DE754036C - Verfahren zur Herstellung von Furfurol - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Furfurol

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DE754036C
DE754036C DEC56328D DEC0056328D DE754036C DE 754036 C DE754036 C DE 754036C DE C56328 D DEC56328 D DE C56328D DE C0056328 D DEC0056328 D DE C0056328D DE 754036 C DE754036 C DE 754036C
Authority
DE
Germany
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furfural
pentoses
extraction
filtrate
raw material
Prior art date
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Expired
Application number
DEC56328D
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Dr-Ing Wachs
Carl Dr-Ing Warth
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Norddeutsche Hefeindustrie A G
Original Assignee
Norddeutsche Hefeindustrie A G
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Filing date
Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D307/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D307/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D307/34Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D307/38Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with substituted hydrocarbon radicals attached to ring carbon atoms
    • C07D307/40Radicals substituted by oxygen atoms
    • C07D307/46Doubly bound oxygen atoms, or two oxygen atoms singly bound to the same carbon atom
    • C07D307/48Furfural
    • C07D307/50Preparation from natural products

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furan Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Furfurol Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Furfurol aus cellülosehaltigen Rohstoffen mit Hilfe verdünnter Säuren unter Druck, wobei zunächst aus den im Rohstoff enthaltenen Pentosanen Pentosen gewönnen und die Pentosenlösung nachher zu Furfurol verarbeitet wird. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man den Rohstoff in der ersten Stufe finit Salzsäure von -0.,5/o HCl und bei einem Druck von 2 atü behandelt.
  • In pflanzlichen Rohstoffen, wie Buchenholz, Maiskolben, Haferschalen, Stroh usw.; befinden sich erhebliche Mengen von Peritosanen, welche zum Zweck der Umwandlung in Furfurol in Pentosen übergeführt werden müssen. Der Übergang der Pentosane in Pentosen stellt sich als eine Hydrolyse dar., die unter der Einwirkung von Säuren vor sich geht. Im Gegensatz dazu ist die Überführung der Pentosen in Furfurol keine Hydrolyse, sondern ein Spaltvorgang. Dieser Vorgang verläuft unter Abspaltung von Wasser, während der Übergang der - Pentosane in Pentosen unter Wasseraufnahme erfolgt.
  • Es ist bereits bekannt, bei der: Fürfurolgewinnung aus cellulosehaltigen Rohstoffen die beiden Stufen der Umsetzung voneinander zu trennen, da bei der Durchführung in einem Zug eine günstige Wirkung nicht erzielt werden kann. Die beiden Stufen verlaufen unter verschiedenen Bedingungen.
  • Es ist bekannt, daß die zunächst durch die Einwirkung der Säure gebildeten Pentosen sich bei längerer Einwirkung der Säure in Furfurol umsetzen und dieses Furfurol gleichzeitig durch Polymerisation verschwindet. Besteht bei dem Arbeitsvorgang die Möglichkeit, daß die Pentosen diese Reaktion eingehen, wird eine wesentliche Ausbeuteverminderung verursacht.
  • Diese Tatsachen sind bereits früher erkannt worden, und man hat daher Vorschläge gemacht, welche die Trennung der beiden Stufen der Umwandlung von Pentosanen in Furfurol betreffen. Der Vorschlag ging dahin, die erste Stufe durch Verwendung einer halbnormalen Schwefelsäure von dem Reaktionsvorgang der zweiten Stufe abzugrenzen. Dadurch wurde erreicht, daß - die durch Hydrolyse gebildeten Pentosen sich zunächst nicht in Furfurol umwandelten, aber die Hydrolyse verlief nur langsam, und infolgedessen ließen sichNebenreaktionen nicht ganz vermeiden. Diese Nebenreaktionen führen zu Produkten, welche kein Furfurol mehr geben und daher einen empfindlichen Verlust in der Ausbeute mit sich bringen.
  • Aus den bekannten Reaktionsverhältnissen war es dem Fachmann geläufig, daß man dafür sorgen muß, den Reaktionsverlauf in der ersten Stufe möglichst schnell zu vollziehen, damit die gebildeten Pentosen keine Gelegenheit haben, Furfurol zu bilden oder Nebenreaktionen einzugehen., Auf dem Wege des. eben erörterten Vorschlags war jedoch diese Bedingung noch nicht erfüllt.
  • Es ist nun gefunden worden, daß ein enges Gebiet besteht, in welchem der Reaktionsverlauf sehr viel schneller ist und wegen des dadurch bedingten Wegfalls von Nebenreaktionen zu einer besonders günstigen Ausbeute führt. Dieser Bereich läßt sich bei Verwendung von Salzsäure erreichen, und zwar liegen die günstigsten Verhältnisse bei o,5 07o H Cl und einem Arbeitsdruck von 2 atü, entsprechend einer Temperatur von etwa i25°. Wenn man diese Bedingungen einhält, bekommt man ganz andere Reaktionsverhältnisse als bei Verwendung von halbnormaler Schwefelsäure. Sowohl die Überschreitung dieser Werte als auch ihre Unterschreitung verlängern und verschlechtern den Reaktionsverlauf.
  • Selbstverständlich ist auch bei dieser Reaktion die Einwirkungszeit von Bedeutung. Einerseits muß sie lang genug sein, um die vorhandenen Pentosane vollständig zu hydrolysiereri, andererseits aber muß die Reaktion nach erfolgter Hydrolyse abgebrochen werden,. damit die gebildeten Pentosen keine Gelegenheit haben, sich in Furfurol umzuwandeln oder andere Nebenreaktionen einzugehen. Der Zeitpunkt, zu welchem die Einwirkung abgebrochen werden muß, da alle Pentosane in Pentosen -übergeführt sind, ist für alle Rohstoffe und für jede Korngröße der verarbeiteten Rohstoffe durch einen einfachen Vor-versuch feststellbar.
  • Das beanspruchte Verfahren läßt Ausbeuten an Pentosen erreichen, welche auf Furfurol umgerechnet bis zu 96°/o der Theorie und mehr betragen.
  • Im nachstehenden sind drei Tabellen angegeben,, aus welchen sich die Durchführung des Verfahrens beispielsweise entnehmen läßt. Sie zeigen gleichzeitig, in welcher Weise zweckmäßig die richtige Einwirkungsdauer ermittelt wird. Aus den Aufschlüssen geht hervor, daß die Extraktion unter den gewählten Bedingungen nach einstündiger Einwirkung der Säure unterbrochen werden muß. Wird der Extraktionsvorgang auf 11/z Stunden verlängert, so ist. zwar der ganze Rohstoff aufgeschlossen, aber die gebildeten Pentosen sind wegen der langen Einwirkung der Säure schon zum Teil in Furfurol aufgespalten worden. Dieses Furfurol hat sich unter den gegebenen Verhältnissen zersetzt. Es ist infolgedessen nur ein geringer Extraktionsrückstand vorhanden, aber die Ausbeuten sind .dennoch schlecht. Arbeitet man hingegen mit einer Aufschlußzeit von i Stunde, so wird das günstigste Verhältnis erreicht. Bei nur 374stündiger Dauer verbleibt ein erheblicher Extraktionsrückstand, und es ergibt sich wegen des unvollkommenen A_ tifschlusses eine niedrige Ausbeute.
  • Zweckmäßig wird das geschilderte Verfahren in einer Druckextraktionsbatterie durchgeführt.
    Tabelle i
    Vorextraktion von Buche
    Korngröße 2 bis 5 mm
    Ansätze: Im qoo-l-Autoklav je drei Char- 3. Extraktion mit dem durch Wasch-
    gen (drei Extraktionen) von 3/4 Std. Dauer Wasser ergänzten Filtrat 2..
    bei 2 atü mit o,5 0% H Cl. Flottenverhältnis i :;7. Die unter Furfurol angegebenen Werte
    i. Extraktion mit verdünnter Säure, bedeuten Pentosen, berechnet als Furfurol.
    2. Extraktion mit dem durch Wasch- Die Furfurolwerte wurden nach der Bar-
    wasser ergänzten Filtrat i, bitursäuremethode ermittelt.
    Extrak- Filtrat Furfurol im Filtrat - Rück- Furfurol Furfurol-
    Ansatz tion stand im. Rückstand ausbeute
    Liter - °/o I g kg °/o I - g °/o
    120 kg Buche mit 1 . 280 _ 1,r72 . -4,80 2- 82,3 h55 1-27,
    15 36o g= 12,80t0 2- 280-- 3,26 9112 83,8 1,62 1351 76,2
    Furfuro1 3 280 4,18 117o6_ 86,2 1,83 1 575
    12o kg Buche mit . I 28o 1,7 4755 81,6 s,57 1 165 (
    15 36o g -12,8 /0 2 280 3;94 8235 - 84,5 1,52 1 28o 74,88
    Furfurol I 3 28o4,10 11496 85,6 1,93 i 65o
    Bei 3/4stündiger Extraktionszeit ist die Hydrolyse der Pentösane zu Pentosen unvollständig. Es verbleibt ein großer Prozentsatz Furfurol als Pentosen im Extraktionsrückstand, die Furfurolausbeute ist gering.
    Tabelle 2
    Vorextraktion von Buche
    Korngröße 2 bis 5 mm
    Ansätze: Im 5o-1-Autoklav je drei Char- 2. Extraktion mit dem durch Waschwasser
    gen (drei Extraktionen) yon i Std. Dauer bei ergänzten Filtrat i,
    2 atü mit o, s olo H Cl. Flottenverhältnis i : 7. 3. Extraktion mit dem durch Waschwasser
    i. Extraktion mit verdünnter Säure, ergänzten Filtrat 2.
    Extrak- Filtrat Furfurol im Filtrat Rück- Furfurol Furfurol-
    Ansatz tion stand im Rückstand ausbeute
    ccm 0 / 0 I g I kg 0 /0 I 9 0 /0
    1 5 kg Buche mit 1 35000 2,06 721 . 9,6o ö,33 32. .
    1845 g = 12,3 0/0 2 35000 3,'53 1235 9.83 0:36 35 # 94,3
    Furfurol 3 35000 4,97 1739 9.75 0,40 39
    15 kg Buche.mit I 3500o 2,16 756 9,56 0,38 36
    i 74o g = 11,6% 2 35 000 3,63 1270 9,75 0,40 39 96,2
    Furfurol 3 - 35000 4,78 1673 9,90 0,42 42
    Eine Hydrolysenzeit von i Stunde gibt die besten Furfürolausbeuten. Die Hydrolyse der Pentosane zu Pentosen ist fast quantitativ. Eine Spaltung der Pentosen zu Furfurol bzw. eine Zerstörung des gebildeten Furfurols tritt noch nicht fühlbar in Erscheinung.
    Tabelle 3
    Vorextraktion vön Buche
    Korngröße 2 bis 5 -mm
    Ansätze: Im 4oo-1-Autoklaiv je- drei Char- 2. Extraktion mit dem durch Waschwasser
    gen (drei Extraktionen) von i1/2 Std. Dauer ergänzten Filtrat i,
    bei :2 atü mit a, 5 % H Cl. Flottenverhältnis x :7- 3. Extraktion mit dem durch Waschwasser
    i. Extraktion mit verdünnter Säure, ergänzten Filtrat 2.. ,
    Extrak- Filtrat Purfurol im Filtrat Rück- Furfurol @ur@uro1-
    Ansatz tion - stand- im Rückstand ausbeute
    Liter °/ö -I g kg - °/o ( g - %
    120 kg Buche mit I 28o 1,71 4790 . 72,0 0,15 108
    14 88o g = x2,40/0 2 28o 3,05 8435 7o,8 0,20 140 78,4
    Furfurol 3 28o 4,16 Ii 640 73,2 o,18 133
    120 kg Buche mit 1 280 1,73 486o 71,2 o,16 113
    14 88o g = =2,4% 2 28o - 2,95 8385 72,3 0:x9 138 7715
    Furfurol 3 280 4,12 1i 51o 73,4 9,i9 136
    Bei ii/zstündigerReaktionsdauer ist bereits überhydrolysiert worden. Eine Spaltung der Pentosen zu Furfurol und eine Zerstörung beider Reaktionsprodukte ist bereits in solchem Umfange eingetreten, daß die Furfurolausbeute unter 8o °% liegt. Infolge vollständiger Pentosanhydrolyse liegt der Pentosangehalt des extrahierten Holzes niedrig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Furfurol aus cellulosehaltigen Rohstoffen mit Hilfe verdünnter Säuren unter Druck, wobei zunächst aus den im Rohstoff enthaltenen Pentosanen Pentosen gewonnen und die Pentosenlösung nachher zu Furfurol verarbeitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß man den Rohstoff in der ersten Stufe mit Salzsäure von o,5 % HCl und bei einem Druck von 2 atü behandelt. 2@. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlung in einer Druckextraktionsbatterie durchführt. ' Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschrift Nr. 566 r53.
DEC56328D 1941-02-25 1941-02-25 Verfahren zur Herstellung von Furfurol Expired DE754036C (de)

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DEC56328D DE754036C (de) 1941-02-25 1941-02-25 Verfahren zur Herstellung von Furfurol

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DEC56328D DE754036C (de) 1941-02-25 1941-02-25 Verfahren zur Herstellung von Furfurol

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DE754036C true DE754036C (de) 1953-07-27

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ID=7028300

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DEC56328D Expired DE754036C (de) 1941-02-25 1941-02-25 Verfahren zur Herstellung von Furfurol

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DE (1) DE754036C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE566153C (de) * 1930-04-28 1932-12-14 A Heyman Ab Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Furfurol

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE566153C (de) * 1930-04-28 1932-12-14 A Heyman Ab Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Furfurol

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