DE78185C - Verfahren und Maschine zur Herstellung hinterklebter Fournire, natürlicher Holztapeten und dergl - Google Patents

Verfahren und Maschine zur Herstellung hinterklebter Fournire, natürlicher Holztapeten und dergl

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DE78185C
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Germany
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glued
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fabric
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DENDAT78185D
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English (en)
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vereinigte holzindustrie, Aktiengesellschaft, Augsburg
Publication of DE78185C publication Critical patent/DE78185C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27DWORKING VENEER OR PLYWOOD
    • B27D1/00Joining wood veneer with any material; Forming articles thereby; Preparatory processing of surfaces to be joined, e.g. scoring
    • B27D1/10Butting blanks of veneer; Joining same along edges; Preparatory processing of edges, e.g. cutting

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

PATENTAMT.^
KAISERLICHES
und dergl.
In dem Haupt-Patent Nr. 71745 ist ein Verfahren zur Herstellung hinterklebter Fourniere, natürlicher Holztapeten und dergl. angegegeben, welches darin besteht, dafs man mittelst eines Messers einen zusammenhängenden dünnen Holzstreifen von einem kreisenden Block abschält, auf dessen Oberfläche kurz vor der Schnittlinie des Messers ein ununterbrochener Zeug- oder Papierstreifen aufgeklebt worden ist, so dafs der abgetrennte Holzstreifen durch die auf seine Rückseite geklebte Zeug- oder Papierschicht verstärkt wird.
In manchen Fällen ist es jedoch nicht angängig, einen Block so einzuspannen, dafs er die für das Abschälen passenden, Drehungen macht, weil häufig die Blöcke von edleren Holzarten eine so unförmliche, sozusagen klumpige Gestalt haben, dafs sie für den beabsichtigten Zweck nicht passend eingespannt werden können. Ferner ist es häufig wünschenswerth, die Schnittfläche des abgeschälten Holzstreifens in einer anderen Richtung zur Maserung zu erhalten, als man sie durch Abschälen des Streifens vom kreisenden Block erhält.
Um auch diesen sich geltend machenden Ansprüchen gerecht zu werden, wird die Abänderung getroffen, die Schnittlinie des Messers entweder ganz geradlinig oder auch wellenförmig verlaufen und den Block nicht kreisen
zu lassen, sondern dem Block und Schneidemesser eine gerade oder wellenlinige Verschiebungsbewegung relativ zu einander zu geben.
Der Holzblock α erhält gemäfs der auf beiliegender Zeichnung dargestellten Ausführung von irgend einer Antriebseinrichtung aus nur auf- und niedergehende Bewegungen, während das in dem Schlitten ο sitzende Schneidemesser o1 durch die hin- und hergehenden Bewegungen des Schlittens über den Block vor- und rückwärts verschoben wird, welcher vor jedesmaligem Schlittenrückgang ein wenig gesenkt wird. Diese Bewegungen sind derartig zu einander eingerichtet, dafs der Block sich in Ruhe befindet, sowohl wenn das Messer, ohne zu schneiden, rückwärts, als auch wenn es zum Abschneiden eines Holzstreifens vor-« wärts über den Block fortgeführt wird, und dafs der Block jedesmal um -etwas gehoben wird, nachdem das thätig gewesene Messer ihn verlassen und seine Anfangsstellung wieder erreicht hat. Die Bewegungen des Messerschlittens ο werden durch die Kurbelscheibe o2 und Kurbelstange o3 ausgeführt.
Auf dem Messerschlitten sitzt hinter der Messerschneide der Klebstofftrog ρ mit der Vertheilungswalze oder -Bürste s und vor, sowie etwas oberhalb der Messerschneide ist
gleichfalls am Messerschlitten das Lager / für die Stoffrolle η>λ angebracht.
Letztere ist auf einem Rundstab r aufgewickelt, welcher lose in den Lagerschalen ruht und auf seinem einen Ende eine feste Scheibe k trägt. Ferner sitzt lose auf dem Rollenstab r eine Scheibe e, an welcher eine nach unten hängende Stange t und excentrisch auf einem Zapfen eine gegen die Scheibe h liegende Reibscheibe i sitzt. Die Stange t hat ein Gelenk t\ um welches sie entgegen dem Drucke einer Feder i2 einseitig einknicken kann.
Wird das Messer o1 unthätig über den Block a zurückgeschoben (Fig. 3), so gleitet vor dem Messer die Vertheilungsbürste oder -Walze s über die Blockoberflä'che entlang und trägt auf diese Klebstoff auf, während dem Messer der von der Rolle»»1 niederhängende Stoffstreifen n> folgt. Kurz bevor dessen herabhängendes Ende die Blockkante erreicht hat, stöfst das untere Ende der Stange t gegen einen festen Anschlag η und veranlafst damit eine Drehung der Kopfscheibe e um den Rollenstab r. Infolge dieser Drehung wird die excentrische Reibscheibe i etwas gehoben und dreht damit die Scheibe h, den Stab r und die Stoffrolle n>1 um etwas von rechts nach links, so dafs das untere Ende des an einem Führungsblech f herabhängenden Streifens w sich vor die Blockkante senkt (Fig. 3). Die über den Anschlag η fortgeglittene Stange t fällt wieder gegen einen im Messerschlitten sitzenden zweiten Anschlag m, dreht aber in diesem Falle den Rollenstab r wegen der excentrischen Stellung der Reibscheibe i zu ihrem Lagerzapfen nicht wieder zurück.
Dicht hinter dem niederhängenden Ende des Stoffstreifens w folgt eine in dem Schlitten 0 gelagerte Druckwalze d, welche den Streifen gegen die mit Klebstoff versehene Blockoberfläche drückt, wenn der Messerschlitten nunmehr weiter am Blocke entlang zurückgeschoben wird (Fig. 4).
Ist die ganze Länge der Blockoberfläche mit Stoff beklebt, so mufs zunächst der niederhängende von dem aufgeklebten Stoffstreifen abgetrennt werden, bevor das Messer in den inzwischen ein wenig angehobenen Block schneidend eintreten und wieder vorgehen kann. Dieses wird dadurch erzielt, dafs man den Messerschlitten etwas mehr zurückgehen läfst, als für das eigentliche Aufkleben des Stoffstreifens nöthig ist. Es bildet sich alsdann eine an der Blockkante niederhängende Stoffschleife n^y Fig. 4, welche von dem vorgehenden Messer o1 durchschnitten wird. Eine besondere Schneidevorrichtung zum Abtrennen des Stoffes w von dem aufgeklebten Stoff ist somit unnöthig geworden.
Das wieder vorgehende und in den etwas gehobenen Block einschneidende Messer trennt einen beklebten Holzstreifen jedesmal in einer Stärke ab, welche der Anhebung des Blockes entspricht. Während des Schlittenvorganges findet eine Verdrehung der Stange t nicht statt, weil das untere Stangenende, wenn es gegen den Anschlag η stöfst, entgegen der Feder ί2 im Gelenk i1 knickt und über den Anschlag η fortgleitet.
Die stützende Stoffschicht kann entweder über die ganze Breite des Blockes oder auch nur in schmalen Streifen auf dem Holzblock aufgebracht werden, wobei zwischen den Streifen Zwischenräume gelassen werden. Letzteres wird man vornehmen, wenn die im ersten Zusatz-Patent Nr. 77843 erwähnten Verhältnisse vorliegen.
Die anfangs erwähnte Absicht, die Schnittlinie des Messers auch wellenförmig verlaufen zu lassen, wird man in solchen Fällen zur Ausführung bringen, wenn es wünschenswerth ist, in ein und demselben Holzstreifen die Maserung abwechselnd parallel· und im Durchschnitt zu den Fasern zu erhalten, oder auch wenn es andere Verhältnisse angebracht erscheinen lassen. Die Führung des Messerschlittens ist in diesem Falle bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel auch wellenförmig zu wählen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung hinterklebter Fourniere, natürlicher Holztapeten und dergl., nach Patent Nr. 71745 und Nr. 77843 dahin abgeändert, dafs statt des vor dem festliegenden Messer kreisenden Blocks Holzblock und Messer eine gerad- oder wellenlinige Verschiebungsbewegung zu einander erhalten, wobei eine Beklebung des Blockes mit Stoff vor dem jeweiligen Abschneiden eines Holzstreifens erfolgt.
2. Eine Maschine zur Ausführung des im Anspruch 1. angegebenen Verfahrens, gekennzeichnet durch einen Schlitten (0), welcher gemeinsam den Klebstoffvertheiler^, das Schneidemesser . (01J und die Stoffstreifen-Zubringerrone |Vy über den Block (a) derartig hin- und herbewegt, dafs während der Schlittenbewegung in der einen Richtung eine Druckwalze (d) am Schlitten den von der Zubringerrolle (wl) niederhängenden Stoff auf die mit Klebstoff vorbestrichene Blockoberfläche festlegt und während der Schlittenbewegung in der anderen Richtung das Messer (01J zunächst den angeklebten,
.von dem schleifenförmig vor der Blockkante niederhängenden Stoff und dann einen hinterklebten Holzstreifen vom etwas angehobenen Block abtrennt.
3. Eine Maschine nach Anspruch 2. mit einer . Verdrehungsvorrichtung für die .Stoffstreifen-
Zubringerrolle (wl), bestehend aus einem an die Tragwelle (r) der Rolle gehängten, nach einer Richtung einknickbaren Stabe (t), welcher kurz vor der Auflegung des Stoffes auf den Block durch einen festen Anschlag (n) zurückgehalten wird und seine hierdurch um seine Aufhängeachse erfolgte Verdrehung durch Reibungsscheiben (i h) derartig auf die Rolle (wl) überträgt, dafs letztere Stoff ablaufen und vor die Blockkante in den Bereich der Druckwalze (d) sinken lä'fst.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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