DE201328C - - Google Patents

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DE201328C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41GAPPARATUS FOR BRONZE PRINTING, LINE PRINTING, OR FOR BORDERING OR EDGING SHEETS OR LIKE ARTICLES; AUXILIARY FOR PERFORATING IN CONJUNCTION WITH PRINTING
    • B41G1/00Apparatus for bronze printing or for like operations

Landscapes

  • Replacement Of Web Rolls (AREA)

Description

is;i,
KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
- Me 201328 KLASSE 15 e. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. August 1906 ab.
Zum Auftragen von Bronzepulver auf entsprechend vorbereitete Papierbahnen werden Einrichtungen benutzt, bei denen das Pulver aus einem Trichter auf das Papier gebracht, durch Verreiber verteilt und das überschüssige Pulver durch besondere Bürsten oder Walzen wieder abgenommen wird. Das Auftragen erfolgt bei bekannten Einrichtungen dieser Art z. B. durch einen Trichter, in dessen unterem
ίο Teil eine mit Längsnuten versehene Walze angeordnet ist, die bei ihrer Drehung mit den Nuten aus dem Trichter Bronzepulver entnimmt und auf die Papierbahn fallen läßt. Diese Einrichtung ermöglicht jedoch nicht immer eine richtige Anpassung der Zufuhr an den jeweilig -erforderlichen Verbrauch. Wird, wie dies bei einer anderen bekannten Bronziervorrichtung der Fall ist, der als Walze ausgeführte Bronzepulverbehälter mit Lochreihen ausgeführt, die durch Schieber mit entsprechenden Löchern mehr oder weniger verdeckt werden, so kann zwar eine möglichst genaue Anpassung der Zufuhr an den Bedarf erreicht werden. Dieser Zweck wird aber dadurch leicht verhindert, daß sich das Pulver in den Löchern festsetzt und sie verstopft.
Bei der neuen Vorrichtung wird die Bronzepulverzufuhr dadurch in einfacher Weise regelbar gemacht und eine Verstopfung der Zuführungen verhindert, daß unter einer mit kugelförmigen Vertiefungen versehenen Walze des Trichters eine Leiste mit den Vertiefungen entsprechenden senkrechten Kanälen vorgesehen ist, durch welche das von den Vertiefurigen der Walze zugeführte Bronzepulver auf die Papierbahn gelangt, und die in geeigneter Weise in ihrer Weite einstellbar sind, während die Speisewalze und dadurch auch die Leiste und der Trichter durch ein an der Bronziervorrichtung vorgesehenes Schlagwerk, ähnlich dem, wie es z. B. bereits für Bronzeverreibebürsten verwendet wird, bei jeder Umdrehung der Speisewalze derart erschüttert wird, daß sich die Vertiefungen nicht yollsetzen und die Kanäle sich nicht verstopfen können.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι stellt eine Druckpresse mit der neuen Bronziervorrichtung in Seitenansicht dar.
Fig. 2 zeigt die Vorrichtung in größerem Maßstabe in Oberansicht,
Fig. 3 im senkrechten Längsschnitt und
Fig. 4 bis 6 zeigen Einzelheiten der Vorrichtung.
Der Rahmen A der Bronziervorrichtung ist im dargestellten Beispiel an einer Druckpresse Q angeordnet, die in Fig. ι in punktierten Linien angedeutet . ist. Die Bronziervorrichtung ist in der Weise an der Presse angebracht, daß die zu bearbeitende Papierbahn «5, nachdem sie über die Druckplatte geführt wurde und ehe sie von den zum Zerschneiden der Papierbahn in Längsstreifen dienenden Kreismessern α erfaßt wird, durch die Bronziervorrichtung geführt werden kann. Die Druckpresse besitzt ein großes Triebrad a1, von dem aus der Formträger g1 mittels der Stange a2 hin und her bewegt wird. Die Papierbahn α5 wird nach dem Verlassen der Druckplatte über eine Walze δ4 in die Bronziervorrichtung eingeführt, nach deren Passieren
die Papierbahn von dem Walzenpaar b, b den Kreismessern α zugeführt wird. Nach dem Eintritt in die Bronziervorrichtung wird die Papierbahn «5 über eine glatte Tafel c geleitet (Fig. 3), über die zunächst ein sich quer über die Breite der Vorrichtung erstreckender Trichter G für das Bronzepulver angeordnet ist. Durch den unteren Teil des Trichters G führt eine drehbare Welle oder Zuführungswalze g, die eine Anzahl Reihen von Vertiefungen g2 derart enthält, daß jede Reihe von Vertiefungen bei der Drehung der Welle g über die Löcher g·3 im Boden g1 des Trichters G zu liegen kommt. Der Querschnitt der Löcher g3 kann durch Stellschrauben gA verändert werden. Die Welle g erhält ihren Antrieb von irgendeiner geeigneten Stelle aus. Zweckmäßig ist es, sie von den Walzen b, I aus mittels Kettenrad δ2, Kette g6 und Kettenrad g5 anzutreiben, damit sich die Walze nur dann dreht, wenn das Papier bewegt wird. Auf der Welle g ist außerhalb des Gestelles A ein Daumen i (Fig. 2 und 6) gesetzt, der auf einen seitlich an einem Gewichtshebel I angebrachten Stift i1 wirkt. Wird die Welle g gedreht, so hebt der Daumen i den Hebel / abwechselnd an und läßt ihn dann plötzlich auf die Welle g zurückfallen. Dadurch wird die Welle g in Zwischenräumen angestoßen.
Diese Einrichtung hat den Zweck, Verstopfungen der Vertiefungen in der Welle g und der Löcher g3 im Boden des Trichters zu verhindern und auch, da der Trichter ebenfalls mit erschüttert wird, ein Nachfallen des Bronzepulvers im Trichter zu sichern.
Hinter dem Trichter G ist im Gestell A eine Querwelle C gelagert, die an Hebeln c1 Verreibebürsten D trägt. Diese legen sich auf das durchgeführte Papier. Der Druck der Bürsten auf das Papier kann durch auf den Bürsten befestigte Gewichte d nach Bedarf vermehrt werden. Die Welle C führt mit den Bürsten zur Erzielung der für das Verreiben des Bronzepulvers erforderlichen Bewegung hin und her gehende seitliche Schwingungen aus, die ihr mittels eines Winkelhebels E erteilt werden, der mit einem Schlitz e einen Stift c3 (Fig. 5) des auf der Welle C befestigten Ringes c2 umgreift, während der andere Arm des Winkel hebeis E mit einem Zapfen in das eine Ende einer Kurbel e1 greift, die vom Kurbelzapfen a3 eines Rades α4 bewegt wird. Das Rad «4 greift in das obenerwähnte Antriebsrad a1 der Druckpresse ein.
Im Gestell A sind ferner über und unter der Papierbahn zwei größere Walzenbürsten A2, h3 aus Filz oder anderem weichen Material gelagert, die über die beiden Seiten der Papierbahn streichen und den Zweck haben, die überflüssige Bronze abzunehmen. Vor und hinter der oberen Bürste A2 sind Sammelbretter /, J1 angeordnet, die auf Führungsleisten ruhen und mittels an ihren Enden vorgesehener Stellschrauben j3 mit Bezug auf die Walzenbürsten A2, hz eingestellt werden können.
Die Bronziervorrichtung wirkt in folgender Weise:
Beim Betrieb der Druckpresse wird die mit Höhlungen versehene Zuführungswalze g absatzweise in dem mit Bronzepulver angefüllten Trichter gedreht. Dabei werden die einzelnen Vertiefungen g2 in der Zuführungswalze reihenweise nacheinander mit Pulver gefüllt. Sie entleeren sich dann in die Löcher g3 in dem Boden des Schütttrichters. Sollten sich die Löcher g3 in dem Boden vollsetzen und den Durchlaß verstopfen, so wird der von dem Gewichtshebel I der Welle g erteilte Stoß genügen, um die Löcher wieder freizumachen. Während des Betriebes können die verschiedensten Muster und Zeichnungen durch die Presse auf das Papier in bekannter Weise aufgedruckt werden. Die verwendete Druckerschwärze muß naturgemäß von solcher Art sein, daß sie besonders dafür geeignet ist, das Bronzepulver anzunehmen und festzuhalten. Wenn die Papierbahn die Druckplatte verläßt, geht sie unter dem Fülltrichter G hindurch, der eine bestimmte Bronzemenge auf das Papier aufbringt. Darauf bewegt sich die Papierbahn unter die Bürsten D. Da diese sich in der Seitenrichtung über das Papier durch die Wir- ' kung der Stange c1 und Winkelhebel E hin und her bewegen, so verteilen sie nicht allein das Bronzepulver über das Papier, sondern bewirken auch, daß es ordentlich auf die Oberfläche aufgerieben wird, so daß die bedruckten Teile vollständig und fortlaufend mit dem Pulver überzogen werden. Von diesen Bürsten geht das Papier dann zwischen den Walzenbürsten A2 und A3 hindurch. Die erstere, die sich im Sinne des in Fig. 3 eingezeichneten Pfeiles bewegt, nimmt das überschüssige Bronzepulver auf und bringt es auf die Sammelbretter / und J1, so daß nur da Bronze auf dem Papier bleibt, wo letzteres bedruckt oder sonstwie zur Aufnahme der Bronze geeignet gemacht wurde. Die Walzenbürste h3 dient dazu, die zufällig auf die Unterseite des Papiers gelangte Bronze zu entfernen.
Durch Bewegen der Stellschrauben g4 zur Verminderung des Durchgangsquerschnittes der Löcher g3 in dem Boden des Fülltrichters kann die Menge des auf die Papierbahn aufzutragenden Bronzepulvers nach Bedarf eingestellt werden. Es ist somit möglich, mit großer Genauigkeit die Abgabe des Bronzepulvers von dem Fülltrichter einzustellen. Wenn sich auf den Sammelbrettern / und J1 Bronze angesammelt hat, so werden diese von ihren Leisten abgenommen und in den Fülltrichter entleert.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Bronzeauftragvorrichtung mit ausgesparter Speisewalze für Druckpressen, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisewalze (g) mit kugelförmigen Vertiefungen (g 2J versehen und unterhalb der Speisewalze eine mit senkrechten, den Vertiefungen (g2) der letzteren entsprechenden, in ihrer Weite in an sich bekannter Weise einstellbaren Kanälen (ga) versehene Leiste (g1) angeordnet ist, durch die das Pulver aus den Vertiefungen (g%) der Speisewalze (g) auf die Papierbahn gelangt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisewalze (g) in an sich bekannter Weise durch ein Schlagwerk (i, i1, I) erschüttert wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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