DE77168C - Verfahren zur Darstellung von Kohlenstoffverbindungen der Erdalkalimetalle - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Kohlenstoffverbindungen der Erdalkalimetalle

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DE77168C
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L. M. BULLIER, Paris
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/90Carbides
    • C01B32/914Carbides of single elements
    • C01B32/942Calcium carbide

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

Patenτ-Anspruch:
Verfahren zur Darstellung von Kohlenstoffverbindungen der Erdalkalimetalle, darin bestehend, dafs man eine Mischung des Erdalkalimetalloxyds, -Carbonats etc. mit Kohlenstoff in einem elektrischen . Ofen erhitzt.

Claims (1)

  1. [ES
    PATENTA
    Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur directen und industriellen Gewinnung von Carbiden der Alkalierdmetalle.
    Das betreffende Verfahren besteht darin, in einem elektrischen Ofen, z. B. nach dem System »Moissan« eine Mischung aus Kohlenstoff mit einem Oxyd des in Form seines Carbids zu gewinnenden Alkalierdmetalles zu erhitzen.
    Das in dem Ofen erhaltene Product ist bei seiner Bildungstemperatur flüssig und bildet nach Abkühlung eine krystallinische, dunkelfarbige Masse, welche aus einem Carbid des in der angewendeten Mischung enthaltenen Metalles besteht.
    Wenn man 56 Theile Calciumoxyd bezw. gebrannten Kalk und 36 Theile Kohlenstoff (Zuckerkohle, Holzkohle, Rufs oder dergl.) anwendet, erhält man ein bestimmtes, etwa der Formel C2 Ca entsprechendes Calciumcarbid. Fügt man einen Kalküberschufs zu, so kann man Carbide verschiedener Zusammensetzung erhalten. Man erhält ebenso und ebenfalls mit Leichtigkeit die Carbide des Bariums und Strontiums.
    Selbstverständlich kann man auch das Oxyd des betreffenden Metalles durch sein Carbonat oder jeden anderen alkalierdmetallhaltigen Körper ersetzen.
    Die auf solche Weise erhaltenen Carbide der Erdalkalimetalle können die verschiedenartigste Anwendung erfahren. Sie können durch einfache Wirkung von Wasser reines Acetylen liefern, bei dem Calciumcarbid (C2 Ca) hat man Mischungen von Kohlenwasserstoffen wechselnder Zusammensetzung. So liefert beispielsweise ι kg Calciumcarbid (C2 Ca) etwa 440 1 Acetylen. Da mit Hülfe des vorliegenden Verfahrens die Carbide im Grofsen für einen Gestehungspreis gewonnen werden, welcher abhängig ist von der nothwendigen elektromotorischen Kraft, so kann man mit Rücksicht auf die herstellbaren grofsen Mengen von Carbid auch ganz beträchtliche Mengen von Acetylen und unter gewissen Bedingungen auch Verbindungen von der Gruppe des Acetylens zu einem mäfsigen bezw. begrenzten Preis erzeugen.
    Man kann diesen Körper praktisch verwenden, so zur Herstellung von Dijodoform, von Cyanwasserstoffsäure, von Cyanverbindungen.
    Endlich kann das Acetylen auch zur Beleuchtung dienen; es polymerisirt sich unter der Einwirkung von Wärme und kann so eine Reihe von interessanten Verbindungen liefern, von denen das Benzol erwähnt werden mag. Es ist augenscheinlich, dafs dieser Körper vielseitiger Anwendung fähig ist.
    Die bezüglich des Acetylens gegebenen Andeutungen zeigen die industrielle und technische Wichtigkeit bezw. Tragweite des- den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Verfahrens zur Herstellung der Alkalierdmetallcarbide.
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