DE254341C - - Google Patents
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- DE254341C DE254341C DENDAT254341D DE254341DA DE254341C DE 254341 C DE254341 C DE 254341C DE NDAT254341 D DENDAT254341 D DE NDAT254341D DE 254341D A DE254341D A DE 254341DA DE 254341 C DE254341 C DE 254341C
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04Q—SELECTING
- H04Q9/00—Arrangements in telecontrol or telemetry systems for selectively calling a substation from a main station, in which substation desired apparatus is selected for applying a control signal thereto or for obtaining measured values therefrom
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- Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 254341 KLASSE 74 c. GRUPPE
A. SCHMID & CO. in SCHAFFHAUSEN.
oft durch verschiedene Vorin Gruppen eingeteilt werden
Gegenstand der Erfindung ist eine elektrische Einrichtung zur wahlweisen Inbetriebsetzung
eines oder mehrerer von einer größeren Anzahl in gesetzmäßiger Anordnung befmdlicher
Apparate. Als Apparate können Glühlampen, Motoren beispielsweise für den Antrieb von Sirenen für Signalzwecke, elektrische
Hupen, Wärmeapparate usw. in Betracht kommen. In erster Linie wird die Erfmdung
in der modernen Lichtreklametechnik Verwendung finden.
Es sind bereits für diesen Zweck bestimmte Einrichtungen bekannt geworden, bei denen
die Auswahl der Glühlampen durch jeder einzelnen Glühlampe beigefügte Relais geschieht,
die ihrerseits
wählerrelais
und durch eine große Anzahl Verbindungsleitungen mit einer Kommandostelle, einem sogenannten Kontaktgebeapparat, in Verbindung stehen. Die große Zahl der Relais und Verbindungsleitungen gestalten die ganze Anlage kompliziert, wodurch die Betriebssicherheit gefährdet und ein einfacher Aufbau unmöglich gemacht wird.
wählerrelais
und durch eine große Anzahl Verbindungsleitungen mit einer Kommandostelle, einem sogenannten Kontaktgebeapparat, in Verbindung stehen. Die große Zahl der Relais und Verbindungsleitungen gestalten die ganze Anlage kompliziert, wodurch die Betriebssicherheit gefährdet und ein einfacher Aufbau unmöglich gemacht wird.
Die Erfindung bezweckt, einmal durch Verminderung der großen Anzahl Verbindungsleitungen zwischen den in Tätigkeit zu
setzenden Apparaten und einem Kontaktgebeapparat die Möglichkeit zu geben, den Kontaktgebeapparat,
wenn erforderlich, in ziemlich großer Entfernung von den auszulösenden
Apparaten aufstellen zu können, ohne dadurch die Installationskosten zu sehr zu erhöhen.
Ferner bezweckt die weitere Ausbildung dieser Erfindung, die große Anzahl der Relais', in der Folge Umschaltrelais genannt,
möglichst herabzusetzen, wodurch namentlich die Betriebssicherheit wie auch der ganze
Aufbau sehr gewinnen. Anstatt daß, wie bei den bekannt gewordenen Anordnungen, jeder
einzelne. in Tätigkeit zu setzende Apparat durch ein eigenes Relais bedient wird, erlaubt
die neue Anordnung sämtliche in Tätigkeit zu setzende Apparate mit Hilfe einer verhältnismäßig
sehr kleinen Anzahl Relais, in der Folge Schaltrelais genannt, in zweckentsprechenden
Verbindungen mit geeigneten mechanischen Vorrichtungen auszuwählen.
Im nachfolgenden sind fünf verschiedene, beispielsweise Anordnungen beschrieben und
vier davon zeichnerisch dargestellt.
In allen Anordnungen sind als Verbrauchsapparate Glühlampen angenommen; an deren
Stelle können aber, wie bereits erwähnt, beliebige andere elektrische Verbrauchsapparate
treten. Die Anordnungen 4 und 5 eignen sich überdies noch sehr gut zur Vornahme von
beliebigen mechanischen Bewegungsausführungen.
In den Fig. 1 bis 3 sind die Hilfsleitungsnetze dick strichpunktiert (—— ·) und die
Arbeitsnetze dick ausgezogen ( ) eingezeichnet. Der Einfachheit und besseren Übersichtlichkeit
wegen sind die Arbeitsnetze in allen Figuren als Zweileiternetze angenommen.
Da aber die Verbrauchsapparate in Einzelparallelschaltung angeschlossen werden, so
kann mit Leichtigkeit der Anschluß an jede beliebige Stromverteilungsnetzart vorgenommen
werden, wie Gleich- oder Wechselstromzweileiter mit Nulleiter, Zweiphasenwechsel-
strom offen oder verkettet, Drehstrom mit und ohne Nulleiter usw. Bei gleichzeitiger Ver-
\vendung von mehreren Phasen müssen bei den Anordnungen ι bis 3 die Kontaktgebeapparate
der Phasenzahl entsprechend unterteilt werden. Eine weitere Komplikation in der Leitungsführung ist dagegen nicht erforderlich.
Die Hilfsleitungsnetze sind in allen Figuren an das Arbeitsnetz angeschlossen.
Für die Anordnungen 4 und 5 können die Hilfsleitungsnetze auch besonders mit verschiedenen
Spannungen und Stromarten gespeist werden.
Die einzelnen Anordnungen sollen nun im folgenden in je einer beispielsweisen Ausführungsform
beschrieben und näher erläutert \verden.
Anordnung 1 : In Fig. 1 ist beispielsweise
eine Anordnung mit zwölf Lampen in Verbindung mit einem zugehörigen Kontaktgebeapparat
gezeichnet. Jede Lampe trägt auf der Rückseite ihres Befestigungssockels
einen doppelpoligen Umschalter, der durch ein Relais bewegt wird. Diese Umschaltrelais
sind schematisch dargestellt und mit den Zahlen ι bis 12 bezeichnet. Die Glühlampen
selbst sind an die zwei Drehpunkte 13 des Umschalters angeschlossen. Man kann entweder
die Relaisspulen im Nebenschluß zu den Lampen an den Drehpunkten 13 anschließen
oder die Glühlampen und Relaisspulen in Reihe an die Punkte 13 legen. In
der Zeichnung sind alle Umschaltrelais in Reihe mit den zugehörigen Lampen dargestellt.
Bei beiden Schaltungsarten bleiben sich die Arbeitsweise der Umschaltrelais sowie
die entsprechenden Zuleitungen genau gleich. Die vier Anschlußklemmen 14, 14' und
15, 15' eines jeden Umschaltrelais sind paarweise
an eine Hilfsleitung (— -.-.-) und an
eine Arbeitsleitung" angeschlossen ( ).
Die an die Relaisklemmen 14' angeschlossenen
senkrechten Hilfsleitungen sind an die Kontaktstücke 21, 22, 23 und 24 eines Verteilers
28 geführt. Vom Schleifsegmente 29 des Verteilers 28 führt dann nur noch eine einzige
Rückleitung nach dem Anschluß 27. Je nach der Stellung der Schleifbürste 30, welche
durch ein Relais 31 und ein gezahntes Rad 32 in ihrer Lage verändert werden kann, wird
nun die eine oder andere der vier senkrechten Hilfsleitungen mit der Rückleitung in Verbindung
gebracht. Der für das Relais 31 benötigte Strom wird durch einen Schalter 33
auf dem Kontaktgebeapparat geschlossen oder geöffnet.
Der Arbeitsvorgang· wäre etwa folgender: Soll beispielsweise das Umschaltrelais 2 in
Tätigkeit gesetzt werden, so wird zuerst durch mehrmaliges Schließen und öffnen des
Schalters 33 das Relais 31 so oft erregt, bis die Schleifbürste 30 das Kontaktstück 21 mit
dem Segmente 29 verbindet. Nun wird der bewegliche Kontakt 19 gegen die Platte 16
gepreßt, wodurch ein Stromkreis von An-Schluß 26 über 16, 19, Klemme 14 von Relais
2, durch dessen Spule und Glühlampe über Klemme 14', Kontakt 21, Bürste 30, Segment
29 zurück nach Anschluß 27 geschlossen wird. Das Umschaltrelais 2 wird seine Lampe
und die Relaisspule sofort auf das Arbeitsnetz umschalten, so daß diese vom Hilfsleitungsnetz
unabhängig, werden. Soll eine weitere Lampe beispielsweise in der z\veiten
senkrechten Glühlampenreihe angezündet werden, so wird durch einmaliges Schließen des
Schalters 33 das Relais 31 einmal erregt, welches durch seinen Anker das Rad 32 um einen
Zahn weiterschaltet und so die Bürste 30 auf den Kontakt 22 bringt. . Der dem betreffenden
Umschaltrelais entsprechende Kontakt 18 bis 20 wird gegen die Platte 16 gedrückt,'
■ worauf sich ein entsprechender Stromverlauf, wie eben oben beschrieben, ergibt. Um die
angezündeten Lampen auszulöschen, wird der Hauptschalter 25 ausgeschaltet, wodurch
-sämtliche Relaisspulen stromlos werden, so daß die Umschaltung" auf die Hilfsleitung erfolgt.
Nach Wiedereinschalten des Schalters 25 ist die Anlage ohne weitere Umständlichkeiten
und Zeitverluste zur Aufnahme neuer Inschriften betriebsbereit. Sollen bei Verwendung
des Verteilers 28 mehrere Relaisreihen gleichzeitig in Tätigkeit gesetzt werden,
so muß die Schleifbürste 30 so breit sein, daß gleichzeitig die gewünschte Anzahl der
Kontakte 21 bis 24 berührt werden.
Durch geeignete Auswahl der Lampen, die in ihrer Anzahl ganz unbeschränkt sind, kann
man nun mit den Glühlampen jede gewünschte Zeichnung, beliebige Buchstaben und ganze
Sätze zusammensetzen.
Anordnung 2: Bei sehr großen Glühlampentafeln, die sich namentlich der quadratischen
Form nähern, und bei großen räumliehen
Abständen zwischen Glühlampentafel und Kontaktgebeapparat wird es sich lohnen, nicht nur, wie in Fig". 1 angedeutet ist, die
senkrechten Hilfsleitungen auf einen Verteiler zu nehmen, sondern auch zwischen die no
wagerechten Hilfsleitungen und den Kontaktgebeapparat einen Verteiler einzuschalten.
Die Zahl der Verbindungsleitungen kann dadurch noch weiter herabgesetzt werden, was
auf die Kosten einer langen Leitung großen Einfluß ausübt. An Stelle der drei zu den
Kontakten 18 bis 20 führenden Leitungen würde nur noch eine einzige Leitung treten,
welche mit nur einem der Kontakte 18 bis 20 verbunden ist. Die zwei anderen Kontakte
würden demgemäß überflüssig. Dafür müßte allerdings ein dem Schalter 33 entsprechen-
der weiterer Schalter für die Schaltbewegung des zweiten Verteilers angebracht werden.
Von einer zeichnerischen Darstellung dieser Anordnung wurde Abstand genommen,
da sich die Verhältnisse mit Leichtigkeit aus Fig. ι erkennen lassen.
Anordnung 3: Eine weitere Anordnung
ist in Fig. 2 dargestellt. Die Anordnungen der Relais mit den Glühlampen sowie die Zusammensetzung des Kontaktgebeapparates
entspricht genau der Anordnung 1; geändert sind dagegen die Verbindungsleitungen
zwischen Glühlampentafel, Verteiler und Kontaktgebeapparat, sowie der Verteiler selbst. Während in Anordnung 1 für jede
senkrechte Lampenreihe nur ein Kontakt 21 bis 24 vorgesehen ist, besitzt der Verteiler in
Anordnung 3 für jede einzelne Lampe einen besonderen Kontakt, so daß für jede senkrechte
Lampenreihe je eine Kontaktgruppe 21 bis 24 sich vorfindet. Die einzelne Gruppebesitzt
so viele Kontakte, als die einzelne senkrechte Lampenreihe Lampen zählt, in dem dargestellten Beispiel also drei. Demnach besteht
die Schleifbürste 30 aus drei einzelnen, voneinander isolierten Schleifbändern, welche
die Verbindung mit drei Schleifsegmenten 29 vermitteln. Die drei Schleifsegmente erhalten
nun leitende Verbindungen mit den bewegliehen Kontakten 18 bis 20.
Die Klemmen 14' der Relais 1 bis 12 sind
mit den zugehörigen Kontaktgruppen 21 bis 24 des Verteilers 28 nach Angabe der Fig. 1
verbunden, während alle Klemmen 14 an eine gemeinsame Rückleitung angeschlossen sind,
die vom Anschlußpunkte 27 aus gespeist wird. Die Schaltbewegung des Verteilers 28 ist dieselbe
wie in Anordnung 1. Ebenso ist der Arbeitsvorgang beim \vahlweisen Einschalten
eines der Relais 1 bis 12 ein ganz entsprechender wie bei Anordnung 1, weshalb von
einer nochmaligen Beschreibung des Arbeitsganges Abstand genommen werden soll.
Diese letzte Anordnung gestattet die Verwendung von unabgestimmten Relais, 'während für die Anordnungen 1 und 2 die Relais jeweils für die betreffende Netzspannung geeicht werden müssen. Wird nämlich beispielsweise in Fig. ι das Relais 6 eingeschaltet, so erhalten gleichzeitig die Relais 5,8 und 9 ebenfalls Strom, da deren Spulen zusammen in Serie an die Klemmen 14 und 14' von Relais 6 angeschlossen sind. Die Spannung an den Klemmen dieser drei Relais ist dann gleich einem Drittel der betreffenden Netzspannung". Beim Bau der Relais für die Anordnungen 1 und 2 ist also dafür Sorge zu tragen, daß diese bei erheblich kleineren Spannungen als die betreffende Netzspannung nicht mehr ansprechen. Diese Anforderung an die Relais ist in Anordnung 3 umgangen.
Diese letzte Anordnung gestattet die Verwendung von unabgestimmten Relais, 'während für die Anordnungen 1 und 2 die Relais jeweils für die betreffende Netzspannung geeicht werden müssen. Wird nämlich beispielsweise in Fig. ι das Relais 6 eingeschaltet, so erhalten gleichzeitig die Relais 5,8 und 9 ebenfalls Strom, da deren Spulen zusammen in Serie an die Klemmen 14 und 14' von Relais 6 angeschlossen sind. Die Spannung an den Klemmen dieser drei Relais ist dann gleich einem Drittel der betreffenden Netzspannung". Beim Bau der Relais für die Anordnungen 1 und 2 ist also dafür Sorge zu tragen, daß diese bei erheblich kleineren Spannungen als die betreffende Netzspannung nicht mehr ansprechen. Diese Anforderung an die Relais ist in Anordnung 3 umgangen.
Anordnung 4: Diese Anordnung, dargestellt
in Fig. 3, unterscheidet sich von den vorhergehenden Anordnungen 1 bis 3 dadurch,
daß nicht für jede einzelne Glühlampe ein eigenes Umschaltrelais benötigt wird. Die
Anzahl der Relais vermindert sich vielmehr auf die algebraische Summe aller Glühlampenreihen,
in vorliegendem Beispiel also auf 4-7-3 = 7 Relais. Jedes dieser Schaltrelais
68 bis 74 verschiebt durch das Anziehen eines Ankers eine der zugehörigen Lampenreihe
entlang laufende Stange 75, 76 oder 1JJ bzw.
78, 79, 80 oder 81. Die Stangen 75 bis J1J
tragen in gleichen Abständen, wie die Lampen ι bis 12 voneinander entfernt sind, bewegliche
Stifte 82, welche durch Federn 83 aufwärts gedrückt werden. Die senkrechten Stangen 78 bis 81 tragen, korrespondierend
zu je einer Lampe, Nocken 84. Die Stifte 82 sind nun auf den Stangen 75 bis J1J derart angeordnet,
daß bei angezogenem Anker eines der Schaltrelais 68 bis 70 die Stifte 82 der zugehörigen
Stangen 75 bis J1] genau unter die
Nocken 84 der Stangen 78 bis 81 zu liegen kommen. Zieht nun eines der Schaltrelais 71
bis 74 seinenAnker an, so drücken die Nocken 84 der zugehörigen Stangen 78 bis 81 die
unter ihnen befindlichen Stifte 82 abwärts, so daß diese mit ihren unteren Enden auf die
Hebelschalter 63 stoßen und sie mit den Kontaktfedern 64 in Berührung bringen. Dadurch
kann vom Arbeitsstromnetz ein Strom zu fließen beginnen über Kontaktfeder 64, Hebelschalter 63, von dessen Drehpunkt 65
nach der zugehörigen Lampe und über Klemme 66 zum Arbeitsnetz zurück. Entsprechend
der Anordnung 1 ist auf der Glühlampentafel ein Verteiler 86 angebracht,
dessen Wirkungsweise genau die gleiche wie bei Anordnung 1 ist.
Die Einschaltung einer beliebigen Lampe 1 bis 12 geschieht folgendermaßen: Mittels des
Schalters 88 und des Relais 87 wird auf bekannte Art und Weise der Verteiler 86 in die
richtige Stellung gebracht. Hierauf wird beispielsweise der unterste der drei Kontakte 91
gegen die Kontaktplatte 92 gestoßen, worauf das Schaltrelais 70 seinen Anker anzieht und
dadurch die Stange yy mit den zugehörigen Stiften 82 von rechts nach links verschiebt.
Dadurch kommen diese Stifte 82 mit ihren Köpfen unter die untersten Nocken 84 der
Stangen 78 bis 81 zu liegen. Preßt man nun den Kontakt 90 gegen die Platte 92, so zieht
bei der in Fig. 3 gezeichneten Stellung des Verteilers 86 das Schaltrelais 72 seinen Anker
an und bewegt dadurch die Stange 79 abwärts. Der unterste Nocken 84 dieser Stange
drückt auf den dicht unter ihm liegenden Stift 82, welch letzterer mit seinem unteren
Ende den Hebelschalter 63 in die Kontakt-
feder 14 stößt. Jetzt erhält die Lampe 6 Strom aus dem Arbeitsnetz über Kontaktfeder
64, Hebelschalter 63, Drehpunkt 65, Lampe und Anschlußklemme 66. Nach Entfernung
der Kontakte 90 und 91 von der Platte 92 kehren die Stangen JJ und 79, veranlaßt
durch ihre Federn 43 und 44, in ihre Ruhelagen, zurück, ohne dabei die eingeschalteten
Schalter 63 auszuschalten. Für weitere Einschaltungen von Lampen wiederholt sich
obiger Vorgang. Sollen die eingeschalteten Lampen dagegen ausgelöscht werden, so wird
durch Schließen des Schalters 89 das Relais 95 erregt, welches seinen Anker 96 anzieht. Mit
dem Anker 96 ist starr verbunden ein Hebel 97, welcher nun mit seinem unteren Ende das
Gestänge 98 nach links drückt. Dabei stoßen die Nasen 99 an die mit den Hebelschaltern
63 starr verbundenen Arme 67 und bringen so alle eingeschalteten Schalter 63 in die
Ruhestellung, d. h. in die Ausschaltstellung zurück. Nach öffnen des Schalters 89 läßt
das Relais 95 seinen Anker 96 los, so daß das Gestänge 98 durch die Feder 100 in seine
Ruhelage zurückgestoßen wird. Die ganze Vorrichtung ist nun zur Aufnahme neuer Inschriften
betriebsbereit.
Anordnung 5: Diese letzte Anordnung,
dargestellt in Fig. 4, erlaubt gegenüber der vorangegangenen Anordnung eine weitere
Herabsetzung der Schaltrelais, indem beispielsweise für eine Glühlampentafel von drei
. senkrechten und sechs wagerechten Lampenreihen nur noch drei Schaltrelais erforderlich
sind. In Fig. 4 sind diese 18 Lampen mit den Ziffern 1' bis 18' bezeichnet.
Jede Lampe trägt auf der Rückseite ihres Befestigungssockels einen einpoligen Hebelschalter
119, dessen unterer Schenkel den Drehpunkt 120 mit der Kontaktfeder 121 in
leitende Verbindung bringt. Zwischen den Drehpunkt 120 und die Anschlußklemme 122
wird die Glühlampe angeschlossen. Der obere Schenkel 123 des Hebelschalters 119
dient als Angriffshebel für die Stifte 124 auf den Stangen 125, welche durch eine Bewegung
von rechts nach links sämtliche eingeschalteten Schalter 119 in die Ausschaltstellung
zurückbringen.
Die drei Schaltrelais 35 sind auf einer fahrbaren Brücke 126 befestigt, welche mittels
zweier Rollen 127 auf der Schiene 128 beweglich ist. Diese Schiene trägt eine Anzahl Anschläge
129, welche je einer senkrechten Lampenreihe entsprechen. An diese Anschläge
legt sich der Teil 130 der Hemmung 131 an und verhindert so die unter dem Einfluß
des Gewichtes 133 stehende Brücke 126, sich nach links zu bewegen. Erhält dagegen
die Relaisspule 34 Strom, so.zieht diese den Teil 130 der Hemmung 131 an. Die Brücke
126 bewegt sich unter dem Einfluß des Gewichtes 133 nach links, bis der nun hoch gehaltene
Haken 132 an einem der Anschläge 129. anstößt. Durch diesen Haken wird verhindert,
daß die Brücke 126 bei zu lange dauerndem Stromschluß der Relaisspule 34 mehr
als um eine Lampenreihe vorrückt. Sobald die Relaisspule 34 wieder stromlos wird, wird
auch die Hemmung 131 in ihre Ruhelage zurückkehren und sich mit ihrer Nase 130 an
den nächsten Anschlag 129 anlegen. Die Anschläge 129 sind derart auf der Schiene 128
angebracht, daß in der Ruhestellung der Brücke die Drehungsachsen der Schaltrelais
35 mit den Drehungsachsen 120 der Hebelschalter 119 genau zusammenfallen. Die
S-förmigen Anker der Relais 35 tragen einen Hebel 36 und dieser wiederum einen durch
die kreisförmigen Ausschnitte 37 der Brücke 126 nach den Schaltern 119 ragenden Stift 38.
Wird eines der Schaltrelais 35 'durch einen elektrischen Strom erregt, so dreht sich sein
Anker im Sinne des Uhrzeigers. Dabei schlägt der Stift 38 gegen das Ende des Hebelschalters
119 und bringt ihn an die Kontaktfeder 121, d. h. in seine Einschaltstellung.
Beim Stromloswerden des betreffenden Schaltrelais 35 fällt der Ankerhebel wieder in seine
senkrechte Lage zurück, der Hebelschalter 119 dagegen verharrt in seiner Einschaltstellung.
Die Schaltrelais 35 werden wahlweise vom. Kontaktgebeapparat 39 aus durch Andrücken
eines oder mehrerer Kontakte 40 an die Kontaktplatte 41 erregt. Durch den Schalter 42
wird die Relaisspule 34 mit Strom versorgt. Die elektrische Verbindung zwischen dem
feststehenden Kontaktgebeapparat 39 und den auf der Brücke 126 befindlichen Apparaten
kann beispielsweise durch blanke ausgespannte Drähte 43, an welche sich die Schleifbürsten
44 anlegen, erfolgen. Die Fig. 4 zeigt die zwei oberen Schaltrelais stromlos und das
unterste erregt. Das letztere erhält Strom vom Anschlußpunkte 45 der Hauptleitung
über Kontaktplatte 41, den untersten der drei Kontakte 40, den obersten der Schleifdrähte
43, die zugehörige Schleifbürste 44, durch die Spule und zurück durch den untersten der
Schleifdrähte 43 nach dem zweiten Anschlußpunkt 46 der Hauptleitung. Soll die Brücke
1.26 um eine Lampenreihe weiter befördert werden, so schließt man den Schalter 42, λυο-durch
folgender Stromkreis geschlossen wird: Von .Anschluß 45 über Schalter 42 nach dem
zweituntersten der Schleifdrähte 43, über die zugehörige Bürste 44 nach der Relaisspule 34
und zurück über den untersten Schleifdraht 43 nach dem Anschluß 46. Die Relaisspule 34
ist somit erregt und bewirkt die oben beschriebene Vorwärtsbewegung der Brücke 126.
Ist die Brücke 126 am Ende der Lampenreihe angekommen, so wird Schalter 47· auf
dem Kontaktgebeapparat geschlossen und so durch die Spule 48 der Motorschalter 49 eingeschaltet.
Dieser schaltet seinerseits einen Elektromotor 50 ein, welcher durch ein entsprechendes
Rädervorgelege die Trommel 51 in Umdrehung versetzt. Auf dieser Trommel
ist ein Seil 52 befestigt, welches an seinem anderen Ende ein Gewicht 33 trägt. Gleichzeitig
ist aber das Seil 52 bei 53 fest mit der Brücke 126 verbunden. Das Gewicht 33 wird
durch die U"mdrehung des Motors 50 gehoben und die Brücke 126 gleichzeitig von links
nach rechts bewegt.
Kurz vor dem rechten Ende der Laufschiene 128 müssen die Rollen 127 auf den
Schenkel 54 eines . zweiarmigen Hebels auflaufen. Das Eigengewicht der Brücke 126
drückt den zweiten Schenkel 55 obigen Hebels gegen eine Schiene 56, so daß diese nach
links ausweicht. D^bei wird zuerst der Hauptschalter
57 ausgeschaltet, wodurch das Arbeitsnetz unterbrochen wird und alle brennenden Lampen ausgelöscht werden. Unterdessen
ist die Schiene 56 auf die Flanschen 58 der Schienen 125 gestoßen und drückt diese
letzteren nach links. Die Stifte 124 kommen in Berührung mit den Hebeln 123 der in der
Einschaltstellung befindlichen Schalter 119 und bringen diese in ihre Ruhelagen, d. h. in
die Ausschaltstellungen zurück. Erst wenn diese Arbeitsoperation vollzogen ist, stößt die
Schiene 56 an den Knopf 59 der Schalterstange 60 und schaltet so zuletzt den Motorschalter
49 aus. Das Gewicht 133 kommt wieder zur Geltung und zieht die Brücke 126
nach links, bis die Nase 130 der Hemmung 131 an dem ersten Anschlag 129 anstößt. Bei
diesem Vorwärtslauf der Brücke 126 läuft der Anker des stromlosen Motors leer mit. Durch
Kurzschließen der Motorankerwicklung kann der Anker gleichzeitig als Dämpfer gegen zu
rasche Bewegungen der Brücke 126 verwendet werden. Sobald die Rollen 127 den Schenkel
54 verlassen haben, drücken die Federn 61 die Stangen 125 wieder nach rechts, und die
. Schiene 56 vermittelt die Einschaltung des Hauptschalters 57. Die ganze Anlage stellt
sich so ohne weiteres Zutun selbst wieder in den betriebsbereiten Zustand.
Der Hauptschalter 57 ist nur zur Schonung der einzelnen Kontakte an den Schaltern 119
und den Federn 124 angebracht. Deshalb muß.
auch erst der Hauptschalter 57 ausgeschaltet sein, bevor die einzelnen Schalter 119 durch
die Stangen 125 ausgeschaltet werden. Dieser eine Hauptschalter kann dann leicht mit
den bekannten Funkenlöschvorrichtungen versehen werden; auf die Wirkungsweise der
Anlage hat er weiter keinen Einfluß.
In vielen Fällen wird es vorteilhaft sein, die Lampentafel in Zylinderform auszuführen
und diese umlaufen zu lassen, während dann die Brücke 126 feststehen würde. Die Schleifdrähte
43 kämen in diesem Falle in Wegfall; dafür müßten die Arbeitsleitungen der umlaufenden
Tafel mittels Schleifringe zugeführt werden. Die Arbeitsweise des Ganzen bleibt genau dieselbe.
Um bei der Anordnung die Zahl der Verbindungsleitungen zwischen Glühlampentafel
und Kontaktgebeapparat noch mehr herabzusetzen, können diese Verbindungsleitungen
entsprechend der Anordnung 1 über einen Verteiler genommen werden, von welchem
dann nur noch ein Draht plus ein weiterer Draht zur Bedienung des Verteilers gezogen
werden muß.
Die fünf beschriebenen Anordnungen werden sich infolge ihrer Mannigfaltigkeit den
verschiedensten Verhältnissen anpassen können. Bei der Auswahl der betreffenden Anordnung
wird die Art der auszulösenden Apparate, deren Anzahl und Anordnung sehr bestimmend
einwirken.
Claims (5)
1. Einrichtung zum Auswählen eines Apparates aus einer Gruppe von Appa- go
raten, die in den Schnittpunkten zweier sich schneidender Liniensysteme sich befinden
und zu denen zwei Gruppen von Leitungen führen, derart, daß jede Leitung der einen Gruppe mit den zugehörigen
Klemmen einer Reihe des einen Liniensystems und jede Leitung der andern Gruppe mit den zugehörigen Klemmen
einer Reihe von Apparaten des zweiten Liniensystems in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungen
der einen Gruppe mit den Kontakten eines an der Empfangsstelle angeordneten
elektromagnetischen Schaltwerkes verbunden sind, welches durch an der Gebestelle
erzeugte Stromstöße fortgeschaltet wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das elektromagnetische
Schaltwerk mehrere Kontaktreihen aufweist, deren Einzelkontakte mit je einer Klemme eines der Apparate
der zugehörigen Apparatenfeihe verbunden sind, zürn Zweck, die einzelnen auszulösenden
Apparate vollständig unabhängig voneinander zu machen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Reihe von
Apparaten des einen Liniensystems und jede Reihe von Apparaten des zweiten Liniensystems ein Schaltrelais aufweisen,
welche derart zusammenwirken, daß bei Erregung eines Relais einer Reihe des
einen und eines Relais einer Reihe des anderen Liniensystems der diesen beiden
Reihen zugehörige Apparat in Tätigkeit gesetzt werden kann.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Reihe
von Apparaten des einen Liniensystems ein Schaltrelais angebracht ist, welche auf
einer Brücke befestigt sind, die infolge der auf der Gebestelle erzeugten Stromstöße
relativ zu den Apparatenreihen schrittweise um je eine Apparatenreihe vorrückt.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß nicht nur die eine Leitungsgruppe, sondern beide Leitungsgruppen
mit je einem an der Empfangsstelle angeordneten elektromagnetischen Schaltwerk verbunden sind, welche
mittels zweier an der Gebestelle angeordneter, voneinander unabhängiger Stromschließer
fortgeschaltet werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE254341C true DE254341C (de) |
Family
ID=512537
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT254341D Active DE254341C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE254341C (de) |
-
0
- DE DENDAT254341D patent/DE254341C/de active Active
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