DE178361C - - Google Patents

Info

Publication number
DE178361C
DE178361C DENDAT178361D DE178361DA DE178361C DE 178361 C DE178361 C DE 178361C DE NDAT178361 D DENDAT178361 D DE NDAT178361D DE 178361D A DE178361D A DE 178361DA DE 178361 C DE178361 C DE 178361C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
die
embossing
calender roll
stamping
layer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT178361D
Other languages
English (en)
Publication of DE178361C publication Critical patent/DE178361C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41DAPPARATUS FOR THE MECHANICAL REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES FOR STEREOTYPE PRINTING; SHAPING ELASTIC OR DEFORMABLE MATERIAL TO FORM PRINTING SURFACES
    • B41D1/00Preparing or treating stereotype matrices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Synthetic Leather, Interior Materials Or Flexible Sheet Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die gebräuchlichen, aus Pappendeckel bestehenden Trockenstereotypiematrizen werden bekanntlich mittels schwerer Prägekalander in . den Schriftsatz eingeprägt, wobei ein erheblicher Druck notwendig ist, um den Abdruck eines Schriftbildes von nur einigermaßen genügender Tiefe und Schärfe hervorzubringen. Da die schwere Kalanderwalze allein infolge ihrer Härte und Unnachgiebigkeit nur eine
ίο ungenügende, seichte Einprägung hervorbringen kann, ist eine weiche nachgiebige Zwischenlage erforderlich, welche einen tieferen Eindruck und insbesondere an den freibleibenden Stellen des Schriftsatzes die Vertiefungen der Matrize hervorbringt.
Als Zwischenlagen wurden bisher Filztafeln verwendet, welche aber keine vollkommen rein und scharf ausgeprägte Matrize von genügender Tiefe ergeben, weil der noch so weiche Filz als in seinen Fasern zusammenhängender Stoff die Einprägung in die engsten Zwischenräume des Schriftsatzes nicht vollkommen bewirken kann. Weiter haben solche Filzzwischenlagen den Übelstand, daß sie nach einer geringen Anzahl von Einprägungen den Eindruck des Schriftsatzes selbst aufnehmen, so daß sie keine tadellos glatte Fläche mehr darbieten und daher ausgewechselt oder durch eine besondere Behandlung für neue Prägungen wieder geeignet gemacht werden müssen.
Alle diese Übelstände werden nach vorliegender Erfindung dadurch beseitigt, daß als Zwischenlage eine aus losen Teilchen bestehende feinkörnige oder pulverförmige Masse verwendet wird, welche große Nachgiebigkeit besitzt und diese für eine Reihe von Prägungen beibehält, so daß eine Erneuerung des Prägemateriales erst in größeren Zwischenräumen notwendig erscheint.
Da die losen Teilchen der Masse unabhängig voneinander sind und jedes von ihnen für sich wirken kann, so dringt die Matrizentafel bei nur geringem, von der Kalanderwalze ausgeübtem Druck sowohl in die offenen, freien Stellen des Schriftsatzes als auch in dessen engste Zwischenräume bis zur erreichbaren Tiefe ein.
Als für den vorliegenden Zweck sich eignendes Material kommt gemahlener Talk, feinstgeschlemmter, quarzfreier Sand, geraspelter Kautschuk usw. in Betracht; am geeignetsten hat sich jedoch auf Grund einer Reihe von Versuchen Korkpulver, d. h. Kork bester Sorte in fein geraspeltem Zustande, erwiesen.
Zur Erzielung einer an allen Stellen der Matrize gleichen Tiefe und Schärfe der Prägung ist eine vollkommen gleichmäßige Auftragung der Prägemasse auf die Matrizentafel erforderlich. Um dies zu erreichen, ist die Matrizönprägemaschine mit einer Einrichtung versehen, welche die pulverförmige Prägemasse in einer stets gleichmäßigen Schicht von regelbarer Dicke über die Matrize ausbreitet und zwischen dieser und der Kalanderwalze hindurchführt.
In Fig. ι der Zeichnung ist eine, mit dieser Einrichtung versehene Matrizenprägemaschine zur Hälfte in der Seitenansicht und zur Hälfte in einem Längsschnitt dargestellt. Fig. 2 zeigt zwei verschiedene Querschnitte durch die Maschine. Fig. 3 zeigt die eigentliche Auftrage- und Ausbreitevorrichtung für die Prägemasse im Schnitt. Fig. 4 stellt einen Querschnitt

Claims (2)

durch die Kalanderwalze und die Abstreifvorrichtung in größerem Maßstabe dar. Auf dem Maschinenständer ruht die in bekannter Weise hin- und herbewegbare, den Schriftsatz enthaltende Platte a, auf welcher die Matrizentafel b liegt. Oberhalb der Platte a ist die Kalanderwalze c gelagert, um welche ein Behälter gebildet ist, dessen Stirnwände d feststehend angebracht sind, während der Boden ίο und die Seitenwände dieses Behälters durch ein um die ganze Walze herum in einem gewissen Abstande von ihr über Leitwalzen oder Spannleisten f geführtes, endloses, dünnes Fördertuch g gebildet werden. Auf dem Behälterboden befindet sich die pulverförmige Prägemasse (Korkpulver) über die ganze Breite der auf dem Schriftsatz liegenden Matrize b verteilt und wird bei der Drehung der Kalanderwalze zwischen dieser und der Matrize hindurchgezogen. Hierbei überträgt diese Masse zufolge ihrer Nachgiebigkeit den Druck der Kalanderwalze auf die Matrize und den Schriftsatz in solcher Weise, daß eine scharfe Prägung von gewünschter Tiefe erzielt wird. Um die Prägemasse in gleichmäßiger Schicht über die Matrize zu verteilen und die Dicke dieser Schicht regeln zu können, ist vor und hinter der Kalanderwalze je eine über deren ganze Breite reichende, stellbare Abstreifleiste h (Fig. 3 und 4) angeordnet, welche bei einer gegebenen Einstellung nur den Durchgang einer Prägemassenschicht von bestimmter Dicke zuläßt. .'■■·■ Zur Erzielung einer größeren Genauigkeit in der Dicke der durchgehenden Prägeschicht ist diese stellbare Abstreifleiste mit drei übereinander stehenden Stufen 1, 2 und 3 (Fig. 4) versehen, deren untere Begrenzungsflächen vorteilhaft wagerecht sind, wie Fig. 4 zeigt. Die Abstreifung erfolgt daher in drei Abstufungen bei immer niedriger werdender Schicht, und die letzte, dicht vor der Kalanderwalze liegende unterste Stufe 3 läßt die Prägemasse nur in einer Schicht von gewünschter Dicke hindurch, so daß sie über die ganze zwischen der Kalanderwalze und der Abstreifleiste liegende Matrizenfläche eine gleichmäßig dicke Lage -bildet und daher auch an allen Stellen auf die darunter durchgehende Matrize den gleichen· Druck ausüben muß. Damit die Kalanderwalze die lose unter ihr liegende Prägemasse mitnehmen kann, ist sie entweder mit einer Längsriffelung oder mit einem schwach gerauhten Kautschuküberzug versehen. Die Vorteile, welche das unter Anwendung der pulverförmigen Prägemasse durchgeführte Matrizenprägeverfahren bietet, sind folgende: Die Matrizenprägung vollzieht sich selbsttätig und die Bedienung der Maschine erfordert keinen stereotypiekundigen Arbeiter. Die Prägemasse ist sehr billig und kann lange Zeit ohne Erneuerung verwendet werden, da sie durch die Prägung keine Veränderung oder Abnützung erleidet. Wegen der Pulverform und Nachgiebigkeit der Prägemasse wird der Druck der Kalanderwalze in feiner Verteilung und in nachgiebiger Weise auf die Matrize übertragen, die ganze Prägemaschine kann daher eine leichtere Bauart als bisher erhalten. Das neue Prägeverfahren ermöglicht auch feinere Schriftarten zu stereotypieren, ohne sie der Gefahr einer Verletzung auszusetzen. Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R ü c η ε :
1. Verfahren zum Prägen von Stereotypiematrizen mittels Kalanderwalze, dadurch gekennzeichnet, daß das Prägen unter Zwischenlagerung einer pulverförmigen, nachgiebigen Masse zwischen der Matrize und der Kalanderwalze durchgeführt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch' 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Prägemaschine eine vorteilhaft unter Anwendung eines endlosen Bandes (g) ausgeführte, als Auflage für die pulverförmige Prägemasse dienende Fördervorrichtung für diese angebracht ist, und zwar in Verbindung mit einer abgestuften, stellbaren Abstreifleiste (h), welche bei der Drehung der zweckmäßig gerauhten oder mit einem rauhen Kautschuküberzug versehenen Kalanderwalze (c) eine gleichmäßige Prägemassenschicht von regelbarer Dicke zwischen der Kalanderwalze und der Matrize hindurchtreten läßt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT178361D Active DE178361C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE178361C true DE178361C (de)

Family

ID=442761

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT178361D Active DE178361C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE178361C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4012825C2 (de)
EP0147536A2 (de) Einrichtung zum gleichmässigen Verteilen fliessfähiger Medien in vorgegebener Breite
DE2228685B2 (de) Beschichtungsvorrichtung
DE2414657A1 (de) Einrichtung zum auftragen fluessiger oder pastoeser massen auf eine warenbahn
DE2951651A1 (de) Vorrichtung zum dosierten aufbringen von farbe mittels von pumpen versorgter farbduesen auf die farbauftragwalzen eines farbwerks
DE178361C (de)
DE2539846C3 (de) Verfahren zur Erzeugung farbfreier Zonen, insbesondere beim Offsetdruckverfahren, sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
EP0050879A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Imprägnieren von bahnförmigem Material
DE2941863A1 (de) Schablonen-vervielfaeltigungsapparat
DE2553802A1 (de) Band-praege-presse
DE1635388A1 (de) Druckwalze mit zentraler Farbzufuehrung
DE541232C (de) Verfahren zum Herstellen von Stereotypiematern
DE626051C (de) Vorrichtung zum Aufdrucken von Durchschreibefarbe im Tiefdruckverfahren
EP4026696B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur erstellung eines flachbettsiebdruckes
DE2524134A1 (de) Vario presseur fuer eine rotationstiefdruckmaschine
AT72538B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Drucken von Mustern und dgl.
DE657248C (de) Verfahren zur Herstellung von Durchschreibepapieren oder Formularen
DE179308C (de)
DE155292C (de)
DE185103C (de)
DE302954C (de)
DE201328C (de)
AT118050B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Auftragen von Durchschreibfarben auf Papier.
DE141859C (de)
DE388175C (de) Vorrichtung zum Bestreuen bzw. UEberziehen von Gegenstaenden, insbesondere von Pergamentpapier mit Bronze oder anderen staubfoermigen Farben