DE748713C - Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen von Dioxydiphenylmethanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen von Dioxydiphenylmethanen

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DE748713C
DE748713C DEC54476D DEC0054476D DE748713C DE 748713 C DE748713 C DE 748713C DE C54476 D DEC54476 D DE C54476D DE C0054476 D DEC0054476 D DE C0054476D DE 748713 C DE748713 C DE 748713C
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dioxydiphenylmethanes
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acid
alkylated
metholhenol
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DEC54476D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/06Hydroxy derivatives of triarylmethanes in which at least one OH group is bound to an aryl nucleus and their ethers or esters
    • C09B11/08Phthaleins; Phenolphthaleins; Fluorescein

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Abkömmlingen von Dioxydiphenylmethanen Es ist bekannt, daß sich Methylolamide von Carbonsäuren mit Phenolen oder deren Derivaten zu Acylabkömmlingen von Oxybenzylaminen verbinden. Die Kondensation verläuft nach folgender Formelgleichung: Dabei kann der acylierte Aminomethylenrest in p- oder o-Stellung zu der phenolischen Hydroxylgruppe eintreten, oder zwei Reste können sich in o- und p-Stellung ankondensieren, bei besetzter p-Stellung unter Umständen auch in o- und o'-Stellung. Im allgemeinen tritt aber j e Phenolhydroxyl nur ein Methylolamidrest in Reaktion, besonders wenn die p-Stellung zum Hydroxyl besetzt ist. Die bisher bekannten Verbindungen besitzen aber keine nennenswerte technische Bedeutung.
  • Es wurde gefunden, daß wertvolle Kendensationsprodukte entstehen, die insbesondere als Abführmittel gebraucht werden können, wenn man Dioxydiphenylmethane mit phenolischen Hydroxylgruppen oder Abkömmlinge derselben, wie kernalkylierte oder am Methankohlenstoffatom alkylierte oder arylierte Dioxydiphenylmethane, Dioxybenzophenone, kernall.<ylierte Dioxybenzophenone;- Phenolphthalein, Kresolphthalein, Diphenolisatin, Dikresolisatin oder Alkyläther oder O-Acylabkömmlinge der genannten Verbindungen, in an sich bekannter Weise mit Methylolv erbindungen von aliphatischen, aromatischen oder gemischt aliphatisch-aromatischen Carbonsäureamiden oder Oxycarbonsäureamiden umsetzt. Als Säureamide kommen in Frage z. B. die Amide der Essig-, Propion-, Butter-, Valerian-, Isovalerian-, Capron-, Capryl-, Caprinsäure und höhere Homologe davon, ferner die Amide derMilchsäu,re, Phenylessigsäure, Mandelsäure, Benzoesäure, Salicylsäure sowie der Kohlensäure in Form von Harnstoffen und U rethanen.
  • Die Kondensation verläuft gut in Anwesenheit von Kondensationsmitteln, z. B. von Säuren, wie Salzsäure und Schwefelsäure, oder von Salzen, wie Zinkchlorid, oder von :wasserentziehenden Mitteln, wie Phosphortrichlorid oder Phosphoroxychlorid. Entsprechend dem eingangs geschilderten allgemeinen l:eaktionsverlauf treten im allgemeinen ein oder zwei -.L#lethylolamidreste in das Dioxydiphenylinethanmolelzül ein.
  • Eeispiel 1 4.0g Diphenolisatin, bog Zinkchlorid, 120b Eisessig werden heiß gelöst und nach dem Abkühlennmit 32 g Methylolisovaleramid (= 3,1201) versetzt, das sich leicht in dem Gemisch auflöst.
  • ach 2.Istündigem Stehen bei Zimmertemperatur wird die Lösung in dünnem Strahl in die Mischung von 2ooo ccm Wasser und ioo ccm konzentrierter Salzsäure einfließen gelassen. Die körnige Masse wird abgesaugt, gut mit Wasser gewaschen, darauf in iooo ccm 2°/oiger Natronlauge gelöst und zur Entfernung von neutralen Bestandteilen zweimal mit _''Ither ausgeschüttelt. Nach dem Abfiltrieren eines unlöslichen Rückstandes wird in iooo ccm Wasser und 5o ccm konzentrierter Salzsäure eingerührt und nach einigem Stehen, wenn die Masse gut fiitrierbar geworden ist, abgesaugt und mit Wasser gewaschen. Ausbeute nach dem Trocknen o,o g, berechnet für i Mol Diphenolisatin -f- 2 Mol Methylolisovaleramid -- 2 1lol Wasser = 7o g. Die Verbindung hat vermutlich die folgende Konstitution: Sie löst sich leicht in =°,',iiger Natronuge.lu cyankali eine violettrote Farbreaktion. Die Lösungen schäumen und geben mit Ferri-Beispiel 2 Bei Anwendung von nur i Mol Methylolisovaleramid erhält man eine Kondensationsverbindung, die derjenigen von Beispiel i ähnlich ist, mit durchweg etwas größerer Löslichkeit. Farbreaktion mit Ferricyankali dunkelrot. Vermutliche Konstitution: Beispiel 3 Verwendet man gemäß Beispiel i statt 52 g fetliylo.lisovaleramid ()o g MethylolcaprylsiLureamid, so erhält man gi g eines Kondensatioiisprodulctes, das mit Natronlauge blaue Farbreaktion gibt. Das Produkt enthält zwei Caprylsäureamidreste und hat vermutlich (lie ' Konstitution Beispiel--4 Kondensiert man nach Beispiel 3 nur mit 22 g Methylolcaprylsäureamid an Stelle von 65 g, so erhält man ein Monocaprylsäurederiv at. Durch Auflösen des, rohen Produktes in Methylalkohol und Fällen mit 2i/2%iger Sodalösung kann man es von allenfalls noch: beigemischtem Diphenolisatin, das in 2i%2 [oiger Sodarlös.ung leicht löslich ist, abtrennen. Man erhält so etwa 52 gg eines weißen -Pulvers, das sich leicht in 1%iger Natronlauge zu schäumenden Lösungen- auflöst und mit Ferricyankali violette Farbreaktion gibt. Es hat vermutlich die folgende Konstitution: . Beispiel 5 30gD:iphenolis:atin, bog Zinkchlorid, i2og Eisessig werden heiß ,gelöst und nach dem Ab-]ciihlenmit 37 g Methylol-x, o:-dimethylharnstoff vermischt. Nachdemrnan4Stunden,auf5o°erhitzt hat, wird die Masse in 150o ccm Wassei und 5o ccm konzentrierte Salzsäure eingerührt. Der abgesaugte und gewaschene Niederschlag wird in 1000 cem 2%igerNatronlauge gelöst und mit 20o0 ccm Wasser und 50 ccm konzentrierte Salzsäure gefällt. Nach dem Trocknen erhält man 47,5 g weißes Pulv, er,berechnetfür i Mol Diphenolisatin +:2 Mol Methylol-a, a-dimethylharnstoff-2 Mol Wasser = 49 g. Das Produkt ist schwer löslich in Äther und Benzol, leicht löslich in Alkohol und hat vermutlich die Konstitution:
    /\,NH\
    CO
    C
    i \ -
    CH'` /CH3
    CH @N-CO-NH-CH, @/ /- CH2-NH-CO-N-'CH .
    3 I I 3
    OH OH
    Aus alkoholischer Lösung wird es von 2I/2°/oiger Sodalösung nicht gefällt. Mit Ferricyankali
    gibt die Verbindung eine violettrote Farbreaktion.
    Beispiel 6 Kondensiert man die Lösung von :2o g Phenolphthalein und 6o g Zinkchlorid in 120 g Eisessig m,it 27 g Methylolcaprylsäureamid ib,ei 5o°, so erhält man ein Rohprodukt, das nach dem Auflösen in Alkohol und Fällen mit 21/2°/oiger Sodalösung wieder in Natronlauge unter Absaugen des unlöslichen Anteils aufgenommen und mit verdünnter Salzsäure als weißes Pulver ausgefällt wird. Es hat vermutlich die folgende Konstitution:
    ,Z\z C O
    O
    C
    C,H"-CO-NH-C14--\@ \%-CH"-NH-CO-C@Hi6
    OH OH
    Die Substanz löst sich in verdünnter Natronlauge mit tiefvioletter Farbe zu stark schäumenden
    Lösungen.
    Kondensationen entsprechend den obigen Beispielen . mit Methylolbenzamid und MetliyloIsalicylamid verlaufen in gleicher Weise. ,Die -Beispiele können gegebenenfalls auch abgeändert -werden, z. B. indem man statt Zinkchlorideisessig als Lösungs- und Konden--sotionsmittel andere Stoffe, wie konzentrierte Schwefelsäure, verwendet.
  • In ähnlicher Weise können alle genannten Verbindungen mit Methylolverbindungen von Carhonsäureamiden kondensiert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Abkömmlingen von Dioxydiphenylmethanen, dadurch gekennzeichnet, daß man Dioxydiphenylmethane mit phenolischen Hydroxylgruppen oder Abkömmlinge derselben, -%vie@kernalkylierteoder am Methankohlenstoffatom alk-ylierte oder arylierte Dio1y diphenylmethane, Dioxybenzophenone, ikernalkylierte Dioxybenzophenone, Phenolplitlialein, Kresolphthalein, Diphenolisatin, Dikresolisatin oder Allyläther oder O-Acylabkömmlinge der genannten Verbindungen, in an sich bekannter Weise mit Methylolverbindungen von aliphatischen, aromatischen oder gemischt aliphatisch - aromatischen Carbonsäureamiden oder Oxycarbonsäureamiden umsetzt. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfaliren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften . . , @Tr. 156 398, .1o6 210, 464 527, 537 1o6, 558:238: Zeitschrift für angewandte Chemie 4o (1927), S. 831-836 und 858-863.
DEC54476D 1938-11-01 1938-11-01 Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen von Dioxydiphenylmethanen Expired DE748713C (de)

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Citations (4)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE156398A (de) *
DE406210C (de) * 1922-11-27 1924-11-18 Hoffmann La Roche Verfahren zur Darstellung von O, O-Diacidylderivaten des Diphenolisatins und seiner im Phenol- oder Isatinrest substituierten Abkoemmlinge
DE464527C (de) * 1926-10-09 1928-08-18 Hoffmann La Roche & Co Akt Ges Verfahren zur Darstellung von Alkyl- und Aralkylderivaten der Diphenolisatine
DE537106C (de) * 1930-01-14 1931-10-31 Hans P Kaufmann Dr Verfahren zur Darstellung von o,o -Diphenylphenolphthalein und o, o-Dioxydiphenolphthalein sowie ihren Acetylderivaten

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