DE692958C - Verfahren zur Herstellung von streufaehigen Duengemitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von streufaehigen Duengemitteln

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Publication number
DE692958C
DE692958C DE1937SC114550 DESC114550D DE692958C DE 692958 C DE692958 C DE 692958C DE 1937SC114550 DE1937SC114550 DE 1937SC114550 DE SC114550 D DESC114550 D DE SC114550D DE 692958 C DE692958 C DE 692958C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sludge
production
sewage
tar
fertilizers
Prior art date
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Expired
Application number
DE1937SC114550
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Mueller
Wilhelm Schmeling
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WILHELM SCHMELING
Original Assignee
WILHELM SCHMELING
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Filing date
Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F7/00Fertilisers from waste water, sewage sludge, sea slime, ooze or similar masses
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/20Fertilizers of biological origin, e.g. guano or fertilizers made from animal corpses

Description

  • Verfahren zur Herstellung von streufähigen Düngemitteln . Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von streufähigen Düngemitteln aus Abwasserschlamm, Klärschlamm oder ähnlichen Schlammarten durch Verbrennang.
  • Zur schnelleren Beseitigung des Schlammes wurde bereits vorgeschlagen, denselben in fein zerstäubtem Zustande durch Gasstichflammen durchzuleiten und :dadurch zu verbrennen. Die hierdurch entstehende Asche bildet ein gutes, streufähiges Düngemittel, doch war für die Verbrennung ;des Schlammes eine so erhebliche Wärmemenge erforderlich, daß sich die Herstelliuig dieses büngemittels viel zu teuer stellte. Aus diesem Grunde kam .eine praktische Anwendung dieses bekannten Verfahrens nicht in Frage. .
  • Es wurde außerdem bereits vorgeschlagen, dem Abwasserschlamm bei der Verbrennung. von kohlehaltigen Stoffen entstehende Rückstände, also Asche, oder bei der Trockendestillation von Kohle entstehende Rückstände, also Koks, beizumengen. Um durch diese Beimengung einen trockenen Schlamm zu erhalten, mußten große Mengen dieser Stoffe beigemischt werden, wodurch sich -die Herstellung verteuerte und außerdem, die Verwendung der Asche als Düngemittel infolge der starken Beimischung unbrauchbarer Teile nicht mehr lohnend war.
  • Der Erfindung gemäß wird nun eine Verbesserung der bekannten Verfahren dadurch erreicht, daß der .aus den Kläranlagen kommende nasse Schlamm mit etwa 3 bis 6% Teer und geringen, etwa 1/2 bis i % betragenden Mengen Naphthalin vermischt, das Gemisch darauf durch Pressen oder Trocknen zu ein-ein selbst brennbaren Stoff entwässert und die erhaltene Masse, gegebenenfalls nach Zerkleinerung, unter Ausnutzung der Heizkraft in üblichen, eine Gewinnung der Asche ermöglichenden Öfen verbrannt wird. Der gemäß der Erfindung verwendete Teer hat die Eigenschaft, die einzelnen Teilchen des Abwasserschlammes vollkommen einzuschließen, so daß durch diese timengung eine praktisch geruchlose Misse erhalten wird, die ohne Ansteckungsgefahr gelagert und verbrannt werden kann. Bei der Verbrennung wird dabei fast nur .die bei der Verbrennung des Schlammes abfallende Asche erhalten, die ein hoch-,vertes Düngemittel ergibt. Bei der Gewinnung der Asche kann durch die Ausnutzung der Wärme bei der Verbrennung noch ein zusätzlicher Gewinn erzielt werden.
  • Bei der Ausführung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung wird. det aus dem Klärbecken kommende Schlamm mit Teer vermischt, und zwar werden beispielsweiae 5o kg Schlamm mit 1,5 kg Teer vermischt. Außerdem `,werden dieser Masse noch 25o g 11#Taphthalin zugesetzt, um eine leichtere Entflammbarkeit der Masse zu erreichen. Nach gründlicher Durchrnischung des Schlammes mit diesen Beimengungen wird der Schlamm zu Ziegeln gepreßt oder auch an der Luft getrocknet. Durch die Verrni:schung des Teers reit den Schlammassen wird das in den Schlammassen enthaltene Wasser leicht abgegeben, so daß die Masse ohne Schwierigkeiten ausgepreßt werden kann. Je nach dem Grade der Abpressung des Wassers werden dann diese Schlammassen einer i obis iq:tägigen Trocknung unterworfen, worauf der Schlamm nur noch ungefähr i i Wasser enthält. Falls auf einen= größeren Heizwert des Schlammes Wert gelegt wird, kann die Trocknung fortgesetzt werden. Nach ungefähr 3ozägiger Trocknung ist der Wassergehalt dann auf 6,26% gesunken.
  • Je nach der Art des Schlammes kann die Menge - des beizumischenden Teers schwanken, und zwar kann die beigemengte Menge ungefähr 3 bis 6% betragen. Im allgemeinen wird sich jedoch die Beimengung an der unteren Grenze halten. Nach der Trocknung des Schlammes wird derselbe unter Ausnutzung der in ilunenthaltenen Wärme verbrannt, und zwar derart, däß die Asche gewonnen werden kann. Die hierdurch gewonnene Asche ist als Düngemittel brauchbar und enthält etwa o,I6% Stickstoff in Salpeterform, 3,307o Gesamt-Phosphorsäure, 11,22% Kali und 21,230;o Kalk, wobei diese Angaben je nach der Art des verwendeten Schlammes etwas schwanken können. Nach dein Verfahren der Erfindung gelingt es demnach auf einfache, bequeme, hygienische und billige Weise den sehr lästigen Abwasserklärschlamm oder ähnlich zusammengesetzte Schlammarten zu beseitigen unter gleichzeitiger Ausnutzung des Heizwertes desselben und Gewinnung eines streufähigen, lagerbeständigen, gut transportierbaren und in Säcke oder sonstige Behälter verpackbaren Düngemittels.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von streufähigen Düngemitteln aus Abwasserschlamm, Klärschlarrim oder ähnlichen Schlammarten durch Verbrennung, dadurch gekennzeichnet, daß der aus den Kläranlagen kommende nasse Schlamm mit etwa 3 bis 60to Teer, und geringen, etwa 1/2 bis i % betragenden Mengen Naphthalin vermischt, das Gemisch darauf durch Pressen oder Trocknen zu einem selbst brennbaren Stoff entwässert und die erhaltene Masse, gegebenenfalls nach Zerkleinerung, unter Ausnutzung der Heizkraft in üblichen, eine Gewinnung der Asche ermöglichenden öfen verbrannt wird.
DE1937SC114550 1937-12-16 1937-12-16 Verfahren zur Herstellung von streufaehigen Duengemitteln Expired DE692958C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE928173C (de) * 1953-01-18 1955-05-26 Arie T Hart Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines mineralischen Duengemittels

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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