DE76262C - Verfahren zur Darstellung blauer beizenfärbender Farbstoffe aus Dinitroantrachinon. (3 - Google Patents

Verfahren zur Darstellung blauer beizenfärbender Farbstoffe aus Dinitroantrachinon. (3

Info

Publication number
DE76262C
DE76262C DENDAT76262D DE76262DA DE76262C DE 76262 C DE76262 C DE 76262C DE NDAT76262 D DENDAT76262 D DE NDAT76262D DE 76262D A DE76262D A DE 76262DA DE 76262 C DE76262 C DE 76262C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
red
sulfuric acid
dinitroanthraquinone
water
dyes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT76262D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
Badische Anilin and Sodafabrik AG
Publication of DE76262C publication Critical patent/DE76262C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die gemäfs den Patentschriften Nr. 67102 und 72685 zu verwendenden Dinitroanthrachinone können durch Reductionsproducte ersetzt werden.
Die Ueberführung des 1 · 41-Dinitroanthrachinons in ein zur Farbstoffdarstellung geeignetes Reductionsproduct kann man durch gewisse Reductionsmittel, z. B. Zinnchlorür in saurer oder alkalischer Lösung, Schwefelammonium, Schwefelnatrium etc., bewirken. Ein Ueberschufs derselben, welcher zu einem wirklichen Diamidoproduct führen würde, ist jedoch zu vermeiden,' da sonst minderwerthige Farbstoffe erhalten werden; man verwendet daher zweckmäfsig nur eine etwa 3 bis 6 Atomen Wasserstoff entsprechende Menge des Reductionsmittels, so dafs nur partielle Reduction erfolgt. Man erhält auf diese Weise kein einheitliches Reductionsproduct, sondern ein Gemenge von unverändertem Dinitroanthrachinon, Diamidoanthrachinon und anderen sehr schwer abtrennbaren and daher nicht näher untersuchten Verbindungen (wahrscheinlich Nitroamidoanthrachinon), welches zur Darstellung der Farbstoffe direct geeignet ist, und zwar in höherem Mafse als die einzelnen Bestandteile desselben für sich allein.
Die Reduction kann auch in der Schwefelsäureschmelze selbst durch Zugabe eines geeigneten Reductionsmittels, z. B. Zink, Zinn, Eisen, Kohle, Schwefel etc., bewirkt werden, ähnlich wie dies für die Darstellung von Naphtazarin schon . von Roussin (Comptes rendus t. 52, p. 1033, Dingler's Polytechnisches Journal 1861, Bd. 160, S. 450, Schultz, Chemie des Steinkohlentheers, 2. Aufl., Bd. 1, S. 730) und für die Bildung von Farbstoff aus Dinitroanthrachinon schon von Liebermann (Ber. Bd. 3, S. 905) beschrieben worden ist.
Statt des 1 · 41-Dinitroanthrachinons kann auch rohes, durch Nitriren des Anthrachinone gewonnenes Dinitroproduct oder das in demselben enthaltene, in der Patentschrift Nr. 72685 verwendete isomere a- und i-Dinitroanthrachinon benutzt werden.
Beispiel 1.
10 kg ι · 4'-Dinitroanthrachinon werden mit ι ο kg Schwefelnatrium (Na2 S -f- 9 aq) und 200 1 Wasser 1 bis 2 Stunden zum Kochen erhitzt. Wenn kein Schwefelnatrium mehr nachzuweisen ist, wird filtrirt, gewaschen und getrocknet. Dieses Reactionsproduct bildet ein rothes Pulver und löst sich in kalter rauchender Schwefelsäure von 23 pCt. Anhydridgehalt mit braunrother Farbe auf, in solcher von 70 pCt. schon in der Kälte mit prachtvoller grünblauer Farbe. In Schwefelsäure von 66° B. löst es sich schwer, und zwar nur beim Erwärmen mit grüner Farbe, und wird daraus mit Wasser unverändert ausgefällt.
Wird das auf diese Weise dargestellte Reductionsproduct an Stelle des 1 · 41 Dinitro-

Claims (1)

  1. anthrachinons mit rauchender und dann gewöhnlicher Schwefelsäure nach Beispiel a) oder b) der Patentschrift Nr. 67102 behandelt, indem man statt der dort vorgeschriebenen ι ο kg Dinitroanthrachinon die gleiche Menge des Reductionsproductes verwendet und im übrigen in gleicher Weise verfährt, so entstehen Farbstoffe, welche mit den aus Dinitroanthrachinon selbst dargestellten identisch sind.
    Auch die intermediär durch die rauchende Schwefelsäure entstehenden wasserlöslichen Farbstoffe sind mit den entsprechenden, im Haupt-Patent beschriebenen im wesentlichen identisch, aber von gröfserem Reinheitsgrad.
    Beispiel 2.
    10 kg ι · 4'-Dinitroahthrachinon werden mit 10 kg Zinnchlorür, 75 kg Natronlauge von 300 B. und 500 1 Wasser eine halbe bis ganze Stunde gekocht, dann die Reactionslösung angesäuert und der erhaltene Niederschlag abfiltrirt. Die weitere Verarbeitung ist die in Beispiel 1 beschriebene.
    Beispiel 3.
    10 kg ι ^^Dinitroanthrachinon werden mit 30 bis 50 kg Zinnchlorür, 50 kg concentrirter Salzsäure und 500 1 Wasser 1 bis 2 Stunden gekocht und das erhaltene rothe Pulver nach Beispiel 1 weiter verarbeitet. Dasselbe besitzt wie das nach Beispiel 2 erhaltene Reductionsproduct die gleichen Reactionen wie das mittelst Schwefelnatrium nach Beispiel 1 dargestellte Reductionsproduct und liefert demnach bei der weiteren Verarbeitung die gleichen Farbstoffe, wie sie nach Beispiel 1 erhalten werden.
    Beispiel 4.
    Die Ueberführung des a- und i-Dinitroanthrachinons in zur Darstellung der entsprechenden Farbstorfe geeignete Reductionsproducte etc. kann genau nach Beispiel 1 bis 3 erfolgen, indem man an Stelle von 10 kg 1 · 4^Dinitroanthrachinon die gleiche Gewichtsmenge der α,- bezw. &-Verbindung in Anwendung bringt. Die erhaltenen Reductionsproducte sind wie folgt charakterisirt:
    Lösung in
    Schwefelsäure 66° B.
    Schwefelsäure von
    23 pCt.
    Anhydridgehalt
    70 pCt. Anhydridgehalt
    Alkohol Aceton Aussehen rothgelb gelb, ziegel- Stich ins rothes röthliche Pulver kermes- wie in röth- farben Alkohol braunes Pulver, beim Rei ben stark elektrisch
    Sublimation
    a - Reductionsproduct
    l· - Reductionsproduct
    in der Wärme Kälte: gelb, prachtvoll unvollkom- Wärme: roth roth men, gelbgrün.
    Wasser fällt
    roth wieder
    schwer lös- Kälte: roth- rothbraun
    lieh beim gelb,
    Erhitzen mit Wärme: roth
    grüner Farbe.
    Wasser fällt
    unverändert
    wieder aus rothes Sublimat, theilweise Verkohlung
    theilweise
    verpuffend,
    rothbraunes
    Sublimat.
    Die weitere Verarbeitung erfolgt nach den Angaben der Patentschrift Nr. 72685, indem man die Reductionsproducte an Stelle der dort vorgeschriebenen Dinitroverbindungen zu gleichen Gewichten verwendet, und führt zu Endproducten, welche mit den daselbst beschriebenen wesentlich identisch sind, aber einen gröfseren Reinheitsgrad besitzen.
    Beispiel 5.
    Führt man die Reduction in der Schwefelsäureschmelze selbst, d. i. in der Mischung von Dinitroanthrachinon mit rauchender Schwefelsäure von 40 bezw. 12 pCt. Anhydridgehalt aus, so gestaltet sich dieselbe mit der nachfolgenden Farbstoffdarstellung zu einer zusammenhängenden Operation. Es werden z. B. 10 kg 1 -4]-Dionitroanthrachinon in 50 bis 100 kg Schwefelsäure von 12 bezw. 40 pCt. Anhydridgehalt und 1,5 kg fein gepulverter Schwefel mehrere Stunden auf 100 bis 1300C. erhitzt und der Farbstoff im übrigen nach Angabe des Haupt-Patentes Nr. 67102, Beispiel a), b) oder c), weiter verarbeitet. '
    Die nach Beispiel 2 intermediär sich bildenden Reductionsproducte gehen bei der angegebenen Temperatur sofort in Farbstoff über, welcher mit den nach Beispiel 1 erhaltenen wasserlöslichen Farbstoffen identisch ist.
    Paten τ-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung blauer beizenfärbender Farbstoffe aus Dinitroanthrachinonen, darin bestehend, dafs an Stelle ' der im
    Verfahren des Haupt - Patentes verwendeten wasserlöslichen Farbstoffe hier diejenigen zur Anwendung kommen, welche entstehen, wenn man Dinitroanthrachinone — insbesondere ι · 41-Dio-nitroanthrachinon, a- oder (5-Dinitroanthrachinon bezw. rohes, durch Nitriren des Anthrachinone dargestelltes Dinitroanthrachinon —
    a) durch Behandlung mit geeigneten Reductionsmitteln, z. B. Zinnchlorür in alkalischer oder saurer Lösung, Schwefelammonium, Schwefelnatrium etc. in partielle Reductionsproducte überführt und diese mit rauchender Schwefelsäure mehrere . Stunden bei 1300 C. bis zum Eintritt der Wasserlöslichkeit erhitzt, oder
    b) in rauchender Schwefelsäure unter Zusatz von Zink, Zinn, Eisen, Kohle, Schwefel etc. mehrere Stunden bei 1300 C. bis zum Eintritt der Wasserlöslichkeit erhitzt.
DENDAT76262D Verfahren zur Darstellung blauer beizenfärbender Farbstoffe aus Dinitroantrachinon. (3 Expired - Lifetime DE76262C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE76262C true DE76262C (de)

Family

ID=349162

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT76262D Expired - Lifetime DE76262C (de) Verfahren zur Darstellung blauer beizenfärbender Farbstoffe aus Dinitroantrachinon. (3

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE76262C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3549667A (en) * 1962-01-12 1970-12-22 Bayer Ag Preparation of aryl substituted hydroxy anthraquinones

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3549667A (en) * 1962-01-12 1970-12-22 Bayer Ag Preparation of aryl substituted hydroxy anthraquinones

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1186968B (de) Verfahren zur Herstellung von Diamino-1, 1'-dianthrachinonylen
DE76262C (de) Verfahren zur Darstellung blauer beizenfärbender Farbstoffe aus Dinitroantrachinon. (3
DE87729C (de)
DE1127323B (de) Loesungsmittelstabile Mischung von Kupferphthalocyaninpigmentfarbstoffen der ª‡-Form
DE1194855B (de) Verfahren zur Herstellung von Ferrocenen durch Reduktion von Eisen-III-chlorid mit Eien in Loesung und Reaktion mit Cyclopentadienen
DE464561C (de) Verfahren zur Herstellung aromatischer Amine
DE484357C (de) Verfahren zur Herstellung von Acidyl- und Halogenderivaten des 1íñ4-Diaminoanthrachinons
DE514433C (de) Verfahren zur Darstellung von gruenen Kuepenfarbstoffen der Benzanthronreihe
DE597259C (de) Verfahren zur Darstellung von organischen Bromverbindungen
DE740264C (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von sekundaeren Aminen und Carbazolen der Anthrachinonreihe
DE89144C (de)
DE119755C (de)
DE79768C (de)
DE622173C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen
DE155415A (de)
DE974670C (de) Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonkuepenfarbstoffen
DE255642C (de)
AT113975B (de) Verfahren zur Darstellung von Chlorperylenchinonen.
DE550158C (de) Verfahren zur Darstellung von Sulfaminsaeuren von 2-Aminoanthrahydrochinondischwefelsaeureestern
DE128727C (de)
DE610849C (de) Verfahren zur Herstellung von halogenhaltigen Kuepenfarbstoffen
DE81694C (de)
DE551237C (de) Verfahren zur Herstellung violetter, wasserechter Kuepenfarbstoffe
DE67102C (de) Verfahren zur Darstellung blauer beizenfärbender Farbstoffe aus Dinitroanthrachinon
DE201542C (de)