DE79730C - - Google Patents

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DE79730C
DE79730C DENDAT79730D DE79730DA DE79730C DE 79730 C DE79730 C DE 79730C DE NDAT79730 D DENDAT79730 D DE NDAT79730D DE 79730D A DE79730D A DE 79730DA DE 79730 C DE79730 C DE 79730C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42CBOOKBINDING
    • B42C7/00Manufacturing bookbinding cases or covers of books or loose-leaf binders
    • B42C7/009Decorating book covers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATE N TA MT.
Die vorliegende Druckmaschine kennzeichnet sich dadurch, dafs ein selbstthätiges Auftragen von Bronzepulver oder dergleichen auf den erhitzten Typensatz, der zum Bedrucken oder Vergolden von Gegenständen dient, ferner ein selbstthätiges Reinigen oder Abbürsten des Typensatzes nach jedem Abdruck erfolgt.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht einer gewöhnlichen Tiegeldruckpresse, welche zum Bedrucken oder Vergolden mittels Bronzepulvers oder dergleichen dient,
:, Fig. 2 eine Seitenansicht mit anderer Stellung der Theile.
Fig. 3 und 4 zeigen im senkrechten Schnitt und Grundrifs die Bronzeauftrage- und Reinigungsvorrichtung in gröfserem Mafsstabe.
Fig. 5 zeigt in Vorderansicht und Fig. 6 im Schnitt nach Linie 6-6 der Fig. 5 eine zum Bedrucken von Bleistiften oder dergleichen dienende Abart der Einrichtung.
Fig. 7 und 8 zeigen Seitenansichten einer weiteren Abart zum Bedrucken von Bleistiften und ähnlichen Gegenständen mit verschiedenen Stellungen der Theile.
Der das gewöhnliche Farbwerk ersetzende Kasten a, Fig. 1 und 2, zur Aufnahme der Bronze oder anderen Pulvers für Golddruck trägt die Walzen b b\ über welche ein endloses Band b2 führt. Wenn der Kasten a mittels Hebels d über den Typensatz c bewegt wird, so trägt Walze b einen Theil des Pulvers auf den Typensatz beim Rollen auf demselben auf. Die in dem Kasten α enthaltene Bürste e, Fig. i, wird derart gehoben und gesenkt, dafs sie während der Niederbewegung des Kastens a sich in der gesenkten Lage befindet und den Typensatz ausbürstet, wählend der Aufwärtsbewegung des Kastens α aber von der Type ferngehalten wird. Diese Bewegungen erfolgen durch an den Seiten des Kastens α drehbar gelagerte Daumenhebel f, die gegen am Ende der Bürste e vorgesehene und in Schlitzen h h des Kastens α gleitende Stifte g stofsen, sowie durch Federn i, welche zwischen der Bürste und der oberen Kastenwand liegen. Die Bürste e wird dadurch gesenkt, dafs die Hebelf, wenn der Kasten α seinen höchsten Punkt erreicht, gegen die Stifte j des Gestells stofsen, Fig. 1, und gehoben, wenn der Kasten α seinen niedrigsten Punkt erreicht und die Hebel f gegen die Stifte k stofsen, Fig. 2.
Der Typensatz c kann von der Rückseite, z. B. mittels eines Gasbrenners 1 oder in sonst geeigneter Weise erhitzt werden.
Es ist ersichtlich, dafs während der Niederbewegung des Hebels d die Bürste e in Berührung mit dem erhitzten Stempel c kommt und diesen reinigt, worauf die Walze b über den Typensatz rollt und das Bronze- oder andere Pulver aufträgt. Die Bürste e wird dann beim Anstofs der Hebel J gegen die Stifte k gehoben, so dafs, wenn der Hebel d seine Aufwärtsbewegung macht, die Bürste vom Stempel entfernt gehalten wird, bis die Hebel f gegen die Stifte j treffen, worauf sie ^ wieder niedergeht.
,Das Papier oder ein anderer zu bedruckender Gegenstand wird gegen den Tiegel m ge-
lehnt, gegen den erhitzten Typensatz (Form) gedrückt und aus der Presse entfernt.
An Stelle des Kastens α kann auch ein besonderer Pulverbehälter über oder unter den Walzen b b1 angeordnet werden, welcher nach jedem Druck einen Theil seines Pulvers abgiebt. Auch können eine oder mehrere der gezeigten Walzen benutzt werden und das endlose, die Walzen verbindende Band in Fortfall kommen. : :
Bei der in Fig. 5 und 6 gezeigten Abart zum Bedrucken von Bleistiften und sonstigen Gegenständen hat der Typenhalter c1 die Form einer senkrechten Stange, die mit den am Gestell 0 drehbar gelagerten Lenkern η verbunden ist. Mittels der Kurbel ρ der Welle p1, welche mit einem Zapfen p1 in den geschlitzten Hebel q eingreift, wird dieser in Schwingung um seine Achse versetzt. Dabei wird mittels eines Bolzens des unteren Lenkers η, der in den Schlitz des Hebels q eintritt, auf den Typenhalter cl eine Parallelverschiebung von der einen nach der anderen Seite übertragen, wie in vollen Linien und Punktirung angedeutet ist. Zunächst nimmt der Typensatz c aus dem festen Behälter a Bronze- oder sonstiges Pulver auf, und darauf wird der Bleistift oder andere Gegenstand gestempelt. Die Bürste e ist an einem der Ständer 0 des Gestells angelenkt und wird von einer unten gegen sie drückenden Feder i, Fig. 5, gehalten. Bei der Vorwärtsbewegung des Typenhalters c1 behufs Abstempeins des Gegenstandes wird die Bürste e aus der Bahn des Typensatzes c herausgedrückt, indem der Zapfen p2 der Kurbel ρ gegen einen Vorsprung el der Bürste e stöfst und die letztere niederdrückt, während, wenn der Typensatz nach dem Stempeln rückwärts bewegt wird, der Zapfen j>2 nicht in Berührung mit dem Vorsprung e1 der Bürste kommt.
Um die Drehung der Walzen b und bl des endlosen Bandes b2 zur Abgabe frischen Pulvers an den Typensatz zu bewirken, wird ein Schaltrad r an der Walze b angeordnet, welches bei jeder Rückbewegung des Hebels q mittels einer Klinke s, /Fig. 6, eine theilweise Drehung empfängt.
Wenn die. Theile die in Fig. 6 gezeigte Lage einnehmen und die Welle pl in Richtung des Pfeils gedreht wird, so kommt Zapfen ρ2 aufser Berührung mit dem Bürstenansatz e1 (der dann mittels Feder i in die horizontale Lage gebracht wird), während er mittels Hebels q den Typenhalter cl in halbkreisförmiger, durch die Lenker η η bedingter Bahn von rechts nach links führt und den Typensatz hierbei in Berührung mit der Bürste e bringt. Wenn der Typenhalter c1 bei der punktirt angedeuteten Stellung angelangt ist, wird der Typensatz c gegen die Walze b zur Aufnahme von Pulver für den nächsten Abdruck gedrückt. Während dieser Bewegung hat Klinke s das Schaltrad r und die Walze b gedreht, so dafs dem Typensatz eine mit frischem Pulver bedeckte Bandfläche dargeboten wird*. Bei der Bewegung von links nach rechts drückt der Kurbelzapfen ρ- auf den Bürstenansatz e1 und bringt die Bürste e aus der Bahn des bedeckteu Typensatzes heraus, welcher dann niedergeht und den auf dem Bett m befindlichen Gegenstand mit einem Stempeldruck versieht.
Es kann auch nur eine WTalze b ohne Band und mit beliebiger Drehvorrichtung benutzt werden. Auch kann die Bürste von kreisförmiger oder anderer Gestalt und an der zu diesem Zwecke verlängerten Welle pl befestigt sein, in welchem Falle die Bürste theilweise wegzuschneiden sein würde, um dem Typensatz bei seiner Bewegung von links nach rechts freien Durchgang zu gestatten. Der Hebel q wäre weiter auszubilden und mit einem zweiten, ungefähr im rechten Winkel zu dem dargestellten Schlitze liegenden Schlitz zu versehen, um an der verlängerten Welle pl kein Hindernifs zu finden.
Der Pulverkasten α kann mit den Walzen b bl seinen Platz mit der Bürste e wechseln , in welchem Falle die Walze b mit der Type sowohl bei deren Links- als auch Rechtsbewegung in Berührung gelassen werden, während die Bürste durch irgend welche Mittel eine gleitende, schwingende oder drehende Bewegung empfangen kann. Auch kann an Stelle der Feder zur Bewegung der Bürste ein geeigneter Ersatz treten und einer der Ständer 0 mit seinen Lenkern η fortfallen.
: In Fig. 7 und 8 ist der Typenhalter c1 wie bei der in Fig. 5 und 6 gezeigten Abart mit den Lenkern η verbunden, jedoch der Kasten mit der Walze b und Bürste e nicht feststehend , sondern an der Verlängerung t des einen Lenkers η angebracht. Walze und Bürste werden hier bei der Schwingung des Lenkers n, welche mittels eines nicht dargestellten Hebels bewirkt wird, so bewegt, dafs1 sie mit dem Typensatz c in Berührung kommen; Der Typenhalter c1 macht in diesem Falle nur eine auf- und abgehende Bewegung.
Angenommen, die Theile befänden sich in der in Fig. 7 gezeigten Stellung. Werden nua die Lenker η gesenkt, so folgt der Typenhalter c1 mit, gleichzeitig schwingt aber die Verlängerung t rückwärts und veranlafst die Bürste e, unter dem erhitzten Typensatz hinzustreichen und diesen zu reinigen. Der Typensatz kommt dann mit der Walze b in Be-. nahrung, um einen Theil des Pulvers aufzu-: nehmen, der, nachdem die Walze b unter der Type vorbeigegangen ist, beim weiteren Niedergang des Typenhalters auf dem auf dem Bett m liegenden Gegenstand abgedrückt wird. Beini

Claims (3)

Heben der Lenker η giebt die Walze b wieder Pulver an den Typensatz ab, und die nachfolgende Bürste e bürstet ihn ab. Die Walze b kann so angeordnet sein, dafs sie sich über ein mit Pulver bestäubtes Bett oder unter einen Pulverbehälter bewegt, um von diesem frisches Pulver bei jedem Hin- und Hergang aufzunehmen. Auch ist es klar, dafs mittels geeigneter Mechanismen entweder die Walze b oder die Bürste e zur geeigneten Zeit aui'ser Berührung mit dem Typensatz gebracht werden können, auch dafs die Walze und Bürste ihre Stelle wechseln können. Die Form der Bürste e. kann geändert werden und die Walze b mittels einer Klinke oder dergleichen bei jedem Hin- ,oder Hergang eine kleine Drehung empfangen. Bei einer Maschine mit rotirendem erhitzten Typensatz wird eine Bürste oder Walze derart angeordnet, dafs sie gegen die Typenfläche anliegt. Diese Bürste oder Walze bewegt sich in einem das Bronze- 'oder sonstige Pulver enthaltenden Behälter, und überträgt das Pulver auf den Typensatz. Letzterer wird nach jedem Druck, und bevor er einen neuen Theil Pulver aufgenommen hat, durch Gleiten über eine besondere Bürste gereinigt. Bei Steindruckpressen werden die gewöhnlichen Farbwalzen durch Bronzirwalzen und eine Bürstenwalze oder Bürstenwalzen ersetzt. Letztere schlagen gegen den erhitzten Stein und bürsten ihn nach jedem Abdruck ab. Mittels geeigneterDaumenscheiben oder Hebel werden die Bürstenwalzen aufser Berührung mit dem Stein gebracht, so dafs dieser im eingedeckten Zustande ungehindert vorbeigehen kann; oder die Reinigungsbürste oder -Bürsten werden so angeordnet, dafs sie den erhitzten Stein nach dem Druck bürsten, nachdem er bei seiner Rückwärtsbewegung die Bronzirwalzen passirt hat, jedoch bevor er bei seiner Vorwärtsbewegung einen anderen Theil Pulver aufnimmt. In diesem Falle ist es nicht erforderlich, die Bürste oder Bürsten aus der Bahn des Steins zu heben. Pate ii τ-An Sprüche:
1. Eine Golddruckmaschine, bei welcher ein selbstthätiges Auftragen von Bronze- oder anderem Pulver auf die Type oder die Typen (c) und Ausbürsten derselben entweder dadurch herbeigeführt wird, dafs der Typenhalter (cl) in einer Kreisbahn schwingt und die Type oder Typen (c) nach einer Bürste fe) und einem feststehenden, mit Auftragwalze (b) versehenen Pulverkasten (a) hin- und von ihnen hinwegführt, oder dadurch, dafs der Pulverkasten (a) mit Bürste fe) und' Walze (b) durch die Einwirkung des Typenhalters oder eines Hebels (d) sich bewegen, derart, dafs die Bürste zunächst die Type oder Typen (c) ausbürstet und dann letztere mit der Auftragwalze (b) in Berührung kommen.
2. Eine Ausführungsform der zu i. bezeichneten Golddruckmaschine, bei welcher durch einen den Typenhalter (c1) in einer Kreisbahn hin- und herführenden Hebel fq) mittels Klinke fs) und Schaltrads fr) das um "Walze (b) führende endlose Band (b2) zur Abgabe frischen Pulvers an den Typensatz gedreht und durch Druck des Kurbelzapfens (p2) auf den Bürstenansatz fe1) die Bürste fe) aus der Bahn des bedeckten Typensatzes herausgebracht wird.
3. Eine Ausführungsform der zu 1. bezeichneten Maschine, bei welcher die Bürste fe) durch im oberen Hubpünkte des Kastens (a) gegen Gestellstifte (j) stofsende Hebel ff) behufs Ausbürstens des Typensatzes gesenkt, durch Anstofsen der Hebel ff) im unteren Hubpunkte an Stifte (k) dagegen gehoben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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