DE752240C - Verfahren zur Darstellung sauerstoffreicher Verbindungen der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe - Google Patents

Verfahren zur Darstellung sauerstoffreicher Verbindungen der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe

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DE752240C
DE752240C DESCH116109D DESC116109D DE752240C DE 752240 C DE752240 C DE 752240C DE SCH116109 D DESCH116109 D DE SCH116109D DE SC116109 D DESC116109 D DE SC116109D DE 752240 C DE752240 C DE 752240C
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DE
Germany
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oxygen
preparation
compounds
ecm
cyclopentanopolyhydrophenanthrene series
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Expired
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DESCH116109D
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Adolf Dr Butenandt
Josef Dr Schmidt-Thome
Erwin Dr Schwenk
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Bayer Pharma AG
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Schering AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

AUSGEGEBENAM 27. APEIL 1953
Sch 116109 IVc/12
sind als Erfinder genannt worden Schering A. G., Berlin
Gegenstand der Erfindung ist die Darstellung sauerstoffreicher Verbindtungen der Cyclopentanoporyhydrophenanthrenreihe.
Zur Darstellung solcher Verbindungen geht man gemäß der Erfindung von gesättigten oder ungesättigten seitenkettenfreien Ketonen der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe aus, läßt sie mit Oxoverbindungen in Gegenwart von Alkalimetallen bzw. alkalisch reagierenden, nicht wäßrigen Stoffen kondensieren, oxydiert darm: mit Mitteln, die eine Doppelbindung zu sprengen vermögen, und unterwirft die so erhaltenen α, /J-Diketone einem Reduktionsprozeß.
Die Kondensation findet mit der in Nachbarstellung zu der Ketogruppe befindlichen Methylengruppe statt.
Besonders wertvolle Verbindungen erhält man, wenn Cyclopentanopolyhydrophenanthrenverbmdungen als Ausgangsstoffe verwendet werden, bei denen sich eine Ketogruppe in 17-Stellung befindet. Die Kondensation· findet dann an dem C-Atom 16 statt.
Von, den als Kondensationsmittel zur Verwendung gelangenden Oxoverbindungen können von den Ketonen sowohl symmetrische, wie z. B. Aceton, als auch gemischte Ketone, wie z.B. Methyl-Äthyl-Keton, Methyl-Pro-
pyl-Keton u. dgl., sowie auch aromatische Ketone, wie z. B. Benzophenon oder Acetophenon u. dgl., \rerwendet werden.
Die erhaltenen Kondensationsprodukte werden dann einem Oxydationsverfahren unterworfen, z. B. mit Ozon, wobei die bei der Kondensation entstandene Doppelbindung gesprengt wird. Es werden auf diese Weise a, ß-D ike tone erhalten.
ίο Diese werden durch Reduktion, z. B. mit Zink-Eisessig, in Ketoalkohole und weiter durch Hydrierung, z. B. mit Raney-Nickel, in die entsprechenden α, /^-Glykole übergeführt.
Für die Oxydation ist es mitunter zweckmäßig, im Ringsystem vorhandene Hydroxyl- oder andere empfindliche Gruppierungen durch Veresterung, Verätherung oder Überführung in solche Gruppen, die sich wieder in Hydroxyl- u. dgl. Gruppen zurückver-
so wandeln lassen, zu schützen.
Beispiel
io g Dehydro-androsteron-acetat werden: in 45 ecm Methyl-Äthyl-Keton und 30 ecm Äther gelöst und die Mischung zu 9 g Natrium in 30 ecm Äther allmählich zugegeben. Es wird 1Za Stunde zum Sieden erhitzt. Danach werden 25 ecm Eisessig zugegeben und anschließend so viel Wasser, bis alles in Lösung gegangen ist. Die Ätherschicht wird abgetrennt und mit Wasser, Natronlauge und Wasser gewaschen. Zu dem nach dem Abdampfen des Äthers hinterbliebenen Rückstand werden. 15 g Girard-Reagenz T und 60 ecm Alkohol, 2 ecm Wasser und 2 ecm Eisessig gegeben. Die Mischung wird Va Stunde gekocht. Hierdurch werden Produkte, die durch Kondensation des Methyl-Äthyl-Ketons mit sich selbst entstanden sind, herausgenommen, während das Kondensationsprodukt des Dehydro-androsterons nicht mit Girard-Reagenz reagiert. Die Reaktionslösung wird in 1V21 Wasser gegossen, ausgeäthert und mit Wasser, Natronlauge, Wasser gewaschen. Der nach dem Trocknen hinterbliebene Rückstand ergibt bei der Kristallisation aus Aceton 3,8 g Kondensationsprodukt vom Schmp. 161 bis 168°. Die Mutterlaugen werden im Hochvakuum bei 1300 destilliert. Hierbei gehen zuerst flüssige Anteile über, die abgetrennt werden. Bei der weiteren Hochvakuumdestillation geht bei i8o° noch 1 g Kondensationsprodukt über. Gesamtauisbeute 4,8 g. Schmp. des reinen Produkts 174 bis 1760.
Die Kondensation mitDehydro-androsteron unter gleichen Bedingungen liefert das gleiche Produkt.
4 g Kondensationsprodukt werden in 10 ecm Essigsäureanhydrid 10 Minuten gekocht. Zur heißen Lösung wird Wasser bis zur Trübung zugegeben. Beim Abkühlen kristallisiert das Acetat aus. Nach dem Abfiltrieren und Waschen mit Wasser werden aus Aceton 3,9 g Acetat (II) in Nadeln vom Schmp. 1480 erhalten.
Es werden 3 g des Acetats des Kondensationsprodukts (II) in Portionen zu je 200 mg ozonisiert nach folgender Vorschrift: 200 mg Acetat werden in 5 ecm Chloroform gelöst, 2 ecm Bromlösung (entsprechend ι Mol. Brom) hinzugefügt und 3 Minuten Ozon durch die Lösung geleitet (entsprechend etwa 100 ecm 6%igem Ozons). Das Chloroform wird in der Kälte durch Anblasen eines Luftstroms verdampft und der Rückstand in 5 ecm Eisessig unter Zusatz von 500 mg Zinkstaub 10 Minuten gekocht. Das Zink wird abfiltriert und die Lösung in Wasser gegossen. Die nun vereinigten Portionen werden zusammen ausgeäthert und die ätherische Lösung mit Natronlauge und Wasser gewaschen. Der nach dem Abdampfen des Äthers hinterbliebene Rückstand wird mit 30 ecm Alkohol, 3 g Girard-Reagenz T und 3 ecm Eisessig versetzt und die Mischung Va Stunde gekocht. Darauf wird in 300 ecm eiskaltes Wasser, das so viel Natriumcarbonat enthält, daß Bromthymol noch nicht nach blau umschlägt, eingegossen und ausgeäthert. Die Wasserschicht wird abgetrennt und mit so viel Schwefelsäure angesäuert, daß die Lösung ι η an Säure wird. Nach 2 Stunden wird das ausgefallene Produkt abfiltriert oder ausgeäthert, mit Natronlauge und Wasser gewaschen und getrocknet. Nach dem Kristallisieren aus Methanol werden 330 mg eines Stoffes vom Schmp. 187 bis 1900 erhalten. Das analysenreine Produkt schmilzt bei 290 bis 2920. Es kristallisiert mit 1 Mol Kristallwasser. Es handelt sich um das 3-Acetoxy-zl5-androsten-ol-(i6)-on-(i7) (IV) oder um das 3-Acetoxy-zJ5-androsten-ol- (17) -on- (16) (V). Bei der Entbromung mit Zinkstaub ist gleichzeitig eine der Ketogruppen des nach der Ozonierung primär gebildeten 16, 17-Diketons (IH) zur Alkoholgruppe reduziert worden. (In der wäßrigen Alkalilösung, die zum Ausschütteln der Ätherlösung des Ozonierungsprodukts verwendet wird, befindet sich eine durch Aufspaltung des no 5-Ringes entstandene Acetoxydicarbonsäure.) Durch Umsetzung des Acetoxy-androstenolons (IV oder V) mit Hydroxylaminacetat in Alkohol wird das Monoxim erhalten, das aus Alkohol in Blättchen vom Schmp. 2440 (unter Zers.) kristallisiert.
Durch Einwirkung von Essigsäureanhydrid-Pyridin in der Kälte wird das Diacetat des 3-Oxy-/l5-androstenolons erhalten, das Nadeln vom Schmp. 1230 bildet.
100 mg des Acetats (IV oder V) werden η Essigester mit Raney-Nickel bis zur Sätti-
gung hydriert. Nach dem Abfiltrieren des Nickels und Abdampfen des Essigesters wird aus Aceton das 3-Acetoxy-zl5-androstendiol-(i6, 17) (VI) in Blättchen vom Schmp. 1790 erhalten. Es wird mit Pyridin, Essigsäureänhydrid 1 Nachit bei Raumtemperatur stehengelassen und so in das ^d5-Androsten-triol-(3, 16, i7)-triacetat (VII) übergeführt, das in prismatischen Nadeln vom Schmp. 222 bis 2240 kristallisiert.
"Die Reaktion sei an Hand folgender Formelbilder erläutert, die die Überführung von Androstenolen in Androstenol-dion bzw. Androsten-triol darstellen.
Verwendet man an Stelle eines unsymme- 65 irischen Ketons, wie das erwähnte Methyl-Äthyl-Keton, ein symmetrisches Keton wie Aceton, so erhält man bei entsprechender Durchführung wie im Beispiel 1 ein Kondensationsprodukt, welches aus wäßrigem Al- 70 kohol in Nadeln auskristallisiert und einen Schmelzpunkt von 222 bis 2230 besitzt.
AcO-ί
CH3 · CO · C8H5
Na
,-CH3
HO-
AcO-,
CH3
C2H5
(Π) Br,
AcO-
0 ,-CH3
ρ
85
Is C2Hg
- ! ·' x .' y 9O
Br ί
Br
/"■
AcO-^
(III)
OH
oder
AcO-
(V) AcO — i.
(IV)
OH
-OH
Ac 0—1
(VI)
AcO
(VII)

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    ι. Verfahren zur Darstellung sauerstoffreicher Verbindungen der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe, dadurch gekennzeichnet, daß gesättigte oder ungesättigte, seitenkettenfreie Ketone1 der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe mit Oxoverbindungen in Gegenwart von Alkalimetallen bzw. alkalisch reagierender, nicht wäßriger Stoffe kondensiert, dann mit Oxydationsmitteln, die wie z. B. Ozon eine Doppelbindung zu sprengen vermögen, oxydiert und die so· erhaltenen α, /?-Diketone einem Reduktionsprozeß unterworfen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß im Ringsystem vorhandene Doppelbindungen durch Anlagerung solcher Stoffe,- die sich unter Rückbildung der Doppelbindung wieder ab- ao spalten lassen, geschützt werden.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung freie Hydroxylgruppen enthaltender Ausgangsstoffe diese durch «5 Überführung in Gruppen, die sich z. B. durch Hydrolyse wieder in die Hydroxylgruppe zurückverwandeln lassen, geschützt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Oxydation erhaltenen Diketone mittels Reduktionsmittel, wie Zinkt-Eisessig, zunächst in Ketoalkohole und diese durch weitere Hydrierung, z. B. mittels Raney-Nickel, in Glykole übergeführt werden.
    O 5866 4.53
DESCH116109D 1938-07-02 1938-07-02 Verfahren zur Darstellung sauerstoffreicher Verbindungen der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe Expired DE752240C (de)

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