DE228979C - - Google Patents
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- DE228979C DE228979C DENDAT228979D DE228979DA DE228979C DE 228979 C DE228979 C DE 228979C DE NDAT228979 D DENDAT228979 D DE NDAT228979D DE 228979D A DE228979D A DE 228979DA DE 228979 C DE228979 C DE 228979C
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- naphthalene
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L5/00—Solid fuels
- C10L5/02—Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
- C10L5/06—Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting
- C10L5/10—Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders
- C10L5/22—Methods of applying the binder to the other compounding ingredients; Apparatus therefor
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Geology (AREA)
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- Organic Chemistry (AREA)
- Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 228979 -KLASSE 106. GRUPPE
JOHANN SCHÜRING JUN. in ZEITZ.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren
zur Brikettierung von Steinkohle, Braunkohle, Koks, Torf usw. unter Benutzung eines
Naphtalinzusatzes und mittels hochüberhitzten
Dampfes. , >
Ein Verfahren dieser Art ist bekannt. Bei diesem wird das Brikettiergut zunächst mit
festem, zerkleinertem Naphtalin gemischt und dann diese Masse in einem Knetwerk behandelt
und dabei der Einwirkung überhitzten Dampfes von einer Temperatur bis 400 ° C.
ausgesetzt, um dadurch die Naphtalinmenge in Dampfform überzuführen. Hierbei tritt
der überhitzte Dampf in der unteren Zone des Knetwerkes oder Mischers ein. Es können
deshalb unmöglich alle Naphtalinteilchen mit dem Dampf in unmittelbare Berührung
kommen. Es muß vielmehr ein bedeutender Teil des Naphtalins ungeändert oder doch nur
in geschmolzenem Zustande mit der Kohle unten das Knetwerk verlassen und darum ungleichmäßig verteilt bleiben. Die etwa
höher Steigenden Naphtalindämpfe kommen wieder mit kühlerer Masse in Berührung
und gehen dadurch wieder in den flüssigen Zustand über. Sie müssen dann unten abermals
verdampft werden, wobei wieder ein Teil unverdampft abgeht. Eine Erhitzung der Masse durch Zuführung von Dampf durch
höher liegende Düsen ist aber nicht möglich, da in diesem Falle das Naphtalin in den
oberen Schichten zu früh verdampft und durch den oberen Schlot entweichen, also wirkungslos vergeudet würde.
Das Wesen des neuen Verfahrens besteht darin, daß das Naphtalin dem Brikettiergut
nicht vorher in fester Form zugeführt, sondern erst für sich verdampft und dann in ■
Dampf form durch überhitzten Dampf von etwa 45 o° in die im Mischer befindliche Masse eingepreßt wird. Bei diesem Verfahren
kann die Kohle schon in den oberen Schichten mit Hilfe höher liegender Dampfdüsen :
erhitzt und getrocknet werden, so daß die Naphtalindämpfe, welche unten eingeführt
werden, nur mit erhitzter Kohle in Berührung kommen und sich deshalb rasch in ihr
gleichmäßig verteilen. Die Dämpfe, die etwa durch die von den Rührarmen gemachten
Hohlräume streichen, werden gleich von der 5c nächst oberen, ebenfalls erhitzten Kohlenschicht aufgenommen, so daß das Naphtalin
vollständig ausgenutzt und jeglicher Verlust ·. vermieden wird. Es wird deshalb bei dem ,
neuen Verfahren ganz wesentlich an Naphtalin gespart. ■ .
Ferner gibt das neue Verfahren die Möglichkeit, augenblicklich den Naphtalinzusatz ,
zu ändern, während bei dem oben erwähnten ";
bekannten Verfahren immer erst die in dem Knetwerk und den Zubringevorrichtungen befindliche
Masse aufgearbeitet werden muß, ehe die Änderung des Naphtalinzusatzes erkennbar
wird. Eine solche Änderung macht sich aber bei der Verschiedenheit der Kohle
und des Wassergehaltes dieser oft in kurzen Pausen notwendig, und es entstehen dadurch
bei dem älteren Verfahren Stoff- Und Zeit-
Verluste, die beim Erfindungsgegenstand vermieden werden. Außerdem fällt die Zerkleinerung
des Naphtalins in Staubform in Schleudermühlen usw. und der dabei entstehende Verlust durch Flugstaub, welcher zudem
noch die Luft in den Arbeitsräumen verunreinigt, fort, da das Naphtalin in großen
Stücken in den Schmelztopf gebracht werden kann.
ίο An Hand der Zeichnung soll im nachstehenden
das neue Verfahren näher erklärt werden. Die Zeichnung veranschaulicht einen
Mischer bekannter Ausführung, und zwar zeigt Fig. ι einen senkrechten Schnitt, Fig. 2" einen
Querschnitt nach Linie A-A der Fig. 1 und Fig. 3 einen Querschnitt nach Linie B-B der
Fig. i.
Das Gemisch von Steinkohle, Braunkohle u. dgl. mit Pech wird in , den Mischer 1 gebracht,
in welchem es von dem durch die Dampfdüsen 2, 3 und 4 zuströmenden Dampf bis auf etwa 110 bis 1200 C. angewärmt wird.
Bei dieser Temperatur hat sich das Pech bereits aufgelöst und verbindet sich mit der
Kohle. Das Naphtalin wird durch überhitzten Dampf in dem doppelwandigen Kocher 5
geschmolzen und fließt durch ein Rohr 6 in den, doppelwandigen ringförmigen Vergaser 7,
dessen Mantel von überhitztem Dampf von etwa 4500 C. geheizt ist. Dadurch wird das
flüssige Naphtalin vergast, und die Naphtalingase werden von dem in den Vergaser eingeleiteten
überhitzten Dampf von ebenfalls etwa 450° C. durch die ringförmigen Verteilungsdüsen
8 mit etwa 1 Atm. Überdruck in das Innere des Mischers, d. h. in die bereits
erhitzte Mischung aus Kohle und Pech hineingeblasen und auf diese Weise vorteilhaft
und innig damit vermischt. Da das NaphtalingaS erst in einer ziemlich tief Hegenden
Zone zugeführt wird, ist es ausgeschlossen, daß Naphtalindämpfe entweichen, da die
darüber liegende Füllung ein Entweichen verhindert ; der Naphtalinzusatz wird somit auf
eine möglichst geringe Menge beschränkt. Selbstredend können auch Stoffe mit bedeutend
höherem Wassergehalt brikettiert werden; es ist dann nur nötig, den Mischer größer
auszuführen, damit die Mischung länger der Einwirkung . des . überhitzten Dampfes ausgesetzt
wird.
Das fertige Gemisch wird durch die Öffnung 9 abgezogen und der Presse zugeführt,
während in demselben Maße neues Gut durch die Öffnung 10 zugeführt wird. Die entweichenden
Wässerdämpfe ziehen durch die Öffnung 11 ab.
Nach dem neuen Verfahren kann also nicht nur jede Kohlensorte brikettiert werden, sondern
es hat auch den großen Vorteil, daß bei geringmöglichstem Bindemittelzusatz wetterbeständige
Briketts erzeugt werden und eine vorherige Trocknung der Kohle überflüssig wird.
Claims (1)
- Pate;nt-AnSpruch :Verfahren zur Brikettierung von Stein-' kohle, Koks, Braunkohle, Torf u. dgl. mittels überhitzten Dampfes und Naphtalingaszusatzes, dadurch gekennzeichnet, daß das außerhalb des Mischers geschmolzene Naphtalin zunächst in einem mit überhitztem Dampf von etwa 450 ° C. geheizten Vergaser verdampft und dann erst in einer ziemlich tief liegenden Zone durch überhitzten Dampf von etwa 450 ° C. mit etwa ι Atm. Überdruck in den Mischer gepreßt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE228979C true DE228979C (de) |
Family
ID=489329
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT228979D Active DE228979C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE228979C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE746282C (de) * | 1939-02-22 | 1944-06-15 | Ludwig Weber | Verfahren zur Verbesserung der bindemittellosen Brikettierung |
-
0
- DE DENDAT228979D patent/DE228979C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE746282C (de) * | 1939-02-22 | 1944-06-15 | Ludwig Weber | Verfahren zur Verbesserung der bindemittellosen Brikettierung |
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