DE74928C - Behandlung von Guttapercha oder Gummi mit Wollcholesterin - Google Patents

Behandlung von Guttapercha oder Gummi mit Wollcholesterin

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DE74928C
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R. HUTCHISON in Springvale Mills, Cowlairs, Grfsch. Lanark, Schottland
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L7/00Compositions of natural rubber
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung hat den Zweck, Guttapercha oder Gummi oder ein Gemisch beider durch Behandeln mit Wollcholesterin der Oxydation und dadurch dem Zerfall weniger leicht zugänglich zu machen, die Elasticität und Zähigkeit zu erhöhen und zu bewirken, dafs die Masse nicht leicht klebrig wird.
Das der Erfindung zu Grunde liegende Behandlungsverfahren erleichtert die Verbindung von Guttapercha mit Gummi und die Herstellung von Verbindungen desselben, welche für verschiedenartige Anwendungen schätzbare Eigenschaften besitzen. So erweist sich eine derartige Verbindung für elektrische Zwecke, ohne däfs die Isolirungsfäliigkeit der Guttapercha oder des Gummis vermindert wäre, als dauerhafter als die Stoffe allein.
Der zur Behandlung von Guttapercha oder Gummi verwendete Stoff wird vom Erfinder in Anlehnung an die Bezeichnungen »Lanolin« und »Cholesterin« »Lanichol« genannt und ist mehr oder, weniger gereinigtes Wollcholesterin, d. h. ein aus Wollfett durch Abscheiden der Fettsäuren bezw. Glyceride in übrigens bekannter Weise erhaltener Körper, welcher als Nebenproduct bei der Verarbeitung von Wolle gewonnen wird. Das Wollcholesterin kann mit Guttapercha oder Gummi oder einem Gemisch beider in verschiedenem Verhältnifs gemischt werden, je nach der Weichheit oder sonstigen Beschaffenheit, welche bei der Verbindung gefordert wird. Die Vereinigung erfolgt, indem man die Bestandteile unter, mäfsiger Erhitzung, beispielsweise bei einer Temperatur von etwa iöo° C, gut mit einander vermischt. Man benutzt hierzu Vorrichtungen, wie sie beispielsweise zum Mischen oder Durchkneten von Gummi oder Gummi-'verbindungen allgemein angewendet werden.
Als Beispiel soll angeführt werden, dafs eine elektrisch sehr gut isolirende Verbindung dadurch erhalten wird, dafs man 50 Gewichtstheile Guttapercha mit 30 Gewichtstheilen Gummi und 20 Gewichtstheilen Wollcholesterin vermischt.
Für gewisse Zwecke können Verbindungen, welche mit Wollcholesterin hergestellt wurden, wie gewöhnliches Gummi vulcanisirt werden; ebenso kann man mit demselben irgend welche geeignete Stoffe, wie sie häufig mit gewöhnlichem Gummi combinirt werden, zusetzen.
Anstatt zuerst das Wollcholesterin aus den Wollfetten herzustellen und es darauf mit der Guttapercha oder dem Gummi oder einem Gemisch beider zu vermischen, kann man Umstände, Zeit und Kosten des Trennungsprocesses dadurch ersparen, dafs man die vom Erfinder beobachtete Eigenschaft der Guttapercha und des Gummis benutzt, Lanichol aus Gemischen, welche es enthalten, zu absorbiren.- Es wird demgemäfs die Guttapercha oder das Gummi oder ein Gemisch beider zweckmäfsig in zerkleinerter Form mit Wollfett und Wasser in einem Kessel gekocht, wobei sich das WoIl-. cholesterin mit der Guttapercha oder dem Gummi verbindet. Dieses Gemisch wird alsdann in einer Lösung von Alkalicarbonat oder zweckmäfsig Aetzalkali gekocht, wodurch verseifbare Stoffe entfernt werden, während das Wollcholesterin des Fettes in Combination mit der Guttapercha oder dem Gummi zurückbleibt.
Nach einer anderen Ausführungsweise des Verfahrens wird zuerst das Wollfett in einer

Claims (2)

  1. Lösung gekocht, welche ein wenig mehr Alkalicarbonat oder zweckmäfsig Aetzalkali enthält, als ausreicht, freie Fettsäuren, welche in dem Fett vorhanden sind, zu verseifen. Kocht man in der so erhaltenen, alsdann verdünnten Seifenlösung die Guttapercha oder das Gummi oder das Gemisch beider zweckmäfsig in zerkleinerter Form, so nehmen sie das Lanichol und zwar bis zu etwa 30 pCt. oder mehr auf, während die anderen Stoffe in der Flüssigkeit gelöst bleiben.
    Es kann z. B. mit 40 Gewichtstheilen Gummi das Lanichol von 30 Gewichtstheilen Wollfett zusammengebracht werden, und bei Herstellung einer derartigen Verbindung kann nach der Verseifung die Flüssigkeit mit 100 bis 160 Gewichtstheilen Wasser, nämlich mit so viel, wie sich zur leichten Abscheidung des Lanichols als nothwendig erweist, verdünnt werden.
    Es ist bei diesen modificirten Verfahrensweisen nicht nur eine sehr vollkommene Abscheidung des Lanichols von dem Wollfett zu erreichen, sondern es wird auch die Guttapercha und das Gummi von Verunreinigungen vollkommen befreit.
    Derartig behandeltes Gummi oder Guttapercha kann für alle Zwecke Anwendung finden, für welche bisher diese Stoffe gebraucht wurden, besonders für Isolirungszwecke, d. h. zum Ueberkleiden elektrischer Leitungen.
    Patenτ-Ansprüche:
    ι. Die Behandlung von Guttapercha oder Gummi oder eines Gemisches beider mit Woll-Cholesterin, bestehend in dem Durchkneten der Stoffe zweckmäfsig unter Erwärmung.
  2. 2. Das unter 1. genannte Behandlungsverfahren dahin abgeändert, dafs die Guttapercha oder das Gummi mit ungereinigtem Wollfett und einer Alkalilauge gekocht wird, wodurch verseifbare Stoffe entfernt werden und eine Vereinigung des Gummis mit dem Woll-Cholesterin erzielt wird.
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