DE78787C - Schaltwerk für zeitweise elektrische Treppenbeleuchtung - Google Patents
Schaltwerk für zeitweise elektrische TreppenbeleuchtungInfo
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- DE78787C DE78787C DENDAT78787D DE78787DA DE78787C DE 78787 C DE78787 C DE 78787C DE NDAT78787 D DENDAT78787 D DE NDAT78787D DE 78787D A DE78787D A DE 78787DA DE 78787 C DE78787 C DE 78787C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H47/00—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current
Landscapes
- Arrangement Of Elements, Cooling, Sealing, Or The Like Of Lighting Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom a6. Juni 1894 ab.
Die Erfindung betrifft elektrische Treppenbeleuchtungsanlagen, bei welchen auf den einzelnen
Treppenabsätzen angeordnete Druckknöpfe auf ein Hauptwerk einwirken, von dem
aus die Lampen einzeln für eine bestimmte Zeit eingeschaltet werden.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. 1 in schematischer Darstellung das Hauptwerk
und Fig. 2 einen Theil desselben in vergröfsertem
Mafsstabe, während die Fig. 3 und 4 zwei verschieden grofse selbstthätige Batterieeinschalter,
ebenfalls in schematischer Dar-• stellung, zeigen. Das Hauptwerk gehört zu einer Anlage für vier Lampen; für eine gleiche
Anzahl ist der Einschalter Fig. 3 bestimmt, während der andere Einschalter zu einer Anlage
mit fünf Lampen gehört.
Es ist α ein Laufwerk, welches die Welle b
in Drehung versetzen kann. Auf dieser Welle sind die Metallscheiben c1 c2 cs c4" c& lose, die
Scheibe c6 dagegen fest angeordnet. Die Drehung der Welle b während der Zeit des
Nichtgebrauches des Hauptwerkes wird in bekannter Weise durch den in' die Scheibe c6
eingreifenden Anker rf6 des Elektromagneten e6
verhindert, welch letzterer in die Leitung 2 eingeschaltet ist. Diese führt in das Treppenhaus
zu den Druckknöpfen, von denen dann die Drähte 3,4, 5,6 den Strom zu den Elektromagneten
e1 e2 e3 e4 leiten. Von diesen gelangt
der Strom durch den Draht 1 1 zur Batterie zurück. Entsprechend den vier Lampen der
Anlage sind vier Paar Druckknöpfe vorhanden, von denen je ein Paar zusammen auf einen
Magneten des Hauptwerkes und dadurch auf die zwischen ihnen liegende Lampe einwirken.
ange-
Die zusammengehörigen Knöpfe jedes Paares befinden sich also in verschiedenen Stockwerken,
zwischen denen die Lampe
ordnet ist.
ordnet ist.
Die vier Lampen empfangen ihren Strom nicht von der Knopf batterie, sondern werden
von einer besonderen Batterie durch den Draht 1 gespeist. Die Rückleitung des Stromes von
den Lampen erfolgt durch die Drähte 7, 8, 9, 10, welche zu den Ankern d1 d2 ds di der Elektromagnete
e1 e'2 e3 e* führen. Diese Anker greifen
mittelst geeigneter Vorsprünge in die losen Scheiben C1C2C3C4" ein, verhindern also dadurch
deren Drehung, ohne jedoch die Drehung der Welle b zu verhindern. Die Stelle, an
welcher die Ankerspitzen eingreifen, ist mit einem Isolirstück f, Fig. 2, versehen, so dafs
die Verbindung zwischen den Lampendrähten 7, 8, 9, 10 und dem Draht 11 unterbrochen ist.
Eine sogenannte Stiege im Uhrwerk. α verhindert,
dafs der Anker d6, nachdem er vom Elektromagneten e6 angezogen worden ist
und somit die feste Scheibe c6 ausgelöst hat,
nach Aufhören der nur ganz kurze Zeit andauernden Stromwirkung sogleich wieder zurückfällt.
Es könnte anderenfalls leicht geschehen, dafs die Ankerspitze beim Zurückschnellen noch
den Ausschnitt der Scheibe c6 trifft und letztere wieder sperrt.
Die Scheibe ce besitzt einen Vorsprung, der
die Stiege und damit den von dieser gehaltenen Anker wieder auslöst, sobald der. erwähnte
Ausschnitt genügend weit vorgeschritten ist, so dafs keine vorzeitige Sperrung eintreten kann:
Hat also diese Auslösung stattgefunden und es wird der Magnet e6 vor Vollendung einer
Drehung der Scheibe c6 von neuem erregt, so
wird die Ankerspitze durch die nun wieder zur Wirkung kommende Stiege abermals festgehalten
und es kann die Sperrung der Scheibe erst nach ihrer zweiten Drehung stattfinden,
vorausgesetzt, dafs vor Vollendung derselben nicht wieder Erregung des Magneten ee erfolgt.
Wird nun z. B. der zwischen den Drähten 2 und 3 liegende Knopf bethä'tigt, so erfolgt Erregung
der Magnete e1 und e6, das Laufwerk
wird ausgelöst und die Welle b beginnt sich zu drehen, jedoch zusammen mit der vom
Ankert1 des Magneten e1 freigegebenenScheibec1.
Das Mitnehmen dieser Scheibe wird durch die Federn g, Fig. 2, bewirkt, welche an der auf
der Welle b festsitzenden Büchse h befestigt sind. Wenn dann der Anker d1 zurückgeht,
so schleift der Ankervorsprung auf dem Scheibenrand, wodurch zwischen den Drähten 7 und 11
Verbindung hergestellt wird. Damit kommt die zwischen den Drähten 1 und 7 liegende
Lampe zum Glühen und brennt so lange, bis nach Vollendung einer Umdrehung der Scheibe c1
der Anker dl wieder in das Isolirstück eingreift
und damit die Scheibe hemmt. Gleichzeitig ist auch durch den nun einfallenden Anker d6
das Uhrwerk gesperrt worden.
Ist aber vor Vollendung der Drehung ein anderer Knopf, z. B. der zwischen den Drähten 2
und 4 liegende, bethätigt worden, so tritt die Sperrung des Uhrwerkes nicht ein und es
wird auch die Scheibe c2 seitens des Ankers d2
des Magneten e2 freigegeben, so dafs nun die zwischen den Drähten 1 und 8 liegende Lampe
brennt. Die vorher benutzte Lampe erlischt, sowie die Scheibe c1 ihre Umdrehung vollendet
hat, so dafs also der Strom der. Lampenbatterie, der ursprünglich nur durch die erste
Lampe und dann durch die erste und zweite Lampe flofs, dann allein durch die zweite
Lampe fliefst.
Wenn zwei Lampen gleichzeitig brennen, so wird naturgemäfs, sofern keine Accumulatoren,
sondern Primärbatterien verwendet werden, die Lichtstärke auf die Hälfte sinken. Um dies zu
verhindern, ist der eingangs erwähnte selbstthätige Batterieeinschalter vorgesehen, welcher,
sowie zwei der Scheiben cl. . . c* zusammen
arbeiten, für die Zeit dieses Zusammenarbeitens die Knopfbatterie mit der eigentlichen Lampenbatter\e
zusammenschaltet.
Dies wird in folgender Weise bewirkt:
Jeder der Anker d' . . . d* trägt an seinem
unteren Ende eine bezw. zwei Metallplatten, welche von dem Anker und von einander
isolirt sind. Diese Platten liegen so lange gegen Federn an, wie die Ankervorsprünge auf
den Scheibenrändern schleifen. Die Anzahl und Gröfse der Platten^ sowie die Anzahl der
Federn und die Art ...ihrer Verbindung ist abhängig von der Zahl der Lampen; Fig. 3 zeigt
schematisch einen Einschalter für vier, Fig. 4 einen solchen für fünf Lampen. Das Kennzeichnende der Einrichtung liegt darin, dafs
zur Verbindung der Drähte 12 und .13, welche den Strom der Knopfbatterie zu dem der
Lampenbatterie überleiten sollen, erst eine doppelte Unterbrechung überwunden werden
mufs, und dafs dieses nur dann geschieht, wenn zwei Anker mit ihren Platten gegen die Federn
anliegen.
Die Anker d1 und d2 arbeiten; der Strom
geht über ii2 und i1, Fig. 3. Die Anker dl
und d3 arbeiten; der Strom geht über ii3
und i1. Die Anker d1 und dl arbeiten; der
Strom geht über i4 und P. Die Anker d2 und d3 arbeiten; der Strom geht über ii3
und i2. Die Anker d2 und d^ arbeiten; der
Strom geht über i4 und i2. Die Anker ds
und of4 arbeiten; der Strom geht über i4
und iB.
Von den Schlufsplatten der Anker sind stets die des ersten und letzten Ankers eintheilig,
die der übrigen Anker dagegen zweitheilig, und zwar dient die erste Platte stets für zwei
Federn, die letzte dagegen für so viel Federn, wie Lampen für die Einrichtung in Frage
kommen. Die Platten des zweiten Ankers sind für zwei und zwei Federn, die des dritten
Ankers für zwei und drei Federn, die des vierten Ankers für zwei und vier Federn
u. s. w. bestimmt, natürlich immer vorausgesetzt, dafs dieser zweite, dritte oder vierte
u. s. w. Anker nicht der letzte Anker ist.
Hieraus läfst sich also die Einrichtung für eine Anlage von beliebig vielen Lampen leicht
feststellen.
Bei der Flurlampe mag es in manchen Fällen wünschenswerth sein, dieselbe länger am Brennen
zu erhalten, wie die Umdrehungszeit ihrer Schlufsscheibe (z. B. c4) beträgt bezw. zu bewirken,
dafs durch nochmalige Bethätigung des betreffenden Stromschliefsers die Brenndauer
um so viel verlängert wird, wie von ihr bereits verflossen ist.
Dies wird dadurch erzielt, dafs man für die Flurlampe eine zweite Schlufsscheibe c5 nebst
allem Zubehör anordnet und den betreffenden Knopfdraht nicht unmittelbar zu dem Magneten
e4, sondern zuerst zu einem Morsestromschalter führt, der von der Scheibe c4 aus
derart bethätigt wird, dafs bei Ruhe der letzteren die Drähte 6 und 6a, bei Drehung der
Scheibe jedoch die Drähte 6 und 6b verbunden
sind. Wird also während der Zeit der Drehung der Scheibe c4 nochmals der Strom in den
Draht 6 geschickt, so durchläuft er jetzt den Magneten e5, so dafs nun die Scheibe c5 ausgelöst
wird und die Flurlampe auch nach Auf-
hören der Drehung der Scheibe c4 weiterbrennt,
bis die Scheibe c5 ihre Drehung vollendet hat.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Ein von den einzelnen Stromschliefsern zu bethätigendes und die einzelnen Lampen ein- und ausschaltendes Centralwerk für elektrische Treppenbeleuchtung, dadurch gekennzeichnet^ dafs auf einer Welle zwei oder mehr Schlufsscheiben lose angeordnet sind, welche jede von einem Anker gesperrt sind und erst dann von der Welle mitgenommen werden, wenn Bewegung des Ankers erfolgt.
- 2. In Verbindung mit dem unter i. gekennzeichneten Centralwerk ein selbstthätiger Batterieeinschalter, dadurch gekennzeichnet, dafs Gruppen von Federn oder federnd gelagerten Theilen derart unter einander verbunden sind, dafs sich zwischen den den Einschalter mit der Leitung verbindenden Drähten stets mindestens zwei Unterbrechungsstellen befinden, wobei Schlufsstücke für die Federn derart von dem Centralwerk bethätigt werden, dafs bei gleichzeitigem Arbeiten zweier Schlufsscheiben die beiden Unterbrechungsstellen aufgehoben sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78787C true DE78787C (de) |
Family
ID=351482
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78787D Expired - Lifetime DE78787C (de) | Schaltwerk für zeitweise elektrische Treppenbeleuchtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78787C (de) |
-
0
- DE DENDAT78787D patent/DE78787C/de not_active Expired - Lifetime
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