagneten.
Wirkt der Strom von dem Relaispunkt χ in normaler Weise, so geht er durch den Magneten A. und der Hebel E nimmt die in Fig. 6 gezeichnete Lage ein, so dafs er mit seiner Feder e1 auf dem Stromschlufsstück e2 Hegt.. Sind sämmtliche Glieder des Rades d1 ausgerückt oder ein falscher Stromstofs entsendet, so drückt die Sperrklinke a1 den Hebel E auf das Stromschlufsstück e3, wie es die Fig. 7 zeigt, und der Strom wird durch den Auslösemagneten geführt.
Das Rad d1 trägt einen Stift e4, welcher sich bei Drehung des Rades von dem Hebel E fortbewegt (Fig. 7). Sind die Räder ausgelöst und gehen in ihre Anfangsstellung zurück, so nimmt dieser Stift den Hebel E mit und bringt ihn wieder auf das Stromschlufsstück e2.
Wie schon oben erwähnt,-hat das Spatienrad d'1 den Zweck^ das Rad d1 von dem letzten
Zahn eines jeden Radgliedes über den Einschnitt hinwegzubringen und vor den ersten Zahn des nächsten Gliedes zu legen.
In Fig. 6 sind die Räder in der Anfangsstellung dargestellt. Von einem Sender, welcher aus einem Morsetaster gestehen kann, werden nun folgende Stromstöfse ausgesendet: 1-2; bei einer anderen Folge von Stromstöfsen würde die Sperrklinke α2 den Hebel E in Thätigkeit setzen und den Strom in den Auslösemagneten leiten, wogegen jetzt der Strom von dem hinteren Relaispunkt aus in den Spatienmagneten geht, so dafs die Sperrklinke dieses Magneten auf Zahn 1 des Spatienrades d'1 zu ruhen kommt. Die Klinke a1 ist hierdurch über den zunächst liegenden Einschnitt hinweggegangen, ohne in denselben hineinzugleiten, und bleibt hiernach vor dem Zahn 1 des nächsten Gliedes ruhen.
Werden jetzt Stromstöfse 1-2-3 von dem Sender aus übermittelt, so wird die Klinke a2 auf Zahn 3 des zweiten Gliedes gebracht; ein Stromstofs von dem hinteren Relaispunkt bringt hierauf die Klinke α2 auf den Zahn 1 des nächsten Radgliedes. Darauf folgen die Stromstöfse 1-2-3-4 von dem vorderen Relaispunkt, dann einer von dem hinteren und endlich einer von dem vorderen.
Die Vorrichtung kann auf verschiedene Weise geschaltet werden. In Fig. 1 ist eine Schaltung schematisch durchgeführt; der Stromlauf ist folgender: Der Strom tritt oben rechter Hand der Fig. 1 ein, wie es die Pfeilrichtung anzeigt, läuft zur Relaisklemme 1, daselbst durch die Magnetwickelung und nimmt seinen Weg weiter über die Klemme 2, dann die Klemme 3 eines Tasters, verläfst den letzteren bei 4, tritt jetzt bei Klemme 5 in einen noch näher zu beschreibenden Antwortgeber ein, geht hier durch Rad W durch Stromschlufsstück hs zur Polkemme 6 und tritt dann den Rückweg zur Hauptlinie an.
Der Ortsstrom läuft, von einem Pol der Ortsbatterie ausgehend, nach links, tritt bei dem Ankerhebel des Relais ein und geht von hier aus abwechselnd zu seinem vorderen und hinteren Stromschlufsstück, von dem vorderen Stromschlufsstück zur Polklemme 9 des eben beschriebenen Empfängers, von hier aus zum Stromschlufsstück g, Stromschlufsfeder /3, Platte e'2, hierauf durch Feder e\ durch die Windung des Magneten A, tritt dann bei der Polklemme 10 aus dem Instrument aus und geht von hier aus bei der Klemme 7 zu einem Morseklopfer, welchen er bei der Klemme 8 wieder verläfst, worauf er zur Klemme 11 des Antwortgebers geführt wird. Von hier aus läuft derselbe weiter zu Federn ti1, hierauf zur Polklemme 12 des Antwortgebers und endlich zurück zum anderen Batteriepol, so dafs der Strom von dem vorderen Relaispol x aus geschlossen ist und den Magneten A und den Morseklopfer erregt.
Der Stromlauf von dem hinteren Stromschlufsstück y des Relais aus ist folgender:
Zur Klemme 13, dann zur Klemme 14 des Empfängers, von hier aus zu dem Magneten B durch eine Seite der Magnete C und A, durch Klemme 10 und auf demselben Wege von der Klemme 10, wie schon oben beschrieben, zum anderen Pol der Batterie.
Wenn das Rad d1 die ganze Gliederreihe durchlaufen hat und der Hebel E, sowie seine Feder e1 von dem Stromschlufsstück e2 zu dem Stromschlufsstück e3 gebracht sind, dann ist der Auslösemagnet durch den Hebel E in den Strom eingeschaltet. Letzterer geht dann von dem Magneten C aus zum Magneten A und Klemme 10, worauf er den gewöhnlichen Rücklauf zum anderen Batteriepol nimmt. Wenn durch das Triebwerk des Antwortgebers die Feder il gegen i2 gedrückt wird, so wird eine Klingel eingeschaltet·, und der Stromlauf geht von dem einen Batteriepol durch den Klingelmagneten zur Klemme 15, Federn Z2I1, Klemme 12 und von hier aus zum anderen Pol der Ortsbatterie.
Ist die Gliederreihe durchlaufen, so müfste nach dem Vorhergesagten der Hebel E auf das Stromschlufsstück e3 gebracht und der Strom durch den Auslösemagneten geleitet werden; ferner soll aber gleichzeitig Strom durch den Magneten des Antwortgebers fliefsen, aus welchem Grunde eine noch näher zu beschreibende Vorrichtung getroffen ist.
Sobald der Auslösemagnet erregt wird, veranlafst derselbe, dafs das oben erwähnte Gewicht in Wirkung tritt und das Rad d1 herumdreht, wobei der Stift e4 den Hebel E auf das Stromschlufsstück e2. bringen und den Auslösemagneten ausschalten würde.
Um nun den Strom noch im Auslösemagneten zu erhalten, ist folgende Einrichtung getroffen:
Auf der Welle D, Fig. 5, wird ein aus Isolationsstoff bestehendes Rad F angebracht, welches mit einem Einschnitt fl versehen ist. Ferner sind an dem Gestell Stromschlufsstücke Z"2/"3/* angeordnet, welche von einander isolirt sind. Das mittelste dieser Stromschlufsstücke ist eine Feder, welche das Bestreben hat, sich gegen das Stromschlufsstück /4 zu legen, und an seinem oberen Ende eine Rolle trägt. Die Rolle ruht gegen den Rand des Rades F auf und hält gewöhnlich die Feder /3 gegen Stromschlufsstück /2. Ist die Gliederreihe des Rades d1 durchlaufen, so springt die besagte Rolle in den Einschnitt/1, worauf die Feder/3 mit /4 Stromschlufs bildet. Hierdurch wird der Strom durch den Auslösemagneten gehalten und verhindert die Sperrklinken «2 und b2, ihre Räder zu bewegen, bis der Strom den Ant-
wortgeber durchströmt hat und zu dem Empfänger zurückgekehrt ist, worauf der nächste Stromstofs von dem hinteren Relaispunkt die Rolle wieder auf die Peripherie des Rades F aufbringen wird und die Sperrklinken wieder ihre normalen Stellungen einnehmen werden.
Die nachfolgend beschriebeneVorrichtung wird gebraucht, um den Strom zu dem Magneten des Antwortgebers zu senden. Das Stromschlufsstück g, Fig. ι und 2, und eine Feder g\ welche in ihrer normalen Stellung von dem Stromschlufsstück g fortgedrückt ist, schliefsen den Strom des Antwortmagneten, sobald sie sich berühren. An dem Rad d3, Fig. 8, ist ein Stift g2 angebracht, welcher eine solche Stellung einnimmt, dafs er, nachdem die Gliederreihe durchlaufen ist, die Feder g1 gegen das Stromschlufsstück g drückt.
Das Triebrad des Antwortgebers ist aus Fig. 9 und 10 zu ersehen. Eine Welle H ist in einem geeigneten Gestell drehbar gelagert und trägt einen doppelarmigen Hebel, dessen einer Arm in einer Segmentscheibe h3 ausläuft, während der andere Arm h* winkelförmig gebogen ist.
Ein' Magnet hl wirkt auf einen Ankerhebel, welcher einen Stift h2 trägt. Dieser Stift ist gewöhnlich mit dem Arm hs in Berührung und hält denselben in der Ruhelage, bis der Magnet hl erregt und der Arm h3 durch ein Uhrwerk in Bewegung gesetzt wird., dessen Räder /z5 und he in der Zeichnung angegeben sind. Dieses Uhrwerk ist aufserdem mit einem Rad W verbunden, auf welchem eine Anzahl Zähne zur mechanischen Wiedergabe der zur Antwort erforderlichen Stromstöfse vorhanden ist, und welches, sobald es in Drehung versetzt wird, diese Stromstöfse der Sendestation übermittelt, wobei dann der Strom durch die Stromschlufsfeder hs hindurchgeleitet wird.
Sobald der Ankerhebel des Magneten hl niedergezogen ist, giebt der Stift h2 den Arm h3 frei, welcher sich dann in der Pfeilrichtung zu drehen beginnt. Obgleich der Strom nur momentan durch diesen Magnet geht, so wird doch der Arm'h3, wenn er einmal ausgelöst ist, fortfahren sich zu drehen, und zwar so lange, bis der Stift h2 ungefähr das andere Ende des Armes hs erreicht hat. Auf der Grundplatte des Antwortgebers sind drei Stromschlufsfedern i i1 i'2 entsprechend gelagert und von einander isolirt. Die mittelste il ruht gewöhnlich an der Stromschlufsfeder i.
Am Ende des Armes /j4 ist eine isolirte Spitze h9 angebracht, welche sich mit dem Arm dreht und dann gegen die Stromschlufsfeder z1 anschlägt und diese gegen z2 drückt, was jedoch erst dann stattfindet, wenn das Rad h7 sich gedreht hat und somit der Anrufstation Nachricht gegeben wurde. Auf dem Rad W sitzt ein Stift h10, mit welchem ein Theil des Armes Λ4 in Berührung kommt und dann die Stromschlufsfedern z1 mit z2 verbindet, wodurch in der angerufenen Station die Klingel eingeschaltet wird.
Dieselbe wird so lange ertönen, bis der betreffende Beamte den Hebelarm h3 in seine Anfangsstellung zurückbringt, worauf der Stift ft2 sich wieder vor den letzteren legt und denselben arretirt. Gleichzeitig legt sich die Feder il wieder an i und führt den Strom zu dem Empfänger zurück, bei welchem durch den ersten Stromstofs die Rolle des Stromschlufsstückes f3 aus dem Einschnitt f1 austritt und den Strom umschaltet, so dafs derselbe nicht mehr durch den Auslösemagneten, sondern durch den Magneten A geht. Das Rad dl kann hierauf, wenn nöthig, wieder in Thätigkeit gesetzt werden.
Die jetzt folgende Beschreibnng bezieht sich auf die Fig. 11 bis 19, welche eine andere Ausführungsform der in Fig. 1 bis 10 dargestellten Vorrichtung veranschaulichen. Der in den letztgenannten Figuren dargestellte Empfänger besafs drei Magnete, welche auf das Rad d1 und d2 abwechselnd einwirkten, je nachdem der Strom von dem vorderen oder hinteren Relaispunkte χ oder y gesandt wurde, während ein dritter Magnet die Auslösung zu bewirken hatte.
Im Gegensatz hierzu hat die andere Ausführung des Empfängers nur zwei Magnete, während durch einen der Anker dieser Magnete die Auslösung bewirkt werden kann. Der Strom geht hierbei gleichzeitig durch beide Magnete und wird nur von einem Relaispunkt aus oder von einem gewöhnlichen Taster aus (wenn ein Relais nicht angewendet wird) geschickt. . ■·
Auf einer Grundplatte (Fig. Ii bis 14) werden zwei Magnete A und B mit Ankerhebeln a1 und bl und Sperrklinken a2 und b2 angebracht. Zwei Räder a3 und b3 sind auf derselben Welle C'2 in der Weise angeordnet, dafs jedes Rad durch seinen entsprechenden Ankerhebel und Sperrklinke angetrieben werden kann. Die Welle C2 trägt aufserdem die Sperrräder D1D2, Fig. 12 und 15, deren Zähne nach entgegengesetzten Richtungen zu einem noch näher zu erläuternden Zweck eingeschnitten sind. Aufserdem ist an der Welle C2 eine Trommel c10 angebracht , an welcher eine Kette oder eine Schnur c20 befestigt ist und ' herumgewunden werden kann. Diese Schnur trägt ein Gewicht, welches in einem Cylinder c30 geführt wird und denselben Zweck verfolgt, wie das in Fig. 3 beschriebene Gewicht. ·
Da bei einem gegebenen Stromstofs der Strom durch beide Magnete A und -B hindurchgeht, so ist in Fig. 14 ein Hemmwerk angeordnet, welches aus den Theilen KK1 und K2 besteht. Dasselbe ist mit dem Anker i»1 v-er-
bunden und bezweckt, dessen Bewegung zu verzögern. Es ist nun klar, dafs der Anker a1 einem Stromstofs schnell Folge leisten kann, während der Ankerhebel bl nur langsam zu folgen vermag. Wird also ein Stromstofs gegeben, so wird das Rad a3 sofort um einen Zahn weiter gerückt; lafsf man diesen Stromstofs länger andauern, so wird auch das Rad b3 bewegt und die Welle C'3 drehen, so dafs durch kurz und lang andauernde Stromstöfse entweder das Rad a3 oder b3 angetrieben wird.
Das Rad a3 ist mit Zähnen zur mechanischen Wiedergabe einer bestimmten Folge von Stromstöfsen versehen.
Aus der Fig. 13 ist zu ersehen, dafs zum richtigen Antrieb des Rades α3 .die folgenden Stromstöfse gegeben werden müssen: 1,2-1, 2-1, 2j 3 bis r, 2, 3,4.
Um das Rad aa in der erforderlichen Weise zu bewegen, müssen die Stromstöfse folgendermafsen gegeben werden: Zuerst 1,2, die Klinke b'2 befindet sich jetzt hinter Zahn 1 des Rades b3. Der Anrufbeamte hält noch immer seinen Finger auf dem Taster, worauf die Sperrklinke b- in Thätigkeit gesetzt wird und die Räder langsam dreht, bis die Klinke a'2 auf 1 des nächsten Gliedes aufruht. Der nächste Stromstofs ist 1,2, wonach wiederum die Klinke b- auf einem Zahn des \Rades b% aufruht. Die Klinke a2 wird nun durch einen langer andauernden Stromstofs auf den ersten Zahn des nächsten Gliedes gebracht, hierauf folgen die Stromstöfse 1,2,3, letzterer verlängert, dann 1,2,3,4, der vierte verlängert, dann noch' ein Stromstofs, worauf die ganze Gliederreihe durchlaufen ist und die Vorrichtung bereit ist, Arbeit zu verrichten.
Die Vorrichtungen, welche die Räder in ihre Anfangsstellung zurückbringen, sollen jetzt beschrieben werden. Dieselben können entweder durch den Ankerhebel αΛ oder b1 in Thätigkeit gesetzt werden.
Eine schwingende Welle E10 ist in dem Gestell geeignet gelagert und trägt Arme e40 e5 ee, von denen der mittelste gegabelt ist, so dafs die beiden Gabelenden e7 und e8 entstehen (Fig. ι 5). Ein Haken am Ende des Armes e7 dient als Sperrklinke für das Rad D"2, welches die Welle C2 vor einem Zurückdrehen bewahrt. Der Arm e8 trägt eine Klinke, welche mit dem Rad D1 in Eingriff steht und verhindert, dafs die Räder zu weit nach vorwärts gedreht werden.
Der Arm e40, Fig. 1 3, erhält an seinem oberen Ende einen Schlitz, in welchem ein Stift λ4 spielt. Letzterer ist an Sperrklinke a2 befestigt. Eine Schraube oder ein sonst geeigneter Anschlag ah begrenzt die Abwärtsbewegung der Sperrklinke d2. An einem geeigneten Theil des Gestelles ist eine keilförmige Zunge e6 drehbar angebracht, welche durch eine Feder a8 gegen einen Anschlagstift a7 gezogen wird. Mit Ueberwindung dieser Feder wird nun die Zunge α6 durch die Sperrklinke a2 angehoben.
An der Sperrklinke a2 ist ein Stift a9 angebracht, welcher gewöhnlich mit dem Ende der Zunge <ze in Berührung steht. Geht nun die Sperrklinke herunter und legt sich in die Kerben oder Zähne des Rades λ3, dann wird der Arm e40 nicht bewegt werden. Sollte aber die Sperrklinke a2 herabgehen, während ihr unteres Ende auf einem der erhöhten Räume zwischen den Radgliedern gleitet, so stöfst der Stift afl gegen die obere Fläche der Zunge ae und bringt die Sperrklinke a? bei seinem Hergang nach aufsen. Diese Bewegung veranlafst den Stift α4, den Arm e40 und die Welle Ei0 nach aufsen zu drehen. Hierdurch wird der Gabelarm e7 von dem Rad D2 und die Sperrklinke b'2 von dem Rad bs fortgedrückt, worauf das Gewicht mit Hülfe der Schnur c20 die Räder in ihre Anfangsstellung zurückbringt.
Da die Sperrklinke b2 häufig herabgeht und mit ihrem unteren Ende auf dem erhöhten Raum zwischen den Einschnitten gleitet, aber nicht immer die Auslösung der Klinke bewirken darf, ist die Auslösevorrichtung in folgender Weise eingerichtet:
An dem Ende des Ankerhebels bl ist eine Stange b* angebracht.
Wenn ein verlängerter Stromstofs gegeben wird, um das Rad a3 so lange zu drehen, bis seine Sperrklinke auf dem ersten Zahn des nächsten Gliedes aufruht, so mufs der Strom unterbrochen werden, sobald dieses bewirkt wird. Dauert der Strom dagegen zu lange an, so fährt die Stange b*, Fig. 14, fort, herabzusteigen, bis ihr unteres Ende den Arm einer Stange c13 bewegt, worauf ein Stift bh durch das obere Ende dieser Stange mitgenommen wird und die Sperrklinke h2 ausschaltet. Die Welle is10 wird hierauf ebenfalls bewegt und giebt die Sperrklinke a'2, sowie die Sperrräder D1 und D'2 frei.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, kann man diese Vorrichtung mit einem Lichtausschalter in Verbindung bringen, an dessen Stelle auch eine andere mechanische Vorrichtung, z. B. ein Signal treten kann. Das Inthätigkeitsetzen dieser mechanischen Vorrichtungen läfst sich dadurch bewirken, dafs man fortfährt, elektrische Stromstöfse durch den Empfänger zu senden, nachdem die Gliederreihe des Rades a3 schon ausgerückt ist. Zu diesem Zweck sind am Rad a3 noch Sperrzähne g10 g10, Fig. ι 3, in geeigneter Zahl vorgesehen; auf der Zeichnung sind ihrer 15 gedacht.
Der Ausschalter oder die mechanische Vor-
richtung kann nur durch eine Anzahl Stromstöfse, welche unter 15 liegen, in Thätigkeit gesetzt werden.
Die Sperrzähne g10 werden nach Auslösung der Gliederreihe durch weitere Stromstöfse ausgerückt, worauf schliefslich der Antwortgeber in Gang gebracht wird und dem betreffenden Beamten Nachricht giebt, dafs die Lampe eingeschaltet oder ausgelöscht ist, oder dafs das Signal richtig wirkt. Die Vorrichtung, welche dazu dient, den Strom durch die Spulen des. Arbeitsmagneten zu senden, welcher den Ausschalter oder das Signal und den Antwortgeber bethätigt, kann den verschiedenen Constructionen der einzelnen Einrichtungen angepafst werden. Bei der in Fig. 13 dargestellten Stromschlufsvorrichtung ist auf der Welle C2 eine Curvenscheibe H1 befestigt; dieselbe hat zweckmäfsig die Form zweier concentrischer Kreisbogen, von denen der gröfsere ungefähr etwas mehr als einen Halbkreis ausmacht. Zwischen beiden Kreisbogen werden geneigte Flächen hn h20 gebildet. Aufserdem ist das Rad mit einem Stift /230 versehen.
Stromschlufsstücke ia, 2a, 3a, 4a sind geeignet angeordnet und von einander isolirt. ia und 2a dienen dazu, den Strom zur Ausschaltvorrichtung zu schicken, während 3a und 4a den Strom zum Antworgeber senden. Stromschlufsstück 2a ist an seinem oberen Ende leicht gebogen und' mit einem Knopf oder einer Rolle hi0 versehen. Unter diesem Knopf befindet sich eine Stromschlufsstelle hso.
Stromschlufsstück 4a ist an der Stelle h60 geeignet gebogen, so dafs es durch Anschlag des Stiftes Λ30 mit seinem Nachbar 3 s Stromschlufs bilden kann. An seinem oberen Ende ist Λ* aufserdem bei hm nach einwärts gebogen, so dafs. 3a und 4a aus einander gebracht, werden, sobald h30 diesen Punkt erreicht.
In Fig. 13 ist das Rad az in der Anfangs,-stellung gezeichnet und ist dazu vorbereitet, durch Stromstöfse in Bewegung versetzt zu werden.
Das Rad wird durch diese Stromstöfse so lange gedreht, bis seine Gliederreihe ausgerückt ist, worauf die Curvenscheibe H1 das Stromschlufsstück 2 a gegen 1a drückt.
Der Strom wird hierauf zu dem Magneten des Ausschalters oder Signales geschickt. Das Gesperre ist dann in der Stellung, um die Stromstöfse für die Beeinflussung des Ausschalters zu empfangen; sechs oder acht dieser Stromstöfse sind gewöhnlich zu diesem Zweck genügend, fernere Stromstöfse werden hierauf gegeben, bis der Stift h30 den Stromschlufs 3a, 4a herstellt. Danach wird der Antwortgeber mit Strom versehen, worauf der betreffende Beamte weifs, dafs der Ausschalter oder das Signal ordnungsmäfsig in Thätigkeit gesetzt ist. Gleichzeitig ist das Rad b3 auch gedreht worden, und die Sperrklinke er gleitet auf dem glatten langen Raum zwischen den äufseren Enden der Gliederreihe.
Wird hierauf ein lang andauernder Stromstofs gegeben, so geht der Anker bl herab und setzt die Stange c13 in Wirksamkeit, wodurch die Welle ZT10 bewegt wird und das Sperrrad D-, sowie die Klinke a2 auslöst. Das Gewicht bringt sodann die Vorrichtung in ihre Anfangsstellung zurück.
Die Ausschaltvorrichtung ist nun folgendermafsen eingerichtet (Fig. 16 und 17):
Ein Elektromagnet / ist mit einem Ankerhebel i12 versehen, der unter der Einwirkung einer Feder z"20 steht und eine drehbare Sperrklinke z13 trägt, deren Abwärtsbewegung durch geeignete Anschläge z'5 und z6 begrenzt wird.
Eine Welle L ist in einem Gestell drehbar gelagert und trägt ein Sperrrad 1, welches mit einer Sperrvorrichtung in geeigneter Verbindung steht. Wenn die Curvenscheibe H, Fig. 13, den Punkt erreicht hat, bei welchem durch ia und 2a Stromschlufs hergestellt wird, so geht der Strom durch den Ausschaltmagneten I und erregt denselben entsprechend den erfolgten Stromstöfsen. Die Räder α3 und 1 drehen sich daher gemeinsam, nachdem die Gliederreihe ausgerückt ist.
Um einen Zapfen z'8 schwingt ein Arm i9, an dessen freiem Ende Stifte z'10 und z11 befestigt sind (Fig. 16 und 18). An dem Rad 1 ist ein bogenförmig gestaltetes Ansatzstück angeordnet, welches sich gegen einen der beiden Stifte I10Z11 lehnt, um bei einer Drehung des Rades das freie Ende des Armes z'9 zur anderen Seite zu bringen.
Um die Welle L ist noch ein Umschalthebel M drehbar, der mit einer Feder m1 verbunden wird, welche andererseits an dem freien Ende des Hebels z'9 befestigt ist. Der Umschalthebel M kann mit den Bürsten to2 und m3 an der einen Seite und mit m4 ro5 an der anderen Seite Stromschlufs herstellen.
Währendder Bewegung wechselt der Winkel zwischen der Feder m1 und dem Hebel M und vergröfsert die Federkraft. An einer gewissen Stelle wird der Zug der Feder den Umschalthebel plötzlich auf die andere Seite bringen, was ungefähr nach sechs bis acht Stromstöfsen erfolgt.
Schliefslich werden noch Stromstöfse gegeben, um das Rad α3 wieder in seine Anfangsstellung (wie oben beschrieben) zurückzubringen. .
Sobald dieses geschehen, befindet sich das bogenförmig gestaltete Stück H^ mit seiner oberen Seite nach unten gekehrt, wie es in Fig. 18 gezeigt ist, und in welcher es im Stande ist, bei weiterer Drehung den Stift z'11 zu bewegen, um den Hebel M in seine An-
fangsstellung zurückzubringen. Eine Wiederholung der Stromstöfse von Anfang an wird die umgekehrte Bewegung des Ausschalters bewirken.
In Fig. 19 ist ein Schaltungsschema angegeben, welches für diesen Zweck geeignet ist. Es wird hier kein Relais und keine Ortsbatterie verwendet, sondern der Strom wird unmittelbar von der Linienleitung aus benutzt.
Wenn sich die Vorrichtung in normaler Stellung befindet und für die Arbeit bereit ist, so beginnt der Strom von dem positiven Pol der Batterie zu laufen, geht von hier aus zu dem Stromschlufsstück des Empfängers und durch dessen Rad α5 zur Klemme ib des Empfängers; hierauf durch die Magnete B und A zur Polklemme 2b, von hier aus zur Klemme 3b des Antwortgebers und durch die Stromschlufsbürste und das Rad des letzteren zur Klemme 8b, worauf der Strom zum negativen Pol der Stromquelle zurückkehrt.
Der Empfänger ist jetzt bereit, die Stromstöfse zu empfangen, welche für die Arbeitsverrichtung erforderlich sind.
Wenn die Gliederreihe des Rades a3 ausgerückt und Stromschlufs ia, 2a hergestellt ist, so wird der Ausschaltmagnet in den Strom eingeschaltet, worauf der letztere den folgenden Weg nimmt: Vom positiven Pol des Stromerzeugers zur Klemme ib, hierauf zu Stromschlufsstück ia, 2a, Klemme 6b, von hier aus zur Klemme 5b der Ausschaltvorrichtung und durch deren Magneten zur Klemme4b, Klemme 3b des Antwortgebers, durch Stromschlufsbürste und Rad hindurch zur Klemme 8b und hierauf zum anderen Pol des Stromerzeugers. Die Ausschaltvorrichtung ist jetzt bereit, um durch geeignete Stromstöfse in Thätigkeit gesetzt zu werden.
Werden diese Stromstöfse gegeben, so wird durch /230 bei 3a und 4a der Strom geschlossen , und der Antwortgeber tritt in Wirkung.
Der Strom geht nun vom positiven Pol des Stromerzeugers zur Klemme ib des Empfängers, hierauf durch, Stromschlufsstück 3% 4a zur Klemme gb, dann zur Klemme yb des Antwortgebers, durch dessen Magneten, Klemme 3b, hierauf durch die Stromschlufsbürste und das Rad des Antwortgebers zur Klemme 8b und zum anderen Pol des Stromerzeugers zurück. Sind die Theile wieder in ihre Anfangsstellung zurückgegangen, so nimmt der Strom den zuerst beschriebenen Lauf.
Sollte ein Relais in die Leitung eingeführt werden, so würde der Strom durch den Relaismagneten gehen und dessen Anker in Thätigkeit setzen. In den Ortsstrom dieses Ankers müfste natürlich dann der Empfänger eingeschaltet werden.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Elektrische Anrufvorrichtung, gekennzeichnet ' durch ein mit Zähnen zur mechanischen Wiedergabe einer bestimmten Folge . von Stromstöfsen versehenes Rad (d1) und ein Spatienrad (d2), welche derart angeordnet und mit einander verbunden sind, dafs bei passend gewählten elektrischen Stromstöfsen die ganze Gliederreihe des Rades (dl) ausgerückt wird, was mit Hülfe der abwechselnd durch den vorderen und hinleren Relaisstromschlufspunkt erregten Magnete/^ und-B) unter Vermittelung ihrer Sperrklinken (a1 b2) bewirkt wird, sobald ein falscher Stromstofs durch die'Leitung geschickt wird oder die ganze Gliederreihe durchlaufen ist, die Klinke (d2) in einen Einschnitt von (dl) springt, hierbei einen Umschalter in Thätigkeit setzt, worauf der Strom durch einen dritten Magneten (C) geschickt wird, welcher dann durch den Anzug seines Ankers (c1)' ein Sperrrad (ds) freigiebt, demzufolge die Räder (dl und d'2) ausgelöst werden und in ihre Anfangsstellung zurückkehren, während durch in richtiger Folge die Leitung passirende Stromstöfse, nachdem die ganze Gliederreihe des Rades (d'2) ausgerückt ist, ein Antwortgeber mit Strom versehen wird, welcher dann selbstthätig der ,Rufstation eine Antwort übermittelt und aufserdem durch Einschaltung einer Klingel den entsprechenden Beamten von der erfolgten Anrufung in Kenntnifs setzt.
  2. 2. Eine Ausführungsform der unter 1. beanspruchten Vorrichtung, gekennzeichnet durch ein mit Zähnen zur mechanischen Wiedergabe einer bestimmten Folge von Stromstöfsen versehenes Rad (aa) und ein Spatienrad (b3), welches mit einem Gesperre in Verbindung steht, um die Räder nach jedem Stofs festzuhalten, wobei derSpatienanker durch eine Hemmvorrichtung nur einem lang andauernden Stromstöfse folgen kann, während das Rad (aB) bei einem erfolgten Stromstöfse sofort bewegt wird, zum Zwecke, den im Anspruch 1. erwähnten Auslösemagneten und Ausschalter entbehrlich zu machen und die Auslösung unmittelbar von dem Anker (a2 oder b'2) aus vornehmen zu können.
  3. 3. An der unter 2. beanspruchten Ausführungsform eine Sperrvorrichtung, welche aus zwei Sperrrädern (D1D2) besteht, deren Zähne nach entgegengesetzter Richtung geschnitten sind, in Verbindung mit zwei Sperrklinken, von denen die eine die Vorwärtsbewegung der Räder begrenzt, während die andere eine Rückwärtsbewegung derselben zu verhindern hat.
  4. 4. Zu der unter 1. und 2. beanspruchten Ausführungsform ein Magnet (I), welcher
    mit Hülfe seines Ankerhebels (i 12J und einer Sperrklinke (iiz) auf ein Sperrrad (ι) derart einwirkt, dafs, nachdem die ganze Gliederreihe des Rades (d1 αSJ ausgerückt ist, mit dem letzteren übereinstimmend auch das Rad (i) bewegt wird und einen Lichtausschalter oder ein Signal in Thätigkeit setzen kann.
  5. 5. An dem durch Anspruch 1. gekennzeichneten Rade (dl cfi) die Anordnung einer Anzahl Sperrzähne, welche nach ausgerückter Gliederreihe derart in Wirkung treten, dafs durch einige weitere Stromstöfse von einem Arbeitsmagneten ein Ankerhebel in Thätigkeit gesetzt wird und Arbeit verrichten kann.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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