DE746282C - Verfahren zur Verbesserung der bindemittellosen Brikettierung - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der bindemittellosen Brikettierung

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DE746282C
DE746282C DEW105146D DEW0105146D DE746282C DE 746282 C DE746282 C DE 746282C DE W105146 D DEW105146 D DE W105146D DE W0105146 D DEW0105146 D DE W0105146D DE 746282 C DE746282 C DE 746282C
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DE
Germany
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briquetting
coal
binderless
improve
lubricant
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Expired
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DEW105146D
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English (en)
Inventor
Ludwig Weber
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels
    • C10L5/02Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
    • C10L5/06Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting
    • C10L5/08Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting without the aid of extraneous binders

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verbesserung der bindemittellosen Brikettierung Das vorliegende Verfahren bezweckt eine-Verbesserung der:bindemittellosen Hochdruckbrikettierung von jungen, schlecht oder nicht brikettier-baren Steinkohlen.
  • Es ist ein Verfahren bekannt, wonach feste Brennstoffe, wie Koks oder Kohle, mit flüssigen Kohlenwasserstoffen, z. B. Masut, auf Kollergängen verarbeitet werden. Hieraus soll eine trockenkrümelige Masse entstehen, die alsdann brikettiert wird. Abgesehen davon, daß die Kohlenwasserstoffe in sehr gro-: ßer Menge- (to 'bis .4o °1o) benutzt werden, handelt es sich um ein Verfahren, das sich infolge seiner Mängel in der praktischen Technik nicht durchgesetzt hat. -Weiter ist ein Verfahren beschrieben worden, nach dem Steinkohle mit Phenolen behandelt wurde, wobei .eine Gelatinierung der Kohlenoberfläche eintreten sollte. Die vorbehandelte Kohle wurde alsdann brikettiert. Auch dieses Verfahren hat sich nicht .bewährt, wäre auch wegen der teuren Zusatzstoffe sehr unwirtschaftlich.
  • Ferner ist eine Arbeitsweise bekannt, wonach eine Mischung von Mager- und Fettkohle, mit Schwerölen vermengt, brikettiert und alsdann geschwelt wird. Dieses Verfahren. bezieht sich im Gegensatz zu der Erfindung nicht auf junge, schlecht oder nichtbrikettierbare Steinkohlen, sondern auf Fettkohlen, die bekanntlich beim SchNvelen sehr leicht zusammenbacken. Außerdem wird bei diesen Verfuhren die früher allgemein übliche Brikettierung mit mäßigem Druck benutzt.
  • Gemäß einer weiteren bekannten Arbeitsweise soll eine Verbesserung des üblichen Verfahrens zurBrikettierung vonBraunkohle. also der Erzeugung von Braunkohlenbriketts, z. B. ,mit Hilfe der Stran.gpresse mit normalen Drücken dadurch herbeigeführt werden, daß zum Wiederanfeuchten von übertrockneter Braunkohle eine wässerigeLösung, Emulsion der Suspension von Mineralsäuren oder sauren Salzen oder bituminösen Stoffen, wie Teer, Pech oderAsphalt, verwendet wird, wobei die Zusatzstoffe in einer für ihre Wirkung als Bindemittel nicht ausreichenden Menge verwendet werden. Die Herstellung des Endfeuchtigkeitsgehaltes einer übertrockneten Braunkohle soll geschehen durch Einbringen von fein verteiltem Wasser, welches einen oder mehrere der Zusatzstoffe gelöst, emul giert oder suspendiert enthält. Das bekannte Verfahren bezieht sich nicht auf die bindemittellose Brikettierung von Steinkohle, und ist hierfür auch unbrauchbar, vor allein wegen der Beirn.ischung der großen Wassermengen. -Schließlich ist noch ein Vorschlag gemacht worden, der aber nicht zum Stand der Technik zählt. Hiernach werden backende Steinkohlen unter ,Zusatz von weniger als 5 °,J" Schweröl in Ringwalzenpressen :mit einem Druck zwischen 750 bis iooo kg/qcm brikettiert und alsdann geschwelt. Dieser Vorschlag unterscheidet sich aber in der Aufgabestellung wesentlich von der vorliegenden Erfindung, da bei ihm von backender Steinkohle, -einem sehr brikettier- und sch-,velwilligen Stoff, ausgegangen wird, während der Erfindung dagegen die Brikettierung von schlecht oder nicht brikettierenden Steinkohlen zugrunde liegt.
  • Bei der seitlierigenArt der bindemittellosen Brikettierung von Steinkohle unterBenutzung von Hochdruckpressen ist es bekanntlich erforderlich, die Kohle nicht nur durch vorherige Behandlung in ihrem Wassergehalt genau zu begrenzen, sondern auch zu einem annähernd mehlfeinen Pulver zu zerkleinern. Die Zerkleinerung hat nun zur Folge, daß auch die Faserkohlenbestandteile freigelegt werden, und es ist klar, daß die gesamte Beschaffenheit der spröden Faser kohlenteilchen ein Widerstreben gegen die Verformung verursacht. Raube, zerklüftete Oberfläche, Oberflächenspannungen, Sprödig-'..zeit und entsprechend mangelnde Bildsamkeit dieses Stoffes führen dazu, daß die bindemittellose Brikettierung bei Kohlensorten mit hohem Faserkohlenanteil auch dann nicht zum befriedigenden Ergebnis führt, wenn recht Hohe Drücke angewendet werden oder wenn die "Zerkleinerung besonders weit getrieben wird. Mail kann Brennstoffe mit hohem Faserkohlenanteil oder sonstigem holzkohlenähnlichem Charakter kurz- besagt als brikettiernnwillig bezeichnen.
  • Die geschilderten Übelstände werden durch die Erfindung behoben. Diese geht von der Erkenntnis aus, daß die Ungleichheiten des zur Verpressung gelangenden Materials eine ungleiche Auswirkung :des Preßdruckes zur Folge haben, wodurch dann stellenweise die angestrebte Stückabildung entweder ganz unterbleibt oder Spannungen entstehen, die bei einer Erhitzung der Briketts, z. B. beim Schwelen, zur Auslösung kommen und zum Zerfall der Stückform führen. Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe so gelöst, daß dem Brilettiergut bis zu 2 °(" von solchen organischen oder anorganischen Stoffen zugefügt werden, welche bei der Verpressung als Gleitmittel wirken, worauf die Verpressung auf dem Wege der Hochdruck1irikettierung.in.ittels'Walzen- oder R.irigwalzenpresse erfolgt. Hierdurch werden dis vor allem durch die Oberflächenbeschaffenheit der einzelnen Gutskörner verursachten Reibungswiderstände vermindert, das Gleiten der Teilchen aneinander begünstigt und damit die Auswirkungen des Preßdruckes bis in alle Teile des Formlings gefördert.
  • Für die Au&walil des Zusatzstoffes und die Art seiner Zugabe ist einmal die besondere Beschaffenheit des jeweiligen l)rikettiergute" insbesondere dessen brikettechnische Eignung=. und ferner die verlangte Beschaffenheit des herzustellenden Briketts aussclilaggeltend.
  • Im einzelnen ist bei der Auswahl des Zusatzstoffes zu beachten, daß er geeignet ist, störende Reibungen aufzuheben. störende Oberflächenspannungen zu beseitigen, die Bildsamkeit von spröden Anteilen des Brikettiergütes zu erhöhen und überhaupt alle die Auswirkungen des Preßdruckes hemmenden Widerstände derart zu beeinflussen und zti vermindern, daß der Preßdruck bis ins Innerste des Formlings zur gleichmäßigen Wirkung kommt. Derartige Stoffe sind: Kohlenwasser Stoffe, vor allem solche mit höheren Siedepunkten, wie Mittel- und Schweröle, fernpur Paraffine u.dgl., Harze und gallertartige oder auch seifenartige Stoffe. Außer organischen Stoffen können auch anorganische Stoffe als Zusatzstoffe in Frage kommen, wenn sie geeignet sind, bei dem jeweiligen besonderen Brikettiengut eine Minderung des Reibungswiderstandes und eine Verbesserung des Fortleitens des Preßdruckes durch Erhöhung der Gleitfähigkeit derOberflächen der Brennstoffstückchen zu bewirken.
  • Da der Zusatzstoff nicht als -Bindemittel. sondern als Gleitmittel wirken soll, so sind gegenüber dein Bindemittelzusatz nur schigeringe Zusätze des Gleitmittels erforderlich: es handelt sich hierbei in der Regel nur uni Mengen von etwa 1 bis 2",l,.
  • Dieser sehr geringe Prozentsatz der Zugabe läßt schon erkennen, daß die Art der Zugabe diesem Umstande Rechnung tragen muß. Da nämlich das Brikettiergut in sehr feiner Körnung vorliegt, ist eine außerordentlich große Oberfläche vorhanden, deren Beschaffenheit durch den Zusatzstoff beeinflußt werden soll. Es ist demnach eine besonders feine Verteilung dieses Zusatzstoffes oder Gleitmittels erforderlich. Dies kann in an sich bekannter Weise derart geschehen, daß das Gleitmittel äußerst fein verteilt. z. B. in Dampfform, zur Zugabe gelangt, damit es sich an der Oberfläche der verhältnismäßig kalten Kohle niederschlägt. - Ein anderer Weg besteht darin, das Gleitmittel in gelöster Form zur fein verteilten Zugabe zu -bringen. -Schließlich ist es in - :manchen Fällen angebracht, das -Glczitmittel .in flüssigem Zustande unter hohem Druck durch feine Düsen zu pressen und auf das Brikettiergut aufzuspritzen. -Insoweit bei der Erfindung Pech o. dgl. als Gleitmittel dienen soll, ist es in der Regel angebracht, das Pech in flüssigem, gelöstem oder verseiftem Zustande, nicht aber in der Form von festem Pechmehl zu verwenden.
  • Die Auswahl der Gleitmittel kann auch über die unmittelbare Eignung zur Herbeiführung einer gleitenden Wirkung hinaus noch zusätzlich unter dem Gesichtspunkt -erfolgen, daß i. das Gleitmittel bei der Aufarbeitung der Briketts ganz oder teilweise `wiedergewonnen werden kann, z. B. die ko'hlenwassers.toffartigenGleitm.ittel im Rahmen der Schwelung der damit hergestellten Briketts, 2. durch die Art des Gleitmittels dem Brikett einewasserabweisendeBeschaffenheit verliehen und damit seine Lagerfähigkeit und seine Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeitseinflüsse erheblich vergrößert wird. Die erfindungsgemäß hergestellten Briketts aus jungen, bituminösen, aber brikettierunwilligen Steinkohlen sind nicht nur unmittelbar als Feuerungsmaterial geeignet, sondern vor allem auch als Schwel- bzw. Verkokungsgut, d. h. für die Erzeugung eines stückfesten Schwelkokses und eines hochwertigen, staubfreien Schwelteeres ,brauchbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSBRUCH: Verfahren zur Verbesserung der bindemittellosen Brikettierung von jungen, schlecht oder nicht brikettierbaren Steinkohlen, dadurch gekennzeichnet, daß .dem B.rikettiergut bis zu 2-1 fo von solchen orgamischen oder anorganischen Stoffen zugefügt werden, welche bei der Verpressung als Gleitmittel wirken, worauf die Verpressung auf dem Wege der Hochdruckbri%ettierung mittels Walzen- oder,Ringwalzenpresse erfolgt. ZurAbgrenzung desAnmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften .... Xr.413 375, 46o i3 i, 274 i09, 63i 0i4, 228979, 467 275, 27i 785, 455 oi5. 633 6i8.
DEW105146D 1939-02-22 1939-02-22 Verfahren zur Verbesserung der bindemittellosen Brikettierung Expired DE746282C (de)

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