DE555489C - Verfahren zur Herstellung von Cyanverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Cyanverbindungen

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DE555489C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/02Preparation, separation or purification of hydrogen cyanide
    • C01C3/0254Preparation, separation or purification of hydrogen cyanide from cyanates or from thiocyanates

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Cyanverbindungen Es ist bekannt, Thioharnstoff aus Kalkstickstoff zu erzeugen. Bekannt ist ferner die Umlagerung des Thioharnstoffes in Rhodanammonium durch Wärmebehandlung. Bekannt ist schließlich die Herstellung von Cyanverbindungen, insbesondere Cyanwasserstoff aus Rhodansalzen, die z. B. durch Erhitzen und Destillieren mit Salpetersäure durchgeführt werden kann.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Cyanverbindungen unter Ausgang von Thioharnstoff bzw. Kalkstickstoff, der ganz oder teilweise in Thioharnstoff umgewandelt wurde; das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß unter teilweiser Benutzung der als bekannt vorausgesetzten Maßnahmen in Verbindung mit neuen Verfahrensmaßnahmen die direkte Herstellung der Cyanverbindungen unter praktisch quantitativer Ausnutzung des Stickstoffgehaltes der angewandten Ausgangsstoffe erfolgt.
  • Die Herstellung der Cyanverbindungen, insbesondere auch des Cyanwasserstoffs, aus diesen Ausgangsstoffen bedingt besonders beachtliche wirtschaftliche Vorteile; außerdem zeichnet sich das Verfahren durch außerordentliche Einfachheit aus; die wirtschaftlichen Vorteile betreffen demnach auch die zur Durchführung des Verfahrens benötigte Anlage und die Betriebsführung.
  • Wie gesagt kann man von Thioharnstoff ausgehen, aber auch vom Kalkstickstoff, dessen Stickstoff in an sich bekannter Weise ganz oder teilweise in Thioharnstoff umgewandelt ist. Der so behandelte Kalkstickstoff läßt sich ohne Laugung zur Herstellung einer rhodanhaltigen Masse verwenden.
  • Erfindungsgemäß wird der Thioharnstoff mit Basen der Alkalien oder Erdalkalien gemischt, und die Mischung wird gegebenenfalls unter Wasserzusatz auf Temperaturen über ioo°, vorzugsweise auf i5o bis i8o°, erhitzt.
  • Kennzeichnend für diesen Teil des Verfahrens ist die Durchführung der Erhitzung in diesen bestimmten Temperaturgrenzen unter Zusatz der genannten Basen.
  • Überraschend ist es, daß der Thioharnstoff, im Gegensatz zu den Angaben in L i e b i g s Annalen, Bd. i 5o, S. 229,. trotz der Gegenwart freier Basen überwiegend in Rhodancalcium übergeht. Nach erfolgter Umwandlung des Thioharnstoffs in Rhodansalz, wozu eine Dauer von ungefähr z Stunden benötigt wird, wird die durch Auslaugen aus der Reaktionsmischung erhaltene Rhodansalzlösung mit Salpetersäure in bekannter Weise auf Cyanwasserstoff durch Destillation verarbeitet. Der Cyanwasserstoff kann als solcher gewonnen oder in bekannter Weise zur Herstellung von Cyanv erbindungen benutzt werden.
  • Nachstehend sind zwei Ausführungsbeispiele des Verfahrens gegeben: 1. 76 kg Thioharnstoff werden mit 30 kg Ca0, das in Form von gelöschtem Kalk angewandt wird, vermischt und auf etwa 150° erhitzt. Es entweichen etwa 15 kg Stickstoff in Form von Ammoniak, welches aufgefangen wird, während etwa 7o kg Rhodancalcium entstehen, die in Wasser gelöst und in bekannter Weise mit Salpetersäue zersetzt werden, wobei etwa 24 kg Cyanwasserstoff erhalten werden.
  • Außerdem fällt eine Lösung verdünnter Schwefelsäure an, die gegebenenfalls nach Abfiltrieren vom Gips zur Bindung des Ammoniaks aus einem zweiten Umsetzungsvorgang Verwendung finden kann.
  • 2. 145 kg Kalkstickstoff, dessen Cyanamidstickstoff vermittels Schwefelverbindungen in Thioharnstoff übergeführt ist, wird auf etwa i8o° erhitzt und ausgelaugt.
  • Es entsteht in der gleichen Weise wie bei Beispiel i Ammoniak und beim Auslaugen des Rückstandes Rhodancalcium bzw. in Gegenwart von Alkalisalzen auch Rhodanalkali, das in gleicher Weise und mit den gleichen Ausbeuten wie bei Beispiel i auf Cyanwasserstoff verarbeitet wird.
  • Die Gesamtausbeuten an Stickstoff betragen rund 95 °/o, und zwar gewinnt man von Stick-Stoff des Ausgangsmaterials etwa 45 "1o in Form von Cyanwasserstoff und 5o °1o in Form von Ammoniak.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Cyanverbindungen_aus Rhodaniden, dadurch gekennzeichnet, daß Thioharnstoff mit Oxyden oder Hydroxyden der Alkalien oder Erdalkalien oder Gemengen dieser auf Temperaturen über ioo°, vorzugsweise auf i5o bis 18o° erhitzt und das erhaltene Rhodansalz in an sich bekannter Weise, z. B. mittels Salpetersäure, zu Cyanwasserstoff oxydiert wird, worauf dieser als solcher gewonnen oder in an sich bekannter Weise auf Cyanide verarbeitet wird.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach, Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des Gemisches von Thioharnstoff und Basen ein thioharnstoffhaltiges Rohprodukt angewandt wird, das aus Kalkstickstoff erhältlich ist, indem dessen Cyanamidgehalt ganz oder teilweise in Thioharnstoff umgewandelt wird.
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